In unserem Beitrag zur Lage religiös-politisch verfolgter, vielfach von Mord bedrohten Apostaten vom Islam bezogen wir Stellung zu den Aussagen der Islamwissenschaftlerin Johanna Pink. Sie hat daraufhin auf ihrem Blog ihren Standpunkt erläutert. „Islamwissenschaft“, wie sie Pink betreibt, suggeriert eine Reformfähigkeit des Islam hin zu einer Gesellschaft, die die Menschenrechte respektiert, was den vorliegenden Fakten widerspricht. Wir setzen uns mit der dort vertretenen „wissenschaftlichen“ Argumentation aus der Persektive der Menschenrechte und einer analytischen Betrachtung des Islam auseinander.

Versuch, den Islam zu entlasten

Pink hat durchaus einen differenzierten Standpunkt zur Menschenrechtslage in der islamischen Welt. Dennoch zeigt sie nicht die grundsätzliche Gefahr für Mensch und Menschenrecht auf, die vom Islam ausgeht, wenn ihr von einer Zeitung (siehe Tagesspiegel-Artikel vom 21.4.) hierzu Gelegenheit gegeben wird. Vielmehr versucht sie mit Verweis auf isolierte, kaum einflussfähige Außenseiterstandpunkte in der islamischen Welt, den Islam zu entlasten.

Dass man in den Medien verkürzt zitiert wird, mag auch Johanna Pink so ergangen sein. Und dass man den eigenen Standpunkt nicht immer wiederfindet, ist sowohl Ägernis als auch bisweilen unvermeidbar. Jedoch kann man Akzente setzen, die unmissverständlich sind. Pink hat es versäumt, die Gegensätzlichkeit von Islam und Menschenrechten klar darzustellen. Damit hätte eine wissenschaftliche Erklärung verbunden sein können, wieso der Islam überhaupt vorschreibt, Apostaten zu ermorden. Anstatt objektiv die Gründe für diese Form extremster Religions-Unfreiheit aufzuzeigen, wird verwiesen auf liberale Interpretationen von Einzelpersonen, deren Einfluss bedeutungslos in der islamischen Welt ist. Ohnehin könnte er bestenfalls nur zeitlich begrenzt sein, da Liberalität den islamischen Schriften widerspricht, und stets fundamentalistische Opposition hervorruft, die sich in der islamischen Geschichte immer wieder durchgesetzt hat. Eine Islamwissenschaftlerin sollte das eigentlich wissen.

„Christliche Rechte und Islamophobiker“

Pro-islamische Argumentation wendet dieses Muster ständig an: Der Verweis auf einzelne Moslems soll ablenken vom Islam selbst. Dieser ist zu definieren anhand seiner Schriften, nicht an willkürlich ausgewählten Moslems, die von den heiligen Schriften des Islam abweichen und als Beleg für Vielfalt zitiert werden.

Gegenüber Andersdenkenden pflegt Pink leider genau den Stil, den sie anderen vorwirft. Sie unterstellt simple Feindbildpflege bei Islamkritik, die nur von zweifelhaften Personen kommen kann, wie „christlichen Rechten und Islamophobikern“. In ihrer Replik unterstellt uns Pink, wir würden „auf einem simplen Freund-Feind-Schema“ aufbauen, um so von vorn herein die Argumente der Gegenseite negativ zu stigmatisieren.

Dass man den Islam aufgrund seiner Gegensätzlichkeit und Missachtung der Menschenrechte ablehnen könnte, obwohl genau diese Perspektive im PI-Beitrag dargestellt wurde, kommt Pink und vielen anderen Islamfreunden nicht in den Sinn. Stets werden finstere Motive und „Rechtslastigkeit“ als Gründe angeführt, ohne auf die Argumentation der Islamkritiker dezidiert einzugehen. Eindeutig geht es hier nicht um Argumente, sondern darum, ein geschöntes Bild vom Islam zu etablieren. Hierzu weicht man auf völlig untergeordnete Teilaspekte innerhalb der islamischen Welt aus und lenkt so von den wesentlichen koran- und schariagemäßen Einflussfaktoren ab.

Typisch für Orientalistik in Deutschland: islam-verharmlosende Argumente

Gerade eine wissenschaftliche Betrachtung müsste jedoch die Einflussverhältnisse unterschiedlicher Positionen klar darstellen wollen. Und zugleich erklären, warum eine koran- und schariagemäße Orientierung einen Argumentationsvorteil gegenüber individuellen Auslegungen hat. Eine wissenschaftliche Islamanalyse sollte erklären können und wollen, weshalb die Menschenrechtslage in der islamischen Kultur so katastrophal ist.

Wo Menschenrechte verletzt werden, bedarf es anhand der vorliegenden Fakten eines klaren Standpunktes – und zwar solidarisch mit den Betroffenen. In der islamischen Kultur ist der Zusammenhang von islamischer Lehre und Menschenrechtsverletzungen offensichtlich. Eine von der Menschenrechtslage in der islamischen Welt separierte „Islamwissenschaft“ läuft zwangsläufig Gefahr, den Ursachenzusammenhang zwischen Islam und Menschenrechtsverletzungen zu vernachlässigen.

Die islam-verharmlosenden Argumente von Pink sind eine tiefer gehende Betrachtung wert. Denn sie sind symptomatisch für die Orientalistik in Deutschland, die tendenziell viel zu wenig kritisch (im Sinne einer pro-menschenrechtlichen Perspektive) ist und zur Islamophilie, einer „Verliebtheit“ mit dem Forschungsobjekt Islam, neigt. Dem Islam positives abgewinnen kann man allerdings nur, wenn man die Wirkung des Islam auf die Menschenrechte zumindest partiell ausblendet oder diesen Aspekt gänzlich vernachlässigt.

Als Wissenschaftlerin ohne Anführungszeichen ist mir allerdings daran gelegen, “den Islam” so wahrzunehmen, wie er sich derzeit darstellt, und das schließt eben unterschiedlichste theologische Positionen ein. Dass die nicht gleichgewichtig nebeneinanderstehen, ist völlig klar.

Und warum wird das dann einer Tageszeitung nicht so gesagt und entsprechend gewichtet? Einer Islamwissenschaftlerin muss doch klar sein, dass alle vier sunnitischen Rechtsschulen und die schiitische Rechtssprechung darin überein stimmen, dass Apostaten zu töten (zu ermorden – töten tut man Tiere, Menschen mordet man) sind. Frau Pink hätte genau diesen Aspekt hervorheben können müssen, um die Ängste der „islamophoben“ Islam-Apostaten zu erläutern. Statt dessen wecken ihre zitierten Aussagen im Tagesspiegel den Eindruck, dass der Islam eine meinungspluralistische Gesellschaft sei, ähnlich westlichen Gesellschaften – eine gezielte Verharmlosung des Islam. Immerhin nimmt Pink auf ihrem Blog differenzierter Stellung:

Natürlich gibt es riesige Unterschiede zwischen einzelnen Ländern, aber der Abfall vom Islam zieht überall zum allermindesten gravierende soziale Konsequenzen nach sich; in manchen Fällen ist er lebensbedrohlich, sei es, weil Apostasie nach dem staatlichen Gesetz als Straftat gilt (was nur in wenigen Ländern der islamischen Welt der Fall ist, aber dort natürlich eine Menschenrechtsverletzung der schlimmsten Art darstellt); sei es, weil einzelne Muslime ein vermeintliches Recht auf Selbstjustiz in Anspruch nehmen.

Dieses „vermeintliche“ Recht auf Selbstjustiz – woher mag das wohl kommen? Warum bringen Moslems derart konsequent und oft Apostaten um oder bedrohen diese massiv (oder begehen Ehrenmorde als Strafe für unislamisches, selbstbestimmtes Verhalten) – und Anhänger anderer Kulte nicht? Könnte es nicht damit zu tun haben, dass jeder Moslem im Sinne des Djihad (Bemühung um die Umsetzung islamischer Lehre) dazu aufgerufen ist, den Gesetzen Allahs Geltung zu verschaffen? In islamischen Ländern, in denen nicht offiziell Scharia-Unrecht umgesetzt wird, wissen sie Regierungen, dass sich hinter der offiziellen Justiz eine inoffizielle, korangetreue Selbstjustiz verbirgt. Diese korangemäße Paralleljustiz wird vielfach geduldet bzw. es wird nicht oder nicht ausreichend wirksam strafrechtlich und schon gar nicht präventiv, d.h. islamkritisch, dagegen vorgegangen. Die etwas liberalere offizielle Rechtssprechung ist westlich beeinflußt, jedoch überwiegend Fassade, um international nicht an Reputation einzubüßen (Paradebeispiel Türkei, wo es seit 2000 über 5000 Ehrenmorde gab!). Aus menschenrechtlicher Perspektive ist der Islam an seiner alltäglichen Wirkungsweise zu messen, und der Ursache hierfür – dem politischen wie kulturellen Machtanspruch des Islam. Islamwissenschaftler sollten wissen, dass sie es nicht mit einer Religion zu tun haben, sondern mit einem das gesamte Leben umfassenden Gesellschaftsmodell mit einem extrem totalitären Machtanspruch und einer spiegelbildlichen Entrechtung des Individuums, das dem Einfluss des Islam ausgesetzt ist.
Genau diesen Umstand sollten Islamwissenschaftler hervorheben.

Rosa Brille

Statt dessen verweist Pink – als Alibi für einen islamfreundlichen Standpunkt – auf nahezu einflusslose und letztlich keineswegs islamkritische Positionen in der islamischen Welt. Kritik an islamischen Menschenrechtsverletzungen soll so das Manko der fehlenden Differenzierung angehängt werden. Es wird abgelenkt vom Umstand eines sich in der gesamten arabischen Welt rasant ausbreitenden korantreuen Islam. Gerade Islamwissenschaftler ohne „Anführungszeichen“ müssten wissen, dass korantreue gegenüber liberalen Moslems einen enormen Argumentationsvorteil haben. Und dass in der islamischen Geschichte alle Liberalisierungsversuche genau daran gescheitert sind. Aber Verliebte, besonders Islamverliebte, neigen dazu ihr Liebesobjekt durch eine rosa Bille zu sehen:

Ich vermute, dass den Islamophobikern (Anmerkung: damit sind jene gemeint, die angesichts der katastrophalen Menschenrechtslage im Islam nicht schweigen) auch gar nicht daran gelegen sein wird, dass sie (die liberalen Moslems) mehrheitsfähig werden, denn wo bleibt dann das Feindbild?

1. Wäre die islamische Welt zur Selbstkritik fähig, würde sie die Lehren Mohammeds genauso überwinden, ablehnen und verurteilen wie das Christentum die Inquisition, bräuchte es keine Ablehnung islamischen Unrechts und Menschenrechtsverletzungen von außen mehr. Eine „islamische Gesellschaft“ die die islamische Lehre als Unrecht begreift, wäre allerdings keine islamische Gesellschaft mehr. Pink versucht den Islam von seinen elementarsten Charakteristika zu entkoppeln, und quasi den Eindruck zu erwecken, es könnte eine islamische Gesellschaft ohne Islam geben. Islamkritiker misst sie nicht an deren Analyse, sondern an der Widerlegung ihrer eigenen Utopie.

2. ist der Begriff „islamophob“ dem radikalen Islam entliehen, der das Ziel hat, Islamkritiker als „Irre“ zu diffamieren und deren Aussagen als Hirngespinste zu entwerten. Die katastrophale Menschenrechtslage im Islam ist keineswegs „eingebildete Phobie“, sondern im Gegenteil sehr real. Genau diesen Umstand will man verbergen, wenn man jene diffamiert, die bei islamischer Pädophilie, Apostatenmorden, Zwangsehen, Ehrenmorden, Unterdrückung der Frau usw. nicht wegsehen. Und sich obendrein die Diffamierungsfloskel „islamophob“ des korantreuen Islam zu eigen macht. Sonderlich „wissenschaftlich“ sind solche Diffamierungen nicht, sondern sie zeugen eher von Erklärungsnot.

3. Mit dem Vorwurf der „Feindbildpflege“ drückt sich Pink vor den Argumenten, auf denen eine Ablehnung des Islam beruht. Die Fürsprecher der Menschenrechte werden gezielt mit einem sehr negativ besetzten Begriff assoziiert, um der eigenen Position den Anschein moralischer Überlegenheit zu verschaffen.

Da beruft man sich doch lieber auf die Extremisten und kehrt selbst die (wenig sympathische) orthodoxe Position unter den Tisch, die zwar die Tötung von Apostaten gutheißt, aber Selbstjustiz ablehnt (d.h. der Staat müsste die Apostaten töten, was die meisten islamischen Staaten, oh Wunder, nicht tun). Auch in dieser Frage gibt es einen Meinungspluralismus, der die geistigen Kapazitäten der meisten Islamgegner entschieden zu übersteigen scheint.

Pink lässt dabei außer Acht: Die sogenannten „Extremisten“ handeln genau so, wie es der Koran und die Scharia vorschreiben und der Prophet selbst praktiziert hat. Einer Islamwissenschaftlerin sollte bekannt sein, dass der Prophet Apostaten ermorden ließ. Pink verschleiert somit, dass die „Extremisten“ sich immer auf den Koran berufen können, und zwar im Klartext, während liberale Moslems mühsam ruminterpretieren müssen.

Anstatt den Islam anhand der Wirkung seiner Lehre aus menschenrechtlicher Perspektive zu bewerten, wird dafür geworben, liberale, vom Koran abweichende Formen zum Bewertungsmaßstab des Islam zu etablieren. Somit wird über die strukturell angelegte Inhumanität des Islam hinweg getäuscht.

Falsche Schlussfolgerungen trotz profunder Kenntnisse

Pink unterschlägt auch, dass der „islamische Meinungspluralismus“ bezüglich dem Islam selbst eine Fiktion ist. Es gibt keine Grundsatzkritik am Islam in der islamischen Welt, nur Interpretationsspielräume, die umso geringer werden, je mehr sie von den Schriften abweichen. Da war selbst die Kirchenkritik im Mittelalter fortschrittlicher, als es ständig Ketzer und Herausforderer des Vatikan gab.

Natürlich verfügen die meisten Islamwissenschaftler über profunde Kenntnisse. Aus menschenrechtlicher Sicht sind jedoch sehr oft die Schlussfolgerungen und Darstellungen des Islam mehr als zweifelhaft:

Die orthodoxen islamischen Theologen hingegen – also die Mehrheitsposition, die eine Tötung von Apostaten für durchaus geboten hält – kennen meistens den ganzen Koran, z.B. Vers 4,90, der von dem in 4,89 geäußerten Tötungsgebot alle diejenigen ausnimmt, die nicht aktiv gegen den Islam kämpfen. Das erkennen auch orthodoxe muslimische Theologen an, sonst würden sie sich nicht die Mühe machen, ihre Position, nämlich die Befürwortung der Todesstrafe auch für friedliche Apostaten, durch Hadithe zu begründen. Auf so etwas hinzuweisen ist möglicherweise verdächtig islamfreundlich, aber so sind sie eben, die Wissenschaftler. Alles wollen sie besser wissen, immer kommen sie mit ihren Haarspaltereien an.

Sure 4,90 wird zitiert als Entlastung zur mörderischen Intoleranz von Sure 4,89. Als wäre es kein Recht eines jeden Menschen, sich gegen islamische Herrschaft und Diskriminierung zu erheben. Auch ist damit keineswegs nur bewaffneter Widerstand gegen islamische Unterdrückung gemeint, sondern auch jegliche Form von verbalem Widerstand. Als Islamwissenschaftlerin muss Pink wissen, dass der Prophet Morde an Islamkritiker in Auftrag gab. Die „Entlastungssure 4,90“ bestätigt nur die Intoleranz des Islam. Durch die Formulierung wird jedoch suggestiv der gegenteilige Eindruck erweckt.

Die Hadithe werden in ihrer Bedeutung herabgespielt. Sie sind jedoch in der gesamten islamischen Welt essentiell und keineswegs ein Notnagel, um den Islam zu verschärfen. Auch das müsste eine Islamwissenschaftlerin ohne „“ eigentlich wissen.

Selbst wenn man annimmt, dass Muhammad das blutrünstige Monster war, als das ihn die christliche Apologetik (in sorgfältiger Verkennung seines Hintergrunds und seiner historischen Situation) gern darstellt, sollte man doch zur Kenntnis nehmen, dass die Anwendbarkeit seiner Handlungen im einzelnen häufig umstritten ist und von vielen Muslimen angefochten wird – nicht weil sie diese Handlungen für schlecht hielten, sondern weil sie sie für situationsbedingt und nicht auf das 21. Jh. übertragbar halten.

1. Nicht die christliche Apologetik stellt den Propheten als „blutrünstig“ dar, sondern der Koran und die Überlieferungen.

2. Der Hinweis auf „Verkennung seines Hintergrunds und seiner historischen Situation“ enthält eine Rechtfertigung für die Taten Mohammeds. Es bestand jedoch nie eine Berechtigung für Karawanenüberfälle, Menschenraub, das Judenmassaker von Medina, Vergewaltigungen oder Verstümmelungen Gefangener. Ist Frau Pink aus Voreingenommenheit für den Islam nicht mehr in der Lage, die Taten Mohammeds als Unrecht zu erkennen? Mohammed hätte genauso friedlich predigen können wie Jesus oder Buddha. Er hat sich aus freien Stücken für Krieg und Morde entschieden, um seinen Islam ausbreiten zu können. Vor dem Islam war Arabien eine multikulturelle Gesellschaft. Der Islam hat diesen Zustand äußerst gewaltsam beendet. Was soll daran positiv sein? Eine Entschuldigung hierfür gibt es nicht.

3. Die Handlungen Mohammeds und seiner erlassenen Weisungen bleiben ständig als Bedrohungsszenario für alle präsent, die islamische Herrschaft über sich und andere ablehnen. Sie wirken als ständige Inspiration und Legitimation für Diskriminierung, Krieg und Intoleranz. Wenn es liberale Moslems gibt, so ändert das nichts am Bedrohungspotential durch den Islam.

4. Pink macht, was fast alle Islam-Fürsprecher tun: Anstatt von der islamischen Welt Prophetenabkehr und Prophetenkritik zu fordern, kritisiert sie vielmehr Fürsprecher der Menschenrechte, die die schriftgetreuen Aspekte des Islam aufzeigen. Sie propagiert zugleich eine Übergewichtung untergeordneter, nur sehr zurückhaltender liberaler Bestandteile islamischer Kultur. Dort, wo schlimmstes Unrecht gelehrt und dessen Umsetzung gefordert und praktiziert wird, müsste dieses Unrecht als Wirkungsursache benannt werden. Pink will den Medienkonsumenten – und das ist völlig unwissenschaftlich – entgegen der Faktenlage ein positiv eingefärbtes Islambild vermitteln, das sie mit willkürlichen Schlussfolgerungen begründet. Das allerdings viel mit ihrem Wunschbild vom Islam, wenig jedoch mit der Realität des Islam zu tun hat.

Obligatorische Gleichsetzung von Islam und Christentum

Es folgt die obligatorische Gleichsetzung von Islam und Christentum:

So ist das mit Heiligen Schriften – man kann vieles aus ihnen herausholen. Die Bibel hat auch einmal dazu hergehalten, Hexenverbrennungen, Kriege und Sklaverei zu begründen, von der Unterdrückung der Frau (die der westlichen Kultur nicht völlig fremd war) ganz zu schweigen.

Was die Islamfreunde stets unterschlagen: All diese Verbrechen lassen sich nicht mit der überlieferten Handlungsweise und Lehre Jesus‘ rechtfertigen. Wäre die Kritik am Islam bei den Islamfreunden doch nur genauso vehement wie gegenüber dem Christentum. Tatsächlich dienen die Christentum-Querverweise lediglich dazu, den Islam zu entlasten und die entscheidenden Unterschiede zu verwischen. Es soll der Eindruck erweckt werden, der Islam könne sich wie das Christentum humanisieren. Jedoch brauchte sich das Christentum nur rückbesinnen auf seine Lehre, während es im Islam keine Grundlage für einen vergleichbaren Prozess gibt. Wenn man Christentum und Islam vergleicht, kann man entweder die Lehren, die Gründerfiguren oder das Verhalten der jeweils Gläubigen gegenüber stellen – aber nicht beliebig vermischen. Dass eine „Islamwissenschaftlerin“ sich solcher Methodik bedient, offenbart ein Verschleierungsanliegen.

„Islamwissenschaftler“ wie Pink wissen natürlich, dass Jesus keine Karawanen überfallen ließ, keine Judenmassaker befohlen hat, keine Morde in Auftrag gab, keine Beutefrauen sexuell genötigt hat, nachdem ihre Angehörigen enthauptet waren, keine Neunjährige zu seiner Lieblingsfrau machte. Diese entscheidenden Differenzen in den beiden Religionen verschweigen islamophile „Wissenschaftler“ wie Pink nur zu gerne.

Trotzdem würde ich nicht im Traum auf die Idee kommen, heute lebenden Christen das Recht abzusprechen, ihre Religion für die Religion der Liebe zu halten.

Das wäre bei Christen in der Tat auch unberechtigt. Wenn Moslems jedoch den Islam immerfort als „Friedensreligion“ darstellen, so unterliegen sie Selbsttäuschung bzw. täuschen uns bewusst. Wenn Pink es als „unanständig“ hinstellt, den Islam so zu beschreiben wie er gemäß eigener Aussagen ist, so versucht sie in wissenschaftsfeindlicher Weise die Fakten mittels Höflichkeitsgeboten zu unterdrücken. Was für eine Art Liebe, Toleranz und Frieden im Islam soll das denn sein, wenn Apostaten zu ermorden sind? Wäre es nicht sinnvoll, dass auch endlich einmal Moslems lernen, ihre Kultur kritisch zu hinterfragen? Immerhin hat Kirchen- und Religionskritik die christlichen Scheiterhaufen zum erlöschen gebracht. Wäre nicht ebenfalls Islamkritik angesichts der Morde aus Gründen der Ehre oder wegen Glaubensabfall im Sinne des Djihad sinnvoll? Für Pink anscheinend nicht.

Wie auch immer: Heutige Christen holen anderes aus der Bibel als frühere, und das finde ich begrüßenswert. Wäre doch schön, wenn begrüßenswerte Positionen auch im Islam mehrheitsfähig würden.

Viele heutige Moslems holen eben nicht viel anderes aus dem Koran als frühere. Diese Analogie soll uns den Islam verharmlosen und als „wandlungsfähig“ erscheinen lassen. Pink vertuscht, dass eine Entwicklung des Islam wie beim Christentum aufgrund der völlig gegensätzlichen Gründerfiguren nicht möglich ist. Gerade als Islamwissenschaftlerin müsste ihr die spezielle Problematik des Prophetenvorbildes im Islam bewusst sein.

Nun wird der Islamophobiker einwenden: Konvertiten vom Islam zum Christentum riskieren heutzutage nun einmal ihr Leben. Alles andere interessiert mich nicht.

Die Benennung realer Apostatenmorde und Mordbedrohungen setzt Pink in Zusammenhang mit Phobie. Sie möchte in islamophiler Ausrichtung Entlastungsaspekte für den Islam etablieren, die die schwere der Menschenrechtsverletungen aufgrund des Islam relativieren. Ein Bekenntnis zu den Menschenrechten beinhaltet jedoch immer die Ablehnung jeglicher Ideologie, die die Menschenrechte missachtet. Die grundsätzliche Unvereinbarkeit von Islam und Menschenrechten wird von Pink als Schlussfolgerung verweigert, obwohl die katastrophale Missachtung der Menschenrechte in allen islamischen Ländern und allen islamischen Kolonien ausserhalb islamischer Länder mehr als offensichtlich ist.

Bedrohung wird nicht erkannt

Die Sichtweise von Pink ist im Westen stark verbreitet, wenn nicht sogar dominant. Ohne Bewusstwerdung der Unvereinbarkeit von Islam und Menschenrechten erkennt man die Bedrohung unserer elementarsten Rechte durch die Expansion des Islam jedoch nicht. Die „Islamwissenschaften“ verharmlosen diesen Umstand eher als dass sie ihn klar benennen würden. Pink ist da leider kein Einzelfall.

Letztlich drückt man sich vor simplen Fragen:

  • Was spricht dagegen, wenn die islamische Welt ihre Kultur, einschließlich des Islam als Lehre, selbstkritisch hinterfragt?
  • Was spricht dagegen, für die vielen Opfer islamischen Unrechts Gedenkstätten zu errichten?
  • Was spricht dagegen zu sagen, der Prophet hat Unrecht getan, Unrecht gelehrt, wie wir das mit der mittelalterlichen Kirche tun?
  • Und was spricht dagegen, gleichsam den Lehren der mittelalterlichen Kirchen die Lehren des Islam aufzugeben?

Niemand verehrt heute mehr einen Inquisitor als Vorbild im Christentum. Da sich Mohammed prinzipiell ähnlich verhalten hat, wäre die Förderung einer Abkehr von der Lehre und Kultfigur Mohammed ebenso hilfreich. Beispielhaft für die islamische Welt wäre eine Epoche der Aufklärung, die Religion und religiöse Instanzen selbstkritisch aufgearbeitet hat.

Ein bisschen ruminterpretieren hat auch beim Christentum nicht ausgereicht. Will man menschenrechtlichen Fortschritt in der islamischen Welt erzielen, muss eine grundsätzliche Aufarbeitung des Islam stattfinden. Islamwissenschaftler sollten das erkennen können.

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37 KOMMENTARE

  1. Fazit:

    Islam ist schön, wenn man nur den ganzen Koran kennt. Traurig zwar, dass „abgefallene“ Muslime mit vielen Widerwärtigkeiten zu kämpfen haben, unter anderem ihrer Ermordung aber das schmälert die Attraktivität des Islam nicht. Zur „Familie“ zu gehören ist ja auch mit vielen Vorteilen verbunden, ausser man steigt aus und dann gibt es Gratis-Betonschuhe. Aber das sollte jedem vorher klar sein, der in den Islam hineingeboren wird.

    Bah.

  2. Dann lieber doch Frau Prof. Spuler-Stegemann lesen:

    [..]Religionsbedingte Unvereinbarkeiten mit den universalen Menschenrechten zeigen sich insbesondere darin, dass nach religiöser Auffassung:

    -der Islam allein wahr und allen anderen Religionen überlegen ist,
    -die Meinungsfreiheit unterdrückt wird,
    -die positive wie negative Religionsfreiheit nicht gewährleistet werden,
    -religiöse Minderheiten als zweitrangig betrachtet werden,
    -Missionierung von Muslimen nicht toleriert wird,
    -die Rechte auf Leben und körperliche Unversehrtheit nicht gesichert werden,
    -die Gleichberechtigung der Frau nicht gewährleistet wird,
    -die radikale Geschlechtertrennung zu Lasten der Frauen geht,
    -Die Heiratserlaubnis für Männer eingeschränkt wird, die allenfalls Schriftbesitzerinnen (Christinnen und Jüdinnen), nicht aber Angehörige anderer Religionen ehelichen dürfen, und
    -Musliminnen nur Muslime heiraten dürfen

    [Spuler-Stegemann, Ursula (2007): „Die 101 wichtigsten Fragen. Islam“, München, S.117f.]

  3. Hi Turmfalke, ja ein guter Artikel,…
    Die Verharmloser und Beschwichtiger
    des Islamismus zählen Legionen.
    Komischerweise lernen die
    Intellektuellen entweder überhaupt
    nicht, oder nur sehr beschwerlich dazu.
    Ich tendiere mal zu „überhaupt nicht“.
    Und da die Medien voller Bleiwüsten
    mit Lichtjahren an Buschstaben
    sind, hab ich den Verdacht, dass
    Kodiertes bei der Intelligenz nicht
    so besonders gut ankommt.
    Hier hab ich nun was für die
    Schlauesten der Schlauen gefunden ,
    die eigentlich total lernresistent
    sind. Es ist dem Lascaux-Prinzip
    angelehnt, nee sogar abgekuckt
    .
    Wolln mal hoffen, dass DAS hilft.

  4. Man fragt sich schon manchmal, was einen Menschen dazu bewegt, Islamwissenschaft zu studieren… wenn man sich das so vorstellt: Man ist 19, hat grade das Abi-Komasaufen hinter sich und überlegt sich, was man mit dem Rest des Lebens anfangen will.

    Frau Blau: Ich mache eine Banklehre.
    Herr Rot: Ich studiere Informatik.
    Frau Weiß: Ich studiere Zahnmedizin.
    Herr Schwarz: Ich steige in Papas Firma ein.
    Frau Pink: Ich studiere Islamwissenschaften.

    So einen ganz kleinen Hau und eine Neigung zum Unsympathischen muss man da schon haben, oder???

  5. @ #5 Eisvogel

    nette Namensdeklination 😉

    ne, man braucht ja Leute, die all den unbedarften Geschäftsleuten, die in islamischen Ländern Geschäfte machen wollen, erklären, wie man Muslime garantiert nicht beleidigt ..

  6. wolaufensie, du machst immer lustige Animationen. War das mit Kara Ben Nemsi nicht auch von dir?

  7. PI = Christliche Rechte.

    Da ich als Atheist auch schon Artikel auf PI veröffentlicht bekam, frage ich mich, ob ich nun christlicher Atheist bin.

    Die Frau denkt ganz einfach nicht gerade.

  8. Was heutzutage als Wissenschaft gilt…Tztztz

    In der Wissenschaft gilt: objektive Fakten zu korrelieren, einzuordnen und dann zu bewerten.

    Wissenschaften wie Soziologie oder, lol, Theologie, sind logischerweise keine Wissenschaft, sondern nur, mal nett gesagt, philosophische Interpretationen von Gedanken anderer Menschen.
    Eigentlich nichts anderes als ein Forum mit längst verstorbenen Menschen.

  9. Ich erlaube mir, hier zu wiederholen, was ich der Dame ins Buch schrieb:

    „Sie als Wissenschaftlerin können mir sicher erklären, wie die Kairoer Erklärung der Menschenrechte sich mit den Menschenrechten in Deckung zu bringen lässt – für den einen oder anderen Muslim, im privaten Gepräch.

    Und wenn Sie die auch noch allgemein in Deckung bringen wollen – was mit den Regeln der aristotelischen Logik nicht möglich ist – dann empfehle ich ihnen die Flexible Logik. (Was das ist, finden Sie mit Google heraus)

    Sie können mir sicher auch erklären, wie ich als Atheist, der auch dann und wann bei PI veröffentlicht wurde, zur Christlichen Rechte gehöre. Auch da hilft Flexible Logik.

    Eine andere Möglichkeit wäre der Kauf eines Roboters, wie ihn Douglas Adams beschrieben hat: Der kann einem das Glauben abnehmen, und er ist – in der neuesten Version – in der Lage, gleichzeitig 21 sich gegenseitig ausschliessende Dinge zu glauben.

    Um auf Ihre Logik noch zurückzukommen: Sie reden den Nationalsozialismus schön, indem Sie vernünftige Aussagen von Nazis bringen. (Ersetzen Sie Nationalsozialismus mit Islam und Nazi mit Muslim)“

  10. Turmfalke sagt: „Es folgt die obligatorische Gleichsetzung von Islam und Christentum“ etc

    Man braucht Koran und Bibel beiseite lassen: Dass diese Gleichsetzung Quatsch ist, zeigt die Kairoer Erklärung der Menschenrechte.
    Sowas gibt es nur vom Islam. Heute. In der säkularen Welt.

  11. #14 Sachichdoch

    „42“

    Stimmt. Die Frage war ja „What do you get if you multiply six by nine?“
    (und auf dem Planeten strandeten die Leute, die das ganze durcheinander brachten: hairdressers, telephone cleaners, and … Islam scientists)

  12. Im Iran werden neuerdings Männer und Frauen ausgepeitscht, wenn sie unsittlich gekleidet sind; z.B. enges T- Shirt. Nachzulesen bei Spiegel Online.
    Da soll noch einer behaupten im Islam gäbe es keine Gleichberechtigung.
    Gleiches Unrecht für alle.

  13. „Wie war das noch mal im Mittelteil?“

    ??

    Der Computer (die Erde) hat Mist gebaut, weil die hairdressers und telephone cleaners irgend eines Planeten, die keiner wollte, ins All geschickt wurden und auf der Erde landeten und damit alles durcheinanderbrachten.

    Darum: Question: 9×6. Answer: 42

  14. Mein Gott warum denn diese ganze Aufregung?

    Es gibt Leute die sich berufsmäßig mit der Geschichte des Nationalsozialismus beschäftigen, andere machen es mit dem Islam.

  15. Lesetipp:
    In der aktuellen Ausgabe der „Neuen Ordnung“ (2/07) spricht mit Professor Tilman Nagel ein echter Islamexperte:

    Machtausübung und private Gewalt im Islam

    Wie sei der Eifer zu erklären, mit dem manche Muslime gegen die säkularisierte
    westliche Gesellschaft kämpften, die ihnen bei der Ausübung ihres Glaubens
    doch keine Hindernisse in den Weg lege? So ungefähr lautete die Frage, die man
    in einem am 30. August 2006 durch den Sender Sat 1 ausgestrahlten Interview
    dem prominenten Islamkonvertiten Murad Hoffmann vorlegte. Er antwortete
    sinngemäß, man solle für diese Haltung Verständnis aufbringen; denn manches
    an dieser Gesellschaft sei unter islamischem Blickwinkel kritikwürdig. Der Prophet habe gefordert, man solle für das Gute mit der Kraft der Hände eintreten;
    wenn dies nicht möglich sei, dann mit Worten, und sei auch dies unmöglich,
    dann wenigstens mit dem Herzen. Der Wortlaut der von Hoffmann angesprochenen
    Prophetenüberlieferung ist folgender: (Mohammed sagt) „Schon vor mir
    wurde durch Allah kein Prophet in irgendeiner Gemeinschaft berufen, ohne daß
    er in dieser Gemeinschaft Jünger und Gefährten gefunden hätte, die sich an sein
    Vorbild gehalten und ihm nachgeeifert hätten. Freilich werden nach deren Tod
    unfähige Erben auftauchen, die reden, was sie nicht tun, und die tun, was man
    ihnen nicht aufgetragen hat. Wer gegen sie mit der Hand einen Dschihad führt,
    der ist gläubig. Wer gegen sie mit Worten einen Dschihad führt, der ist gläubig.
    Wer gegen sie mit dem Herzen einen Dschihad führt, der ist gläubig, und jenseits
    von solchem Dschihad gibt es nicht einmal ein Senfkorn Glaubens“ (Überlieferungssammlung
    des Muslim b. al-Haddschadsch, Kapitel „der Glaube“, Nr. 80).
    Besser, als Murad Hoffman vermutlich ahnte, sind in diesem Mohammed in den
    Mund gelegten Wort die Problematik der Unduldsamkeit der islamischen Glaubenspraxis
    und die Schwierigkeit der Integration der Muslime in eine nicht durch
    sie geprägte Gesellschaft bzw. in eine nicht durch den Islam beherrschte politische
    Kultur auf den Begriff gebracht. In zwei Schritten werde ich ausloten, was
    mit diesem Prophetenwort ausgesagt ist. Im ersten werde ich ganz grob den religiös-
    politischen Charakter der Botschaft Mohammeds umreißen und dabei insbesondere
    deren die Muslime eines jeden Zeitalters verpflichtenden Grundzug im
    Auge behalten. Im zweiten komme ich darauf zu sprechen, wie man diese Botschaft
    in den politischen Gebilden islamischer Machtausübung verwirklicht hat.
    In einer Schlußbetrachtung werden die strukturellen Schwächen des islamischen
    Staatsmodells und dessen Unvereinbarkeit mit dem europäischen deutlich werden. (Zitatende)

    Weiterlesen: http://www.die-neue-ordnung.de (Artikel steht nicht mehr im Inhaltsverzeichnis, ist aber im PDF-File enthalten)

    Ein neuer Raddatz ist auch dabei:

    „Gott, Allah und das Geld – Wirtschaftsethik in Christentum und Islam“

  16. Der Frau ist offensichtlich die wissenschaftliche Objektvität zu ihrem Forschungsobjekt abhanden gekommen.

    Stockholm-Syndrom.

  17. @#5 Eisvogel

    „Man fragt sich schon manchmal, was einen Menschen dazu bewegt, Islamwissenschaft zu studieren… wenn man sich das so vorstellt: Man ist 19, hat grade das Abi-Komasaufen hinter sich und überlegt sich, was man mit dem Rest des Lebens anfangen will.
    So einen ganz kleinen Hau und eine Neigung zum Unsympathischen muss man da schon haben, oder ???“

    Dem pflichte ich nicht bei.
    Islamwissenschaftler sind in aller Regel studierte Orientalisten. Und der „farbenprächtige“ Orient kann unbestreitbar sehr verlockend sein, GERADE für Jugendliche (Ali Baba, Harun al Raschid, Märchen aus 1001 Nacht, der Dieb von Bagdad, Karl May, Hauffs Märchen, …). Diese Orient-Romantik, die sich vor allem aus der Literatur und vereinzelten frühen historischen Epochen des Islam speist, mag zwar arg verträumt sein, aber ihre Faszination auf phantasiebegabte junge Menschen kann ich nachvollziehen. Vor allem wenn ich es mit Alternativen wie Bankkaufmann oder Versicherungsmathematiker vergleiche.

  18. Die Frau „Wissenschaftlerin“ zieht den Schwanz ein und schaltet die Kommentare auf ihrer Blog-Seite nicht mehr frei, sie passen nicht in ihre Weltsicht, komisch….immer wenn man die s.g. Islamwissenschaftler mit den blutrünstigen Suren aus dem Koran konfrontiert, oder sie auf das „vorbildliche“ Leben dieses pädophilen Massenmörders hinweist, wollen die nicht mehr diskutieren.

  19. irgendwie versteh ich die gute frau. da wird sie mit zusammenhängen konfrontiert, die bei eingehender beschäftigung damit ihr gesamtes weltbild ins wanken bringen müssen.

    andererseits war ja sie es, die die vorwürfe gegen ‚christlich rechte‘ ÖFFENTLICH erhoben hat. ein bisschen in der art wie die nazis vor ihrer machtergreifung gezielt antijüdische propaganda betrieben haben um judenhass gesellschaftsfähig zu machen, reiht sie sich ein in die riege derer, die keine gelegenheit auslassen, ‚antizionistische‘ und antiliberale erpressung der allgemeinheit auf moralisch-emotionalem niveau zu betreiben.

    so gesehen kann man ihre weigerung die diskussion fortzuführen nicht anders interpretieren, als dass sie vermutlich keine argumente mehr hat. immerhin fordern leute wie sie ja immer den dialog mit terroristen und extremisten !

    was beleidigende kommentare anbelangt: die sind angesichts der diskursiven situation (induktive kritik vs. deduktive dogmatik) zwar völlig unnotwendig, im kontext der fortwährenden diffamierung islamkritischer stimmen als rechtsextrem (was ich persönlich als äußerst beleidigend empfinde) sind sie zumindest verständlich !

  20. @ #29 GeistesWelt

    es kommt aber auch darauf an, die Gründe dafür, dass beispielsweise religiöse Minderheiten in Ägypten an den Rand gedrängt werden offen zu benennen.
    Und die wichtigste Gemeinsamkeiten bei diesen zahlreichen Menschenrechtsverletzungen besteht in der ideologischen Begründung – worauf sich dann noch die Frage stellt, ob diese Extremisten im Sinne ihrer islamischen Ideologie einfach nur konsequent handeln.

  21. @30 feuervogel

    Sie benennt es offen aber nicht plakativ. Sie schätzt zwar die Bedeutung des Extremismus anders ein, als es hier gemacht wird, lehnt ihn aber entschieden ab.

    Davon abgesehen kann „der Islam“ für eine Islamwissenschaftlerin kein unveränderlicher Monolith sein, so wie es die Muslime gerne behaupten. Eigentlich unterzieht die Islamwissenschaft die Quellen der Religion einer rationalen Kritik, so wie sie auch schon das Christentum „auseinandergenommen“ haben. Moralische Fragen wie auch eine Parteinahme sind dabei eher hinderlich.

    Der „Düsseldorf Blog“ hat mal einige interessante Dinge gebracht (Link: http://www.duesseldorf-blog.de/2007/04/27/uni-des-saarlands-mohammed-hat-nicht-existiert/). Wenn es gelingt diese Sichtweisen in die islamische Welt zu exportieren, dann gräbt das dem traditionellen Islam das Wasser ab.

    So gesehen ist das Treiben der Islamwissenschaftler ebenso wichtig wie jetzt die Medienarbeit von Islamkritikern.

    Frau Pink ist aber keine dumme Multi-Kulti-Tante, die sich die Welt -durch die pinke Brille- schön denkt. Sie nimmt auch in ihrem Blog Stellung dazu und hat sich -am Anfang- einer Diskussion nicht entzogen. Ich denke das sollte auch mal gewürdig werden…

  22. Mir scheint, die Dame ist der Sache einfach nicht gewachsen.
    Behauptungen/Untersellungen wie die, dass ihre Kontrahenten finden „100% der Einwohner dieser 46 Staaten stehen somit hinter dieser [der Kairoer] Erklärung“ sind klassische linke und muslimische Logik.

  23. Mir scheint, die Dame ist der Sache einfach nicht gewachsen.
    Behauptungen/Unterstellungen wie die, dass ihre Kontrahenten finden „100% der Einwohner dieser 46 Staaten stehen somit hinter dieser [der Kairoer] Erklärung“ sind klassische linke und muslimische Logik.

  24. @Israel_Hands: Es war ganz leicht ironisch gemeint.

    Ich habe nichts dagegen, wenn solche fantasiebegabten Herzchen Märchen aus 1001 Nacht lesen anstatt auf das Niveau von drögen Langweilern herabzusinken, die in der Bank arbeiten oder Mathematik studieren.

    Aber wenn man dann dem infantilen Schwärmen solcher realitätsfremden Gören die Weihen der Wissenschaftlichkeit verleiht, wird’s gefährlich.

  25. @ GeistesWelt

    Interessant, der Link. Allerdings würde es kaum etwas ändern, da es hier um Glauben und nicht um Wissenschaft geht.

  26. @36 Mir:

    Wenn man weiß wie der Knoten einst gebunden wurde, dann weiß man auch wie man ihn heute zu lösen hat.

    Soll heißen, wenn man einwandfrei nachweisen könnte, dass Mohammed in der heute angenommenen Form gar nicht existiert hat und der Koran von Menschen aus Urquellen zusammengeschrieben ist, die eben nicht islamisch waren oder gar von „Allah“ gesandt worden ist. Wenn man das populär machen könnte, dann ist es doch eigentlich auch kein großes Ding mehr den Koran erneut umzuschreiben, man macht ja so nichts anderes, als die Menschen zuvor auch gemacht haben… Und hat man Mohammed und den Koran geschichtlich relativiert, dann nimmt man denen, die heute daran glauben Stück für Stück von ihrem Feuer, von dem sie zehren. Und Wahrheit ist schließlich immer stärker als alle Morde und Bomben dieser Welt und kann von diesen nicht ausgelöscht werden.

    Das ist natürlich keine Sofortlösung, aber gibt es die eigentlich? Wer sagt nicht, dass in 3 Generationen die Nachfahren der Muslime nicht einen ganz anderen Standpunkt entwickeln können als ihre Vorfahren? Solide geschichtliche Aufarbeitung der Frühphase des Islams wird ihnen dabei helfen ein besserers Selbstbild entwickeln zu können.

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