„Man betrachte z.B. den Koran: dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfnis zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen, die Grundlage ihrer Moral und einer bedeutenden Verachtung des Todes zu werden, wie auch, sie zu blutigen Kriegen und den ausgedehntesten Eroberungen zu begeistern.“

„Wir finden in ihm die traurigste und ärmlichste Gestalt des Theismus. Viel mag durch die Übersetzungen verloren gehen; aber ich habe keinen einzigen wertvollen Gedanken darin entdecken können. Dergleichen beweist, dass mit dem metaphysischen Bedürfnis die metaphysische Fähigkeit nicht Hand in Hand geht.“

Arthur Schopenhauer (22 Februar 1788 – 21 September 1860) aus: Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819 (3. Auflage von 1859 hier online, leider nur 1. Band).

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71 KOMMENTARE

  1. Oh weh, jetzt kommen gleich wieder die Chrstenbasher und Selbsthasser, die lediglich das Schreckliche und Böse der eigenen Kultur in selbstgerechter Sache zum besten geben…

  2. @1
    Meines Wissens nach ist Schopehauer nicht unbedingt in die Reihe christlicher Philosophen einzuordnen. Ich zitiere aus seinem Reisebuch von 1822: „Wenn ein Gott diese Welt gemacht hat, dann möchte ich nicht der Gott sein.“
    Ich mag mich aber auch irren…

  3. @#1 schmibrn

    Nur keine Panik, die kath. Kirche wird schon dafür sorgen, dass der Islam seine gerechte Berücksichtigung findet in unserer Geselleschaft.

  4. Weihbischof Jaschke kritisiert Anti-Islam-Film
    Hamburg – Nur einen Tag nach seiner Veröffentlichung wurde der Anti-Islam-Film des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders von den Servern entfernt. Er ist aber bereits auf anderen Netz-Seiten weiterverbreitet worden. Die Reaktionen auf den überraschend im Internet veröffentlichten Film fallen weiterhin ablehnend aus. So kritisierte der Hamburger katholische Weihbischof Hans-Jochen Jaschke den Film als „völlig unangebracht“.

  5. #6 fortune_teller (22. Mai 2010 10:15)
    Weihbischof Jaschke kritisiert Anti-Islam-Film
    Hamburg …
    … So kritisierte der Hamburger katholische Weihbischof Hans-Jochen Jaschke den Film als “völlig unangebracht”.

    Da sollte man mal gegenfragen, wann ein kritischer bzw. in dem Fall islamkritischer Film angebracht ist!

  6. #6 fortune_teller (22. Mai 2010 10:15)
    wo kann man sich den ansehen? wäre doch was für
    PI oder?

  7. Über die Weiber

    wenn das feministische Medienopfer gerade nicht moderiert, oder irgendein hingebogener Frauenversteher, könnte man dies andere bedeutende Werk von Schopenhauer ja mal erscheinen lassen. Ein Schmankerl für Frauenfreunde !

  8. #2 Flip (22. Mai 2010 10:07)

    @1
    Meines Wissens nach ist Schopehauer nicht unbedingt in die Reihe christlicher Philosophen einzuordnen.
    _______

    „christliche Philosophen“ gibts praktisch überhaupt nur noch als Kalenderblattphilosphen, schon H. Berguson hatte entschieden etwas davon. Das sind die, die bei Abreißkalendern den Schwachsinn auf der Rückseite , den keiner liest, verfassen; heutigen tags nennen sich christliche Philosphen selber lieber Astrologen, Tandra-Lehrer, Survival- und Finanzcrash-Trainer,die ganz Hippen sind angewandete christliche Philosophen und wetten an der Börse haupzberufluch oder nennen sich schlicht die Kreativen aus Werbung und Marketing.
    Es gibt nicht einen großen Philosophennamen der das hergibt, ein christlicher zu sein.

    Wenn christliche Philosophie das wäre, was Gott beweise, was Glauben leichter mache und Zweifel an Theologenweisheiten minimieren könnte, dann allerdings hat es christliche Philosophen noch nie gegeben.
    Das ist so als würde man von einem aufgeklärten VOodoo-Priester reden, von der baldigen Niederkunft des Mahdi bei diesem verbockten Islam etc., ein echter Widerspruch in sich.

  9. Wenn Schopenhauer überhaupt in positive Verbindung zu einer Religion gebracht werden kann, dann ist es der Buddhismus, eine Religion, die bei den Christen auch nicht sonderlich hoch im Kurs steht.

  10. Es lohnt sich auch die einschlägigen Kapitel in Rankes Weltgeschichte zu lesen und auf sie zu verweisen, wenn wieder mal so ein CDU-Fuzzi meint, er könne die Leute dreist belügen, indem er sagt, der Islam sei in seinem Kern friedlich.

    Er (Abu Sufjan, tk) war schon bereit, den ersten monotheistischen Teil der moslimischen Formel nachzusprechen; jetzt in Mohammeds Gegenwart mit dem Tode bedroht, wurde er bewogen, auch den zweiten anzuerkennen, dass Mohammed der Sendbote Gottes sei. Er wurde Moslim und huldigte Mohammed. Ranke, Weltgeschichte, Bd. 7, S. 198.

    Es darf doch nicht sein, dass die Dumpfbacken aus der CDU uns etwas vorlügen, für wie dumm halten die uns eigentlich, die denken wohl, unsere Bildung sei auf nordrhein-westfälischem Gesamtschulniveau .

    Der Islam ist eine Kriegerreligion.

  11. dieses schlechte Buch war hinreichend, eine Weltreligion zu begründen, das metaphysische Bedürfnis zahlloser Millionen Menschen seit 1200 Jahren zu befriedigen

    Das liegt daran, dass der Islam eine Religion für einfache und primitive Menschen ist.

    Primitive sind diejenigen, die – ohne Verfeinerung ihrer Denk- und Handlungsgewohnheiten – sich einfach ihren tierischen Instinkten hingeben, Hass, Geschlechtstrieb, Gewalt.

    Dies können sie im Islam auf hervorragende Weise:

    Man muss nur einen kurzen Spruch nachplappern und ist bereits vollwertiges Mitglied einer hervorragenden Spezies der Menschen, man ist Muslim.
    Das ist ähnlich wie im Nationalsozialismus, wo man sich auch ohne große Mühe für etwas Besseres (Deutscher, Arier) halten durfte.

    So legitimiert kann man dann seinen ganzen Hass, seine ganze persönliche Minderwertigkeit austoben gegen andere schwächere Menschen, seien es die eigenen Kinder, die eigene Frau oder minderwertige Kartoffelfresser, die so frech waren einen anzugucken.

    Viele Konsequenzen müssten aus diesen Überlegungen gezogen werden, z.B.:

    Primitives Denken muss durch differenziertes ersetzt werden. Bildung kann das Hohle des Glaubens offenbaren. Hier wäre die Schule gefragt.

    Wir müssen die Kinder zwingen zur Schule zu gehen, damit sie aufklärerischen Gedanken ausgesetzt werden, also Sanktionen gegen Schulschwänzer und ihre Eltern.

    Und: wir müssen die Lehrer erreichen, die bislang Angst haben Vernunft und Kritikfähigkeit im Unterricht einzusetzen. Dies kann durch ein Forum wie PI unterstützt werden.

    Es ist schon immer mehr hoffähig geworden auch unbequeme Gedanken auszusprechen. Das muss so weitergehen.

  12. #Fortune_Teller:

    Guten Morgen. Dieselbe Diskussion hatten wir ja schon gestern. Wann werden diese Leute endlich einsehen, dass die Kirchen keine Verbündeten im Kampf gegen den Islam sind. Nur ein Abbau der überbordenden Rechte des Klerus in der allgemeinen Politik und das Zurechtstutzen auf ein grundgesetzlich vertretbares Mass verhindern, dass der Islam sich dieselben Rechte und Einflussnahmen ergattert. Was macht eigentlich stottermeier? Schläft er noch oder informiert er sich immer noch auf http://www.wissenrockt.de? 😉

  13. #3 Epizentrum (22. Mai 2010 10:11)

    Oh weh,Ahnungslose….

    Weißt Du mehr? Dann lass uns Ahnungslose mal teilhaben.

  14. #10 fortune_teller (22. Mai 2010 10:42)

    http://www.katholisch.de/20704.html

    Der Hamburger katholische Weihbischof Hans-Jochen Jaschke kritisierte den Film als völlig unangebracht. „Ich warne in der gegenwärtigen Gefühlslage davor, an religiöse Gefühle zu rühren“

    Der Mann weiß also ganz genau, wie hoch der Druck im Kessel schon ist.

    Der Rat marokkanischer Muslime appellierte an Landsleute in dem afrikanischen Land, Niederländer im Ausland nicht wegen des Films anzugreifen.

    In Deutschland riefen Kirchen und Muslimverbände zu Besonnenheit auf. Das Bundeskriminalamt (BKA) zeigte sich besorgt über die Wirkung des Films. Die Gefährdungslage werde sich verschärfen.

    Ach nee, und ich dachte, Islam ist Friede?

  15. @12
    ich wollte mich kurzfassen – danke aber für die Belehrung..
    @13 das wollte ich damit sagen, danke!

  16. Gehört zwar nicht zum Thema:

    Podiumsdiskussion über Milli Görus/ Moscheegemeinde Rendsburg/Integration am 27.5., 18.30 Uhr im Rendsburger Kulturzentrum (Volkshochschule) Grosser Saal

    Wer aus der Nähe Rendsburgs kommt und am 27.5. ab 18.30 Uhr Zeit hat sollte wie ich unbedingt hingehen!!!

    Den Auftakt macht ein Referat der Islam-Expertin Claudia Dantschke vom Berliner Zentrum Demokratische Kultur. Die studierte Arabistin und freie Journalistin will Hintergründe, Aktivitäten und Ziele von Milli Görüs beleuchten.

    Auf dem Podium sitzen anschliessend die Referentin, Rendsburgs Bürgermeister Andreas Breitner, Alexander Lerbs (Stadtrat Büdelsdorf), Imam Ramazan Ucar (Vorsitzender Bündnis der Islamischen Gemeinden Norddeutschlands), sein Stellvertreter Ahmet Yazici (Milli Görüs-Mitglied) und Vertreter der Rendsburger Ratsfraktionen.

  17. Ja, der alte Schopenhauer war ein kluger und weitsichtiger Kopf.

    Aber geht Propheten- oder Islambeleidigung nicht langsam als Volksverhetzung durch?
    Mal sehen, wann er denn als Altnazi benannt und seine Schriften aus dem Schulunterricht verbannt werden.

  18. #6 fortune_teller (22. Mai 2010 10:15)

    Was sollen Medlungen aus dem letzten Jahrtausend hier?

    Gibt es den neuen Film von Geert schon im Internet?

  19. Es wäre interessant zu erfahren wie Schopenhauer, lebte er heute, über die islamische Masseneinwanderung und die Situation Europas urteilen würde. Dasselbe gilt für große Islamwissenschaftler und Orientalisten der Vergangenheit, die noch völlig unverkrampft über Aspekte wie Scharia und Dschihad etc. schrieben. Denn bis vor wenigen Jahrzehnten war die Islamwissenschaft ja vor allem mediävistisch ausgerichtet, d.h. niemand vermochte sich vorzustellen, dass der Islam in Europa große Minderheiten stellen würde, die sich an den sozialen Brennpunkten ja schon zu soliden Mehrheiten entwickeln.

  20. #1 schmibrn

    Oh weh, jetzt kommen gleich wieder die Chrstenbasher …

    Wiso? Aber wenn du uns so lieb daran erinnerst … uns quasi bestellst sollst du auch nicht entäuscht werden.
    Weist du übrigens wie man zum Christenbasher wird? Das wird man, wenn man von Christen so richtig kriminell durchgebasht wurde … zu einer Zeit als die das noch straflos durften 🙁

  21. @#24 Koltschak

    Was sollen Medlungen aus dem letzten Jahrtausend hier?

    Du mußt das PI fragen. Ich habe den Artikel über Schopenhauer (1788-1860) nicht eingestellt.

  22. #27 fortune_teller
    Du sollst nicht PI ärgern!
    Katholisch hin evangelikal her, atheistisch auch dabei. PI sind die einzigen im Land die richtig was bewegen.

  23. Schopenhauers Aussage enthält gar nichts besonderes. So ziemlich ALLE Beurteilungen vernunftbegabter Menschen (also Christen, Europäer, freie unversklavte Menschen) aus 13 Jahrhunderten sprechen dieselbe Sprache.

    Nur heute, dank PC-Sprech, Medienindoktrination und linker Selbstbeschimpfung und LRG-Selbstverdammung gibt es diese BLÖDSINNIGE ISLAMVERHARMLOSUNG DURCH UND DURCH !!!

  24. #2 Flip (22. Mai 2010 10:07)
    @1
    Meines Wissens nach ist Schopehauer nicht unbedingt in die Reihe christlicher Philosophen einzuordnen. Ich zitiere aus seinem Reisebuch von 1822: “Wenn ein Gott diese Welt gemacht hat, dann möchte ich nicht der Gott sein.”
    Ich mag mich aber auch irren…

    Ausgeprägte Mohammed- & Koran-Verächter unter den abendländischen Philosophen waren meist Gegner jeder Form von Religion, auch und gerade der christlichen (s. Voltaire).

  25. #2 Flip (22. Mai 2010 10:07)

    Meines Wissens nach ist Schopehauer nicht unbedingt in die Reihe christlicher Philosophen einzuordnen.

    Na und?

    Ich bin auch nur ein „Kulturchrist“. Das Christentum versucht aber nicht (mehr) mich zwangsweise zu konvertieren… der Islam dagegen ist auf Unterwerfung ausgerichtet. Das macht ihn zur gefährlichsten Ideologie der Welt!

  26. #2 Flip (22. Mai 2010 10:07)

    Seine Abneigung zum Thema Islam würde also mehr wiegen, wäre er ein Christ?

    Pfffft…

  27. Ich zitiere aus seinem Reisebuch von 1822: “Wenn ein Gott diese Welt gemacht hat, dann möchte ich nicht der Gott sein.”

    Schopenhauer spielt hier nur auf das klassische Theodizee-Problem an.

  28. Bloß das Griechische Heidenthum und der Islam sind ganz optimistisch; daher im Ersteren die entgegengesetzte Tendenz sich wenigstens im Trauerspiel Luft machen mußte: im Islam aber, der, wie die neueste, so auch die schlechteste aller Religionen ist, trat sie als Sufismus auf, diese sehr schöne Erscheinung, welche durchaus Indischen Geistes und Ursprungs ist und jetzt schon über tausend Jahre fortbesteht.

    – Schopenhauer in „Zur Lehre von der Verneinung des Willens zum Leben“

  29. Voltaire

    Doch daß ein Kamelhändler in seinem Nest Aufruhr entfacht, daß er zusammen mit ein paar Koreischiten seine Mitbürger glauben machen will, daß er sich mit dem Erzengel Gabriel unterhielte; daß er sich damit brüstet, in den Himmel entrückt worden zu sein und dort einen Teil jenes unverdaulichen Buches empfangen zu haben, das bei jeder Seite den gesunden Menschenverstand erbeben lässt, daß er, um diesem Werke Respekt zu verschaffen, sein Vaterland mit Feuer und Eisen überzieht, daß er Väter erwürgt, Töchter fortschleift, daß er den Geschlagenen die freie Wahl zwischen Tod und seinem Glauben läßt: Das ist nun mit Sicherheit etwas, das kein Mensch entschuldigen kann, es sei denn, er ist als Türke auf die Welt gekommen, es sei denn, der Aberglaube hat ihm jedes natürliche Licht (des Verstandes) erstickt.

    Die waren alle schwer „Autobahn“, die angeblichen Philosophen…

  30. Also erstmal: Nein, Schopenhauer war kein Christ. In seinen Hauptschriften nimmt er einen radikalen Atheismus ein, obwohl ihm sein System aufgrund der Erkenntnistheorie eigentlich nur Platz zum Agnostizismus lässt. In Briefen und Nebenschriften finden sich jedoch auch Aussagen, wie dass er glaubt, nach seinem Tod in ein unendlich helles Licht zu gehen, was schon ziemlich seltsam ist.

    Zu den „christlichen Philosophen“: Dass es sowas nicht geben könne, beweist nur, dass er keine Ahnung von Philosophiegeschichte hat. Erstmal muss bemerkt werden, dass viele Philosophen und Wissenschaftler gläubig waren bzw. sind, und ich rede von den ganz Großen, epochemachenden Leuten. Darunter die Vertreter der klassischen griechischen Philosophie, die das eistige Fundament unseres Kulturraumes legten, durch das Mittelalter hinweg sowieso, und auch danach bekennen sich Leute wie Isaac Newton, Thomas Edison, John Ambrose Fleming, Friedrich Dessauer, J.R. von Mayer, Arthur Stanley Eddington, Max Planck, Albert Einstein, Wernher von Braun, Johann Carl Friedrich Gauß, Justus von Liebig usw. zum Glauben. Ach ja, kennt jemand Harald Lesch? Hat sich grade in einer Talkshow zu seinem Glauben bekannt. Das sind u.a. große Erfinder (z.B. elektrischer Abstimmungszähler, verbesserte Schreibmaschine, das Kohlekörnermikrofon für Telefone, der Mimeograph, eine verbesserte Kohlefaden-Glühlampe, der 35-mm-Kleinbildfilm, das Betongießverfahren oder das Telegramm), der Begründer der klassischen Machanik, der Begründer der Quantenbiologie, Formulierer vom „Ersten Hauptsatz der Thermodynamik“, der Begründer der Quantenphysik, Formulierer der Relativitätstheorie, „Vater der Raumfahrt“, und der Begründer der Organischen Chemie, der Agrikulturchemie und Ernährungsphysiologie. Viele von ihnen sagten ja auch, dass sie erst durch ihre Forschungen gläubig wurden und sich Wissenschaft und Glauben nicht ausschließen. Soviel erstmal auszugsweise zum Thema Philosophie/Wissenschaft und Glauben. Dass sie nicht alle Christen waren, ist klar. Aber viele waren bzw. sind es eben auch. Z.B. Petrus Abaelardus, Pietro d’Abano, Thomas von Aquin, Anselm von Canterbury, Meister Eckhart, Augustinus von Hippo, Thomas von Kempen, Albertus Magnus, Wilhelm von Ockham, Hugo von Sankt Viktor, Richard von Sankt Viktor, Johannes Duns Scotus, Thomas von Stitny, Tertullian usw.

    Dass Philosophen und Wissenschaftler automatisch Agnostiker, Atheistent, Humanisten usw. seien, und ein christlicher Philosoph ein Widerspruch in sich sei, ist nachweislich falsch.

    Übrigens sind Aufklärung und Humanismus auch nur Philosophien. Nebenbei bemerkt sollte man sich mit deren Inhalten auch mal intensiver beschäftigen, statt sie immer nur als das ultimative Heil anzusehen. Geistesgeschichtlich sind viele ihrer Ansichten und Erwartungen, wie dass der Mensch sich durch seine Vernunft steuern und sein Leben und die Welt sinngebend entscheidend verbessern könne, spätestens seit dem 19 Jahrhundert längst als gescheitert angesehen, grade durch Leute wie Freud, Schopenhauer, Nietzsche usw., und daran schloß sich der Existentialismus an, der nur eine Ausdrucksform menschlicher Ohnmacht angesichts der empfundenen Leere und Sinnlosigkeit der Welt und des Lebens ist. Dagegen hilft das „Licht der Vernunft“ ebenso viel, wie ein Tropfen Wasser beim Hausbrand, und dass der Mensch eher das denkt, wozu er sich irrational entschieden hat, und nicht umgekehrt nach kühlen Vernunftschlüssen nach deren Ergebnissen fühlt und handelt, weiß heute jeder. Ebenso kann man auch für alles und nicht gute Gründe vortragen, daher oftmals die Bezeichnung der Vernunft als „Hure“. Nietzsche hat sich anschaulich die Lächerlichkeit von Menschen beschrieben, die meinen, sie würden durch ihre Vernunft gesteuert. Der Grundgedanke des Humanismus, der Mensch sei im Kern gut und nur durch äußere Einflusse schlecht, ist ebenso lächerlich.

    Wenn man schon soviel Wert auf Vernunft legt, sollte man eben alles (!) erstmal selber prüfen, diese Verherrlichung von Humanismus und Aufklärung ist ansonsten selber absolut unaufgeklärt und einer Religion vergleichbar. Ihr Gedanke, den Menschen von seiner Demut und seinem Glauben zu „befreien“ und auf einen Sockel zu stellen, haben sich tief in die europäischen Gesellschaften eingeprägt. In diesen aufgeklärten, humanistisch denkenden Gesellschaften kam danach dann hier z.B. Auschwitz und Bautzen.

    Was den Islam angeht, so lasse ich auch jedem Muslim seinen Glauben, sofern er sich nur auf den metaphysischen Kern beschränkt. Das Problem ist eben nur, dass dieser wesensmäßig mit äußerer Politik, die mich als Mitmensch des Muslims ins Spiel bringt, verknüpft ist, weshalb in jeder islamisch geprägten Gesellschaft kein Nichtmoslem mehr was zu lachen hat.

    Gut, zuletzt sei noch zu Schopenhauer angemerkt, dass er zwar alle Religionen ablehnte, bei ihnen aber den Kern ihrer Lehre von ihrer „äußeren Verkleidung“ unterschied: „Bei keiner Sache hat man so sehr den Kern von der Schaale zu unterscheiden, wie beim Christentum.“ Weil er den Kern anerkannte, die Schale jedoch nicht, sagte jemand auch mal, dass Schopenhauer nur eine dünne Wand vom Christentum trennt, diese jedoch keine Türe habe. Wie er dagegen den Kern des Islams bewertete, sieht man im o.g. Zitat.

  31. #11 fortune_teller (22. Mai 2010 10:42) mike hammer, damit war “Fitna” gemeint. kennst du sicher schon. http://www.katholisch.de/20704.html

    ja kenne ich. trozdem danke.
    wir brauchen einen film über den KORAN!
    das leben mohammeds und seiner nachfolger.
    das DAS wäre eine bombe! ❗
    😉 schönen tag

  32. Ich finde es manchmal erschreckend und fasinierend zugleich, dass teilweise Jahrhunderte alte Zitate, – wie dieses hier von Schoppenhauer – in der heutigen Welt mehr denn je zutreffen, bzw. sich sogar verschlimmert haben. (Denn damals hatte man in Europe nicht das Problem mit der islamischen Masseneinwanderung, usw.)

    Und ganz nebenbei OT:

    #34 Claus
    Kann es sein, dass wir uns evtl. kennen? Kommst du aus Heilbronn?

  33. Schopenhauer war mW Atheist. Und mindestens einen christlichen Philosophen gibts schon: Kierkegaard.

  34. Mal für die selbstgefühlte Elite der Philosophie-Kenner hier:
    Ohne das Christentum und den christlichen Klöstern sowie und wüßten wir davon überhaupt nichts.

    Für die Atheisten: dann müßt Ihr Euch schon für den Weg Nietzsches entscheiden. Allerdings ist das vermutlich etwas zu krass, stimmts?

  35. Jede Wette jetzt werden die türkischen Behörden nach den Büchern von Karl May auch Schoppenhauer verbieten. 🙂

  36. Gut auf den Punkt gebracht! Von so klarer Vernunft sind wir heute leider weit entfernt! Wer das heute so äußert wird als islamophober „Nazi“ niedergemacht oder vlt auch einen Kopf kürzer 🙁

  37. @#39 Baschti (22. Mai 2010 13:08)

    Nun übertreib mal nicht so schamlos! Ein Harald Lesch hat sich niemals zum Christentum bekannt. Er gibt zu, daß er auf bestimmte Fragen keine Antwort hat( z.B. „kausale Erkenntnisgrenze“) und hält es für möglich, daß bestimmten Dingen ein ordnender Faktor zu Grunde liegen dürfte.

    Ich finde die Gespräche Harald Lesch / Thomas Schwarz immer sehr spannend. Insbesondere finde ich es belustigend, wie Schwarz, nach jedem Strohhalm greifend, ständig nach Bestätigung heischt, während Lesch ihn freundlich und charmant auseinander nimmt.

  38. #43 schmibrn (22. Mai 2010 14:42)

    Mal für die selbstgefühlte Elite der Philosophie-Kenner hier:
    Ohne das Christentum und den christlichen Klöstern sowie und wüßten wir davon überhaupt nichts.
    Für die Atheisten: dann müßt Ihr Euch schon für den Weg Nietzsches entscheiden. Allerdings ist das vermutlich etwas zu krass, stimmts?“

    Ich wollt’s ja lassen, aber angesichts deines Kommentars…

    Da sieht man, was ein Manfred Lütz anrichten kann. Nachplappern reicht aber nicht.
    Lies mal Hans Albert. Der ist kritischer Rationalist und hat ein für dich passendes Buch geschrieben…

    Was du dem Lütz nachplapperst ist schon längst als das entlarvt worden, was es ist. Von Schopenhauer will ich erst gar nicht reden. Albert spricht hinsichtlich dessen, was du ahnungslos reproduzierst von der „Erpressung mit der einzigen Alternative“.

    Mit Lütz bist du schlecht beraten – nicht anders als PI ausgerechnet mit dem Atheisten Schopenhauer.
    Der stünde hier auch unter „Moderation“ – so bin wieder wech…

  39. Der Islam, so beklagte Ghalaini, werde in den Medien überwiegend mit Extremismus und Gewalt in Verbindung gebracht.

    Na, warum wohl?¿? 9/11, Tägliche Polizei- und Zeitungsberichte, usw.

    Übereinstimmend betonten die christlichen und die muslimischen Teilnehmer der in offener Atmosphäre verlaufenen Runde den Abscheu gegenüber jedem Terror und die große Verantwortung der Repräsentanten der verschiedenen Religionen, der politischen Instrumentalisierung der Religion und dem damit zusammenhängenden Extremismus entgegen zu wirken.

    Na, Taquiya in Reinster Form von der einen Seite und Dhimmitum von der anderen.

    Ich empfehle jedem, den Kloran und die Hadithen aufmerksam zu lesen, dann kann man noch mehr negative Schlüsse ziehen,

  40. Ein Topp-Slogan: „Abendland in Christenhand“ -Wahlergebnis: 1,4%…

    Ihr seid genial! Vielleicht sollte man sich hier mal überlegen, warum mit religiösem Fundamentalismus mehr halt nicht drin ist.

    Liebe Christen-Fundis: Unterlasst es, den Schopenhauer für euch zu beanspruchen. Der hat Leute wie euch nicht weniger verachtet als sein Schüler Nietzsche oder als ich es tue. Ich habe über den Mann mal promoviert. Ich weiß also, was ich sage.

    #43 schmibrn: Über wen oder was hast du promoviert? Erzähl mal…

  41. #47 Thomas A. (22. Mai 2010 16:33)

    „Natürlich gibts christliche Philosophen… etc., etc“

    Soll ich sie dir widerlegen?

    Thomas von Aquin ist ja schon genug widerlegt… Quizfrage: Wen soll ich dir auseinanderlegen?

  42. Ein weiteres Zitat von Schopenhauer:

    DIE GESCHICHTE IST INFIZIERT, WIE EINE HURE MIT SYPHILIS.

  43. »Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein.«

    »Die christliche Moral hat ihre Vorschriften ganz auf den Menschen beschränkt, die gesamte Tierwelt rechtlos gelassen. Man sehe nur, wie unser christlicher Pöbel gegen die Tiere verfährt, sie völlig zwecklos und lachend tötet, oder verstümmelt, oder martert, seine Pferde im Alter bis aufs äußerste anstrengt, um das letzte Mark aus ihren armen Knochen zu arbeiten, bis sie unter seinen Streichen erliegen. Man möchte wahrlich sagen: Die Menschen sind die Teufel der Erde und die Tiere ihre geplagten Seelen.«

    »Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig.«

    Schopenhauer ist äusserst extremst verdammte Spitze.

  44. #55 philos (22. Mai 2010 17:56)

    „Schopenhauer ist äusserst extremst verdammte Spitze.“

    Gegen Perversion zu sein ist nicht „extremst“.

  45. @PI:

    So, Ihr Christen – nun moderiert mal schnell meine unliebsamen Beiträge wieder weg. 😉

    Das habt Ihr doch sonst auch immer gemacht – oder?

  46. #60 gruene minna:

    Mit deinem „Musel-Index habe“ ich dich wohl falsch verstanden, aber hier ist die Sache fraglich:

    „Schopenhauer attackierte damit Hegels Geschichtsphilosophie als Geschichtsdeutung. Worauf er hinzielt, ist Ideologiekritik.“

    Zu Schopenhaus Zeiten gab’s niocht viel an Ideologie… Er war allerdings ein Feind des Historizismus – diesbezüglich stand er im völlien Widerspruch zu Hegel, der -wie könnte es anders sein – in sich wohl den Höhepunkt der Geistesgeschichte überhaupt sah, wähend Schopenhauer dem entgegen eine eher durch Vedanta und Buddhismus gepräge Geschichtsauffassung vertrat – und diese sehen in der Geschichte keine Teleologie.

  47. Schopenhauer steht mit dieser Meinung als Humanist und Philosoph nicht alleine. Es gibt viele bedeutende Denker, die im Islam das gesehen haben, was er ist: Eine barbarische und unmenschlische Ideologie, die in unserem Kulturkreis verboten gehört und nicht umworben werden sollte. Es sei denn, wir wollen Addi 2.0 hier in Deutschlandistan.

    Wir bräuchten hier in Deutschland dringend einen Atatürk, aber keine Staatsratsvorsitzende, die selbst in einem faschistoiden System aufgewachsen und gesellschaftlich aufgestiegen ist. Die Frau hat uns prä-islamische Zustände hier in Deutschland beschert. Man fühlt sich immer dort wohl, wo man seinen Ursprung glaubt zu erkennen. Erika fühlt sich eben in der Diktatur am wohlsten!

  48. #39 Baschti (22. Mai 2010 13:08)

    Also erstmal: Nein, Schopenhauer war kein Christ.
    ….

    Zu den “christlichen Philosophen”: Dass es sowas nicht geben könne, beweist nur, dass er keine Ahnung von Philosophiegeschichte hat.
    _____________
    Na dann glaubs halt, was abolut nicht wahr ist, gluabs umso verbissener, wenn es das einzige ist, was deinem Ego auf die beine hilft.

    Seit es Kants kritik der reinen vernunft gibt jedenfalls, also seit dem 18. JHt, fällt kein erkentniss-apfel mehr von glaubensbaum, dafür aber jede menge „erbauliches“, schund und mehr, nämlich ideologie.
    Dass Philosophie zuvor immer zu gottesbeweisen sich hingezogen fühlte, bestätitigt umsomehr, dass nach Kant philosophie nur mehr jeseits aller gottprämissen zu betreiben war; und eigentlich war das von anfang an, seit sokrates mit seinem philosophie anfang, ich weiß dass ich nichts weiß, ins blaue hinein des frteien denkens startete, sogar ihr eigenes, wenn auch verborgenes entstehungsprinzip, selbst bei solchen antinominalistischen philosophen wie Platon.
    Ohne diese frontstellung gegen naives gottdenken gäbe es keine philosophie. Wir säßen immer noch auf den Bäumen, behaart und mit böser Visage, wie Kästner dichtete.

    Also Jungs, keine Geschichtsrevision!
    Und Naturwissenschaft braucht sogar diese grundeinstellung, dass gott eine Prämisse sei, die man nicht zu machen habe, was immer „große“ natruwissenschaftler als Privat-gesinnungtäter sich so denken.

  49. …….; und eigentlich war das von anfang an, seit sokrates mit seinem philosophie anfang, ich weiß dass ich nichts weiß, ins blaue hinein des freien denkens startete, sogar ihr eigenes, wenn auch verborgenes entstehungsprinzip, selbst bei solchen antinominalistischen philosophen wie Platon.

  50. Und immerhin hat Sokrates den schierlingsbecher geleert, für seinen Nicht-glauben, als Kuffir sozusagen, wie seine mörder es wohl sahen!

  51. ich nenne euch mal einen ‚großen christlichen philosophen‘, Augustinus. Sein problem war, „wieviel Engel auf einer nadelspitze platz“ hätten. Er wusste noch nicht mal, seit wann es metallene Nadeln gab, oder überhaupt Nadeln, und was seit der Erfindung der nadel menscheitshisatorisch passieret war, und passiert sein musste, dass er über „sein“ „problem“ überhaupt nachdenken konnte.
    Groß war er, rückblickend, vor allem darin, sich zu den skurilsten Denkbewegungen hinreißen zu lassen, um ja sein gottes-weltbild nicht unter den Füßen weggezogen zu bekommen. Der Trick seines Gottesbeweises: wäre gott nicht, so erfüllte er nicht den gedanken über ihn, dass er vollkommen sei, denn schließlich fehle ihm dann eine kleinigkeit, die existenz:
    das war das letzte wort der christlichen philosophie, danach war ihr fußvolk eher für werbung, staatstreiche und für die sendeeinheit im ersten programm , die vor dem mord zum Sonntag ausgestrahlt wird, gebucht.

  52. Der ander begriff, des abendländisch-jüdisch-christlichen denkens, bezeichnet etwas ganz anderes, gleichwohl er auch noch behaftet ist mit einem falschen zungenschlag ähnlicher vereinnahmungsstrategeme, nämlich ein epochales, das singulär ist und in langer taRDITION etwas abndedländishces par excellance , was griechische philosophie von den materialisten bis zu den eleaten und den systemen von Platon und Aristoteles zusammenbringt mit den freiheitsgedanken aus religiösen traditionen, und was durch alle brüche und neuformulierungen hindurch als Koninuität wahrgenommen werden kann, wo selbst die aufklärung als Kummulation eines erbes aus relgion und philosophie verstanden werden werden kann. Ein jüdischer denker spinoza ist eben kein „Jüdischer“ Philosoph. Denker mit einemPlus aus Glauben. Hegel kein antiaufklärer, weil in seinem system theosoph.

    „Christlicher Philosoph“ ist wie die Frage: „Welche Farbe hat ein Logarithmus?“

    Und übrigens Jungs, wer an Gott nicht zweifelt, glaubt auch gar nicht, sondern exerziert, Gewalt nämlich!

    MO uffs Klo!

  53. @Pamela

    Leute wie dieser Augustinus zeigen uns nur, daß man schon damals mehr nicht mehr aus dem Herzen glaubte, sondern sich krampfhaft etwas beweisen mußte; erinnert an den Kalauer:
    „Wenn Gott allmächtig ist, so müßte er einen Stein erschaffen können, der so schwer ist, daß er selbst ihn nicht heben kann.“

    Das ist kein Glauben mehr, das ist der rationale Mensch der Neuzeit, der an seinem Glauben verzweifelt.

    Schopenhauer steht für mich außerhalb jeder philosophischen Schule und ich halte ihn, mit Verlaub, für den intelligentesten und zudem nützlichsten Denker der abendländischen Geschichte.
    So haben uns viele Philosophen versucht klarzumachen, was ihrer Meinung nach der Mensch sein solle, also waren sie keine Philosophen, sondern eher Ideologen.
    Schopenhauer hat uns in seinen Lebensweisheiten den Menschen geschildert, wie er ihn beobachtet hat und diese Erkenntnisse sind von zeitloser Aktualität.
    Ich kann sie nur jedem zur Lektüre empfehlen, man kommt aus lauter Aha-Erlebnissen gar nicht heraus!!!

  54. #70 Eine_Kleine_Machtmusik
    Der Kalauer war gut, könnte von heinrich Heine sein.

    Ich probier mal selbst einen, in umkehrung des ontologischen gottesbeweises von augustinus:

    Wenn gott existieren würde, wäre er letzlich unvollkommen, weil er dann nicht gänzlich, von uns und auch von sich selbst nicht, gedacht werden könnte, denn schließlich ist Existenz nicht aus denken, sondern aus dessen gegenteil, aus sein.

    Kurzum die einheit göttes wäre futsch.

    Besonders schwer hat es dabei ein „personaler Gott“, ein herrgott meier übers ganze universum ausgebreitet und verschmiert, der nicht weiß wo er anfängt und aufhört, ja fortwährend um sich rum zu rotieren hätte, um sich seiner auch nur recht marginal zu vergewissern, ob er etwa noch an sich glauben dürfe oder nicht, der ist dann sich selbst ein ewiges rätsel.
    Hier geist, dort sein, und keinerlei berührung dazwischen.
    gott selbst wäre sozusagen der schlimmste gotteszweifler, weil so undicht und aus prinzip nicht zu stopfen.

    Erklärung:
    Das ist, die copula des logischen urteilsschlusses, stammt schließlich nicht aus dem Denkinhalt her, sondern muss dem denken von außen zukommen, quasi per gnaden-akt aus existentem.

    Alles was ist, existiert in the long run, ja sicherlich, aber eben nicht in der einen göttlichen singularität, die das alles gefressen hätte, und eben nicht durch gedanken.

  55. @Pamela

    Wenn Du das verrückteste Buch aller Zeiten über Exegese und Rabulistik lesen möchtest, so wünsche ich beste Unterhaltung bei der Lektüre von „Valis“ von Philip K. Dick (Blade Runner). Die letztlich zu nichts führenden, aber ungemein unterhaltsam-rabulistischen Erkenntnisse werden in eine hübsche, teils traurige, teils sehr komische Geschichte gepackt, die wiederum auf tatsächliche Erlebnisse Dicks‘ aus den siebziger Jahren zurückgehen (sollen).

    Der Protagonist der Geschichte wird anfänglich in eine Nervenheilanstalt zwangseingewiesen, wo er zu der aufschlußreichen Erkenntnis gelangt:

    1) Die mit Dir übereinstimmen, sind verrückt.
    2) Die nicht mit Dir übereinstimmen,
    haben Macht über Dich.

    Insofern ist unser realexistierendes bundesreplikantenhaftes Mogelsystem auch nur eine gigantische Irrenanstalt.

  56. @Grüne Minna

    Genau, Schopenhauer war der einzig Unbestechliche, er ist wirklich an die Grenzen des Denkens gegangen und man spürt, daß er immer bemüht war, das subjektive Empfinden so weit wie möglich außen vor zu lassen.
    Und wenn er unter „Lerm und Geräusch“ gegen die Mitmenschen gewettert hat, die gnadenlos ihre Hunde/Bellmaschinen auf die Menschheit loslassen, so ist das fast schon wieder eine objektive Erkenntnis… ;O).
    Wenn man bedenkt, daß den verlogenen Grünen (und allen anderen natürlich auch) die Lärmbelästigung keine Silbe wert ist und war, ist Schopenhauer auch hier hochaktuell:
    wir werden von Autos, Händigequake, allgegenwärtiger Muzakbeschallung, Hundegebell, Laubbläsern, den Rasenmähern der Nachbarn, Flugzeugen und wummernden Bässen aus Nachbarautos gequält und um den Rest Verstand gebracht.
    Es gibt einen hübschen Gedichteabend mit Will Quadflieg aus den sechzigern, dem er einen Prolog voranstellt, daß zu Mozarts Zeiten noch auf dem Stephansdom der Türmer „Feurio“ rief, wenn er einen Brand auflodern sah.
    Das würde im heutigen Lärm völlig untergehen.

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