Holger Steltzner.

Von WOLFGANG HÜBNER | Die kurze Meldung auf der Titelseite der FAZ-Ausgabe vom 19. März 2019 enthält Brisanz für das Zentralorgan des deutschen Machtkomplexes, aber auch die meinungsbestimmenden Medien im ganzen Land: Holger Steltzner, einer der bislang vier Herausgeber, scheidet aus diesem Kreis offenbar mit sofortiger Wirkung aus. Denn in der Ausgabe des Vortages wurde Steltzner noch als einer der Herausgeber genannt. Die Formulierung in der Meldung lässt auf ein schweres Zerwürfnis schließen: „Die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen Herausgebern war nicht mehr gegeben.“

Mit dem 56-jährigen Steltzner verlässt einer der profiliertesten, offensten und allerdings auch letzten Kritiker des Merkel- und EU-Systems die Redaktionsspitze. Der langjährige Herausgeber (seit 2002) war für den Wirtschafts- und Sportteil zuständig. Unter seiner Verantwortung ist der Wirtschaftsteil sehr oft zum politischen Gegengift der nach links abgerutschten merkeltreuen und zudem von Russland- und Populismusphobie gekennzeichneten Politikredaktion geworden. Für viele Leser der Zeitung gehörten politische und wirtschaftspolitische Stellungnahmen von Steltzner zu den ganz wenigen Gründen, die FAZ noch zu beziehen. Einer der letzten wichtigen Beiträge Steltzners hatte die Überschrift „Klimareligion mit Ablasshandel“. Das war wohl eine Wahrheit zuviel!

Die nun übrig gebliebenen Herausgeber Werner D’Inka, Jürgen Kaube und Berthold Kohler sind Garanten der weiteren Anpassung der FAZ an den linksliberal-grünen Zeitgeist. Kohler spielt zwar manchmal in seinen Texten den Konservativen, doch ernsthaft ist bei ihm nur ein schon manisch zu bezeichnender Hass auf Putin und die „russische Gefahr“. Kaube leitet das Feuilleton ohne erkennbare geistige Linie, in jedem Fall aber weit offen nach links samt einem sich gerne als kommunistischen Leninisten bekennenden Redakteur. D’Inka hingegen ist nur für den Regionalteil Frankfurt-Rhein-Main zuständig. Er verkörpert stets leutselig repräsentationssüchtiges Mittelmaß.

Der Konflikt im Herausgebergremium mit dem Resultat des Ausscheidens von Holger Steltzner signalisiert eine weitere dramatische Reduzierung des ohnehin schon sehr verengten Meinungsspektrums in den Medien in Deutschland. Gerade die FAZ und speziell ihr Wirtschaftsteil ist unter Mitgliedern der politischen und wirtschaftlichen deutschen „Elite“ die tägliche Hauptinformationsquelle und trägt mehr als jedes andere Medium zur Meinungsbildung in diesen Kreise bei. Der Paukenschlag in Frankfurt könnte noch folgenreich werden. Er steht jedenfalls an Bedeutung der Absetzung von Verfassungsschutzpräsident Maaßen kaum nach.


Wolfgang Hübner.
Hübner auf der Buch-
messe 2017 in Frankfurt.

PI-NEWS-Autor Wolfgang Hübner schreibt seit vielen Jahren für diesen Blog, vornehmlich zu den Themen Linksfaschismus, Islamisierung Deutschlands und Meinungsfreiheit. Der langjährige Stadtverordnete und Fraktionsvorsitzende der „Bürger für Frankfurt“ (BFF) legte zum Ende des Oktobers 2016 sein Mandat im Frankfurter Römer nieder. Der leidenschaftliche Radfahrer ist über seine Facebook-Seite erreichbar.

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52 KOMMENTARE

  1. Bundeshuldigungsliga: FAZ überholt Antifa, hat aber noch weniger Merkel-Schleimpunkte als Staatsfunk und Haldenwang.

  2. Habe gerade Angebot für FAZ am Sonntag bekommen.4 Wochen lang kostenlos.
    Ist mir keine Zeitverschwendung wert:- ( )

  3. Also beschneiden jetzt schon die Pressevertreter selbst die Pressefreiheit.

    Für ein Land, in dem wir Schwellköpfe und selbsternannte Eliten gut und gerne leben

  4. „Gerade die FAZ und speziell ihr Wirtschaftsteil ist unter Mitgliedern der politischen und wirtschaftlichen deutschen „Elite“ die tägliche Hauptinformationsquelle und trägt mehr als jedes andere Medium zur Meinungsbildung in diesen Kreise bei.“

    Jetzt wird mir einiges klar. Wer sich seine Meinung durch Gazetten bilden läßt, hat doch die Kontrolle über sein Leben verloren. 😉

  5. Der politische Kannibalismus der Kulturrevolutionären des Merkelregimes nimmt Fahrt auf. Gut so! Jeder, der nicht lange genug klatscht, ist weg vom Fenster. Zugabe!

  6. Selbstgleichschaltung, hatten wir schon mal:

    Entweder erfolgte die Gleichschaltung auf Anweisung oder in vorauseilendem Gehorsam (sogenannte Selbstgleichschaltung, z. B. Deutscher Hochschulverband, Deutscher Richterbund etc.). Andere Verbände und Organisationen reagierten auf den Druck mit der ersatzlosen Selbstauflösung und Beendigung ihrer Tätigkeit.

    Dabei sollte man unbedingt die ruhmreiche Geschichte der FAZ-Vorgängerin „Frankfurter Zeitung“ vor Augen haben. Selbst in der NS-Zeit erlaubte sich die Frankfurter Zeitung hin und wieder etwas kritische Artikel, wenn auch sehr versteckt. Das reichte aber zum Verbot 1943. Unter Merkel hat die FAZ praktisch jede Kritik eingestellt……….

    (….)
    Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 mussten zahlreiche jüdische Mitarbeiter die Frankfurter Zeitung verlassen, darunter so berühmte wie Siegfried Kracauer und Walter Benjamin. Betroffen war auch der jüdische Herausgeber Heinrich Simon, der aufgrund des Schriftleitergesetzes den Besitz zugunsten der Imprimatur GmbH aufgeben musste. Die Zeitung wurde von Propagandaminister Joseph Goebbels zunächst protegiert, da sie ihm für Propaganda im Ausland nützlich war, indem sie mit ihren zum Teil kritischen Artikeln für eine angebliche Freiheit in Deutschland stehen sollte.

    Am 17. Juni 1934 druckte das Blatt in seiner Abendausgabe als einziges Medium in Deutschland die am selben Tag gehaltene Marburger Rede von Vizekanzler Franz von Papen ab, die im Ausland Aufsehen erregt hatte und deren Text der Redaktion vorher zugespielt worden war. Die Ausgabe wurde beschlagnahmt, die Veröffentlichung der Rede verboten.

    In dieser Zeit musste sich die Zeitung der Waffe des leise ausgesprochenen Widerstandes bedienen, um die Gleichschaltung der Presse zu überleben. Doch auch der in dieser Zeit für die Zeitung tätige liberale Journalist und Schriftsteller Herbert Kranz (1891–1973) musste noch vor dem Verbot die Feder weglegen. Im Mai 1943 verbot Adolf Hitler die Herausgabe der Frankfurter Zeitung wegen eines Artikels vom 23. März 1943 über Dietrich Eckart, und der Autor Herbert Küsel entging einer Gefängnisstrafe nur durch Antritt des Wehrdienstes. Die letzte Ausgabe erschien am 31. August 1943.[11][12]

    Zitate:

    „Nur wer die Grabesstille des Dritten Reiches am eigenen Leib verspürt hat, wird ermessen können, was eine Gegenposition in der Öffentlichkeit für die geistigen Menschen in Deutschland bedeutet hat. Als die ‚Frankfurter Zeitung‘ in Deutschland eingestellt wurde, war es, als würde in einem halbdunklen Raum die letzte Kerze ausgeblasen.“ (Benno Reifenberg an Willy Bretscher)
    „Die Bemühung, sich der geistigen Gleichschaltung zu entziehen, läßt sich nirgends besser ablesen als an der Geschichte der ‚Frankfurter Zeitung‘, die bis zum Ende ihr besonderes Gesicht und ihren ‚Geist des Hauses‘ zu bewahren trachtete.“ (Peter de Mendelssohn) (…..)

  7. Goebbels musste 1933 Zwang und Drohung mit Gewalt anwenden, um die damals noch oppositionelle Redaktion der Frankfurter Zeitung gleichzuschalten. Heute werfen sich deren Nachfolger freiwillig in den Schmutz und lecken die Füße der linksgrünen Ursupatoren. Widerlich.

  8. Göring-Eckardt sieht in Greta Thunberg Prophetin und vergleicht sie mit dem Propheten Amos.

  9. Danke Herr Hübner für Ihre immer sehr interessanten Beiträge. Sie heben das Niveau bei PI ungemein.

    Ich war bis zur Flüchtlingskrise auch eifriger Leser der FAZ. Was seit Herbst 2015 mit dem Blatt passiert ist, spottet jeder Beschreibung. Ich warte auf den Tag, wo sich die Redaktionsleitung von der „Nazi“ Schriftart ihrer Zeitung reumütig verabschiedet und zu Arial umschwenkt. Natürlich nicht, ohne sich bei den Lesern für die alte Schriftart zu entschuldigen…

  10. Sollen sie sich selber vernichten – je Mehr, desto schneller ist die Kacke hier am explodieren.

    Heue Abend wird übrigens den Serben der EU-Eintritt schmackhaft gemacht.

    OT
    Premiere beim DFB: Nationalmannschaft spielt erstmals in genderneutralem Stadion
    Der DFB feiert beim Testspiel der Nationalmannschaft in Wolfsburg gegen Serbien eine Premiere. Erstmals tritt eine deutsche Auswahl in einem genderneutralen Stadion an. Dabei setzt der Verband Vorschläge aus einem Workshop zum Thema „Queere Fans im Stadion“ um.
    *https://www.focus.de/sport/fussball/in-wolfsburg-premiere-beim-dfb-nationalmannschaft-spielt-erstmals-in-genderneutralem-stadion_id_10472701.html

  11. Kennt jemand die Community von t-online ?
    Da wir jetzt schneller gelöscht als man schreiben kann.
    So einen Scheiß hab ich noch nie gesehen….

  12. „….weit offen nach links samt einem sich gerne als kommunistischen Leninisten bekennenden Redakteur.“

    Daß man sich ausgerechnet als FAZ Redakteur öffentlich in selbiger Gazette als „kommunistischen Leninisten“ bezeichnen darf, lässt mich jetzt selbst an meinem eigenen Wahrnehmungsvermögen zweifeln.
    Man meint, man sei in einem Traum oder schon so weit abgedriftet – (in meinem Fall inzwischen wahrscheinlich schon Altersdemenz) daß man die Realität krankhaft verzerrt wahrnimmt. Aber wenn´s doch tatsächlich so in der Zeitung steht?!

    Ich frage mich immer öfter, ob diese Verantwortlich tatsächlich ihre eignen ideologische Überzeugung offen legen oder nicht doch in Orwellscher Manier ein kafkaeskes Schauspiel darbieten, daß zur breiten Entmündigung und Versklavung breitester Gesellschaftsschichten führen soll – in der Annahme, der Tritagonist gehört später selbst mal zur Führungs und Beherrscherschicht in einem solchen totalitären Gebäude!?

  13. Die RautenKrakin frisst ihre eigenen TentakelInnen

    Frage: Wem ist es immer noch rechtmäßig erllaubt,
    vom Staat ungestraft -zu morden ?

    Nicht nur sich selbst, sondern auch seine eigene Brut?

  14. @ZeckenjaegerNF 19. März 2019 at 11:39

    Kennt jemand die Community von t-online ?
    Da wir jetzt schneller gelöscht als man schreiben kann.
    So einen Scheiß hab ich noch nie gesehen….

    Habe dort früher selbst Kommentare verfasst – aber natürlich recht bald gelöscht worden.
    ___________________________________________________________

    Nachdem die dort gemerkt haben, daß ihre Kommentarfunktion aus dem Ruder läuft, da der weit überwiegende teil der Kommentatoren den Redakteuren kräftig Kontra gaben, haben sie ihr Kommentarfunktion für einen längern Zeitraum komplett abgeschaltet und bieten jetzt das „betreute Kommentieren“ an. Ich denke, ein „subversiver“ fundierter Kommentar kommt dort kaum mehr durch – höchsten der eine oder andere alibimäßig!

  15. Wer gegen den linken Mainstream ist, wird fertiggemacht. Das zeigt sich in Arbeitsplatzverlust, Verlust der Existenzgrundlagen (Selbstständige) oder sozialen Kontakten. Schlimmer als in der DDR.

  16. Man kann nur hoffen, dass sich Steltzner an geeigneter Stelle weiterhin engagieren wird. Tichy oder die Achse wären gute Ausgangspositionen.

  17. Die linke Gesinnungriege macht jetzt den Sack in jedem Ressort gesellschaftlicher Institutionen zu,
    nicht nur in den roten Redaktionsstuben abhängiger Hofberichrtertstatter.

    Nach Aussortierung der letzten personellen Störfaktoren in Ministerien und Medien wird der schmale Pfad gutmenschenlichen Gesinnungstums nun in seine Endgültigkeit betoniert.

    Die letzten alternativen Meinungsnester werden erstickt und die letzten Abweichler an den Schandpfahl plakatiert.

    Nach jahrzehntelanger Manipulation triumphiert die linksrotgrüne Pöbelherrschaft in ihrer Macht über die Dummheit der Massen und diese wiederum verhindert aufgrund der schieren zombiezahlenhaften Überlegenheit jedwede Änderung auf Generationen hinaus.

  18. Mit ihm ist der letzte Vernünftige vom intellektuell wurmstichigen FAZ-Schiff gegangen. Ich las in den 90ern gern diese Zeitung; da verantwortete noch Dr. Barbier den Wirtschaftsteil und im „Presseclub“ war noch Dr. Johannes Gross zu erleben. Das waren noch Zeiten!!!
    Heute leiste ich mir das NZZ Deutschlandabo und die JF, daneben noch Tumult und Sezession. Fühle mich argumentativ durchaus bewaffnet.

  19. MERKELS TRAUM:

    DEUTSCHLAND EIN SOZIALISTISCHES BUNDESLAND,
    NEBEN DEN ANDEREN, DER EUROPÄISCHEN UNION.

  20. > ihrer Zeitung reumütig verabschiedet und zu Arial umschwenkt

    Sie meinen Helvetica. Arial ist billiger Microsoft-Schrott.

  21. Ich habe die „FAZ“ zu Zeiten von Putins Kriminvasion verlassen. Das lustige war, daß ich Putin zu der Zeit nichts gutes zutraute, habe eigentlich nur wegen dem dümmlichen Anti-Putin-Kurs der „FAZ“ die Seiten gewechselt, bzw mein Online-Account da gelöscht. Es gab da einen Debattenartikel nach dem Motto „Wir können nicht anderes als gemäß unserer Überzeugung berichten“, daß Putin BlaBla. – Genau das ist ja schlechter Journalismus, bzw interessieren mich „Überzeugungen“ nicht, sondern ein Journalist sollte Fakten gut darstellen sollen. Das findet man aber in der BRD kaum noch. Überall Gesinnungsjournalismus gespickt mit kleinen NLP Tricks im Dienste des Merkelfaschismus. Traurig. Zur Zeit lese ich gerne NZZ. Das ist meist sehr informativ und Schweizer wissen noch eine freundliche, analytische Distanz zu halten. Deutsche wissen alles schon vorher, Fakten stören da nur den ideologischen Unterbau.

    Na ja die „FAZ“ hat bei mir schon lange alles Vertrauen verloren.

  22. Nur notorische Lügner haben Angst vor der Wahrheit!
    Offenbar gibt es nicht wenige in den Kartellparteien, welche dieser Sorte zuzurechnen sind.
    Die Steigerung der Lüge ist Vertrags- und Rechtsbruch und diesbezüglich ist die Raute im Hosenanszug EU-weit führend! Man könnte auch meinen diesbezüglich spitze! Doch ohne ihre Speichellecker wäre sie auch nicht mehr da!

  23. vogelfreigeist 19. März 2019 at 12:29

    Einer der Hauptwerber in der Merkelhuldigungspresse ist die teilverstaatlichte Commerzbank- also Quersubvention mit Steuern.
    Und eben die Deutsche Bank. Beide haben Probleme, die werden die Werbebudgets kürzen.

    Und wen soll ein Antifa-Kurs als Werbekunden auch erreichen? SUV-Produzenten für die paar GRÜNEN und hochverzinste Beteiligungen an Windkraftanlagen, dazu etwas Pharma mit Narkosewirkung.

    Die Bürgerlichen werden sich von diesen Weltanschauungsblättern weiter abwenden. No future, FAZ.

  24. Über die Medien wird der Mensch gesteuert. Das ist nichts Neues.
    Woher und wie soll er sich denn eine Meinung bilden, wenn nicht über seine Sinne?
    Wer also regiert hier tatsächlich?

    Ein Autor hat vor knapp hundert Jahren sich im Knast Gedanken darüber gemacht und in seinem Buch aufgeschrieben. Dabei kam er u.a. zu dem Schluss,

    „. . . dass durch kluge und dauernde Anwendung von Propaganda einem Volke selbst der Himmel als Hölle vorgemacht werden kann und umgekehrt das elendeste Leben als Paradies.
    Dies wusste nur der „Eine“, der auch dementsprechend handelte; der Deutsche, besser seine Regierung, besaß davon keine blasse Ahnung.“

  25. Über die Medien wird der Mensch gesteuert. Das ist nichts Neues.
    Woher und wie soll er sich denn (s)eine Meinung bilden, wenn nicht über seine Sinne?
    Wer also regiert hier tatsächlich?

    Ein Autor hat vor knapp hundert Jahren sich im Knast Gedanken darüber gemacht und in seinem Buch aufgeschrieben. Dabei kam er u.a. zu dem Schluss,

    „. . . dass durch kluge und dauernde Anwendung von Propaganda einem Volke selbst der Himmel als Hölle vorgemacht werden kann und umgekehrt das elendeste Leben als Paradies.
    Dies wusste nur der „Eine“, der auch dementsprechend handelte; der Deutsche, besser seine Regierung, besaß davon keine blasse Ahnung.“

  26. Wer für die FAZ noch zahlt, tut das entweder,
    (1) um sich zu informieren, was der Gegner denkt (wie Herr Hübner);
    (2) weil er* sich einbildet, er sei „konservativ“ oder sonst „gebildet“ (tatsächlich aber dumm);
    (3) weil er den linksliberalen FakeNews-Lifestyle-Siffdreck glaubt (ganz dumm).
    Ich habe 2015 gekündigt und schaue nur gelegentlich aufgrund von (1) auf die Homepage.

    Interessanter als die Abgesänge auf die FAZ et al ist die Frage, wie die konservativen Medien der Zukunft aussehen. Wo bleibt das Breitbart-Pendant für Deutschland?????

    *generisch. Alle 2567 Geschlechter mitgemeint.

  27. pow14 19. März 2019 at 13:09

    Wer jetzt noch die FAZ abonniert, dem ist nicht mehr zu helfen.
    Das Abo kostet aktuell übrigens so um die 700 Euro im Jahr………

  28. Ich verstehe nicht,wie sich diese ganzen Lügenblättchen in Zukunft
    finanzieren wollen und Gewinn einfahren.
    Wer derart am Volk und dessen Erwartungen,nach Wahrheit und Kritik,
    vorbeischreibt, muss doch in der Insolvenz landen.
    Zeitungen leben von der Vielfalt,und nur die eine Meinung zu verbreiten,
    nutzt am Ende niemandem,nicht der Zeitung,nicht dem Leser,und
    schon gar nicht dem Deutschen Volk,welches mit Unwahrheiten und geschönten
    Statistiken, ruhig gehalten werden soll!
    Deshalb ist die Bezeichnung Lügenpresse vollkommen Legitim,spiegelt dieser
    nur den jetzigen Zustand,in den Redaktionen, wieder.
    Alles für den Islam, alles für die Goldstücke,und wer dagegen ist,oder sich kritisch äussert,
    ist ein Nazi,bestenfalls,ein Spalter oder Rechter Populist!
    Es ist immer Schade,mit anzusehen,wenn ein gestandener,sich dem wahren Journalismus,
    verbundener Mensch,sich derart,einem System unterordnen soll.
    Hut ab, vor ihm,er hat meinen Respekt.

  29. @ johann 19. März 2019 at 14:22

    Is ja der helle Wahnsinn! Nicht viel mehr
    habe ich an Einkommen als aufstockende
    Rentnerin pro Monat, wovon ich alles bezahle:
    Warmmiete, Strom, Telefon, Lebensmittel,
    neue Waschmaschine u. Möbel, Gardinen usw.

    Luxus-FAZ, um zu lesen, daß die Merkel´sche Politik
    u. die heilige Greta von Schweden die Welt – u.a. vor
    Armut, Nazis u. Klima – retten würden sowie
    Deutschland sei reich u. an allem Bösen schuld.

  30. Blimpi 19. März 2019 at 15:30
    „Ich verstehe nicht,wie sich diese ganzen Lügenblättchen in Zukunft
    finanzieren wollen und Gewinn einfahren….“
    ——————————————————————————————-
    Schönes Stichwort, um sich ein weiteres Kabinettstückchen der linken Gesinnungsdespotie auszumalen:

    Ich kann mir die Einführung einer Zwangsabgabe für das Zeitschriftengewerbe gut vorstellen,
    muß nur hübsch genug „geframt“ werden, ähnlich der Verarsche von Funk und Fernsehen.
    Eine Presseabgabe für den „Erhalt der Demokratie“ vielleicht, um auch weiterhin einen „ausgewogenen“, „kritischen“ und „unabhängigen Journalismus“ zu gewährleisten oder so ähnlich.

    Die rotgrünlinken Lügenbarone werden dem „informierten“ Bürger schon den passenden Honig ums Maul schmieren.

  31. Das bedeutet natürlich auch, dass der Riss, der durch die Gesellschaft geht, vertieft wird: Auf der einen Seite sind die, die aus dem Mainstream ihre Informationen nehmen, auf der anderen Seite die, die wissen, dass man zumindest zusätzlich die freiere und freie Presse (Ausland, Blogs, soziale Medien) braucht.

    Je weniger kritische Journalisten im Mainstream verbleiben, desto stromlinienförmiger wird die Berichterstattung. Und dann stellt man auf einmal sogar in der eigenen Familie fest, dass zwei Weltbilder vorhanden sind, die man nicht mehr miteinander vereinbaren kann. Und oft ist es dann so, dass die Mainstreamanhängerschaft sich von den Freien abwendet. Zumindest kann man kaum noch miteinander über etwas anderes als Persönliches sprechen.

    In Nachbarschaft und im Bekanntenkreis ist es inzwischen wohl eher so, dass man als Rechtskonservativer oder Libertärer eh die Klappe hält. Gestern habe ich gerade gelesen, dass ich als von Hayek-Leser ein Staatsfeind bin – so die FDP-nahe Naumann-Stiftung.

    Ich habe inzwischen das Gefühl, dass es täglich schlimmer wird.

  32. Die bereiten sich auf die Zeit ohne zahlende Leser vor, wenn sie nur noch von einer staatlichen „Kulturschutzabgabe“ à la GEZ alimentiert sein werden, um die Regierungswahrheit unter die Leute zu bringen. In Teilen besteht dieses System heute bereits, z.B. durch sinnfreie Ministeriums-Werbeanzeigen oder die partielle Befreiung der Zeitungsausträger von Sozialabgaben.

    Bei mir ist dieses Blatt schon seit Jahren unten durch, als ich in einem Geschichtsartikel von ZWEI Weltkriegen lesen musste, die die Deutschen angeblich angezettelt hätten. Danach habe ich das Blatt abbestellt…

  33. Habe seit ein paar Monaten die „Jüdische Rundschau“ im Abo und kann sie wärmstens empfehlen!

  34. Danke für die Hintergrund – Info . Bleibt die Frage , was macht Steltzner demnächst ?? Wird er sich mundtot machen lassen , durch den Mainstream-Journalismus ??

  35. Nach und nach werden alle Merkel-Kritiker in den Medien und Ämtern entfernt und mit systemtreuen Höflingen ersetzt.

  36. @ matrixx 19. März 2019 at 11:35

    Ich war bis zur Flüchtlingskrise auch eifriger Leser der FAZ. Was seit Herbst 2015 mit dem Blatt passiert ist, spottet jeder Beschreibung. Ich warte auf den Tag, wo sich die Redaktionsleitung von der „Nazi“ Schriftart ihrer Zeitung reumütig verabschiedet und zu Arial umschwenkt. Natürlich nicht, ohne sich bei den Lesern für die alte Schriftart zu entschuldigen…
    ____________________________

    Ja, die FAZ eifert schon längst der TAZ nach. Die Auflagenzahl der FAZ geht ja auch abwärts, die Halbierung der verkauften Auflagenzahl scheint angestrebt. Die TAZ will sogar die Zeitung einstellen.

    Aber bis dahin sei noch mal was mit der Schriftart aufgeklärt, die Arial Schriftart ist mehr Nazi als die Frakturschrift:
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bc/Schrifterlass_Antiqua1941.gif
    Woher auch immer es kommen mag, aber es ist genau das Gegenteil der Fall, die Nazis mochten die moderner wirkende Antiqua Schriftarten, zu deren abgeleiteten Werken auch die Arial Schriftart gehört.

  37. Gerne reingezogen habe ich mir bei der FAZ den Don Alphonso. Seit der weg musste und jetzt bei der WELT hinter einer Aboschranke versteckt wird, ist der leider auch nicht mehr zugänglich.

  38. Offenbar haben das viele vergessen: Schon in den Siebziger Jahren erschienen in der FAZ stark linksorientierte
    Artikel.

  39. Holger Steltzner scheidet aus
    FAZ: Kurswechsel nach Berlin

    von Roland Tichy

    Der Herausgeber des Wirtschaftsteils der FAZ, Holger Steltzner, scheidet aus dem vierköpfigen Herausgebergremium aus. Offensichtlich soll auch der kritische Wirtschaftsteil gleichgerichtet werden. Er war die letzte Säule des klassischen Wirtschaftsliberalismus.

    Es ist eine dürre Nachricht, aber sie ist erschütternd: „Holger Steltzner ist aus dem Kreis der Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ausgeschieden. Die Grundlage für eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den anderen Herausgebern war nicht mehr gegeben. Steltzner war seit 2002 für den Wirtschafts- und den Sportteil zuständig.“

    Holger Steltzner ist der wohl einflussreichste konservative Journalist, den Deutschland noch hat. Schon seit 2015 zerreisst eine tiefe Kluft die FAZ: Das Feuilleton wirkt wie die Spielweise altgewordener Schülerzeitungsredakteure, die mal kurz auf Revolution machen, wenn sie nicht am Freitagnachmittag mit Greta Thunberg protestieren und sich dabei ganz jung vorkommen. Unter Frank Schirrmacher hatte dieser Trend begonnen, allerdings hatte es genialische Züge, die die Schwäche in der Argumentation überdeckten. Jetzt ist es nur noch bemüht; Jürgen Kaube, der Nachfolger, spielt mit dem Sand in Schirrmachers Schuhen. Der politische Teil feiert Angela Merkel und jeden ihrer Winkelzüge. Gelegentlich darf Jasper von Altenbockum einen klugen Kommentar schreiben, den er zwei Tage später relativieren muss. Seine Vorwitzigkeit wird immer scheuer, die Furchen immer sichtbarer. Es ist nicht leicht, eine anspruchsvolle Leserschaft mit dem gemischten Allerlei zu verköstigen, das aus der Kanzleramtskantine halbwarm angeliefert wird. Aber verdienstvoll.

    So ist es kein Zufall, dass der Herausgeber dieses politischen Teils, Berthold Kohler am Montag durch die Redaktionsstuben zog, um den Rauswurf von Holger Steltzner zu verkünden – ohne etwas zu sagen.

    Denn es war ein Rauswurf, so viel klingt zwischen den Zeilen durch. „Das wäre ja mal ganz was Neues, dass die @faznet den wahren Grund nennt, wenn sie einen Herausgeber feuert“, witzelt Hugo Müller-Vogg mit Galgenhumor bei twitter; auch er war einst ähnlich trocken aus den heiligen Hallen mit dem bröckelnden Putz und dem herabfallenden Stuck als Herausgeber entfernt worden.

    In Steltzners Teil war die Welt noch in Ordnung. Hier darf Heike Göbel die Wirtschaftspolitik kritisieren, die Energiewende wird kritisch beleuchtet. Wenn Kohler EU-Europa feiern lässt, zählt Steltzner die Kosten und addiert die Spesen. Während vorne die Politik mit Lob über Subventionen für die nationale deutsche soziale Staatsbatterie überquillt, denkt der Wirtschaftsteil darüber nach, woher der Strom kommen soll. Gerald Braunberger schaut auf Unternehmen; kritisch aber ohne grünen, anitkapitalistischen Schaum. Seine Analyse gescheiterter Bankfusionen stört die Kreise der Berliner Champion-Züchter.

    Oder der Finanzteil stellt die Frage, ob zwei Geldvernichtungsmaschinen wie die Commerzbank und die Deutsche Bank gemeinsam zu Dukateneseln mutieren, wenn die Horrorbrothers Altmaier und Scholz sie kreuzen. Nicht einmal von Schülerstreiks ist der Wirtschaftsteil angetan. Nüchtern und faktenreich wird die Wirtschaft abgebildet; es ist ein informativer Teil. Nur geringfügig übertrieben: Steltzners Teil ist die Börsenzeitung in groß, der Politikteil ähnelt in seinem Bemühen um Streicheleinheiten aus dem Kanzleramt längst dem Neuen Deutschland Honeckers und das Feuilleton geht mit der Titanic unter: Bemüht witzig, bloß es lacht keiner über die Schmutzeleien, die als Kulturgut missverstanden werden.

    Das ist an sich nicht ganz neu: Vor Einführung des Euros kämpfte der Wirtschaftsteil der FAZ unter Hans Barbier als Redaktionsleiter und Jürgen Jeske als Herausgeber gegen die Zerstörung der Mark, während die Politik damals schon Helmut Kohl huldigte, wenn auch nicht ganz so untertänig. Bekanntlich hat die Politik sich durchgesetzt, die Wirtschaft verloren.

    Das war damals gar nicht mal schlecht; zwei Blickweisen sind ja nie verkehrt. Eingebauter Widerspruch macht Medien wertvoll. Aber heute gilt ja eine subtil erzwungene, meist allerdings freiwillig befolgte, alternativlose Gleichschaltung. Man spürt, dass Steltzner lästig geworden war. Immer diese Meckerei aus Frankfurt; warum nicht so lieb sein wie die Süddeutsche Zeitung aus und mit dem Weitblick eines Prantlhausener Anzeigers. Immer diese Nörgelei, immer dieses Studieren von Ludwig Erhard im Original und nicht in der verseichten Form einer Sahra Wagenknecht. Dafür hat Steltzner den Ludwig-Erhard-Preis erhalten, und zu Recht. In seiner Dankesrede hat er gezeigt, wie die in den 50er-Jahren fast bankrotte FAZ durch das Engagement von Mittelständlern vor dem Ruin und Ludwig Erhard und seine Politik vor dem Untergang gerettet wurden. Marktwirtschaft braucht Kämpfer. Steltzner ist einer, der den Wohlstand für Alle nicht verdaddeln will.

    Steltzner ist ein kluger Mann, nie belehrend, aber klar. Er ist eckig, aber bekanntlich ist everybodys darling jedermanns Rindvieh. Er war loyal zu allen Mitarbeitern der FAZ, auch wenn er ihre Denkweise für falsch hielt und gegensätzliche Positionen vertrat; insofern ein letzter Vertreter des Korpsgeistes, der früher dort vorherrschend war. Wenn sich Redaktionen auseinander dividieren lassen, fallen sie auseinander oder müssen klein beigeben. Das wollte er nicht, ihm fehlte die Gefälligkeit, mit der sein Gegenspieler Kohler die Spielfiguren verknüpfte.

    Es ist schade um die FAZ.

    Es passt zum Tag, dass uns heute das Handelsblatt 200 Euro schenken will, wenn wir es abonnieren und die Wirtschaftswoche 250 bietet, wenn ich sie lesen wollte. Früher zahlten Leser für Zeitungen, heute zahlen die Verlage für Leser.

    Das ist der Zustand der Wirtschaftspresse heute.

    Was bietet mir jetzt die FAZ?

    https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/faz-kurswechsel-nach-berlin/

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