Moulay IsmailDie marokkanische Tageszeitung Akhbar al-Youm aus Casablanca wurde vom Innenministerium verboten, weil sie es gewagt hat, eine Karikatur (l.) über die Hochzeit des Cousins von König Mohammed VI. von Marokko zu veröffentlichen. Das strittige Bild wurde als „Respektlosigkeit“ vor der Monarchen-Familie ausgelegt. Es zeigt den königlichen Cousin Moulay Ismail auf einer Hochzeitssänfte vor einem Stern, der an den Stern in der marokkanischen Flagge und an einen Davidsstern erinnert.

Vermutlich spielt die Karikatur darauf an, dass Moulay Islamil eine Muslimin aus Deutschland geheiratet hat. Aus dem Bild spricht demnach eine antisemitische Tendenz: Eine Muslimin aus Deutschland ist eine „Jüdin“. Hier liegt vermutlich auch der Kern des Beleidigtseins. Ein schlimmeres Schimpfwort als „Jude“ kennt der edle, arabische Herrenmensch nicht.

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14 KOMMENTARE

  1. Aus dem Bild spricht demnach eine antisemitische Tendenz: Eine Muslimin aus Deutschland ist eine “Jüdin”. Hier liegt vermutlich auch der Kern des Beleidigtseins. Ein schlimmeres Schimpfwort als “Jude” kennt der edle, arabische Herrenmensch nicht.

    Unsere 68erInnen trainieren Mädchen gleichzeitig gegen Antisemitismus und Rechtsradikalismus. Was aber, wenn ein „Deutsch-Marrokaner“ eine antisemitische Bemerkung macht?

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  2. Man muß den marokkanischen König beglückwünschen.

    Seine Leute sind, zumindest wenn es um Mitglieder der königlichen Familie geht, „auf Zack“.

  3. Mich würde auch interessieren, warum der Typ in der karikatur seinen rechten Arm so seltsam ausgestreckt in die Höhe hält – hat das eventuell etwas damit zu tun, dass der edle marokkanische Häuptling eine Deutsche geheiratet hat?

  4. @ PI

    Mohamedaner oder Mohamedanerin sind deutsche Worte. Hier in Spanien hier in Spanien sind diese Sorte Mäuse Muslims oder Muslima.

    Ich wäre dafür, dass auch PI in Deutschland Deutsch schreibt, und die Spanier in Spanien Spanisch.

    MohamedanerInnen wollen natürlich Muslim und Muslima genannt werden, es hört sich niedlicher an, es ändert aber nichts daran, dass sie Mohamedaner sind.

  5. Geehrte Leser, machen wir uns nichts vor, der edle Wüstensohn hat jetzt einen deutschen Pass.
    Würde jemand gegen mich wetten, dass wir demnächst die Unterhaltszahlungen für ihn und seine vier Ehefrauen leisten? Weil: blöd sind diese Liebhaber von Kamelen nicht.

  6. „Jude“ ist eine Beleidigung für Moslems?
    Jeder Musel könnte doch froh sein, wenn er nicht dumm wie Brot sein müsste, nur weil es seine Religion fordert. Auch die Frauen von diesen „Kinderliebhabern“ würden sich über ausgiebigen und vor Allem befriedigendem Sex freuen.

    Liebe beschnittenen Halbaffen,
    nicht jede frau will vergewaltigt werden. Auch wenn Euer „Prophet“ seine Frauen nur durch Gewalt bekam, so ist das kein Grund für Euch genauso abartig zu sein. Ihr seid schon – neben der geistlichen Schwäche – in der Hose stark benachteiligt, dann müsst ihr nicht auch noch Sexkrank sein.

  7. #5 Mata.moros

    Ich dachte immer, auf Spanisch heißt Moslem musulmán bzw. musulmana (ich liebe diese Sprache). Den Wortstamm „muslim“ mag ich auch nicht. Es wird seit einiger Zeit in allen Medien verwendet und scheint die aktuelle politisch korrekte Bezeichnung zu sein. Da ich alles politisch korrekte scheue wie der Teufel das Weihwasser, verwende ich muslim selbstverständlich nicht. Ich finde es bedauerlich, dass diese PC-Bezeichnung ausgerechnet bei PI so häufig verwendet wird.

  8. Sind nicht die „Muslime“ die „neuen Juden“?

    Das sagen doch ihre Stammes-, hüstel, Standesvertreter hierzulande jedesmal, wenn sie eine halal Extrawurst haben möchten.

  9. Bevor hier die Leute anfangen pauschal über Marokkaner oder Muslime im Allgemeinen herzuziehen sollten sie Folgendes wissen: Die marokkanische Königsfamilie ist für unabhängige Berichterstattung und Karikaturisten tabu. Ob die Familie negativ (wie hier) oder positiv dargestellt wird spielt keine Rolle. Diese Praxis nimmt manchmal bizarre Züge an, neulich wurde zum Beispiel die Ausgabe eine Zeitschrift verboten, in welcher Umfrageergebnisse veröffentlichen wollte, nach welchen 91% der Bevölkerung mit ihrem König zufrieden sind (dieses Ergebnis ist bemerkenswert, bedeutet es doch dass die anti-monarchistischen Islamisten in Marokko nicht wirklich Sympathieträger sind). Wenn hier ein Mitglied der Königsfamilie aufgrund der Tatsache, dass er eine Deutsche heiratet, gleich mal in die Nähe von Nazis oder Juden oder Zionisten gerückt wird (nichts gegen Juden und Zionisten, aber die meisten Marokkaner gehören nun mal nicht dazu), gibt es allen Grund, beleidigt zu sein, auch für uns (ob man deshalb die Zeitung gleich verbieten musste … aber siehe oben). Marokko hat den höchsten jüdischen Anteil an der Bevölkerung aller arabischen Länder, die Juden stehen unter ausdrücklichem Schutz des Königs und sind auch in Regierungspositionen vertreten. Übrigens wären 40-50% der Marokkaner schwer beleidigt wenn sie als Araber bezeichnet würden, sie sind nämlich Berber.

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