KaracaörenIn der Osttürkei kämpft die letzte Familie des einstigen Dorfes deutscher Aussiedler Paulinenhof ums Überleben. Die Siedler gründeten den Ort 1892, als die Region Kars vorübergehend zum russischen Reich gehörte. Auch nach Gründung der Türkischen Republik zählte der Paulinenhof noch hunderte Einwohner deutscher Abstammung bis die 70er Jahre, als die meisten nach Deutschland auswanderten.

Nur Frederik Albuk, der Vater von August und Petro, entschied sich zum bleiben. Die beiden Söhne und ihre Kinder sind die letzten noch übriggebliebenen Deutschen und die letzten Christen.

„Hier sind wir geboren und aufgewachsen, hier haben wir gelebt und geliebt, hier will ich auch sterben.“ So verwurzelt fühlte sich Frederik im türkischen Boden, dass er seinen Kindern die deutsche Sprache nicht weitergab. Seit er seinen letzten Willen bekam und 1997 auf dem Dorffriedhof beigesetzt wurde, bindet nur der protestantische Glauben seine beiden Söhne und deren zwei Kinder – ein neunjähriges Mädchen und einen sechs Monate alter Junge – noch an ihr Schicksal als die letzten Deutschen von Paulinenhof.

Karacaören heißt das Dorf heute offiziell; das ist Türkisch und bedeutet „schwarze Ruinen“. Anstelle der abgewanderten Deutschen haben sich alewitische Turkmenen aus den umliegenden Bergen im Dorf niedergelassen – so viele, dass Karacaören heute in Wirklichkeit ein turkmenisches Dorf ist, das nur noch nominell als „deutsches Dorf“ durch die Propaganda von der multikulturellen und toleranten Türkei geistert.

Trotz aller Anpassungen an den türkischen Staat droht den Nachkommen der deutschen Siedler jetzt endgültig das Aus. Der 40-Jährige August ist infolge einer Krankheit bettlägerig, für seine Medikamente hat die Familie kein Geld. Sein Bruder Petro ist seit Jahren arbeitslos.

„Sobald der Arbeitgeber auf dem Personalausweis den Vermerk ,christlich‘ sieht, ist es vorbei. … Aber wir haben auch keinen Ort, an den wir gehen könnten.“

So behandelt man seit über 100 Jahren ansässige Christen in der multikulturell-toleranten Türkei.

(Spürnase: Jörg K.)

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20 KOMMENTARE

  1. Können wir das Dorf nicht kaufen? Daraus machen wir ein Camp für Schwererziehbare (auf Lebenszeit). Wißt ihr wen ich da hinschicke? Genau!

  2. Wie werden die Türken wohl die Europäer sehen, falls ihnen der große Wurf gelingt, sich in die EU einzuschleichen ?
    Als ungläubige Zahlesel. Das soll dann eine europäische Gemeinschaft sein, pfui Teufel.
    Links würde es möglich machen. Wenn man es läßt.

    Jean Claude Juncker, Luxemburgs Ministerpräsident, bis vor kurzem turnusmäßiger Ratsvorsitzender der EU, äußerte sich gegenüber dem SPIEGEL (Nr. 52/1999) zur real existierenden Demokratie in der EU so:

    »Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, ob was passiert. Wenn es dann kein großes Geschrei und keine Aufstände gibt, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter, Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.«

  3. In unseren Medien wird die angebliche Toleranz
    immer und immer wieder erwähnt.Gebetsmühlen mäßig,manchmal denke ich,glauben die das wirklich???? Oder wollen die uns verarschen?
    .

  4. Das würde ich nicht fragen, wir werden jeden Tag verarscht.

    In diesem Frontal Beitrag z.b. erfahren wir, woher der Islam den Antisemitismus hat.
    Eine unglaubliche Dreistigkeit, uns so manipulieren zu wollen, aber das ist eben das Staatsfernsehen in Deutschland 2009.
    Die 68er endlich ab in Rente, bitte.
    Tobt eure Lügen, eure Hetze und euren Hass auf das eigene Land im Altenheim aus.

  5. Wenn es nur das Dorf wäre.

    Das ganze überalterte Ein-Kind-Europa wird gegen hochaggressive und blutjunge, islamische Eroberunggenerationen ums Überleben fürchten müssen.

  6. Deutsche in der Türkei verrecken, weil sie den Arzt nicht zahlen können.

    Asiaten hierzulande bekommen Zucker in den Arsch geblasen.

    Ver-rückte Welt.

  7. Hm, eigentlich dachte ich, dass jeder Türke der irgendwo in Deutschland einen entfernten Verwandten hat, von uns eine fürstliche Krankenversorgung bekommt. Für so einen Fall wär ich sogar bereit, wenn ein kleiner Teil meiner Abzüge an die Leute geht. Wenn die jedoch illegalerweise nicht adäquat versorgt werden, so seh ich das als nen guten Aufhänger, diesen Vertrag zu kündigen. Von dem gesparten Geld kann man die paar Leute auch ordentlich behandeln und hat trotzdem noch hunderte Mio übrig.

  8. Wie kann man der Familie denn helfen.
    Für Susanne Winter habe ich drei Euro gespendet, und die hat ein Einkommen.
    Also hier würde ich gerne etwas mehr geben………………….aber wie?

  9. Die Eltern haben sich freiwillig dort niedergelassen. Wenn es ihnen dort nicht gefällt, sollen sie die Kurve kratzen, so einfach ist das.

  10. Wieder ein schönes Beispiel für Projektionene: Jedes islamische Land hat die Religion im Paß vermerkt. Im Ausweis. Und wehe, da steht nicht Islam. Dann ist es vorbei mit Chancen auf den Job, mit Chancen auf fast alles. Das weiß jeder Mohammedaner. Er weiß auch, daß in seinem Land nach Religion diskrimminiert wird. Dasselbe unterstellt er westlichen Demokratien. Und wird darin noch von linken oder allesverstehenden oder dämlichen oder naiven oder demokratiezersetzendenden Hornochsen (oder Saboteuren, je nach dem)bestärkt.

  11. Es wird Religion genannt. In Wahrheit ist der Islam eine totalitäre Ideologie, die jeden Bereich des Lebens regelt. Das weiß Ali Mustermuslim sehr wohl. Er weiß allerdings auch, wie er uns Wüstensand in die ungläubigen Äuglein streut.

  12. #12 heiner und sonst keiner

    Die Eltern haben sich freiwillig dort niedergelassen.

    Wohl den Artikel nur überflogen? Die Vorfahren der deutschen Familien gründeten das Dorf 1892, also vor 117 Jahren. Und damals gehörte die Gegend noch zum russischen Zarenreich und nicht zur Türkei. Das waren eher die Ururgroßeltern der heutigen Familie, die sich damals dort niederließen.

    Hier noch der allseits beliebte Evergreen von Erdogan:

    Assimilation ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

    Und in der Türkei können die Moslems nicht einmal die christlichen Gräber der deutschstämmigen Menschen ertragen und zerstören sie. Einfach widerwärtig.

    S A N T I A G O

  13. in eigener sache:
    verzeihung, da ist was verrutscht:
    nicht nur die tuerkei ist christenfeindlich.
    unsere eigene regierung ist es auch.
    so muss es heissen.

  14. Zu: Babieca
    >Jedes islamische Land hat die Religion im Paß vermerkt. Im Ausweis. Und wehe, da steht nicht Islam. Dann ist es vorbei mit Chancen auf den Job, mit Chancen auf fast alles. Das weiß jeder Mohammedaner. Er weiß auch, daß in seinem Land nach Religion diskrimminiert wird.<
    Im ersten Moment hab ich gedacht: warum machen wir das nicht auch so? Aber dann kam sofort der Gedanke, nee, wenn da dann "evangelisch" oder "buddhistisch" im Ausweis steht, haste keine Chance mehr, weil wir ja längst die "positive Diskriminierung" haben; als Restdeutscher kannst du vielleicht bei der Stellensuche die ARGE-Mitarbeiterin mit "Salem aleikum" begüßen, dann klappts sicher besser mit Unterstützung und Job.
    Soweit isses schon gekommen.
    Zu Santiago:
    Erdogan hat natürlich nur gemeint, das Verlangen, Türken sollten sich irgendwo im Ausland assimilieren, sei ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit; in der Türke herrschen ganz andere Gesetze, wenn hier die Gräber christlicher Deutschstämmiger zerstört werden, ist das ein selbstverständlicher Akt islamischer Selbstverteidigung gegen die Kreuzzügler! Daß es für nicht-Türken in der Türkeit auch mit Krankenkasse/Medikamenten nicht klappt, liegt auf derselben Linie.
    Und doch gibt es Deutsche, die in der Türkei Urlaub machen und eine Menge Geld dort lassen obwohl jeder die Möglichkeit hat, sich über die Verhältnisse dort zu informieren.

  15. Mannmannmann, zwei Mal hab ich bei „Türkei“ einen Tippfehler gemacht. Ob das tief blicken läßt?

  16. Trotz aller Anpassungen an den türkischen Staat droht den Nachkommen der deutschen Siedler jetzt endgültig das Aus. Der 40-Jährige August ist infolge einer Krankheit bettlägerig, für seine Medikamente hat die Familie kein Geld. Sein Bruder Petro ist seit Jahren arbeitslos.

    Und gleichzeitig überweisen unsere Krankenkassen jährlich Milliarden an Beiträgen in die Türkei um dortige Familienangehörige hiesiger Schmarotzer umsonst mitzuversichern – pervers.

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