„Viele Deutsche haben das Bedürfnis, zur Benennung der Welt nicht ihre eigene Sprache, sondern die ihrer Kolonialherren zu verwenden“, poltert der Vorsitzende des Vereins Deutsche Sprache, Walter Krämer. „Die Londoner ‚Times‘ hat das einmal als ‚linguistic submissiveness‘ (sprachliche Unterwürfigkeit) bezeichnet. Wenn man bösartig wäre, könnte man auch Arschkriecherei sagen.“ Gegen die Übernahme fremder Ausdrücke sei nichts einzuwenden – so lange sie sinnvoll sei. „Davon kann aber im Verhalten der Deutschen zum Englischen überhaupt keine Rede sein.“ Dieses sei eine Flucht: „Für viele ist ihr Denglisch eine Art selbstgemachter Kosmopolitenausweis nach dem Motto „Lieber ein halber Ami als ein ganzer Nazi“. (Dieser Artikel macht gerade die Runde im Dutzend, vom STERN über den Schwarzwälder Boten bis zum Schweizer BLICK!)

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71 KOMMENTARE

  1. Da bin ich lieber „ganzer Nazi“ und halte mir meine Sprache rein.

    Webseite-> Netzseite
    E-Mail-> Nachricht, E-Post
    cool-> gut 😉

    Ich liebe die deutsche Sprache!

    Außerdem wird Denglisch in Zukunft nicht mehr unser Problem sein, sondern asoziale turk-deutsch Sprache („Babo“)… tzzz

  2. Englisch hat sich hauptsächlich durch die Globalisierung und die vielen Großkonzerne in Deutschland etabliert.

    Das hat in den meisten Fällen nichts mit Unterwürfigkeit zu tuen (nerven tut es trotzdem, auch wenn ich der englische Sprache mächtig bin).

    Oder unterwerfen sich alle Juristen und Ärzte dem römischen Reich, nur weil immer noch in Jura und Medizin Latein die vorherrschende Sprache ist?

  3. Vielleicht gibt es den einen oder anderen noch nicht gestorbenen Nazi in Deutschland.

    Aber wieso sollen die Nachfahren Angst haben, ein ganzer Nazi zu sein? Das ergibt keinen Sinn und ist wohl nur dem Wortspiel, das sich aus halb und ganz ergibt, geschuldet. Wie überaus kreativ. Würg.

  4. Erfuhr jüngst auf einer Behörde, daß im Rahmen von Personalbewertungen die Begriffe „Muttersprache“ und „Muttersprachler“ bzgl. des Grades der Sprachbeherrschung des Deutschen nicht mehr verwendet werden dürfen.

    Statt dessen muß es „Deutsch verhandlungs-sicher“ heißen.

    Mal abgesehen von dem sprachlogischen und semantischen Blödsinn, wundert mich sowas immer weniger, seit ich weiß, daß es hierzulande offiziell auch eine Professur zur „kritischen Weißseinsforschung“ gibt. Besetzt mit Herr Professorin…

    Indem man unsere Muttersprache verhunzt, unser Vaterland abschafft, macht man uns Deutsche zu Vollwaisen.

    Freigegeben zur Adoption durch EU, NWO etc.

    Vielleicht erbarmen sich ja auch Mütterchen Rußland und Väterchen Putin zur Pflegschaft ?

  5. <b<Deutsch war die Wissenschaftssprache bis 1945.

    auch das vielleicht mit ein kleiner Grund für die Übel, die die Welt im letzten Jahrhundert erleben musste.

    Es wäre schön, wenn deutsche Wissenschaftler, ich meine nicht die Gender, Queer und andere Eosterischen „Wissenschaften“ sich wieder der deutschen Sprache besinnen würden und wieder in Deutsch publizieren würden.

    Ich habe nichts gegen Fachbegriffe, egal in welcher Sprache, aber in der Muttersprache kommt der Inhalt viel besser verpackt rüber.

    Darüber sollte die akademische Elite einmal nachdenken.

  6. #8 Ein Hellersdorfer (03. Jan 2014 12:11)

    Erfuhr jüngst auf einer Behörde, daß im Rahmen von Personalbewertungen die Begriffe “Muttersprache” und “Muttersprachler” bzgl. des Grades der Sprachbeherrschung des Deutschen nicht mehr verwendet werden dürfen.

    Statt dessen muß es “Deutsch verhandlungs-sicher” heißen.

    Und was sprechen die Deutschen, die nicht verhandeln können, weil sie zu blöd dazu sind?

  7. Was mich schon seit Jahrzehnten nervt, ist, daß die Deutschen einander zum Geburtstag mit diesem dämlichen „Happy Birthday To You“ beglückwünschen. Gegen den sinnvollen Einsatz von trendy Anglizismen ist aber nichts einzuwenden, das kann manchmal sogar richtig sophisticated sein. But no overdrivings (*), please!

    Manche Anglizismen, die inzwischen in den mainstream eingegangen sind, sind wirklich echt bescheuert. Was dieser Schrottsender betreibt, ist es auch:

    ab 2000: „Sat.1 – Ja“; ab 2001: „Powered by emotion“; ab 3. September 2004: „ Sat.1 zeigt’s allen!“ ab 2008: „Mehr …“ ab 16. September 2009: „Colour your life“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Sat.1

    (*) Gegen Bachman-Turner Overdrive andererseits ist auch nichts einzuwenden:
    https://www.youtube.com/watch?v=__Vz4wYZI7k

  8. Ein sehr guter Beitrag, man lese auch das Buch: Denglisch – Deutschland schafft seine Sprache ab – Wie wir unsere Identität aufs Spiel

    Link: setzenhttp://www.amazon.de/Denglisch-Deutschland-schafft-Sprache-Identit%C3%A4t-ebook/dp/B00HJ0HREQ/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1388748085&sr=8-2&keywords=denglisch+debehr
    von Frau Schmidt.

  9. #8 Ein Hellersdorfer

    ….daß es hierzulande offiziell auch eine Professur zur “kritischen Weißseinsforschung” gibt. Besetzt mit Herr Professorin…

    Das sind genau diese pseudoakademischen Esoterik „Studiengänge“ die keinen wissenschaftlichen Sinn machen und für die bestens Frauen geeignet sind.

    So ein Quatsch darf nicht durch Steuergelder finanziert werden und ist auch nicht durch die Freiheit der Wissenschaft gedeckt.

  10. Es hat sich viel verändert, seit der Deutsche Staat Ende der 60er vor den Linksterroristen kapituliert und ihnen dadurch alle Türen zu Schulen, Universitäten, Kultur und Politik sperrangelweit geöffnet hat.
    Seitdem ist alles rechts der linken Deutschlandhasser- und Gutmenschenideologie rechtsradikal und Deutschland der Selbstverleugnung und dank der EU auch der Selbstauflösung preisgegeben.
    Eine Bundeskanzlerin, die eine Deutschlandfahne wie ein aufgefundenes gebrauchtes Kondom aufgreift und entsorgen läßt, symbolisiert das heutige Verhältnis der Deutschen zu Patriotismus recht gut. Da wäre es nur inkonsequent, die deutsche Sprache künstlich hochzuhalten. Die wird eh nur mehr schlecht als recht zur Kommunikation benutzt, wie ein jahrelang ungeplegtes Auto das nur der Fortbewegung dient. Man kauft sich ja eh bald ein neues.

  11. ich erinnere mich, bei einer interpretation von max frischs „andorra2 verwendete ich das wort „lapidar“

    mein damaliger lehrer markierte es und schrieb : bitte, dafür ein deutsches wort verwenden

    aber der mann war ja „nazi“, da offizier im 2 weltkrieg und kriegsversehrt.

    für mich ist das bis heute ein rätsel, das wir die deutsche sprache korrekt verwenden durften, ohne als nazi und rassist beschimpft zu werden.

  12. Es geht dochz nicht darum das hier bin großen Firmen Englisch gesprochen wird, es geht um Denglisch.
    So wie Zb. Jil Sander:

    „Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, daß daß man contemporary sein muß, das future-Denken haben muß. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, daß man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewußte Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.“

  13. Kann es eine grandiosere als die deutsche Sprache geben? Wenn wir ehrlich sind, verschwindet die deutsche Sprache doch deshalb, weil die Deutschen zu blöd geworden sind, sie zu verstehen. Das liegt in erster Linie daran, dass die alten Gesangbuchchoräle nicht mehr massenhaft gepaukt werden. Wer kann den noch von „Wie gut, dass ich katholisch bin“ alle 31 Strophen auswendig?

  14. @ 8 Ein Hellersdorfer,

    das sind die Sachen, die mehr am meisten Angst machen. Ein Begriff wird durch einen anderen ersetzt – eine Kleinigkeit verändert – und das gesamte Denken, die gesamte Sicht auf die Welt,wird auf eine andere Schiene gesetzt, auf der es nur noch in der gewünschten Richtung weiter geht.

    Die wissenschaftliche Sprach- und Gedankenmanipulation ist gefährlicher als die Schläger der Antifa oder Gesetze für Toleranz und Versöhnung, da sie direkt im Gehirn ansetzt, um die Fähigkeit abweichend zu denken vollständig auszumerzen.

    Mit jeder sterbenden Alterskohorte sterben Träger des alten Denkens. Die Fähigkeit die Gedanken der eigenen Vorfahren zu verstehen sinkt, Texte aus der Zeit vor der globalen Revolution werden zu einer Ansammlung von Wörtern und lösen nur noch Hirnsausen aus, so wie es heute bei den meisten noch die Texte einer Judith Butler verursachen.

    Gefängnisplanet – ein Wort, dass dann auch kein Mensch mehr versteht, da es ja kein Außerhalb mehr gibt, dass zu denken möglich wäre.

    Ohne Christus/ Logos, sinkt die Menschheit nach und nach in den Zustand sprechender Tiere ab, die nur noch auf Impulse reagieren ohne fähig zu sein etwas anderes zu denken als die Treiber ihnen vorgeben.

    Dass man nun in einem Anflug letzter Hoffnung nach Russland blickt, dass ja als erstes Land von den Irrsinnigen Menschenfeinden unterjocht wurde, ist schon eine Ironie der Geschichte.

  15. ich hab mir mal gestern den Film “ Fuck you Göthe“ angesehen, in welchem ein Mann (“ Siggi Müller“, gehst noch deutscher?) vom Kriminellen zum Lehrer mutiert und am Ende den Schülern sogar noch etwas beibringt.

    Beim kollektiven beschmieren eines Bahn Waggons schreibt einer der Schüler auch noch das berühmte „Fuck you“ falsch, nähmlich mit A, Fack,
    und dann schon wieder irgendwie deutsch richtig.

  16. die Siemens Werbung auf dem Pariser Flughafen ist in französischer Sprache, die in Madrid in spanisch, und die in Frankfurt?
    Richtig geraten, in englisch.

  17. Dass die deutsche die schönere Sprache ist, zeigen viele Beispiele: Ich nenne hier nur mal „Freudenmädchen“ als ein Exemplum.

  18. @18 Strolchile,

    beim Lesen des Buches „Charakterwäsche“, habe ich zu meiner Überraschung lesen müssen, dass die zweite „Entnazifizierung“,die uns ja als Ergebnis der Studentenrevolte überliefert ist, bereits in den 50er Jahren „wissenschaftlich“ ideologisch in Angriff genommen und vom damaligen Gauck verkündet wurde.

    Die spontanen Proteste der „aufbegehrenden“ Jugend waren nur das Ergebnis sorgfältiger, ideologisch wissenschaftlicher Vorarbeit, die die wütende Abkehr der „Jugend“ von ihren Eltern und Großeltern vorbereitete und den Mythos der rebellischen Jugend schuf(die so unheimlich leicht manipulierbar ist), mit dem auch heute die Jungen am Nasenring geführt werden.

    Es ist gruselig zu lesen, aber ich empfehle das Buch wärmstens.

    http://korrektheiten.com/2011/01/04/charakterwasche/

  19. Die Beherrschung der Grammatik ist fast noch rückläufiger als die des ungeheuer reichen deutschen Wortschatzes. Selbst Michael Stürzenberger ist mit der deutschen Grammatik etwas überkreuz. Wer findet den Fehler?:

    „Traue keinem korangläubigen Moslem, drehe keinem den Rücken zu, gebe keinem einen Vertrauensvorschuss und glaube keine Lippenbekenntnisse.“

  20. #29 etsi

    Man könnte über die Stilistik streiten, aber grammatikalisch ist der Text von M. Stürzenberger korrekt.

  21. #29 etsi (03. Jan 2014 13:24)

    Stürzenberger hat Politologie studiert ohne einen Abschluss hinzubekommen und arbeitete dann als Pressewichtel für die unsägliche Hohlmeier.
    Sein politisches Engagement in Ehren, aber einen Qualitätsnachweis bleibt er schuldig.

    Den Fehler habe ich übrigens gefunden. 😉

  22. Kann es eine grandiosere als die deutsche Sprache geben?
    #23 etsi (03. Jan 2014 12:51)

    Ja, hier eine Liebeserklärung, besonders schön der allerletzte Satz:

    John le Carré schwärmt von den Schönheiten der deutschen Sprache so sehr, dass er sie zur „Sprache der Götter“ erhebt. Das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, es tut aber der Seele gut, der immer nur von dem melodischen Klang der italienischen Sprache oder der Eleganz des Französischen vorgeschwärmt wird.

    Als ich die „Focus“-Story über le Carrés Liebe las, kam mir wieder mal eine deutsche Dichterlesung in den Sinn, die vor vielen Jahren in Washington stattfand. Sie wurde auch von einigen amerikanischen Deutsch-Studenten besucht. Und ich habe nie ganz vergessen, wie eine der Studentinnen hinter mir zu ihrer Freundin sagte: „German sounds so noble.“

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/ein_englaender_als_bayer_das_ist_wahre_liebe

  23. #30 Ein Hellersdorfer (03. Jan 2014 13:33)

    Meditieren Sie bitte bei Gelegenheit über den Unterschied zwischen Konjunktiv und Imperativ. 😀

  24. Der Artikel spricht mir aus der Seele.
    Allerdings sollte sich „Politically Incorrect“ hier an die eigene Nase fassen.
    @etsi: gib statt gebe ?

  25. #28 JeanJean

    Es stimmt traurig, wenn gerade Max Horkheimer eine (Mit-)Schuld am Niedergang der deutschen Sprache angedichtet wird, wie im Link geschehen. Im Gegenteil, Horkheimer legte allergrößten Wert auf den gestaltrichtigen Gebrauch der deutschen Sprache und benutzte kaum Fremdworte.
    Ich empfehle jedem, einmal, nur einmal, sich zu vergewissern, wie Horkheimer wirklich sprach und wie bürgerlich konservativ er im Grunde dachte, und den Vortrag „Was ist der Mensch?“ einmal ganz anzuhören.
    Hier der Link
    http://www.youtube.com/watch?v=rhNRGtcIEtQ

    Warum macht hier niemand die Werbeheinis(Innen) für den Niedergang der deutschen Sprache verantwortlich. Man sehe sich die Werbung doch mal an, welch schräge und kaputte Grammatik, welch unmögliche Anglizismen gebraucht werden. Die Werbeleute sind bestimmt nicht von der Frankfurter Schule, die hier für jeden Mist hinhalten muss, beieinflusst.

  26. #3 Digitaaal

    Es geht aber um künstlich geschaffene Begriffe. All diese Begriffe wurden nicht aus dem Englischen genommen, sondern selber kreiert.

    Ansonsten finde ich es nicht schlimm, wenn sich manche Begriffe aus dem Englischen bei uns einbürgern. Das ist normal. Dafür braucht es keine Sprachenpolizei wie in Frankreich.

  27. #21 dortmunder (03. Jan 2014 12:46)

    Es geht dochz nicht darum das hier bin großen Firmen Englisch gesprochen wird, es geht um Denglisch.
    So wie Zb. Jil Sander:

    ———————————–
    ———————————–

    Ich arbeite für eine amerikanische Firma und dort hagelt es täglich Anglizismen, aus denen dann denglische Wörter generiert werden.

    Da wird (ge)issued anstatt ausgeliefert oder veröffentlicht…ich lach mich immer tot!

    Besonders dann wenn Leute kommen und Fragen stellen wie……“Hast du das Dokument für den Kunden committed?“
    Die meisten wissen gar nicht was all diese Anglizismen tatsächlich bedeuten!

    Ich steh auf Englisch….nicht aus Demut, sondern aus Interesse an Sprachen im Allgemeinen (außer türkisch! Ich hasse den Sound…äh…Klang der Sprache 😉

    Deutsch ist nicht meine Muttersprache…..aber ich liebe diese Sprache und kann sie mittlerweile deutlich besser als meine eigentliche Sprache Französisch!
    Das widerum ist eine Schande, aber ich versuche gerade mein Französisch aufzufrischen…oder wie die Kollegen sagen würden…zu „re-freshen“ 😉 🙂

  28. #24 JeanJean

    Ich biete einfach mal vertraulich das „Du“ an:

    Du hast vollkommen Recht. Sprache ist geronnenes Denken. Wer ihre Sprache spricht, ihre Begriffe unreflektiert übernimmt, der unterwirft sich ihnen.

    Ich bin alter Ossi. Wir haben in den späten 60ern das „LTI“ von Victor Klemperer (bei Reclam Leipzig) verschlungen. Diese Analyse der NS-Sprache hat uns geholfen, die sozialistischen Sprachmanipulationen zu durchschauen.

    Allerdings waren das damals nur Attacken auf die Sprachgestaltung. Heute wird ein regelrechter Feldzug gegen unsere Muttersprache geführt. Und da wundert mich, daß gerade die Jugend als Sprachpanscher, Greenhirne, Antifa oder Blödmasse die Vorhut der Herrschenden übernimmt. Eigentlich ist Opposition und Rebellion das Privileg der Jugend. Gerade aus deren Reihen müßte eigentlich der Widerstand gegen den Zeitgeist kommen.
    Sie kämpfen aber gegen ihre eigene Zukunft.

    Vielleicht ist die heutige Position Rußlands auch gar kein Zufall ? Das 3.Rom ? Wenn man bedenkt, zu welch überragenden kulturellen und technischen Leistungen die Russen fähig sind. Sie sind jetzt europäischer als wir Deutschen, so wie die DDR vor 25 Jahren deutscher als die BRD war.

    Trotz Schul-und Unipflichtfach war mein Russisch immer mies, mein Englisch um so besser. Die Verachtung der „Besatzersprache“ Russisch war übrigens bei gleichaltrigen Polen noch heftiger als bei uns.

    Jetzt bin ich dabei, meine verschollenen Russischkenntnisse aufzusammeln, um was mitzubekommen vom aktuellen Filmangebot der Russen. Unglaublich gute und interessante Sachen darunter. Hier in unserer toleranten Demokratie bekommt man so gut wie nichts davon mit, weil die Blockbuster-Krake der aktuellen Besatzungsmacht so viele kulturelle Kanäle versperrt…

  29. Das ein_e „streetworker“ in den Vereinigten Staaten eine Bordsteinschwalbe ist – KÖSTLICH!!! 😀

    Es sind sprachliche Moden, sich darüber Lustig zu machen ist für einen Briten eventuell die letzte Gelegenheit noch ein wenig vom Stolz des alten Empires zu verspüren, dieses endet heute an seiner Wohnungstüre, denn dort beginnt Umma Kingdim!

    Lasst die armen Ureinwohner Albions doch ein bisschen über die dummen, deutschen Orks lachen. Spätestens seit dem Champions League Finale in Wembley habe ich echtes Mitleid mit den Briten.

    God SHAVE the Queen! 😉

    semper PI!

  30. Am besten finde ich die Firmennamen, die auf „and more“ enden:

    „Nails & more“ (Nagelstudio), „Bottles & more“ (Getränkehandel), „Wein & more“ (Weinhandel), Sport and more (Online-Sportgeschäft) etc..

    So richtig schön beknackt. Niemals würde ich solchen Leuten mein Geld anvertrauen.

  31. Im Grenzgebiet zu Frankreich veranstalten deutsche Geschäfte, gleich welcher Größe, unbeirrt einen „Sale“ nach dem andern.
    Viele Franzosen kaufen auf der deutschen Seite der Grenze ein.

    „Sale“ heisst auf Französisch ganz einfach „Dreck“. Bei manchen Schnäppchen wird es auch stimmen…

  32. ich hab mir mal gestern den Film ” Fuck you Göthe” angesehen, in welchem ein Mann (” Siggi Müller”, gehst noch deutscher?) vom Kriminellen zum Lehrer mutiert und am Ende den Schülern sogar noch etwas beibringt.

    Beim kollektiven beschmieren eines Bahn Waggons schreibt einer der Schüler auch noch das berühmte “Fuck you” falsch, nähmlich mit A, Fack,
    und dann schon wieder irgendwie deutsch richtig.
    ——————————————
    Nun ja, allerdings sollte man dann auch Deutsch richtig schreiben können. War da nicht einmal etwas wie, „Wer nämlich mit h schreibt, ist dämlich.“? Auch sonst noch eine Menge kleiner Fehlerchen!

  33. Das ist nun wirklich ein Punkt, bei dem jeder Flagge zeigen kann.
    Wer vom Gesprächspartner mit affigen Anglizismen beworfen wird, muss auch mal sagen: „Junge, red Deutsch mit mir!“

  34. Vor vielen Jahren schon hatte ich in Freiburg/Br.ein zum Thema passendes Schlüsselerlebnis. Beim Schlendern durch ein romantisches Gässchen stieß ich auf eine Schiefertafel, die dem hungrigen Besucher das Tagesgericht einer Gastwirtschaft folgendermaßen anprieß: TODAY: NUDELSUPPE!
    Die zwei Wörter sind seither für mich zum Inbegriff all jener geworden, die mit ihrer bescheuerten Denglischmanie was auch immer zum Ausdruck bringen wollen. Man sollte ihnen immer wieder den Spiegel vorhalten und ihnen sagen, dass sie sich im Grunde total lächerlich machen!!!

  35. Was ist daran so schlimm, wenn wir Englische Begriffe übernehmen? Das Englische gehört genau wie das Deutsche zur Westgermanischen Sprache und außerdem ist es die meistgesprochenste Sprache der Welt. Wir können daraus nur Vorteile ziehen.

  36. Ich finde dieses unsägliche dümmliche Dinglich auch zum Kotzen, wozu überall „SALE“, wenn es früher einfach WSV oder Schlussverkauf geheißen hat ? Alles ist „cool“, „stylish“ oder trägt andere dengliche Worthülsen. Völlig unnötig und zeigt nur die Dummheit des Deutschen.

  37. Dann informieren Sie sich einmal über die Anzahl der Wörter aus dem Französischen im Englischen. Da ist im Deutschen bedeutend mehr Westgermanisches zu finden. Man könnte vielleicht sogar sagen, daß Englisch eine Mischung dieser beiden Sprachen ist. Außerdem ist zwar im Englischen der Wortschatz größer als im Deutschen, vermutlich aus eben diesem Grunde, aber übersetzt man z.B. antike Autoren, sind, jetzt nur bezogen auf diese drei Sprachen, Deutsch und Französisch präziser.

  38. Gab es da nicht mal einen Professor, der gegen
    die Telefonrechnungen der Telekom aufbegehrte und seine Rechung in britischen Pfund überwies ? Er begründete dies damit, dass, wenn er eine englischsprachige Rechnung erhält (German Call= Deutschlandgespräch, City Call= Ortsgespräch) er dann auch diese Rechnung in englischem Geld bezahle. Nach erheblichen Protesten ist die Telekom wieder zu den deutschen Begriffen zurückgekehrt.
    Das Denglisch hat sich schon so weit verbreitet, dass man es aus dem Köpfen nicht mehr herausbekommt. Ich persönlich kann zwar sehr gut englisch, jedoch mache ich mir immer einen Spass daraus, denglisch sprechende Leute bei jedem englischen Wort zu unterbrechen und nachzufragen, was er den damit in Deutsch meine. Da drehen solche Leute
    leicht durch. Oder klopft mal an eine Ladentür
    kurz nach Ladenschluss, wenn noch Verkäufer darin sind, aber das Schild „CLOSED“ schon leuchtet, und besteht darauf auf das Klosett zu gehen.
    Das Denglisch hat zu der heutigen Volksverblödung, die politisch auch so gewollt ist, erheblich beigetragen.

  39. ….und am lächerlichsten sind diejenigen Zeitgenossen, die das Ganze dann auch noch hyperkorrekt aussprechen wollen (besser natürlich als der Engländer selber!) und sich dabei einen Knoten in die Zunge machen! Ich kanns auch noch eine Spur gemeiner sagen: Haben Sie schon einmal einer stark übergewichtigen Negerin – sagen wir aus New York – beim „Sprechen“ zugehört?! Finden Sie dann, dass das nachahmenswert ist???

  40. #46 Ghost (03. Jan 2014 16:23)
    Was ist daran so schlimm, wenn wir Englische Begriffe übernehmen? Das Englische gehört genau wie das Deutsche zur Westgermanischen Sprache und außerdem ist es die meistgesprochenste Sprache der Welt. Wir können daraus nur Vorteile ziehen.
    – – –
    Ah – die meistgesprochenste Sprache?
    Also gesprochener als gesprochen?
    Oder meinten Sie vielleicht die meistgesprochene Sprache?
    Ist schon viel wert, zunächst einmal seine Muttersprache zu beherrschen.

  41. #45 Bourguignon (03. Jan 2014 15:40)
    – – –
    Fein.
    Mein stehender Spaß ist der „Kaffee to go“.
    Ich trinke ungern beim Gehen.
    Aber das Nachfragen, was ein Kaffee Togo denn sei, lohnt sich immer. 😀

  42. Einer meiner Lehrer zitierte gern seinen Wahlspruch „Die deutsche Sprache ist ein Kleinod.“
    Halbe Klassen haben unter dem Tisch gelegen vor Lachen, wenn nach der Stunde dieser Spruch mit entsprechender Gestik nachgeahmt wurde.
    Wie recht er hatte!

  43. #3 Digitaaal (03. Jan 2014 12:00)

    Das hat in den meisten Fällen nichts mit Unterwürfigkeit zu tuen.
    ———————————-
    Nein?

    Wenn Du ein Volk vernichten willst, dann nimm ihm seine Sprache.

  44. #1 Avigal

    Webseite-> Netzseite

    —————

    Ich find „Netzauftritt“ oder „Netzpräsenz“ viel eleganter.

    Aber auch die Verwendung der dt. Sprache garantiert noch für nichts.
    Was will mir Saturn mit „Soo! muss Technik“ sagen? Muss Technik so sein, werden, oder gar beworben werden? Man weiß es nicht.
    Aber auch aus der neuen Werbung von reise.com werd ich nicht schlau.
    „Wenn ich reise ist es weise buche ich auf
    reisecom“.
    Keine Kommata; und selbst wenn, ist es dann überhaupt ein korrekter Satz?

    @#52 Altro
    Genau! Bei jedem englischen Wort im deutschen Satz einfach unterbrechen. Wirkt oft Wunder!

  45. #55 Kara Ben Nemsi (03. Jan 2014 18:45)

    Kaffee Togo! Herrlich. Werd‘ ich mir merken. Ist wohl besonders schwarz!

  46. #32 Biloxi
    Danke. Habe ein ähnliches Erlebnis gehabt. Ging mir runter wie Oel. Unsere britischen Bekannten haben auch aus diesem Grund ihrem Sohn das Studium der Germanistik finanziert. Die fahren jedes Jahr quer durch unser Land und sind schwer begeistert. Haben sich sogar für die Terrorangriffe der Engländer des II.WK bei uns entschuldigt. Mussten die aber nicht, denn meine Frau und ich, wir haben England auch nicht angegriffen. Daher haben wir keinerlei Schuldgefühle wegen der Zeit zwischen 33 und 45.
    #38 Ein Hellersdorfer
    Genau meine Meinung. Bin auch in der DDR „groß“ geworden. Habe mich sehr für Schiller und Goethe interessiert. Interesse für Englisch kam erst mit der Musik der Rolling Stones auf. Denen bin ich bis heute treu geblieben ( Auch wenn ich die Texte immer noch nicht völlig verstehe.).
    Bin in der Firma schon mehrfach negativ aufgefallen mit meiner Kritik an der Verballhornung der deutschen Muttersprache. Angeblich ist ein Konzern erst richtig International, wenn die eigenen Mitarbeiter den Quatsch dann selber nicht mehr verstehen.

  47. Das schlimmste ist das Business-Denglish: Account-Manager, IT-Consulting, Office-Solutions, Customer-Care, Churn-Prevention, Meeting, briefen, Work-Flow, Incentive, …
    Einfach nur albern.

    Aber genauso schlimm sind die Deutsch-Nazis, die ihre elektronische Post aus den VSA vom Internetz auf einen USB-Stift duplizieren und wenn sie nicht weiter wissen, den Unterstützungs-Telefondienst ihres Internetz-Anbieters anrufen und dort irgendwas von Heimseiten und Internetz-Stöberern faseln.

  48. #9 Antidote (03. Jan 2014 12:12)

    Es wäre schön, wenn deutsche Wissenschaftler, ich meine nicht die Gender, Queer und andere Eosterischen “Wissenschaften” sich wieder der deutschen Sprache besinnen würden und wieder in Deutsch publizieren würden.

    In mathematik und Physik ist es normal, die Deutsche Sprache zu verwenden. Die Fachbegriffe sind alle vorhanden, häufig sogar im Deutschen zuerst geprägt, mache werden sogar im Englischen 1:1 übernommen. Desweiteren ist die Deutsche Sprache sehr exakt und eignet sich daher gut für solche Wissenschaften.

    Fakt ist aber auch, dass die meisten wissenschaftlichen Entdeckungen in den USA (bzw. ausserhalb Deutschlands) gemacht werden, da muss man sich verständigen können. Englisch ist nunmal Weltsprache, wem das nicht passt, der hat Pecht gehabt und in der Wissenschaft nichts verloren. Denn an einem gewissen Punkt kommt man nicht darum herum, sich auch Englische Fachliteratur durchzulesen und mit Englisch-sprechenden Kollegen zu diskutieren.

  49. Dieses Problem gab es schon nach dem Dreißigjährigen Krieg.Da wurden französische Wörter übernommen.Ein Grimmelshausen sprach.Ihr bösen Teutschen man sollte euch peitschen,das ihr die Muttersprach so wenig acht.Friedrich II der Grosse soll auch französisch als Hofsprache und französisch geschrieben haben.Schön das die deutsche Sprache im Ausland immer mehr Bewunderer findet.Mit der Deutschlandfahne zeigen die Deutschen halt oft nur bei Sportveranstaltungen diese Fahne zeigen braucht man keine Angst haben, die hat mit Hitler nichts zu tun.Sie war die Fahne der Freiheitsbewegung ab 1815 gegen Metternich und auf dem Hambacher Fest 1832 und der Revolution von 1848/49 und der Frankfurter Nationalversammlung ebenso der Weimarer Republik.Die DDR verunstaltete die Fahne mit Hammer und Zirkel.An vielem Übel trägt diese 68 er Politrebellion die grösste Schuld.

  50. Der Mann mit Pferdeschwanz in der Aufmacherkarikatur sieht aus wie mein Lieblingskabarettist (naja, nicht wirklich) Hagen Rether aus. Ich frage mich, ob das beabsichtigt war 😉

  51. Dass sich das Englische so durchsetzt, hat natürlich auch etwas mit der leichteren Aussprache und Kürze der Wörter zu tun.
    Deutsch fühlt sich im Mund so an, wie durch eine deutsche Kleinstadt zu kurven. Vielleicht ganz romantisch, aber eben umständlich und sperrig für Kiefer und Zunge.
    Und da, wo in der Kürze die Würze liegt, ist das Englische einfach unschlagbar.(z.B. u-turn statt 180°-Kehre, stop`n go statt, ja was jetzt, Schleichverkehr, Kriechverkehr, mir fällt eigentlich kein korrektes Wort ein.)
    Daher haben sich auch bei mir ein paar englische Ausdrücke in meinen Sprachgebrauch eingeschlichen, natürlich nur gegenüber Leuten, die auch des Englischen mächtig sind, und natürlich auch keine Pseudo-englisch-Floskeln.
    A propos Handy, um up to date (auf dem neuesten Stand) zu sein, trägt man inzwischen Smartphone.

  52. „Happy-End“, da schau an, wusste ich nicht, dieser „Scheinanglizismus“ ist aber nicht auf dem Mist der Werber und Berater gewachsen, sondern schon mindestens achtzig Jahre alt, Kurt Tucholsky in „Danach“, 1930:

    …Der olle Mann denkt so zurück:
    wat hat er nu von seinen Jlück?
    Die Ehe war zum jrößten Teile
    vabrühte Milch un Langeweile.
    Und darum wird beim happy end
    im Film jewöhnlich abjeblendt.

    Ist also Tucholsky der Erfinder, damit sich „end“ auf „abjeblendt“ reimt? Das Wort „Handy“ konnte ich noch nie leiden.

  53. #66 lieschen m (04. Jan 2014 00:14)

    Ja, das stimmt. Viele dieser Anglizismen, die meistens ja eigentlich Amerikanismen sind, haben einen Witz und eine Prägnanz, an die das Deutsche nicht herankommt (dafür hat es viele andere Qualitäten). Was auch viel mit dem anglo-amerikanischen Pragmatismus zu tun hat.

    T-Shirt ist auch so ein Beispiel. Oder http://de.wikipedia.org/wiki/Broken-Windows-Theorie
    Sehr witzig und treffend auch: „One-hand-book“ dafür (letztes Wort vor html):
    http://www.maedchen.de/forum/sex/251768-ihr-selbst-als-wichsvorlage.html

    Wobei sich bei alldem die klassische Henne-Ei-Frage stellt: Sucht sich eine bestimmte Mentalität die ihr gemäße Sprache, oder schafft eine bestimmte Sprache erst diese Mentalität?

  54. Ich mag dieses ständige Denglisch auch nicht, aber man muss auch mal mit der Zeit gehen! Und es ist immer noch besser als dieser übertriebene Sprachnationalismus wie ihn die Franzosen betreiben!

  55. Zunächst möchte ich PI dafür loben, dass man sich ENDLICH mit diesem Thema beschäftigt, auch wenn es die Verwertung einer journalistischen Steilvorlage anderer Medien sein mag (gerade vorhin hat ZDF online nachgelegt!).
    Das Gefährliche an dieser Situation mit einem Wust von Anglizismen ist, vergleichbar der Islamisierung, dass sich viele v.a. jüngere Biodeutsche an den ungesunden Zustand GEWÖHNT haben, weil sie es rund um die Uhr erleben, den von Werbe- und PR-Fuzzis ursprünglich ausgeheckten Murks lesen und hören und kaum noch mit einer konsequent richtigen Verwendung unserer in ihrem Schriftbild weltweit vorbildlichen und in ihrer literarischen Eignung einzigartig edlen deutschen Sprache konfrontiert werden.

    Man muss sich nur einmal „alte“ Interviews aus den 50er und 60er Jahren anhören/anschauen und sich vergegenwärtigen, wie der einfache Mann von der Straße, die schlichte Hausfrau von nebenan, der Durchschnittsgermane von Jung bis Alt ein sowohl stilistisch wie grammatikalisch hervorragendes Deutsch von sich gaben. Dann erst begreift man vollends das Ausmaß der sprachlichen Dekadenz, in die unser Land hineingeschlittert ist, auch hier, wie beim Islam, dank der „uneigennützigen“ Hilfe unserer kulturbenachteiligten „großen“ „Freunde“ von jenseits des Atlantiks, die im Wissen des Besitzes der Weltsprache und ihrer militärischen Weltmachtposition auf ziemlich subtile Weise einen Sprachimperialismus zelebrieren, der langfristig wirksamer ist als manche Bombe.
    Falsche ‚Weil‘-Sätze oder solchen Unfug wie selbsterfundene Begriffe wie Oldtimer und Handy, die zwar englisch klingen, aber von Angloamerikanern nicht in ihrer „deutschen“ Konnotation verstanden werden (vgl. ZDF online), waren bis in die 70er Jahre hinein undenkbar. Auf welchem Niveau erst Politiker oder Fernsehleute damals sich auszudrücken pflegten, kann einem angesichts des kläglichen Auftretens derselben Berufsgruppen heutzutage die nostalgische Tränendrüse anschwellen lassen!

    Wie sprachkrank muss man sein, wenn man als Biodeutscher in einem deutschsprachigen Internetforum kaum einen einzigen Satz ohne Englisch oder Denglisch zustandebringt, wenn man, was eine Manie ist, englische Abkürzungen wie IMO, IMHO, BTW verwendet, obwohl all das problemlos in unserer Sprache gesagt werden kann (m.M., m.E., i.ü.)??
    Den Vogel schießt in diesem Kontext das Magazin CHIP Online ab, für das allein (aufgrund seiner Leserzahl) eine Sprachbehörde nach frz. Vorbild gegründet werden müsste. Die CHIP-Verantwortlichen sind nicht mehr fähig, in normalen muttersprachlichen Bahnen zu denken, ihr Hirn dürfte ein einziges Synapsen-Knäuel aus deutsch-anglizistischem Mischmasch sein. Und angesteckt haben sie mit ihrer Sprachkrankheit die meist jungen Leser.

    Aber nun muss sich PI auch selbst daran messen lassen. Denn wer A sagt, indem er einen Missstand anprangert, muss auch B sagen, indem er es selber richtig macht und seiner medialen Vorbildwirkung gerecht wird!!

    Wir dürfen also gespannt sein, ob es auf PI bald statt „Flyer“ wieder Flugblatt heißt, statt „Sinn machen“ wieder Sinn ergeben … … usw. usf. … …

  56. #3 Digitaaal

    Oder unterwerfen sich alle Juristen und Ärzte dem römischen Reich, nur weil immer noch in Jura und Medizin Latein die vorherrschende Sprache ist?

    Komiker! Sie verwechseln offenbar die traditionell auf Platz 2 und 3 im Universitäts-Vorlesungsverzeichnis befindlichen Fachgebiete mit dem Gebiet, das stets am Anfang kommt. Latein hört man gelegentlich im Vatikan(n), daran, dass mir ein Arzt oder Anwalt eine Diagnose bzw. Beratung auf Latein hat zuteil werden lassen, kann zumindest ich mich nicht erinnern, auch nicht an einen Bericht, dass Vorlesungen beider Fächer in lateinischer Sprache abgehalten würden.
    Aber bei Ihnen scheint es ja anders zu sein!

    Nichts für ungut, Kamerad.
    Auch das Gesetz ist gegen Sie: Siehe § 184 Gerichtsverfassungsgesetz.

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