isalm.jpgVor kurzem besuchte ich mit Jugendlichen eine als aufgeschlossen und sehr gemäßigt geltende Moschee in einer der größten Schweizer Städte. Der Gemeindeleiter erklärte uns freundlich aber bestimmt die „wahre Religion“ und zum Abschied schenkte er uns Literatur zum weiteren Studium. Eigentlich wären die Texte sogar zur Weitergabe an die Jugendlichen gedacht gewesen. Bei Durchsicht des Inhalts erwiesen sie sich jedoch als dermaßen haarsträubendes Propagandamaterial, dass auf die Weitergabe verzichtet wurde. Ihnen hingegen, werte PI-Leser, möchten wir einige wenige Leckerbissen nicht vorenthalten.

Das verteilte Material bestand aus zwei Arten von Broschüren. Über die erste Art, vier Hochglanzheftchen von Gaironisa (ehemals Angelika) Jacobs, auch bekannt als Umm Muhammad – Kassiem, handelt dieser Bericht.

Der Islam als Geburtsrecht

Das erste Heft beginnt mit den Worten:

Lob und aller Preis gebühren Allah, Subhanahu w ata Ala, der mich auf Seinen Weg geführt hat. Ich hätte seinen Weg nicht zu finden vermocht, wenn Allah mich nicht geführt hätte…

Und schon wenige Zeilen weiter unten:

Islam ist nicht die Religion einer bestimmten Nation oder bestimmten Landes, es ist die Religion für die gesamte Menschheit.

Der Islam wird dargestellt als die „einzig wahrhaftige Religion“. Diese wahrhaftige Religion anderen Menschen weiterzugeben ist muslimische Pflicht, denn die Andersgläubigen werden schon als Kinder zu einem nicht-islamischen Glauben verdorben oder wie es in der Broschüre weiter heißt:

Der Prophet (a.s.s.) sagte: „Jedes Kind wird in einem Zustand der Fitra geboren. Aber seine Eltern machen aus ihm einen Juden, einen Christen oder einen Sabäer.“ (Al-Bukhari).

Die Autorin der Broschüre ist selber, wie sie schreibt, eine im Zweiten Weltkrieg geborene, ehemals evangelische Deutsche, die sich von ihrem streng gläubigen Elternhaus nie richtig emanzipieren konnte und deswegen mit dem Christentum nicht gekommen ist. Ihren ganzen Frust über die Dinge, die in ihrem Leben schief gegangen sind, schiebt sie auf die Kirche, ohne sich wirklich ernsthaft mit ihr auseinanderzusetzen. Sie emanzipierte sich deswegen in die Unterwerfung – in den Islam hinein. Dies nicht zuletzt durch die Heirat mit einem Moslem aus Südafrika. Seit einer Pilgerfahrt (Umra) fühlt sie sich berufen, andere zur „wahren Religion“ zu führen und Kinder auf dem rechten Weg zu lehren. Sie schreibt:

Der innere Drang in meiner unmittelbaren Umgebung auf schöne Art und Weise zum Islam aufzurufen, wurde immer größer. Also suchte und fand ich zwei deutschsprachige Muslimas und mit Begeisterung und mit dem festen Willen gemeinsam auf der Grundlage von Qur’an und Sunnah zu lernen, trafen wir uns einmal wöchentlich in unserem Haus. Die Gruppe vergrößerte sich rasch, auch eine Nichtmuslima gehörte dazu.

Gleichzeitig erteilte ich einer muslimischen Kindergruppe im Alter von sechs bis 14 Jahre Islamunterricht in deutscher Sprache. Ziel der islamischen Erziehung ist es bis heute, dass die Kinder ihre teilweise verdeckten religiösen Wurzeln kennenlernen sollen, um ihnen zu Selbstbewusstsein und Stärke zu verhelfen, damit sie in der deutschen Gesellschaft mit der eigenen islamischen Identität leben können.

Schließlich begibt sie sich auf eine Pilgerfahrt nach Mekka. Auch diese Reise bleibt nicht ohne Auswirkungen:

»O Kinder Adams! Wahrlich, Wir sandten auf euch hinab Kleidung um eure Blöße zu bedecken und als Prunkgewand. Doch das Gewand der Frömmigkeit, ist das Beste.« (Sure 7:26)

Die Hadj hat mich befreit, mich innerlich und äußerlich positiv verändert – so kehrte ich zurück von der Hadj. Endgültig habe ich den Hidjaab einzig und allein für Allah genommen. Aber was bedeutet der Hidjaab für mich persönlich? Es ist nicht etwas, was mich trennt von dem Rest der Welt, oder etwas, was meine Bewegungsfreiheit einengt, wie sooft in unseren Medien behauptet wird. Es ist auch kein Zeichen der weiblichen Schwäche oder Minderwertigkeit dem Manne gegenüber. Es schafft Ordnung in der sozialen Beziehung zwischen Mann und Frau. Mit dem Hidjaab werde ich als Muslima erkannt, denn ich bin stolz eine Muslima zu sein, Alhamdu-Iillah.

Seither ist sie unermüdlich für die „Anstrengung auf dem Weg zu Allah“ tätig und versucht, insbesondere Frauen vom Islam zu überzeugen. Außerdem ist sie sehr engagiert in der islamischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Sie schreibt:

Das Festhalten an tauhid (die Einheit und Einzigkeit von Allah Subhanahu wa ta Ala) – das Fundament des Islams – hat mir immer wieder neue Kraft gegeben auf meinen geraden Weg zu IHM. Durch Tauhid finde ich Frieden und Standfestigkeit im Glauben, denn wer auf Allah vertraut, wird auch festhalten an Seine göttlichen Offenbarungen und sich anstrengen dementsprechend zu handeln. Allah Subhanahu wa ta Ala ist Allgegenwärtig, ER ist der ALLSEHENDE, DER ALLHÖRENDE. Ein Handeln um das eigene Ego zu befriedigen ist ausgeschlossen, denn das höchste Ziel eines Gläubigen ist Gerechtigkeit im Sinne des Tauhids.

Sie sieht sich als opferbereite Vorkämpferin für die Islamisierung Europas, gegen den christlich-abendländischen Widerstand:

Der zunehmende Widerstand in Deutschland und in anderen nicht-muslimischen Ländern gegen den Islam zwingt uns heute mehr denn je zum gemeinsamen Handeln für den Islam, gerade weil die Verbreitung des Islams voranschreitet. Der Islam hat nicht nur in Deutschland, sondern auch in ganz Europa und in anderen nicht-muslimischen Ländern eine Zukunft, inscha-Allah. Die Wege, die zum Ziel führen sind alle unterschiedlich, weil dies einzig und allein von unserer schwachen oder starken islamischen Identität abhängt, aber Allah weiß es am Besten.

Die Mehrheit der zum Islam übergetretenen deutschstämmigen Muslime sind Frauen, Alhamdu-liilah. Folglich kommt der verkappte und gezielte Widerstand in den Medien, gegen den Islam, aber vor allem gegen die muslimischen Frauen nicht unerwartet. Wir müssen deshalb bereit sein Verantwortung zu übernehmen und Opfer zu erbringen.

Über das Kopftuch (siehe Bild)

Die zweite Hochglanzbroschüre von Frau Jacobs beschäftigt sich mit dem Tragen des Kopftuchs. Sie teilt dabei die Kopftuchgegner in drei Gruppen ein:

Die erste Gruppe:
Die sogenannten „Islamexperten/innen“, meist keine Muslime, die „aufgrund ihrer Fachkenntnisse“ immer wieder von den Medien eingeladen werden die Befehle Allahs in der Öffentlichkeit in Frage zu stellen oder gar zu widerlegen. Diese Art der „Aufklärung“, die auf Übersetzungen und Auslegungen des Heiligen Qur’ans von Nicht-Muslimen beruhen, müssen wir entschieden zurückweisen, denn sie ist tendenziös. …

Die zweite Gruppe:
Jene muslimischen Frauen, die vor allem in „Talk Shows“ oder Podiumsdiskussionen dem Publikum präsentiert werden als die „modernen Muslimas“, da ihre eigene Meinung mehr bedeutet als die Worte Allahs. Sie behaupten z.B., „Jede Muslima muss für sich selbst entscheiden ob sie hidjaab tragen will oder nicht,“ oder „hidjaab ist altmodisch,“ oder „hidjaab ist Tradition.“ …

Die dritte Gruppe:
Diese Gruppe beruft sich auf die Glaubensfreiheit, die der Islam dem Menschen garantiert in Sure Al-Baqara Vers 256.

Jacobs setzt sich demgegenüber ganz klar für das Tragen des Kopftuchs als göttliches Gebot ein. Es sei eine Pflicht für jede Muslima, sich an die Kleiderordnung nach Koran und Sunna zu halten, findet sie. Das Kopftuch sei ein Ausdruck der „Wertschätzung“ und eine „Schutz der Frau“ – außerdem ein Zeichen der „Frömmigkeit“ und der „Ibaada“ (Hingabe, Knechtschaft, Unterwerfung).

Eine Frau sollte nach Jacobs durch Ihre Kleidung keine Aufmerksamkeit erregen wollen. Nicht erlaubt wären demnach insbesondere auffällige, hautenge oder durchsichtige Kleidungsstücke und das Nachahmen von Männerkleidung. Muslimas dürfen nicht-muslimische Frauenmode nicht nachahmen, sich nicht parfümieren und keine „künstlichen kosmetischen Verschönerungsmethoden“ anwenden.

Anleitung zum Pflichtgebet

In der dritten Broschüre geht es um das islamische Pflichtgebet und wie es richtig auszuführen sei. Gaironsia Jacobs schreibt:

Der Prophet sallal-lahu ‚alaihi was-salam (Lob und Frieden seien mit ihm) sagte: „Betet wie Ihr mich beten gesehen habt“…

Es wird oft gefragt, „Warum darf das Gebet nur in Arabisch und nicht in der eigenen Muttersprache gesprochen werden?“ Arabisch ist die Sprache des Heiligen Qur’ans, welcher das Wort Allahs ist. Es ist die Muttersprache aller Muslime und eine allgemeine Verständigungsebene für Muslime verschiedener Nationalitäten. Aber noch wichtiger ist, dass keine Übersetzung ein Ersatz sein kann für die Perfektion des Qur’ans im Original; das Festhalten am Original schützt vor Abweichungen. Aus diesem Grunde, auch der Beschluss der Majorität der Gelehrten, dass es nicht erlaubt ist Sure Al-Fatihah oder andere Qur’an Suren und Gebetstexte während des Gebets durch Übersetzungen zu ersetzen. Bis ein Neu-Muslim den arabischen Gebetstext auswendig gelernt hat, ist es ihm erlaubt, stattdessen zu sagen:

„Sub-ha-nallah“, „Alham-dulil-lah,“ „La-i-la-ha-il-lal-lah“ oder „Al-la-hu Ak-bar“. (Sunan Abu Dawud, Vol. I)
Jedoch muss er sich anstrengen die Al-Fatihah (und auch andere Suren) so schnell wie möglich auswendig zu lernen.

Worum es geht, ist demnach klar: Nicht ums Verstehen, sondern ums auswendig Nachplappern. Im vierten und letzten Heft schließlich beschreibt Jacobs, was wir alle wissen:

Islam ist Frieden

Jacobs schreibt über den islamischen Friedensgruß „Salaam“:

Die große Bedeutung des islamischen Friedensgrußes „Salaam“ wird oft nicht zur Kenntnis genommen. Vor allem in nicht-muslimischen Ländern, wo Muslime eine Minderheit bilden wird der Friedensgruß nicht immer entsprechend seiner tatsächlichen Bedeutung konsequent angewendet. Jedoch, sollte man ernsthaft über diese Angelegenheit nachdenken, schon wegen der muslimischen Kinder und Jugendlichen, die in diesen Ländern geboren sind und dort aufwachsen. Sie sollten von Anfang an lernen sich zurück zu halten beim Kopieren bedeutungsloser modernen nicht-islamischen Begrüßungsformen unter Muslimen. …

As-Salaam ist ein Attribut Allahs, einer der neunundneunzig Namen Allahs im Qur’an. Aus diesem Begriff As-Salaam wird auch Aslama (sich Allah hingeben), der Name Islam sowie der Name des islamischen Friedensgrußes Salaam abgeleitet. Demnach ist ein Muslim, jemand der sich absolut … dem Willen Allahs hingibt.

Damit kommen wir der Sache schon näher: Frieden ist demnach im Islam kein Friedensvertrag, gegenseitige Toleranz – love peace and happiness – sondern Hingabe und Unterwerfung unter Allah.

Literatur von Gaironisa Jacobs (Umm Muhammad – Kassiem):

» Islam, mein Geburtsrecht. Mein Weg zu Allah, Subhanahu wa ta Ala
» Hidjaab. Kleiderordnung der muslimischen Frau nach Qur’an und Sunah
» As-Salah. Anleitung zum Verrichte des Pflichtgebets
» Anrufung im Bittgebet Ad-Du’aa. As-Salaam, der islamische Friedensgruß

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12 KOMMENTARE

  1. Diese Art der “Aufklärung”, die auf Übersetzungen und Auslegungen des Heiligen Qur’ans von Nicht-Muslimen beruhen, müssen wir entschieden zurückweisen, denn sie ist tendenziös. …

    Recht hat sie! Ich bin auch entschieden gegen die Verfälschung und Verweichlichung des Quran und der Hadithen.

    Wenn Satan in der Nasenhöhle übernachtet, dann schläft er dort auch. Basta! (Bukhari IV:516)

  2. erstaunlich wie extrem vielfaeltig der menschliche Geist doch sein kann, da gibt’s auf der einen Seite die vernuenftigen die ohne Anleitung leben koennen und auf der anderen die so der Selbsthypnose verfallen das sie jeden Bezug zur Realitaet jeden Bezug zu Vielseitigkeit des Lebens verlieren und ihrem Weltbild nur eines sehen, ihr Weltbild der restlichen Menschheit aufzudruecken! Und das wird in der Schweiz in die Oeffentlichkeit gelassen! Was fuer eine Sekte! Was fuer eine Gebrainwashe! Heilige Scheisse!

  3. Muslimas dürfen nicht-muslimische Frauenmode nicht nachahmen, sich nicht parfümieren und keine „künstlichen kosmetischen Verschönerungsmethoden“ anwenden.

    Ja, wie sagten schon die Nazis: „Die deutsche Frau schminkt sich nicht“.

  4. Frieden ist demnach im Islam kein Friedensvertrag, gegenseitige Toleranz – love peace and happiness – sondern Hingabe und Unterwerfung unter Allah.

    So eine Art Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrag, § 291 I 1 AktG ?

    Sorry, kleiner Juristenwitz am Rande…

  5. Oh,Juden werden gemacht?
    Im Geschichtsunterricht wurde mir etwas anderes gelehrt…….
    Man lernt nie aus 😉

  6. Wenn Allah so großen Wert auf das Kopftuch am weiblichen Schädel legt, warum hat er nicht dafür gesorgt, dass die Frauen gleich damit geboren werden?

  7. Ich habe kein Problem damit. Offene, selbstbewusste Propaganda für die eigene Sache.

    Das Problem ist doch, dass dem von christlicher Seite nichts mehr entgegengesetzt wird. Warum stellen sich Katholiken und Protestanten nicht hin und sagen, dass das Christentum DIE Religion für die gesamte Menschheit ist?

    Oder glauben sie selbst schon nicht mehr dran?

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