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Wer da dachte, nur der abendländische Kulturkreis kenne das Phänomen des Kreationismus, hat sich natürlich getäuscht. Zumindest auf diesem Gebiet – der Spekulation über die Erschaffung der Welt durch ein göttliches Wesen und die Unveränderbarkeit dieser Schöpfung auf ewige Zeiten – kann die islamische Welt auf einer gewissen Augenhöhe konkurrieren. Allerdings finden sich dort keine Wissenschaftler, die die Evolutionstheorie mit ähnlicher Rigorosität verteidigen wie im Westen Richard Dawkins u.a., was auch ein gewisses Schlaglicht wirft.

Der emeritierte Medizinhistoriker Prof. Armin Geus hat nun eine kleine Schrift zum Thema vorgelegt (Armin Geus: Allahs Schöpfung oder Die Evolution des Lebens. Zur Abwehr des islamischen Kreationismus), das in gewohnt gediegener Ausstattung in der Basilisken Presse erschienen ist. Wir erfahren darin z.B., dass Harun Yahya, der 1956 geborene Wortführer der türkischen Kreationisten, ein in seiner Heimat medial omnipräsenter Vielschreiber ist, der antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet und vor allem den Darwinismus auf dem Kieker hat, in dem er die Wuzel des gegenwärtigen Terrorismus sieht, der natürlich nichts aber auch gar nichts mit der Religion des Friedens™ zu tun habe.

Auszug aus der Schrift:

Wortführer des türkischen Kreationismus ist Harun Yahya, der 1956 als Adnan Oktar in Ankara geboren wurde, an der Kunstakademie der Universität Mimar Sinan in Istanbul studierte, vorübergehend als Innenarchitekt tätig war und sich seit 1979 als fachlich völlig inkompetenter Vielschreiber profilierte. Er verfaßte historische Beiträge über Glanz und Größe des Osmanischen Reiches, schrieb Kinderbücher und verkündete das Erscheinen des Mahdi sowie den Tag des Gerichts. Außerdem vertrat er antifreimaure-rische und antisemitische Verschwörungstheorien, wie sie hierzulande von der islamistischen Vereinigung Milli Görüs (IMGM) verbreitet wurden. Gleich nach den Anschlägen des 11. September 2001 publizierte Harun Yahya ein Pamphlet, in dem er dreist behauptet, Katastrophen wie diese seien eine notwendige Folge des darwinistischen Kampfes ums Dasein und hätten nichts mit islamischem Terror zu tun. Ohne Darwin gäbe es keine Konflikte, und wer sich unter Berufung auf eine der drei monotheistischen Religionen an Terrorakten beteiligt, ist weder Muslim, Christ oder Jude, sondern er ist Sozialdarwinist. »Aus diesem Grund liegt die Wurzel des Terrorismus, der unsere Welt heimsucht«, erklärt er, »nicht in irgendeiner göttlich offenbarten Religion, sondern im Atheismus und in den Manifestationen des Atheismus unserer Zeit, dem Darwinismus und Materialismus«9.

Den vorläufigen Höhepunkt seiner fragwürdigen Popularität erreichte er mit dem 2007 veröffentlichten Atlas der Schöpfung, ein über sechs Kilogramm schwerer, aufwendig ausgestatteter und reichhaltig bebilderter Foliant, den die seit 2002 regierende Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) europaweit verbreitet und großenteils kostenlos abgegeben hat. Von der eigens zu diesem Zweck gegründeten Science Research Foundation (SRF) finanziert, konnte Harun Yahya die Übersetzung seiner Werke in zahlreiche Sprachen veranlassen.

Viel Sympathie bei nichtmuslimischen Gegnern der Evolutionsbiologie, insbesondere in Westeuropa und in Nordamerika, erwarb sich Harun Yahya durch die Allianz mit Anhängern des Intelligent Design. Diese räumen zwar ein, anders als streng bibelgläubige Christen, daß die Erde über vier Milliarden Jahre alt ist und mikroevolutive Prozesse unterhalb der Artgrenze stattfinden, (beispielsweise künstlich induzierte Selektion und Antibiotikaresistenzen bei Bakterien), aber die vernetzte Komplexität der Organismen und ihre funktionale Ordnung könne nur durch Intervention eines Designers entstanden sein und nicht als Folge allmählicher evolutiver Veränderungen angesehen werden.

Mutterhaus der hauptsächlich von evangelikalen Glaubensgemeinschaften getragenen Bewegung ist das Discovery Institute in Seattle, das auch enge Beziehungen zu Kreationisten in islamischen Ländern unterhält, insbesondere zu den türkischen Sunniten. Mustafa Akyol, ein Schüler und Mitarbeiter von Harun Yahya, war in Seattle zeitweise sogar als türkischer Verbindungsmann akkreditiert, bis er bald eigene Interessen zu verfolgen begann und mit Unterstützung der konservativen republikanischen Mehrheit des Landes in der Bildungspolitik tätig werden wollte.

Eines der Verdienste der Geusschen Schrift ist es, die Verbindungslinien aufgezeigt zu haben, die heute zwischen islamischen und christlichen Kreationisten resp. Vertretern des Intelligent Design bestehen.

» Armin Geus: Allahs Schöpfung oder Die Evolution des Lebens. Zur Abwehr des islamischen Kreationismus; Marburg/Lahn 2010; 33 Seiten, 14 Euro, ISBN 978-3-925347-99-3. Zu bestellen bei: Basilisken-Presse, Postfach 561, 35017 Marburg an der Lahn, Tel.: 06421-15188.

44 KOMMENTARE

  1. Verschmutzt die reine Wissenschaft nicht mit religiösem Mist. Religionen haben in der Wissenschaft nichts, aber auch nichts verloren. Sie richten dort nur Unheil an. Dies sag ich als Christ.

  2. Es muß zuerst das Ein dagewesen sein.
    Aus einer Mutation heraus entstand dann die Henne.
    Das Ei war zuerst da.

    *Schlaumeier mach*

  3. @ #2 Titanic

    das hättest vielleicht Max Planck sagen müssen, er war überzeugter Christ oder Einstein-, er glaubte sehr an GOTT. 😉
    Oder den englischen Physiker Michael Faraday, der tiefgläubig war und im Gebet GOTT bat um Weisheit, daraufhin träumte er des nachts eine Vision wie er einen Käfig baute …wir kennen den Käfig heute als „Faradayscher Käfig“

  4. Auf so eine Idee muss man erst mal kommen: Nur weil die Darwinsche Lehre im Raum steht, gibt es den Kampf ums Dasein. Also umgekehrt, ohne Darwin wäre die Welt fiedlich. Genial! Nee, mir zeigt das wieder mal, dass sich Christen und Moslems, wenn es ums religiöse Eingemachte geht nicht signifikant unterscheiden.

  5. @ #2 Titanic

    ich schätze mal die heutigen „Wissenschaftler“ haben rein gar nichts mehr mit den „echten“ Wissenschaftlern vergangender Jahrhunderte, eben wie Einstein-, Faraday-, Kepler und Max Planck u.v.m zu tun, denn die echten Wissenschaftler waren zumeisstens sehr Gläubig.

  6. #4 enrico13a

    Religiös zu sein und Wissenschaftler muss nicht umbedingt eine Widerspruch sein. Nur wenn man alle Wissenschaft auf „Gott“ zurückführt, dann wird es bedenklich. Und das haben die von dir zitierten Forscher garantiert nicht gemacht.

  7. @ #7 KDL

    Hier zwei Zitate von Einstein

    Auf die Frage ob alles zufällig enstanden sei sagte er:
    „Gott würfelt nicht.“

    Desweiteren sagte er:

    „Die Naturwissenschaft ohne Religion ist lahm, die Religion ohne Naturwissenschaft ist blind.“

  8. Man muss schon ein bornierter Schwachkopf sein, um die zahlreichen wissenschaftlichen Beweise für die Evolutionstheorie zu ignorieren.

    Übrigens: „Theorie“ ist im im wissenschaftlichen Kontext die höchste Form der Erkenntnis. Was die Evolutionstheorie betrifft, so wird dieser sicher noch in einigen Details angepasst werden.

    Kreationismus und Intelligent Design erklären nichts, da beide ideologischer Träumerei entspringen, die Falsifizierbarkeit ausschließen und durch keinerlei wissenschaftliche Studien belegt sind. Irgendwelche Fake-Studien und idiotische Interpretationen von Studien haben keinerlei Relevanz (vgl. Posting #1).

  9. „Diese [Intelligent Design Vertreter] räumen zwar ein, anders als streng bibelgläubige Christen, daß die Erde über vier Milliarden Jahre alt ist und mikroevolutive Prozesse unterhalb der Artgrenze stattfinden, (beispielsweise künstlich induzierte Selektion und Antibiotikaresistenzen bei Bakterien) […]“

    So ein Unsinn.
    Der erste Fehler: Selbstverständlich erkennen Kreationisten mikroevolutive Prozesse unterhalb der Artgrenze an.

    Und der zweite Fehler: Die Intelligent Design Theorie hat mit dem Alter der Erde nichts zu tun. Intelligent Design Vertreter finden sich unter Langzeit- und Kurzzeitkreationisten sowie Deisten.

    Information über Krationismus und Intelligent Design gibt’s hier:

    http://www.wort-und-wissen.de
    http://www.genesisnet.info

  10. Flucht über Hamburgs Dächer
    Verfolgungsjagd mit Hubschrauber hält Passanten in der Hamburger City in Atem. Am Ende werden die drei einschlägig bekannten Männer gefasst.

    http://www.pi-news.net/2010/08/lektueretipp-allahs-schoepfung-von-armin-geus/

    Dann haben es Kamel H. (30), Noureddine D. (36) und Karim R. (45) auf einmal ganz eilig: Die wegen Drogen- und Diebstahlsdelikten polizeibekannten Männer gehen schnurstracks in Richtung Mönckebergstraße…….

    wieder bereichert worden….

    Thilo for President

  11. Die gefährlichsten religiösen Fundamentalisten des Abendlandes, die den wissenschaftlichen Fortschritt bedrohen:

    Nikolaus Kopernikus (1473-1543), Mathematiker und Astronom:

    „Wer sollte nicht durch die stete Beobachtung und den sinnenden Umgang mit der von der göttlichen Weisheit geleiteten herrlichen Ordnung des Weltgebäudes zur Bewunderung des allwirkenden Baumeisters geführt werden!“

    Johannes Kepler (1571-1630), Mathematiker und Astronom:

    „Astronomie treiben heißt, die Gedanken Gottes nachlesen!“

    Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716), Mathematiker:

    „Indem Gott rechnet und seine Gedanken ausführt, entsteht die Welt.“

    Issac Newton (1643-1727), Mathematiker und Astronom:

    „Die wunderbare Einrichtung und Harmonie des Weltalls kann nur nach dem Plane eines allwissenden und allmächtigen Wesen zustande gekommen sein. Das ist und bleibt meine letzte und höchste Erkenntnis.“

    Karl Friedrich Gauß (1777-1855), Mathematiker, Physiker und Astronom:

    „Wenn unsere letzte Stunde schlägt, wird es uns eine unsagbar große Freude sein, den zu sehen, den wir in unserem Schaffen nur ahnen konnten.“

    Charles Darwin (1809-1882), englischer Naturforscher, Begründer der Evolutionstheorie:

    „Ich habe niemals die Existenz Gottes verneint. Ich glaube, dass die Entwicklungstheorie absolut versöhnlich ist mit dem Glauben an Gott. Die Unmöglichkeit des Beweisens und Begreifens, dass das großartige über alle Maßen herrliche Weltall ebenso wie der Mensch zufällig geworden ist, scheint mir das Hauptargument für die Existenz Gottes.“

    Guglielmo Marchese Marconi (1874-1937), italienischer Ingenieur und Physiker:

    „Ich erkläre mit Stolz, dass ich gläubig bin. Ich glaube an die Macht des Gebetes. Ich glaube nicht nur als gläubiger Katholik, sondern auch als Wissenschaftler.“

    Arthur Stanley Eddington (1882-1946), englischer Astronom und Physiker:

    „Die moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort. – Keiner der Erfinder des Atheismus war Naturwissenschaftler. Alle waren sie sehr mittelmäßige Philosophen.“

    Max Planck (1858-1947), Physiker:

    „Und so sage ich Ihnen nach meinen Erforschungen des Atoms dieses: Es gibt keine Materie an sich! Alle Materie entsteht und besteht nur durch eine Kraft, welche die Atomteilchen in Schwingung bringt und sie zum winzigsten Sonnensystem des Atoms zusammenhält. Da es im ganzen Weltall aber weder eine intelligente noch eine ewige Kraft gibt, so müssen wir hinter dieser Kraft einen bewussten intelligenten Geist annehmen. Dieser Geist ist der Urgrund aller Materie. Nicht die sichtbare aber vergängliche Materie ist das Reale, Wahre, Wirkliche, sondern der unsichtbare unsterbliche Geist ist das Wahre! Da es aber Geist an sich allein ebenfalls nicht geben kann, sondern jeder Geist einem Wesen zugehört, so müssen wir zwingend Geistwesen annehmen. Da aber auch Geistwesen nicht aus sich selber sein können, sondern geschaffen worden sein müssen, so scheue ich mich nicht, diesen geheimnisvollen Schöpfer ebenso zu benennen, wie ihn alle alten Kulturvölker der Erde früherer Jahrtausende genannt haben: GOTT!“

    „Religion und Naturwissenschaft – sie schließen sich nicht aus, wie manche heutzutage glauben oder fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Wohl den unmittelbarsten Beweis für die Verträglichkeit von Religion und Naturwissenschaft auch bei gründlich-kritischer Betrachtung bildet die historische Tatsache, daß gerade die größten Naturforscher aller Zeiten, Männer wie Kepler, Newton, Leibniz von tiefer Religiosität durchdrungen waren.“

    Albert Einstein (1879-1955), Physiker:

    „Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls nahe liegen, weil er sich nicht vorstellen mag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut von ihm zum ersten Mal gedacht werden. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft. Die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen.“

    „Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind.“

    Werner Heisenberg (1901-1976), Physiker:

    „Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch; aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott.“

  12. #8 enrico13a

    Dieses Zitat Einsteins kannte ich, weiß aber nicht in welchem Zusammenhang es gefallen ist. Ich als Naturwissenschaftler (kein Physiker) kenne natürlich viele seiner Theorien, weiß aber nicht wie sich seine Religosität äußerste. Ich tippe mal, für ihn war „Gott“ sowas wie eine treibende Kraft, die irgendwann alles angestoßen hat. Aber in einem bin ich mir sicher, an solchen Unsinn wie Kreationismus glaubte er nicht.

  13. “Diese [Intelligent Design Vertreter] räumen zwar ein, anders als streng bibelgläubige Christen, daß die Erde über vier Milliarden Jahre alt ist und mikroevolutive Prozesse unterhalb der Artgrenze stattfinden, (beispielsweise künstlich induzierte Selektion und Antibiotikaresistenzen bei Bakterien) […]”

    Das ist falsch. Selbstverständlich erkennen Kreationisten mikroevolutive Prozesse unterhalb der Artgrenze an.
    Und zweitens: Die Intelligent Design Theorie hat mit dem Alter der Erde nichts zu tun. Intelligent Design Vertreter finden sich unter Langzeit- und Kurzzeitkreationisten sowie Deisten.

    Hier kommen die Vertreter dieser Lehren selbst zu Wort:

    http://www.wort-und-wissen.de
    http://www.genesisnet.info

  14. OT
    In der Printausgabe des Westfalenblatt, Bielefeld,23.8.2010, ist die Nationalität des Täters mit Türke angegeben. Die Tatwaffe trug der Täter bei sich.

    Mann stirbt nach Messerangriff – Verdächtiger (71) gefasst
    Harsewinkel (ddp). Ein 48 Jahre alter Mann ist bei einer Auseinandersetzung in Harsewinkel (Kreis Gütersloh) niedergestochen und tödlich verletzt worden.
    Wie die Polizei mitteilte, erlag der Mann in der Nacht zum Samstag seinen Verletzungen. Als Tatverdächtiger gilt ein 71-jähriger Mann, der im Rahmen der Fahndung festgenommen wurde.
    Zu dem Streit war es am Freitagnachmittag vor einer städtischen Unterkunft gekommen. Die Umstände der Tat sind bislang unklar. Zeugen konnten den Täter beschreiben, so dass die Polizei den Mann schnell fasste. Die Tatwaffe – ein Messer – hatte er noch bei sich.
    Der Beschuldigte sollte noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

    22.08.2010

    Eingefügt aus <http://www.westfalenblatt.de/nachrichten/regional/guetersloh.php?id=41081&artikel=1

  15. #4 enrico13a (23. Aug 2010 09:40) @ #2 Titanic

    das hättest vielleicht Max Planck sagen müssen, er war überzeugter Christ oder Einstein-, er glaubte sehr an GOTT.

    „Dank“ der Religion konnte sich die Wissenschaft erst nach ca. 1700 ( franz. Revolution) frei entfalten. Davor verloren hunderte Wissenschaftler ihr Leben auf dem Scheiterhaufen der Inquisition. Das solltest Du nicht vergessen, wenn Du meinst Religion und Wissenschaft wärem im Gleichklang. Ohne Religion wär der Mondflug wahrscheinlich schon 1400 erfolgt. Die Religion brachte uns 1000 Jahre finsterstes Mittelalter. Haltet die Religion aus der Wissenschaft raus. Sie soll bleiben was sie wirklich ist. Reine Privatsache!

  16. „Das Wort Gott ist für mich nichts als Ausdruck und Produkt menschlicher Schwächen, die Bibel eine Sammlung ehrwürdiger, aber doch reichlich primitiver Legenden“ Albert Einstein.

  17. Ich bin Atheist. Für die Evolution finden sich Beweise. Für Gott kein einziger. Und dass die Erde älter als 3000 Jahre ist, wie es Kreationisten behaupten, darüber brauchen wir ja wohl nicht diskutieren.
    Wer die Genesis wörtlich nimmt und nicht als Gleichnis sieht, ist nicht ganz richtig im Kopf.
    Wer sich Gott als langbärtigen alten Mann, der mit Hokus Pokus alles erschaffen hat (in 7 Tagen 😉 ) vorstellt, tut mir leid.

    Ich kann aber gut damit leben, wenn Menschen in Gott den Sinn, der hinter allem steckt sehen bzw. ihn als treibende Kraft, als Energie die vom Urknall bis heute in unserem Universum wirkt.

  18. Muss es nicht richtig heissen „Kretinisten“??

    Das passt doch besser zu den Moslem-Dödeln…

  19. Der Mondflug IST ziemlich genau ca. 1400 erfolgt, nach dem Kalender der Moslem-Dödeln….

  20. off topic:

    Jetzt gibt es auch schon katholische Hassprediger. In der französischen Stadt Lille hat ein Priester wegen der Abschiebung der Roma dafür gebetet, dass Staatspräsident Sarkozy einen Herzinfarkt bekommt.

    Priester betete für Herzinfarkt von Sarkozy

    Aus Empörung über die umstrittene Roma-Ausweisung aus Frankreich hat ein Priester in Lille Präsident Sarkozy den Tod gewünscht, seine Worte später aber relativiert. „Ich bitte um Vergebung, doch ich bete dafür, dass Sarkozy einen Herzinfarkt bekommt“, hatte Bruder Arthur am Sonntag nach seiner Messe erklärt. Wenige Stunden später betonte er, er habe sich im Affekt falsch ausgedrückt.
    (. . . . . .)

  21. Der Deutschland-Ableger der Kreationisten-Lobby aus Seattle (Discovery Institute)ist das evangelikale „Wort und Wissen“ in Baiersbronn im Schwarzwald. Dem arbeitet der Genetiker Dr. Wolf-Ekkehard Löning zu, Zeuge Jehovas und strikter Vorkämpfer für ID. Holocaustleugner Harun Yahya hat seinen Schmarrn weitgehend nur von dort rauskopiert und „türkisiert“. So schließt sich der Kreis.

  22. #10 AufrechterDemokrat

    Man muss schon ein bornierter Schwachkopf sein, um die zahlreichen wissenschaftlichen Beweise für die Evolutionstheorie zu ignorieren

    Nach meinem Eindruck ist gerade der zentrale Punkt der Evolutionstheorie – die Makroevolution – derart weit von einem Beweis entfernt, dass man diejenigen, die auf die vielen Schwachpunkte hinweisen keinesfalls pauschal als bornierte Schwachköpfe bezeichnen sollte. Aus Kritik an der Makroevolution folgt ja nicht automatisch der Wechsel ins Lager religiöser Fundamentalisten.

    Und selbst wenn: zwar nicht alle, aber doch einige der Einwände, die z.B. auf der Seite

    http://www.0095.info/de/index_thesende3.html

    vertreten werden scheinen mir ziemlich gravierend zu sein.

  23. Also bloß weil Mohammed sich die Schöpfung aus der Bibel abgeschaut hat, ist sie noch lange nicht falsch. Schließlich hat er sich auch Adam, Abraham, Mose, Elia, Jesus, Paulus etc. etc. abgeschaut. Allerdings fehlerhaft.

    Denn die Existenz von Falschgeld ist noch kein Beweis für die Wertlosigkeit von Echtgeld.

    Das ist mal das eine – das religiöse.

    Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde. (Genesis 1,1)

    So. Und nun zum Thema Wissenschaft. In der Wissenschaft begegnen sich alle Menschen unabhängig von ihrem Glauben auf der Ebene von nachweisbaren Fakten.

    Ich hätte da mal eine Frage: Wie ist die erste Zelle enstanden?

    Rein wissenschaftlich meine ich jetzt.

    Also. Wer sich auskennt weiß, dass es verdammt schwer ist, dafür eine Theorie aufzustellen. Die Theorie von der spontanen Entstehung strotzt nur so von Spekulationen, Annahmen und sonstigen unnachprüfbaren Behauptungen.

    Es ist sehr wissenschaftlich, dies in Frage zu stellen.

    So viel zum Thema „Intelligent Design“ für Einsteiger.

    Mehr findet sich bei Amazon unter William Dembski zum Beispiel.

  24. Man kann verschiedene Formen des Kreationismus unterscheiden. Bedeutsam sind:

    •Kurzzeit-Kreationismus (auch: Junge-Erde-Kreationismus): Anhänger vertreten bei wörtlicher Auslegung des biblischen Buchs Genesis die Ansicht, dass die Erde vor höchstens 10 000 Jahren von Gott erschaffen wurde. Wissenschaftliche Datierungsmethoden werden von Kurzzeit-Kreationisten als fehlerhaft verworfen.

    •Langzeit-Kreationismus (auch: Alte-Erde-Kreationismus): Man akzeptiert ein hohes Alter der Erde. Es werden unterschiedliche Schöpfungsmodelle vertreten, z. B, dass zwischen den Schöpfungstagen lange Zeiträume gelegen haben oder dass es sich bei den Schöpfungstagen um Zeitalter handelt .

    •„Wissenschaftlicher Kreationismus“; Seine Vertreter behaupten, dass Kreationismus eine Wissenschaft sei und eine Alternative zur Evolution darstellt. Sie gehen in der Regel davon aus, dass Gott die Erde in jüngerer Zeit erschaffen hat und sehen diese Auffassung durch empirische Belege gestützt. In diesem Rahmen deuten sie beispielsweise Fossilien als Zeugnisse einer globalen Sintflut, wie sie in im Buch Genesis geschildert wird.

    •Evolutionistischer Kreationismus: Nach dieser Lehre hat Gott die Lebensformen erschaffen und mit Hilfe der Evolution verändert. Evolutive Veränderungen werden als Resultate direkter göttlicher Einwirkung und nicht von Selektionsprozessen betrachtet. Vielfach wird von einer gezielten evolutiven Höherentwicklung mit dem Endziel „Mensch“ ausgegangen.

    •Theistischer Evolutionismus: Vertreter glauben, dass Gott die Naturgesetze geschaffen hat und in ihrem Rahmen agiert. Sie akzeptieren eine Evolution auf der Basis natürlicher Selektion. Es wird davon ausgegangen, dass Gott gelegentlich steuernd in den Evolutionsprozess eingreift.

    •Intelligent Design-Kreationismus (ID): In dieser Lehre wird die Auffassung vertreten, dass Leben zu komplex sei, um durch natürliche Prozesse entstanden zu sein. Als Urheber nehmen ID-Verfechter einen „intelligenten Designer“ an, dessen Eigenschaften jedoch so vage beschrieben werden, dass sich die Auffassung einer wissenschaftlichen Prüfung entzieht.

    •Islamischer Kreationismus: Das hohe Alter der Erde wird anerkannt, nicht aber die Evolution. Die Sintflut fand statt, war aber nach dieser Auffassung nur ein regionales Ereignis. Es wird davon ausgegangen, dass Gott permanent in die Welt eingreift. Die Intelligent-Design Auffassung spielt keine Rolle, da Gott ohne Design schafft.

  25. @#4 enrico13a
    Titanik meint sicher, daß man nicht versuchen soll, Religion in Wissenschaft reinzumengen. Das ist Richtig. Die Naturwissenschaft gibt rein gar nichts zu religiösen Themen her, weder für Theisten noch für Atheisten. Naturwisschenschaft beschreibt die Sichtbare Welt, woher die kommt, wie sie oder ihre Gesetze entstanden sind, was dahinter steckt, darüber sagt sich nichts aus( oder sie ist keine Naturwissenschaft mehr).

  26. Sorry, im Namen der „Gottheit“ gegen Alles, so solte es heißen. In den U.S.A. verklagen Muslime Historiker, darauf, zu sagen, den Völkermord an Armeniern habe es nie gegeben.

    Im gleichen Land, klagen Christen ob dieses Unsinns „Creationismus“.

    Das Problem ist, dass „Gläubige“, die Lehre ihrer Gottheit, über, das von Menschen gemachte Gesetz oder das von Menschen geschaffene Wissen, stellen.

    Sicherlich gibt es im akademischen Leben, Trends. Es gibt sogar „Hitparaden“, welcher Wissenschaftler am meisten zitiert wird.

    Aber, im Sinne von Orwell, ich habe es hinterfragt, und, 2+2=4!

    Und nicht das, was die „Partei“, die Gottheit, die Familie, der Mainstream oder „die Mode“ gerade sagt, was es sein soll!

  27. @#32

    Das ist ein großes Problem: Evolutionsgegner zitieren Evolutionsgegner und ignorieren wieselfrech wissenschaftliche Erkenntnisse. Auf der von dir verlinkten Website geschieht genau das. Leider lassen sich viele Ungebildete von Scharlatanen wie Junker, Scherer, Gould oder Ouweneel beeindrucken. Dass Evangelikale Evolutionsgegner mithilfe verblendeter Politiker auch antiwissenschaftliche Schulbücher in das Curriculum drücken konnten, ist eine Schande für den Standort Deutschland. Aber was tun unsere Appeaser nicht alles um religiöse Fanatiker zu befrieden.

    Übrigens: Mikro- und Makroevolution sind Begriffe, mit denen man versucht natürliche Vorgänge in der belebten Umwelt zu definieren. Beide sind voneinander schwer abzugrenzen. Beweise für Makroevolution gibt es genug aus der Forschung mit Zea mays. Übergänge von C3 zu C4-Pflanzen. Aber auch Atavismen wie die Beckenknochen von Walen sind ein guter Beleg für Makroevolution.

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