Moishes Märchenstunde

Moishes Märchenstunde

Moishes Märchenstunde

© 2009 by Daniel Haw

Daniel HawDaniel Haw ist Dramatiker, Maler, Komponist, Regisseur und Leiter des jüdischen Theaters Schachars in Hamburg. Nach einer graphischen und künstlerischen Ausbildung studierte der 49-Jährige in Kalifornien Schauspiel und Regie. Haw, Vater der jüdischen Comicfigur Moishe Hundesohn, veröffentlicht seine Cartoons jeden Freitag exklusiv auf PI.

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20 KOMMENTARE

  1. Nein, Familie Lamm öffnet die Türe nicht.
    Mutter Lamm war in Belgien und Vater Bock in
    Tschechien, um sich zu bewaffnen. Als der Wolf bei nächsten Mal klopfte, brannte ihm Vater Bock eine auf den Pelz. Und als der Wolf wieder einmal anklopfte, weil er blöde war, brannte ihm Mutter Lamm eine auf den Pelz, dass ihm hören und sehen verging.

    Da der Wolf nichts mehr zu fressen hatte, verhungerte er und liegt nun sklettiert im Gebüsch.

    Familie Lamm kann sich wieder frei und ungehindert im Wald bewegen.

    Und als Warnung mögen alle Wölfe zur Kenntnis nehmen, dass die Familie Lamm, die Waffen pflegt und aufbewahrt, falls sich noch einmal ein Wolf an Familie Lamm’s Tür traut. :mrgreen:

    Diese Geschichte muss gezeichnet werden. 😉

    Danke, Daniel Haw .

  2. Das passt wie die Faust aufs Auge. Nur das „unser“ Wolf zusätzlich noch behauptet er sei in Wirklichkeit ein Lamm.

  3. Ich freu mich auch auf jeden neuen Moishe!
    Danke, Herr Haw.
    Gruß, bibelpoint

    P:
    Heute dachte ich auch an die Geschichte von Luther:

    Vom wolff und lemlin
    Martin Luther

    Ein wolff und lemlin kamen on geferd
    beide an einen bach zu trincken
    Der wolff tranck oben am bach
    Das lemlin aber
    fern unden Da der wolff des lemlins gewar ward
    lieff er zu yhm
    und sprach
    Warumb truebestu mir das wasser das ich nicht trincken kan
    Das lemlin antwortet wie kan ich dirs wasser truben
    trinckestu doch ober mir
    und mochtest es mir wol truben Der Wolff sprach
    Wie? fluchestu mir noch dazu? Das lemlin antwortet
    Ich fluche dir nicht. Der wolff sprach
    ja Dein Vater thet mir fur sechs monden auch ein solchs
    du wilt dich Vetern Das lemblin antwortet
    Bin ich doch dazu mal nicht geborn gewest
    wie sol ich meins Vaters entgelten? Der Wolff sprach
    So hastu mir aber
    meine wisen und ecker abgenaget und verderbet
    Das lemlin antwortet / Wie ist das muglich
    hab ich doch noch keine zeene? Ey sprach der wolff
    Und wenn du gleichviel ausreden und schwetzen kanst
    wil ich dennoch, heint nicht ungefressen bleiben
    Und wurget also das unschuldige lemlin und fras es.

    Lere
    Der wellt lauff ist
    Wer frum sein wil
    der mus leiden
    solt man eine sache vom alten zaun brechen
    Denn Gewalt gehet fur Recht
    Wenn man dem hunde zu wil
    so hat er das ledder gefressen
    Wenn der wolff will
    so ist das lamb unrecht.

  4. Linke Saustallpolitik laesst sich auf einen kurzen Nenner bringen:

    Alles haben wollen moeglichst zum Preis null.

    Unseren linken Politikern ist der Wohlstand ins Hirn geschossen. Er hat sie VERDORBEN.

    weil sie jetzt alles haben.

    Das einzige was noch fehlt ist vom Satan beherrscht zu werden. Daran arbeiten sie jetzt mit entzuecken.

  5. Das erinnert mich ganz stark an eine Geschichte, die mal in Studienunterlagen der Alfa verbreitet wurde:

    Die Strichlösung

    nach Andreas Laun

    Rollen: 1 Sprecher, 5 Schafe, 1 Wolf

    Damals, vor langer Zeit, als ein Wolf zum ersten
    Mal ein Schaf schlug und auffraß, waren die Schafe
    bestu?rzt und ratlos. Was sollten sie nur tun? Da alle Versuche,
    sich mit den Wölfen zu verständigen, fehlschlugen, errichteten
    die Schafe Zäune mit scharfen Spitzen. Diese waren zwar kein
    absoluter Schutz, aber die Wölfe hatten Mu?he, durchzukommen. Manchmal
    verletzten sie sich oder mußten u?berhaupt aufgeben.
    Besonders gefährdet waren die ganz kleinen Schafe, die sich weder wehren noch laut um
    Hilfe rufen konnten. Zwar war auch ihr Weideplatz eingezäunt, aber die Wölfe wu?hlten
    sich unter dem Zaun durch oder zwängten sich durch die Drähte, wo immer diese etwas
    locker waren. Der Zaun verhinderte zwar das Schlimmste, aber trotzdem mußte
    so manches kleine Schaf sein Leben lassen.
    Schaf 1: Dies mu?ssen wir – so bedauerlich es auch ist – wohl in Kauf nehmen, aber
    wir du?rfen trotzdem nicht nachlässig werden. Die Schutzanlagen mu?ssen in Stand
    gehalten werden.
    Eines Tages aber kann eine Delegation der Wölfe zu den Schafen und sagte:
    Wolf: Laßt uns doch in Ruhe u?ber die ganze Angelegenheit reden. Wir verstehen
    ja euer Anliegen sehr gut und wir wollen euer Schafsrecht auf ein ungestörtes
    Leben auch achten.
    Bei diesem Satz ging ein aufgeregtes Raunen durch die Menge
    der Schafe. Der Sprecher der Wölfe machte eine bedeutsame
    Pause und fuhr fort, als sich das Gemurmel gelegt hatte:
    Wolf: Aber ihr mu?sst auch uns Wölfe verstehen. Den Zaun
    um Euch große, richtige Schafe können wir ja noch akzeptieren,
    aber gerade der Zaun, mit dem ihr die ganz
    kleinen Tiere umgeben habt, ist fu?r uns unannehmbar.
    Wozu dieser Zaun? Ihr werdet doch nicht behaupten wollen,
    daß das schon richtige Schafe sind, oder? Richtige
    Schafe seid doch nur ihr, die großen, starken Schafe.
    Bei diesem Satz verbeugte er sich leicht vor den Schafen,
    als wollte er damit seine Ehrerbietung vor der Schafswu?rde zum Ausdruck bringen. Dabei beobachtete er lauernd,
    wie die Schafe wohl reagieren wu?rden.
    Schaf 2: Seht nur, die Wölfe sind keine bösen Tiere!
    Schaf 3: Und welch hohe Meinung sie von uns haben!
    Schaf 4: Laßt uns hören, was er noch zu sagen hat!
    Wolf (mit weinerlicher Stimme): Immer wieder kommt es vor, daß sich einer der unseren verletzt! Hier, seht!
    Und auf ein Zeichen hin humpelte ein Wolf, der vor einiger Zeit erst im Zaun hängengeblieben war und sich schwer
    verletzt hatte, in die Mitte des Platzes.
    Wolf: Ihr seht ja selbst! Eure Zäune sind brutal und doch offensichtlich gegen uns gerichtet. Wollt Ihr wirklich andere
    Tiere so verletzen?
    Schaf 2: Oh je, das sieht ja wirklich schlimm aus!
    Schaf 3: Wir wollen doch den Wölfen nicht weh tun!
    Schaf 4: Wölfe sehen das eben anders, das muß man respektieren!
    Schaf 2: Jetzt schäme ich mich schon richtig fu?r unsere häßlichen, wolfsverachtenden Zäune!
    Wolf: Wie kann jemals zwischen uns Frieden werden, wenn ihr uns so behandelt? Ihr mu?sst uns respektieren! Außerdem
    solltet ihr bedenken: Was nu?tzen denn eure Zäune schon? Wenn ein Wolf Hunger hat, wird er doch hineinkommen.
    Der Wolf legte wieder eine Pause ein und ließ den verblu?fften Schafen Zeit, ihren verwirrten Gefu?hlen Luft zu machen.
    Wolf: Ich schlage Folgendes vor. Wir wollen die kleinen Lebewesen ja gar nicht fressen. Wir verlangen nur,
    daß ihr den nutzlosen und gefährlichen Zaun, den ihr um diese Lebewesen gezogen habt, abreißt.
    Viele Stunden dauerte die anschließende Diskussion unter den Schafen.
    Schaf 5: Jagt die Wölfe weg! Ihr Vorschlag ist unannehmbar!
    Schaf 3: Wie kannst du nur so radikal sein! Man muß die Wölfe verstehen und nicht einfach u?ber sie urteilen!
    Schaf 1: Ohne Zäune sind wir unseres Lebens nicht mehr sicher! Ohne mich!
    Schaf 4: Laßt uns doch einen Kompromiß erarbeiten: Den Zaun fu?r uns großen, richtigen Schafe lassen wir natu?rlich
    stehen. Diesen Schutz brauchen wir. Nur die Zäune, die die kleinen Lebewesen umgeben, reißen wir ab.
    Schaf 3: Ja, und damit deutlich wird, daß die Wölfe sie nicht reißen sollen, malen wir einen dicken, leuchtendweißen
    Strich auf den Boden, wo vorher die Zäune standen. Außerdem bieten wir den Wölfen Gespräche und Hilfe
    an, falls sie allzu großen Hunger haben.
    Schon am nächsten Tag ru?ckte ein Arbeitstrupp der Schafe aus und montierte den Schutzzaun unter den lauernden
    Blicken der Wölfe ab. Dann zogen sie mit weißer Farbe einen Strich auf den Boden und stellten ein Hinweisschild
    auf:
    Schafe reißen verboten
    Jedes Tier hat ein Recht auf Leben
    Auf die leise blökende Herde ihrer Kleinen, die nicht verstanden, was geschah, schauten sie nicht dabei. Es schien
    ihnen irgendwie peinlich zu sein. Kaum waren sie mit ihrer Arbeit fertig, wandten sie sich ab und gingen weg.
    In den folgenden Wochen wurde nur noch wenig u?ber die Neuregelung gesprochen. Es schien nahezu verpönt zu
    sein, u?ber die Strichlösung – so nannte man die Neuregelung – zu diskutieren.
    Schaf 2: Wir mu?ssen den Wölfen helfen und sie beraten, nicht diskriminieren!
    Schaf 3: Ja, ja, so ist es richtig, der Zaun hat ja doch nichts genu?tzt.
    Es war, als ob die Schafe sich durch die Wiederholung der Wolfsargumente selbst Mut machen und gegenseitig bestärken
    wollten in dem Glauben, sie hätten ein kluge Lösung gefunden. Es dauerte nicht lange, da taten sich einige
    Schafe zusammen und gingen zu dem Platz, wo sie die Lämmer gelassen hatten.
    Schaf 1: Da, seht mal! Unzählige Wolfsspuren – direkt u?ber den weißen Strich!
    Schaf 5: Das darf doch wohl nicht wahr sein! Das kann doch einfach nicht wahr sein!
    Schaf 1: Habe ich das nicht gleich gesagt? Das mußte ja schiefgehen!
    Schaf 4: Nein, nein, so kann man das nicht sehen! Sie haben bestimmt ihre Gru?nde gehabt! Laßt uns zu ihnen gehen
    und mit ihnen reden!
    Gesagt, getan! Die Schafe nahmen all ihren Mut zusammen und näherten sich dem Wolfslager.
    Wolf: Was wollt ihr denn hier? Wollt ihr neue Gräben zwischen uns und euch aufreißen, wieder uns Wölfe verletzen
    und den Frieden zwischen uns zerstören – ausgerechnet ihr, die Schafe, die doch friedlich sein sollten?
    Eingeschu?chtert zogen die Schafe ab und wandten sich hilfesuchend an ihre Regierungsvertreter.
    Schaf 5: Wir haben unzählige tote Kadaver unserer Kleinen am Boden liegen sehen! Die Wölfe haben….
    Schaf 3: Die Wölfe, die Wölfe! Hört doch auf, ständig schlecht u?ber die Wölfe zu reden. Wir haben durch den
    Strich am Boden deutlich zu erkennen gegeben, daß wir ihr Verhalten nicht fu?r richtig halten. Aber mit blutru?nstigen
    Geschichten, hochgespielten Emotionen und Verurteilungen der andersdenkenden Wölfe kommen wir nicht weiter.
    Zäune zu errichten, wäre eine neue Diskriminierung der Wölfe. Sollen sie sich wie Verbrecher fu?hlen? Wir mu?ssen
    sie u?berzeugen und ihnen helfen.
    Nachdem sie noch einiges u?ber Solidarität mit den Wölfen, Freiheit und Meinungsbildung von sich gegeben hatten,
    zogen sie sich hinter den Zaun ihrer Dienststallungen zuru?ck. Am Abend pru?ften sie sorgfältig, ob ihr Zaun in Ordnung
    und die Tu?r verschlossen war. Beruhigt schliefen sie dann ein.
    Das Heulen der Wölfe, das in der Stille der Nacht deutlich zu hören war, beru?hrte sie nicht mehr.

  6. Tut mir leid wegen der verhunzten Umlaute; in meiner Textverarbeitung waren sie noch richtig da. Hier fehlt halt eine Vorschaufunktion.

  7. Die Geschichte hat nur einen kleinen Fehler, der Islam vergibt nämlich nie, der Tod ist nur der Anfang ewiger Qualen.
    Den Allah ist ein Feigling und tritt die, die schon am Boden liegen immer noch weiter.

  8. Immer wieder lehrreich und manchmal auch aktuell , diese alten Märchen/Fabeln .

    Um im Tierfabel-Bereich zu bleiben:

    Bist ein schlauer Fuchs Daniel Haw !

  9. Wie schaffst du das, Daniel Haw, dass du dich immer wieder selber toppst? Weiter so!
    Grüße von deinem größten Fan.

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