In Frankreich ist jetzt offiziell das von der französischen Innenministerin, Michèle Alliot-Marie geforderte „Vermummungsverbot“ erlassen worden. Doch im politischen Blickfeld steht längst nicht mehr nur die Antifa, zur Diskussion steht bereits ein komplettes Verschleierungsverbot in der Öffentlichkeit – auch für Muslimas. Ein Thema, das in Frankreich für rote Köpfe sorgt.

„Wenn eine Person mitten in oder unmittelbar bei einer Demonstration in der Öffentlichkeit willentlich ihr Gesicht verbirgt, um in Umständen, in denen zu befürchten ist, dass die öffentliche Ordnung beeinträchtigt wird, nicht erkannt zu werden“,

muss sie mit einer Geldstrafe von 1.500 Euro rechnen. Schon das Vermummungsverbot bei Demonstrationen, das Wiederholungstäter-Antifas sogar bis zu 3.000 Euro Strafe kosten kann, gibt viel zu reden. Die Polizei hat Zweifel, ob und wie sich die vom Gesetzgeber geforderten Maßnahmen umsetzen lassen. Man fürchtet, damit mehr Probleme zu schaffen als zu lösen. Ausnahmen bei der Gesetzesanwendung soll es in gewissen „gerechtfertigten Fällen“ geben, doch damit sind offenbar keine islamischen Frauenschleier gemeint, denn jenen droht ebenfalls ein Verbot in der Öffentlichkeit.

Der Dachverband der Muslime in Frankreich hat sich am Samstag deswegen bereits an den Präsidenten der Republik Nicolas Sarkozy gewandt, ausgerechnet mit der Bitte, die „individuellen Freiheiten zu verteidigen„. Das Tragen eines Ganzkörperschleiers soll demnach eine „individuelle Freiheit“ sein. Die Muslime fürchten, „der Islam und die Muslime könnten dadurch (durch ein Burka-Verbot) in Frankreich erneut schwer stigmatisiert werden.“ Zur Diskussion stehen insbesondere echte Burkas (Foto l.), die afghanischen Schleier mit dem Gitter vor den Augen, und Nikabs (Foto r.) – Black Moving Objects.

Sogar die französische Menschenrechtsbeauftragte Rama Yade hält ein Anti-Burka-Gesetz für sinnvoll. Sie sagte gegenüber dem Sender Europe 1:

„Gegen gewisse Muslime in Frankreich, die davon überzeugt sind, dass die Burka Ausdruck einer Identität oder einer Religion ist, muss eine pädagogische Maßnahme ergriffen werden“.

Woran auch immer die Franzosen bei einer Burka denken, mit „Freiheit“ hat es nichts zu tun, eher mit „wandelndem Gefängnis„. Einzig der Immigrationsminister Eric Besson äußert bedenken, weil er Spannungen mit den Muslimen fürchtet.

In Frankreich sind Religionsfreiheit und Laizität des Staates schon öfters aneinandergeraten. Seit 2004 ist es Schülern komplett verboten, religiöse Symbole in der Schule zu tragen: Weder Schleier, noch Kippa, noch Kreuz, noch Turban sind erlaubt. Das Schleierverbot gilt auch bereits für bestimmte klinische Bereiche.

(Spürnase: Anne)

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29 KOMMENTARE

  1. Wacht Frankreich auf ?

    Allerdings kommt es nicht nur auf die Äusserlichkeit der Vollverschleierung an.

    Es geht vielmehr um die uneuropäische Kultur die damit einhergeht.

    Es gibt keinen moderaten Islam – nirgends – nur Verschleierung des Islamismus.

  2. Normalerweise wird für jeden Mist eine gesamteuropäische Lösung angestrebt. Jetzt kommt ausnahmsweise aus Frankreich ein vernünftiger Vorschlag, aber anscheinend ist das kein Thema für die EU.

    Dabie wäre es doch so einfach:

    keine Vermummung auf der Straße,
    keine Kopfbedeckung in öffentlichen Gebäuden

  3. Nun, wenn wir eines Tages so satt bereichert sind, wie Frankreich schon jetzt, werden sich auch hier sicher Politiker finden, die auch über sowas nachdenken.

  4. „noch Kippa, noch Kreuz“
    also werden auch christliche Werte verbannt.
    Kann ich nicht verstehn warum man eigene Werte aufgibt.

  5. Wer sich verschleiert oder vermummt, hat meistens etwas zu verbergen z.B. bei Banküberfällen, Raub und Terror. Von daher soll in ganz Europa das Vermummungsverbot durchgesetzt werden.

  6. Die Muslime fürchten, “der Islam und die Muslime könnten dadurch (durch ein Burka-Verbot) in Frankreich erneut schwer stigmatisiert werden.”

    Das NICHT-TRAGEN einer Burka „stigmatisiert“ also!???!

  7. „noch Kippa, noch Kreuz“

    Oh diese Trottel. Warum Eigenes aufgeben, um Unmenschliches „politisch korrekt“ brandmarken zu können ?

    Sie werden noch alle zum Islam konvertieren, um zu dokumentieren, wie brav sie sind.

    Arschkriecher.

  8. Klasse,in Frankreich hat jemand „Hirn“ in der Frikadelle gefunden. Ob das bei unseren derzeitigen Politikern auch mal anzutreffen ist?

  9. Rabbit, davon ist nicht auszugehen. Wie auch in Frankreich, so ist auch für die deutschen Behörden das Tragen einer Burka ein „individuelles Freiheitsrecht“ über das die Familie richtet 😉 Da hat Frau Böhmer viel Verständnis.

  10. zu 7

    Deutsche Bischofskonferenz
    Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz
    Pater Dr. Hans Langendörfer SJ
    Kaiserstraße 161
    53113 Bonn
    Telefon: 0228 103-0
    Fax: 0228 103-299
    sekretariat@dbk.de
    Geistige HUREREI mit Jesu Feinden !!!

    Islam gleichstellen ? Haben Sie mal was gehört wie der DITIB IHRE christlichen Brüder in der Türkei verfolgt ??? Geistliche die es mit der MLPD treiben ? mit der Antifa ??? Islam der Jesu Kinder weltweit verfolgt , ja dieser überall tötet ???

    Heute würde Jesus zu solchen Führern genau das Gleiche sagen wie vor 2070 Jahren : OTTERNBRUT Schlangenbrut , Heuchler und Lügner , Wölfe im Schafspelz , die seine Herde nicht schonen Matt 23

    diese Führer , die Judas Iskariot gleich , zusammen mit seinen Kommunisten und Feinden Jesu Schafe für 30 Silberlinge an eine Terror-ideologie-ähnlichen Organisation verkaufen , eine Ideologie , die Jesus Brüder weltweit verfolgt und tötet ….. WIDERLICH , ich bin aus der Kirche ausgetreten !!!

    Wie war das nochmal ? Luk17 :2 ? ein Mühlstein um den Hals , und im Meer ….. ????

    Chessie

  11. Der Rat der Muslime fürchtet also um die individuelle Freiheit? Soso.

    Man merkt hier, wie gut diese Leute in der Kunst der Taqiyya geübt sind. Man braucht ja den nützlichen Idioten im Westen nur ein paar Worte hinzuwerfen, auf die diese wie Pawlowsche Hunde reagieren. Sobald von „individueller Freiheit“ die Rede ist, horchen die Westler natürlich auf.

    Daß aber der Islam die Antithese zur persönlichen Freiheit ist, das leuchtet nur wenigen ein.

  12. Die Franzosen waren es die zuerst auf dem
    Marktplatz: „Kopf ab, Kopf ab, Kopf ab“
    gerufen haben.

    „Finanznöte als Dauerproblem“
    „Reformblockade der Privilegierten“
    „Aufklärerisches Denken und Politisierung“
    „Ende der Ständegesellschaft, Erklärung der Menschenrechte und Triumphzug der Pariser
    Frauen“

    … als Europa im Wandel war.

  13. Deutschland wird wieder einmal die religiös Verfolgten aus Frankreich aufnehmen müssen 😉

    Aber Spaß beiseite: Bin gespannt, was daraus wird.

  14. Wenn der Lissaboner Vertrag durch ist, ist das Gesetz schneller wieder vom Tisch als die Französen gucken können.

  15. Umfrage auf der Welt:
    Die Gleichstellung des Islams und der christlichen Kirchen ist…

    …sinnvoll und sollte schnell beschlossen werden

    …erst in einigen Jahren denkbar

    …keine gute Idee

    abstimmen
    Ergebnis
    9%
    …sinnvoll und sollte schnell beschlossen werden
    4%
    …erst in einigen Jahren denkbar
    87%
    …keine gute Idee
    956 abgegebene Stimmen

    Stand 12,20h.

  16. Umfrage auf der Welt:

    Ergebnis
    9% …sinnvoll und sollte schnell beschlossen werden
    4% …erst in einigen Jahren denkbar
    87% …keine gute Idee

    1.234 abgegebene Stimmen

    Stand 12:55h.

  17. “der Islam und die Muslime könnten dadurch (durch ein Burka-Verbot) in Frankreich erneut schwer stigmatisiert werden.”

    Irre ICH mich, oder sind das die Moslems? Unter Stigmatisierung versteht man doch eigentlich, dass jemand für alle sichtbar eine Art Ausgestossener ist, etwa so wie wenn jemand eine Burka trägt.
    Wie genau soll ein Burkaverbot das jetzt bewirken?

  18. Burkaverbot ist ein guter Anfang! Bitte Europaweit einführen. Wer nicht mitmacht von den Muslimen muss eben in seine Heimat gehen. Man muss diesen islamischen Fanatikern die Frauen hinunterziehen per Gesetz zeigen wo es lang geht.

  19. Es wird Zeit, dass die Vermummung aus religiösen Gründen auch hierzulande verboten wird. Es kann doch nicht angehen, dass meine Freiheit durch den Anblick dieser verschleierten und vermummten Weiber beschnitten wird.
    Mittlerweile ist es schon unter muslemischen Mädchen und Kindern üblich, sich auf penetrante Weise zu verschleiern und unkenntlich zu machen.

  20. In Deutschland mit seinem verquasten linksgrünen Gutmenschentum und dem in die Köpfe gepflanzten, permanenten schlechten Gewissen ist so ein Gesetz undenkbar. Das wird zwar sicher Ärger mit den Mohamedanern in Frankreich geben. Aber da muss eine freie Gesellschaft eben durch. Zurückweichen vor der quasifaschistischen Poli-Religion mit eines Padophilen bringt mehr Ärger. Viel mehr.

  21. ein generelles vermummungsverbot ist ein sieg der zivilisation über das faustrecht.
    wer hat denn ein interesse an einer vermummung, das heißt unkenntlichmachung seiner identität, wenn er keine unlauteren absichten hat?
    vermummung ist eine arbeitskleidung von bankräubern und anderen gewaltverbrechern.
    auch demonstranten müssen sich nicht vermummen.
    wenn sie es tun, dann ist auch stets klar, warum sie ihre identität verbergen.
    vermummung ist gleichzusetzen mit straftat.

  22. Ist eh schon zu spät. Frankreich ist verloren, England auch. Deutschland: auf der Kippe.

  23. Europa ist wieder so weit! Wir haben
    Sonnenkönige und ein bitterarmes Volk,
    was die Steuerlast zugunsten der Sonnenkönige
    kaum noch tragen kann. Und die Bauern werden
    einmal mehr geschröpft. Und das Gleichnis
    damaliger Zeit war, wer schröpft wird geköpft.

    „Wenn ihr kein Brot habt, esst doch Kuchen.“

    Wie sagte einst Franz Müntefering!

    ”Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen”

  24. Sarkozy: Burka ist in Frankreich nicht willkommen (hört, hört)

    Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy hat sich mit klaren Worten gegen die Vollverschleierung muslimischer Frauen durch die Burka gestellt. „Ich möchte es förmlich sagen: Sie wird in der französischen Republik nicht willkommen sein“, sagte Sarkozy heute in einer Rede vor den beiden Kammern des Parlaments in Versailles.

    „Die Burka ist kein religiöses Problem.“ Sie sei „ein Problem der Freiheit und der Würde der Frau“. Frankreich könne es nicht hinnehmen, dass Frauen „hinter Gittern“ leben müssten und dadurch sozial ausgeschlossen würden. Die Burka sei kein religiöses Symbol, sondern „ein Zeichen der Unterwerfung und der Erniedrigung“, betonte der Präsident.

    Die französische Regierung hatte am Freitag erklärt, dass sie ein Verbot des Ganzkörperschleiers nicht ausschließe, nachdem Dutzende Abgeordnete einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum Problem der Burka gefordert hatten. Es sei in keiner Weise hinnehmbar, Frauen in einem „wandelnden Gefängnis“ zu sehen, argumentieren Parlamentarier wie Andre Gerin.

    Staatsbürgerschaft verweigert
    In Frankreich ist seit 2004 ein Kopftuchverbot an staatlichen Schulen gesetzlich festgeschrieben.

    Vergangenes Jahr verweigerte die höchste juristische Instanz des Landes, der Staatsrat, einer jungen Frau aus Marokko die Staatsbürgerschaft, weil ihre religiösen Praktiken nicht mit der Trennung von Staat und Kirche sowie der Geschlechtergleichheit in Frankreich zu vereinbaren seien. Die Frau lebte seit 2000 in Frankreich und trug die Burka.

  25. Umfrage auf der Welt:

    Ergebnis
    8% …sinnvoll und sollte schnell beschlossen werden
    3% …erst in einigen Jahren denkbar
    88% …keine gute Idee

    1.642 abgegebene Stimmen

    Stand 19:45h.

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