Der Begriff  „Zwangsanleihe“ taucht wieder auf. Neulich hatte das linkslastige Institut DIW gefordert, einen Teil der deutschen Staatsschulden auf diesem Wege zu tilgen. Die CDU war der Idee nicht abgeneigt. Jetzt springt auch die FDP in Person des bayerischen Wirtschaftsministers Martin Zeil (Foto) auf diesen Zug. Er fordert laut Spiegel „Zwangsanleihen“. Zunächst in Spanien und Italien.

„Alle Länder müssen zuerst die Möglichkeiten nutzen, die sie im eigenen Land haben – etwa die Vermögen ihrer eigenen Bürger.“

In Spanien und Italien seien die Privatvermögen viermal so hoch wie die Staatsschulden. „Offensichtlich gibt es also großes Potential für Schuldenländer, im eigenen Land tätig zu werden, ehe man nach deutschem Geld ruft. Durch eine rückzahlbare Zwangsanleihe bei den eigenen Bürgern könnten diese Länder ihre Schuldenkrise in den Griff bekommen.“

Es sei nur gerecht, wenn diese Länder „erst einmal ihre eigenen Bürger zur Sanierung des Landes heranziehen“, sagte der bayerische Wirtschaftsminister – schließlich seien die Hilfen aus den Rettungsschirmen „nichts anderes als eine Zwangsanleihe beim deutschen Steuerzahler“.

Natürlich hat der Mann mit seiner letzten Aussage vollkommen recht: Es kann nicht sein, dass man sich beim deutschen Steuerzahler bedient, um Schuldenlöcher und Fehlspekulationen zu stopfen, die kein Deutscher verursacht hat und auf die kein Deutscher Einfluss hat.

Gefährlich ist aber die zunehmende Tendenz, die Fehler und Versäumnisse in Politik und Investment durch Volksenteignung lösen zu wollen. Wer sieht denn auf diesem Kontinent eine Zukunft, wenn man hier mit Enteignungsmaßnahmen rechnen muss? Ohnehin ist es seit Einführung des Euro wegen der schrumpfenden Reallöhne für die Bürger immer schwieriger, Vermögen zu bilden, wie die Abbildung unten verdeutlicht. Wenn man kein privates Vermögen aufbauen kann, droht spätestens im Alter Armut.

Auch im Handelsblatt konnte man neulich lesen: „Die letzte Lösung lautet Enteignung“

Die Roadmap zur „Lösung“ hat viele historische Vorbilder und liegt deshalb seit langem fest. Nur dringt sie äußerst langsam ins Bewusstsein. Das liegt auch daran, dass der Weg so steinig ist. Es wird unangenehm und sogar bedrohlich für die Bürger. (…) Es gibt gar keine Staatsschuldenkrise, denn Staatsschulden sind Bürgerschulden. Bürgerschulden wird jeder Bürger tragen müssen. So ist die einsetzende Diskussion etwa über Vermögensabgaben logisch. (…) Noch ärger sind die verschleierten Umbuchungen. Der Staat enteignet schon jetzt seine Bürger durch die Euro-Krise. Fluchtgeld treibt die Zinsen Richtung null. Das freut Schäuble, muss er doch für seine Schulden, sprich Anleihen, fast nichts mehr zahlen. Der Staat lebt auf Pump zum Nulltarif. Doch auf der anderen Seite der Bilanz schrumpfen die Zinseinnahmen der Bürger.

Der deutsche Schuldenberg wächst täglich um mehr als 115 Millionen Euro – mit jedem Tag, den das so weiter geht, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Staat sich das Geld bei den Bürgern zurückholt. Damit werden dann nicht nur deutsche Staatsschulden saniert, sondern auch ausländische.

 

Anstieg der Staatsverschuldung:
1.335  pro Sekunde
80.100  pro Minute
4.806.000  pro Stunde
115.344.000  pro Tag
3.460.320.000  pro Monat
41.523.840.000  pro Jahr

 

Das Problem ist, dass der Bürger keinen Einfluss auf die Staatsverschuldung und deren Lösungsstrategien hat. Welche Partei engagiert sich denn für einen schlanken Staat, den Abbau der Verschuldung und eine niedrige Staatsquote? Hinzu kommt: Alle etablierten Parteien wollen um jeden Preis an der Währungsunion festhalten – und diese ist für Deutschland nicht umsonst zu haben. Sigmar Gabriel will im Wahlkampf sogar die europäische Schuldenunion bewerben!

Wir haben es bei der Eurozone mit einem System zu tun, in dem die natürlichen Regulierungsmechanismen der Marktwirtschaft außer Kraft gesetzt werden. Staaten, Banken und Investoren sind Risiken eingegangen, die sie nicht tragen konnten und für die die Allgemeinheit Ersatz leisten soll. Die Bildzeitung arbeitet fleißig mit an einer Bewerbung der unnatürlichen Rahmenbedingungen:

BILD erklärt, wer in Deutschland an der Euro-Krise verdient:

Der Finanzminister (…) Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank, hat errechnet: Deutschland hat in den vergangenen 30 Monaten bei der Refinanzierung mehr als 60 Mrd. Euro gespart. (…) Häuslebauer (…)  Kreditnehmer (…) Banken: Banken können sich bei der Europäischen Zentralbank Geld für 0,75?% Zinsen leihen (…) Exporteure: Der niedrige Eurokurs macht deutsche Waren im Ausland attraktiv (…)

Dass eine Kapitalflucht aus der Eurozone heraus eingesetzt hat und viele Großanleger in den US$ flüchten – wodurch sich der Staatshaushalt der USA preiswert sanieren lässt – interessiert die Blödmänner bei Bild nicht. Bob Gelfond, Vorstandsvorsitzender des Hedgefonds MQS Management in New York: „Die Anleger werden weiter nach Sicherheit streben und insbesondre US-Bonds gelten als die sichersten Papiere. Das heißt auch, sie kaufen Dollars.“ Während die US-Regierung also günstig an Knete kommt, werden sich hier bei uns die Staaten zunehmend bei ihren Bürgern bedienen. Ein super Ergebnis!

Die Aushebelung der natürlichen Marktregulierungsfunktionen führt unweigerlich zum Angriff auf das Privateigentum. Wir befinden uns auf dem direkten Weg in Sozialismus und Kommunismus:

Wirtschaftssysteme
Marktebene
freier Austausch
von Gütern und
Dienstleistungen
gelenkter Austausch
von Gütern und
Dienstleistungen
Angebot und Nachfrage
regeln den Markt
staatliche Zuteilung
= Marktwirtschaft = Planwirtschaft / Sozialismus
Produktionsebene
Produktionsmittel
in Privateigentum
Enteignung,
Produktionsmittel
verstaatlicht
= Kapitalismus = Kommunismus

 

Auf die gesamte Euro-Politik hat der Wähler keinen Einfluss. Genauso wie es keinen demokratischen Entscheid über die Mitgliedschaft in der EU gegeben hat, gab es auch keine Volksentscheid über die Mitgliedschaft in der Eurozone. Wenn man sich die Entstehungsgeschichte der EU ansieht, hätte man vorgewarnt sein müssen. Der EU-Gründervater Jean Monnet ist nie in ein politisches Amt gewählt worden und war trotzdem mit ungeheuerlichen Machtbefugnissen ausgestattet. Von Anfang an leidet das System EU unter einem Mangel an Demokratie. Ein Mangel, der den Weg in das Aushebeln der Marktwirtschaft und das Enteignen der Bürger eröffnet, da der Bürger diesem System nicht über Wahlen eine Absage erteilen kann.

Der Vorstoß von CDU und FDP, sich diese unheilvolle Entwicklung ABSCHLIESSEND durch eine Volksabstimmung absegnen zu lassen, ist perfide. Jetzt, wo der Karren in den Dreck gefahren ist und wir langsam aber sicher an einen point of no return kommen, sagt Brüderle (FDP):

„Wir können an einen Punkt kommen, an dem eine Volksabstimmung über Europa notwendig wird“

Man hätte schon längst das Volk abstimmen lassen müssen. Es ist vollkommen irre, dass das Nehmerland Irland abstimmen darf, während die Deutschen zur Duldung gezwungen werden. Viel zu spät kommen die Initiativen aus der Politik und sie entstammen allesamt der Panik, das Bundesverfassungsgericht könne den ESM für verfassungswidrig erklären. Allenfalls an CSU-Chef Seehofers Vorschlag kann man noch so etwas wie ein Grundverständnis für Demokratie ablesen, wenn es sich auch leider recht spät entwickelt. Er fordert (im Gegensatz zu Schäuble und Brüderle, die nur einmal abstimmen lassen wollen) die generelle Einführung von Volksabstimmungen für:

– die Übertragung von wesentlichen Kompetenzen nach Brüssel
– die Aufnahme weiterer Staaten in die Europäische Union
– finanzielle deutsche Hilfen für andere EU-Staaten

Das alles hätte schon vor langer Zeit basisdemokratisch geregelt werden müssen! Aber es gibt ja keine vernünftige Opposition zu dem ganze EU-Spektakel. Wo ist unser Nigel Farage, unser Geert Wilders, unsere Marine Le Pen?

Alle demokratisch und marktwirtschaftlich gesonnen Kräfte sollten endlich mit einer Revolution in der Parteienlandschaft beginnen. Es reicht nicht, Bundestagspetitionen und Klagen einzureichen. Was wir brauchen ist eine echte politische Bewegung, eine Partei oder ein Parteienbündnis IM BUNDESTAG, um eine Rückabwicklung dieser unheilvollen Entwicklung einzuleiten. Sogar ein Kommentator der ARD fordert ein Nachdenken über die Rückkehr zur D-Mark:

Schulden über Inflation abzubauen, war schon immer die eleganteste Art eines Landes, sich dieses Problems zu entledigen. Bezahlt wurde das dann von der Bevölkerung, deren Geld nicht mehr viel wert war. Im schlimmsten Fall gab es sogar eine Währungsreform. Dadurch verlor die Bevölkerung endgültig den Wert ihrer Ersparnisse. Auszuschließen ist das angesichts der jetzigen Situation nicht mehr.

Gleichzeitig steht die Bundesrepublik immer stärker in der Kritik, sie würde nicht genug für die Euro-Rettung tun und alle Bemühungen verschleppen oder verhindern. In vielen europäischen Hauptstädten werden die Vorwürfe an Berlin immer lauter. Das ist absurd.

Deutschland hat Milliarden über Milliarden in Rettungspakete und Garantien gesteckt, um den Krisenstaaten beizustehen. Man hat eine Position nach der anderen aufgegeben, zugeschaut, wie sich die Verhältnisse in der EZB zu Ungunsten Deutschlands verschieben. Man ist isoliert oder hat kein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen mehr – sei es in der EZB, im IWF oder in der Europäischen Kommission. Trotzdem darf der deutsche Steuerzahler weiter sein Portemonnaie öffnen und muss sich von Politikern der Krisenländer auch noch Vorhaltungen machen lassen. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Die Bevölkerung wird das nicht mittragen.

Es ist an der Zeit, darüber nachzudenken, ob Deutschland aus der Eurozone austreten soll. Ohne Frage hat die deutsche Wirtschaft große Vorteile durch den Euro. Auch ist das Projekt von immenser Bedeutung für die europäische Idee und alle ihre Vorteile: Frieden in Freiheit. Aber ist der Euro den massiven Preis wert, den die Bevölkerung für die Euro-Rettung zahlen muss?

Links:

Bund der deutschen Steuerzahler lehnt Vorschlag des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel ab
Bund der deutschen Steuerzahler gegen Steuererhöhungen und Vermögensabgaben

 

Reallöhne

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29 KOMMENTARE

  1. In Spanien und Italien seien die Privatvermögen viermal so hoch wie die Staatsschulden.

    Und wie sieht`s in Griechenland aus?

    Anstieg der Staatsverschuldung:
    1.335 pro Sekunde
    80.100 pro Minute
    4.806.000 pro Stunde
    115.344.000 pro Tag
    3.460.320.000 pro Monat
    41.523.840.000 pro Jahr

    Peanuts. 🙄

  2. Immer dran denken: Was die Eliten heute für Bankrottländer wie Griechenland und Spanien fordern, werden sie auch für das Bankrottland Deutschland fordern, nachdem genug Geld in die „Euro-Totrettung“ geflossen ist und die „Garantien“ fällig geworden sind.

    Tja, wenn diese Rettungsschimchen-Einlagen und ESM-Garantien doch nur Garantien sind, die nie eingelöst werden sollen 😀 , warum gehen unsere Politiker nicht mit bestem Beispiel voran und verpfänden ihr Privatvermögen und ihre Altersversorgung zum Wohle „Europas“, wie unsere Politiker das von uns Bürgern verlangen und uns sogar aufzwingen?

    Es scheint mit dem Vertrauen in die eigenen Versprechen nicht weit her zu sein. 😉

  3. “Alle Länder müssen zuerst die Möglichkeiten nutzen, die sie im eigenen Land haben – etwa die Vermögen ihrer eigenen Bürger.”

    Auch diese Meldung kommt beim deutschbunten Schlafmichel nicht an.

    Mich amüsiert sie. Schau`n wir mal.

  4. OT

    Information live aus München

    weit über 100 Polizisten sind am Stachus, damit die Veranstaltung DIE FREIHEIT zur Volksbefragung ZIEM durchgeführt werden kann.

    Muslime schreien Alluah Akbar auch die Linken brüllen unverständliches.

  5. Das Ende ist nah!

    Wir Deutsche befinden uns dank unserer Eliten mal wieder in einem Endsieg-Endkampf, im Euro-Endsieg-Endkampf (zum dritten Mal i 100 Jahren)! Naja, wenigstens muß diesmal nicht eine deutsche Euro-Jugend und der deutsche EUsturm an der Euro-Front verheizt werden, sondern nur die Zwangsanleihe (deutsches Volksvermögen).

  6. Die Schlafschafe werden dann aufwachen, wenn sie das, was sie am liebsten tun, nicht mehr tun können, nämlich: FRESSEN!

    Ich bin mittlerweile für den Rettungschirm. Je größer um so besser! Je größer, um so schneller ist endlich Schluß mit dem unendlichen Rumgezappel.

    Crash total, yeeaaaah!

    Schluß mit Sozihilfe, Schluß mit Zuschüssen für irgendwelche unsinnigen Migrations- und Integrationsprogramme. Sprachkurse, multi-kulti-Psychobetreuung durch selbst therapiebedürftige Soziologen und Psychologen.

    Endlich Pleite! Keine Mäuse mehr! Neuanfang!

  7. Es ist schon vollkommen richtig, den Preis auch von denen bezahlen zu lassen, die sich mit den Krisen in den letzten Jahren eine goldene Nase verdient haben. Ganz einfach: Das Verursacher-Prinzip!
    Aber da traut sich ja niemand ran. Lieber wird der kleine Bürger und der Mittelstand geschröpft!

  8. Wenn ich die letzte Grafik wieder sehe, könnte ich weinen…

    Das ist ja alles noch viel schlimmer!!! 🙁

    Wenn in dem Verbraucherpreisindex nur die Güter des täglichen Bedarfs berücksichtigt wären und „Luxusgüter“ komplett draußen wären… oh mein Gott!

    Die Leute würden büßend, die ewigen gleichen Parteien gewählt zu haben, mit Brettern gegen den Kopf durch die Straße laufen…

    Ritter der Kokosnuss Brett
    http://www.youtube.com/watch?v=IoMp9gWNDzQ

    Und sie würden beten:
    „Wir sind so doof, – immer gleich zu wählen!
    Wir sind es selber schuld, – erbarm sich keiner!“
    Peng…

  9. Ich sehe es schon vor mir wie Schäuble vor dem deutschen Volk steht (sorry sitzt) und ruft:

    Wollt ihr den totalen Euro?

    Nee mal im ernst, auch wenn die Politiker noch so viel Geld, auch zwangsweise, einnehmen. Es wird NIE reichen. Denn eines können und konnten sie nie, SPAREN und sorgsam mit dem Steuergeld umgehen..

    Es wird NIEMALS reichen.

  10. Wenn das ganze EU/Euro Gebilde demokratisch sauber legitimiert wäre, könnte man ja allenfalls in einer unverschuldeten Notlage vom Volk Hilfe anfordern. Aber nach der Art wie das Gebilde entstanden ist, gibt es dafür keine Legitimation.

  11. Selbst wenn durch ein Wunder morgen alle Schulden der Euroländer getilgt wären, würden übermorgen neue Schulden in gleicher Höhe entstehen.

    Unsere (nicht meine) Volkszersetzer haben keine Ahnung, davon aber sehr viel,

    Wissen ist nicht gefragt, nur Ideologie.

    Aber schließlich bekommt in einer Demokratie jedes Volk die Regierung, die es verdient.

  12. @#13 Dr. psy. Ch. Atrie
    Das stimmt leider! Es ist wie beim Alkoholiker: Wenn man ihm immer wieder auf die Beine hilft, lernt er es nicht. Es muss erst der große Crash kommen und alles am Boden sein. Was dann aus den Ruinen (klingt theatralisch) neu entsteht, das kann klüger gestaltet sein.

  13. Das ist eindeutig Verrat an unserem Volk!

    Unser Volksvermögen ist schon in grossen Teilen verschleudert an Lumpen und Spekulanten.
    Jetzt gehts ans Privatvermögen. Zugunsten fremder Mächte!
    Und fremder Banken.

    Die ganze Sache ist von langer Hand geplant.
    Wenn die KOMMISSARE erst die Macht über unsere Finanzen haben, ist der letzte Rest Souveränität dahin.

    Wie ist das mit Art. 20 (4) GG?

  14. Völliger Hirnriss. Und ich dachte, die FDP hätte etwas Ahnung von Wirtschaft und die Möllemänner, Hausmänner und andere Hampelmänner wären nur Ausrutscher gewesen. Jetzt sieht das so aus, als ob das FDP-Standard ist.

    Bitte ganz langsam lesen oder lassen Sie sich das vorlesen, Herr Minister: Enteignen kann man nur einmal und kein Politiker ist fähig, eine einmalige Entschuldung handhaben zu können, die langen dann sofort wieder in die Vollen. Wenn aber das einmalige Enteignen vorbei ist, werden sich alle Vermögenden, mit Ausnahme der Vollidioten, auf die Suche nach einem Umfeld machen indem sie willkommen sind.

    Da kann man noch so sehr die Schweiz unter Druck setzen und kurzfristige Punktgewinne erzielen indem man illegal Daten kauft. Vermögende sind ja nicht blöd, über kurz oder lang kennen die alle Wege, ihr Vermögen in vollem Umfang zu behalten und das wird dann sicher nicht in Deutschland sein.

    Wenn allerdings das Vermögen abgezogen wird, gehen unweigerlich Arbeitsplätze verloren. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Denken Sie einfach mal nach: Warum hat die DDR nicht funktioniert? Dort waren 1945 genauso gut ausgebildete Bürger wie im Westen. Die DDR hat nicht funktioniert weil enteignet wurde. Dabei kommt es nicht darauf an ob das 10% oder 100% sind. Wenn die Politik nämlich mit 10% anfängt, wird die nicht vor 100% aufhören. Eins ist so sicher wie die Verlogenheit der Politiker, die Gier der Politiker.

    Also: Seien Sie schlau und lassen Sie die Finger davon.

    PS.: Noch was: Sie werden mit solchen Ideen keinesfalls Stimmen ergattern, aber viele FDP-Stammwähler verscheuchen.

  15. Es gibt keine Opposition, weil es keine Unabhängigkeit in Wirtschaft und Wissenschaft gibt. Sie sitzen alle am Tisch, stecken ihre Füße wohlig aus und prosten sich zu.

    Gut, dem einen schmeckt die Vorspeise nicht, der andere mäkelt am Hauptgang und wieder anderen sind das Dessert wahlweise zu süß oder zu sauer.

    Aber: Sie fressen alle aus dem selben Trog.

    Ich habe in meinem Studium noch etwas über Zentralverwaltungswirtschaft und ideologische Gleichschaltung gelernt, jetzt erlebe ich diese täglich life und in Farbe.

  16. Das heißt also, einer, der eine geniale Idee hatte, der die Ärmel hochkrempelte, der nicht schon vormittags in der Kneipe den Stammtisch klönte und politisierte, keiner der die deutschen Nohzies verachtete – der soll nun wegen seinem Fleiss und seinem Ideenreichtum zwangsenteignet werden um gerade jene Faulenzer und Tagediebe aus dem ominösen Süden eben wegen diesem Schlendrian belohnen? Na, das ist ja mal wieder absolut Sozial“demokratisch“. Durch Umverteilung soll es jedem gleich schlecht gehen. Wer wählt eigentlich diese Kaste?! Okay, klar, die inzwischen der breiten Mehrheit angehörenden Transferleistungsempfänger…..

  17. Das Geldsystem ist so verzerrt, dass es vermutlich schon sinnvoll ist, mit einer Vermögenssteuer oder -anleihe im Nachhinein einen gewissen Ausgleich zu schaffen. Es werden bei dieser Diskussion immer Lohn- und Kapitaleinkommen vermischt, die werden aber sehr unterschiedlich besteuert.

  18. #7 a_l_b_e_r_i_c_h
    Das mag ein Befreiungsschlag sein. Er trifft aber auch die, die Vermögen als Altersvorsorge angespart haben, mit viel Einsatz und viel persönlichem Verzicht, um das Alter nicht in Armut zu verbringen.
    Was machen die dann? Wie in den 1920igern, sich die Kugel geben, weil zu alt, um neu anzufangen?
    Es ist unglaublich, wie der Fleiß und der Verzicht einer ganzen Generation, die dieses Land wohlhabend gemacht hat,, weil sie daran glaubte, dass Leistung sich lohne, zugunsten der iirren Idee eines ohne Fundament gegründeten europäischen Groß- und Friedensreichs geopfert wird.
    Was es mit dem Frieden auf sich hat, mag man den dankbaren Reaktionen der zu rettenden Südländer entnehmen!

  19. q #21 esszetthi (10. Aug 2012 22:08)

    Wie blöd ist das denn?? Sollen doch die Politiker spenden, die haben uns die Suppe eingebrockt.

  20. Deutschland sollte sich dringend von der EU lösen.

    Unser einst so schönes Land wird sonst sehr bald einen Staatsbankrott erleben. Unser Land ist selbst hoch verschuldet.

    Die Steuerzahler müssen das alles finanzieren.

    Die Politiker die unser hart verdientes Kapital so verschleudern, müssen dafür persönlich haftbar gemacht werden. Pfui!!!

  21. – es ist vollkommen bescheuert, als Deutscher deutsche Anleihen zu kaufen, da man mit seinen Steuern sich selbst die Zinsen bezahlt. Rechte Tasche, linke Tasche. Man könnte zwar sagen, dann bekommt man wenigstens einen Teil seiner Steuern zurück, aber würdet Ihr einem Junkie Stoff verschaffen? Wohl eher nicht. Die Zinsen auf die Schulden können nur mit neuen Schulden bezahlt werden. Das würde keinem Privatmann gestattet werden…
    – genau deswegen ist es elementar wichtig, ein Geldsystem einzuführen, das:
    1. Auf Wert statt auf Schuld basiert
    2. Keine unbegrenzte Buchgeldschöpfung zuläßt
    3. Zinsen entweder ganz verbietet oder nur unter der Auflage zuläßt, daß über eine festgelegte Geldmenge die Zinsen immer wieder in den Geldkreislauf zurückgeführt werden müssen und vor allem keine Zinsen auf Fiat-Money (Geld aus dem Nichts) genommen werden dürfen. (Hat übrigens nichts, null, niente mit „Scharia-Banking“ zu tun.) Die immer wieder vorgeschobene Aufgabe der Fristentransformation, die die Banken auf Grund des Schuldgeldsystems nicht erfüllen (müssen), wäre dann neben der Kontoführung die eigentliche volkswirtschaftliche Aufgabe der Banken. Alles andere müßte denen dann verboten werden, um eine Machtakkumulation wie im Moment zu verhindern. Boni usw. gubt es dann natürlich auch keine, Siegeszeichen vor Gericht gehören dann der Vergangenheit an.

    Diese Diskussion darf nicht aus den Augen verloren werden, sonst geht das Elend direkt wieder von vorne los.

    Ich kann nur immer und immer dringend empfehlen, sich mit der Problematik auseinanderzusetzen, die von der Sprengkraft her genauso zu bewerten ist wie die Einwanderungsproblematik, aber fast immer unterschätzt wird.
    Eine kleine Einführung zu den Problemen des Geldsystems, der „10-Punkte-Plan zur effektiven Ausbeutung eines Planten mit halbintelligenten Einwohnern“ (war eine Diplomarbeit über das Geldsystem an der TU Aachen), dauert insgesamt nur ca. 16 Minuten:
    Teil 1:http://www.youtube.com/watch?v=9BrLrwbkQWQ
    Teil 2:http://www.youtube.com/watch?v=aK2yZlHk4cA
    Teil 3:http://www.youtube.com/watch?v=0VOtdQrCoyk

  22. Ein Deutscher hat ueberhaupt nichts anzuordnen in Spanien, Italien oder Griechenland. Ich garantiere Euch, wenn mit dieser fordernden arroganten deutschen Art Menschen anderer europaeischer Herkunft angeherrscht werden, dann endet das mit Verpruegeln und Vertreibung deutscher Ferienhausmigranten. Die habens doch, sollen die doch bezahlen was die wollen.

  23. wir müssen dafür sorgen, dass auch die verantwortlichen politiker zwangsanleihen aufnehmen müssen, dass sie zukünftig mit ihrem gesamten einkommen voll besteuert werden ohne jegliche steuerfreibeträge, dass sie am wirtschaftlichen niedergang doitschlands – ihrem wertk – vollumfänglich teilhaben. wer wird uns bei der konsequenten umsetzung helfen? attack? occupy? anonymous? andere?

  24. #27 mischling (11. Aug 2012 06:19)

    Ein Deutscher hat ueberhaupt nichts anzuordnen in Spanien, Italien oder Griechenland. Ich garantiere Euch, wenn mit dieser fordernden arroganten deutschen Art Menschen anderer europaeischer Herkunft angeherrscht werden, dann endet das mit Verpruegeln und Vertreibung deutscher Ferienhausmigranten. Die habens doch, sollen die doch bezahlen was die wollen.

    Mir ist nicht klar, ob das Ironie Ihrerseits war oder Ernst. Sollte letzteres der Fall sein, dann kann ich Ihnen nur sagen: wir werden unsere Klappe halten aber gleichzeitig auch unsere Taschen zumachen, beides geht nicht. geld der anderen verprassen, aber sich nichts vorschreiben lassen wollen. Und wenn die Deutschen nicht mehr als Touristen kommen, dann Gnade Euch Gott. Dann bricht nämlich der Sektor auch noch weg und es bleibt gar nichts mehr.

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