Franzi DrohselZugegeben, wir haben Franziska Drohsel (Foto) kurz nach ihrer Wahl zur Juso-Vorsitzenden wegen ihrer Aktivitäten für die vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestufte “Rote Hilfe“ hart attackiert. Jetzt hat Drohsel – und das verdient Respekt – die fehlende Distanz zum Islamismus und den Antisemitismus im eigenen politischen Lager scharf angegriffen. Es könne nicht angehen, dass „rechte Inhalte unter einem linken Etikett“ verkauft würden.

In einem Gastbeitrag für die WELT schreibt die Juso-Vorsitzende:

Es gab Zeiten, da war alles noch ganz einfach. Wer links war, der war gleichzeitig Antifaschist. „Nazis raus“-Rufe auf Demos gehören bis heute zum guten Ton derjenigen, die sich innerhalb des breit gefächerten linken politischen Spektrums bewegen.

Linke traten für die Schwachen der Gesellschaft ein, unabhängig von ihrer Herkunft. Der programmatische Spruch „Die Grenze verläuft zwischen oben und unten und nicht zwischen den Völkern“ war und ist Ausdruck dessen, dass das Konzept Nation in einer linken Politikperspektive nichts zu suchen hat.

Gibt es ein starres Lagerdenken bei den Linken?

Doch ist alles wirklich so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht? Nein, oftmals verstecken sich hinter vermeintlich linken Ansätzen reaktionäre Gedankenmuster, die mit der anfänglichen Intention, nämlich einer „Assoziation, worin die freie Entfaltung eines jeden die Bedingung für die freie Entfaltung aller ist“ (Karl Marx), wenig zu tun haben.

Diese Bestandsanalyse fällt Linken schwer. Allerdings ist die Stärke linker Theorie und Politik gerade, aus schonungslosen Analysen der Realität praktische politische Konsequenzen zu ziehen. Innerhalb der Linken hat in den 1990er Jahren und besonders um das Für und Wider des Irak-Kriegs 2003 eine Debatte stattgefunden, die richtig war und notwendig bleibt, da sie zu einer theoretischen Neufundierung des emanzipativen Ansatzes linker Politik beiträgt.

Im Kern geht es um die Frage, wo vermeintlich linke Antworten auf reaktionären, meist antisemitischen Annahmen basieren. Auf Transparenten sowohl linker als auch rechter Demonstrationen ist mittlerweile zu lesen, man sei „gegen das internationale Finanzkapital“. Wo es tatsächlich Ähnlichkeiten in der Argumentationsweise von links und rechts gibt, bewegt sie sich nahe an verschwörungstheoretischen Konstrukten.

Ein Beispiel ist die bereits erwähnte Kritik am internationalen Finanzkapital. In der Wortwahl steckt unausgesprochen die Behauptung, dem negativem internationalen stehe ein positives nationales Kapital gegenüber. Dies negiert zum einen die strukturellen Zwänge ökonomischer Akteure in kapitalistischen Wirtschaftssystemen, ganz gleich, ob sie nun „national“ oder „international“ agieren. Der dem Konkurrenzsystem Kapitalismus notwendig zugehörige Zwang zur Profitmaximierung wirkt immer, egal auf welcher Ebene sich ein Unternehmen bewegt.

Zum anderen sollte, so man bei dieser Argumentation einige Wörter austauscht, eine historische Ähnlichkeit auffallen, in deren Nähe ein links politisierter Mensch wahrscheinlich nicht gesehen werden möchte. Auch die Nationalsozialisten teilten das Kapital in „gut“ und „böse“ auf. Sie sprachen jedoch von „raffendem“, also spekulativem, und „schaffendem“, also produktivem Kapital. Das „raffende“ Kapital wurde dann mit den Juden als deren böse Agenten identifiziert, die für alles Schlechte verantwortlich gemacht wurden und deshalb aus der Welt geschafft werden sollten. Das historische Ergebnis dürfte bekannt sein.

Lehnt sich linke Politik an rechte Hetz-Parolen an?

Lehnt sich linke Politik an diese Redeweise an, muss sie sich den Vorwurf gefallen lassen, antisemitisch zu argumentieren oder zumindest einer solchen Argumentation Vorschub zu leisten. Es muss also aus einer linken kapitalismuskritischen Sicht klar sein, dass Produktions- und Zirkulationssphäre des Kapitals zusammengehören und sich gegenseitig bedingen. Hier gehts weiter…

» Kontakt: info@jusos-berlin.de

(Spürnase: Wolf Herbst)

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45 KOMMENTARE

  1. Hätte ich von der ultralinken Drossel nicht gedacht, dass sie mal zu differenzieren anfängt..

    Aber schließlich war auch der Schröder in jungen Jahren strammer Jungsozialist 🙂

  2. Unglaubwürdiges Gefasel.

    Wer solch linksextreme/kommunistische Positionen vertritt ist nicht tragbar.

    Da hilft es auch nicht so ein halbgares Israel-Bekenntnis abzuliefern.

    Demnächst vertritt sie dann wieder die „Rechte“ ihres Kommunisten-Krawall Klientels.

  3. Das heißt im Umkehrschluss, dass Antisemitismus und Islamismus „rechte Inhalte“ sind…

  4. Franziska Drohsel ist noch sehr jung. Ganz vorsichtig ist sie da einem Verdacht auf der Spur, der durchaus weitere Untersuchungen verdient. 😉

  5. Ich weiß trozdem nicht, was ich von der halten soll. Sicher ist ihre Antisemitismus-Krititk gut, dennoch sollten wir sie jetzt nicht in den Himmel loben.

    Zum Beispiel habe ich bei der Hamburger Burgerschaftswahl die Zentrumspartei (älteste Partei Deutschlands) mit dem ehemaligen Innensenator Dirk Nockemann gewählt. In ihrem Verein „Blick nach rechts“ bezeichnet man diese Partei als rassistisch, dabei erwiesen sie und ihre Mitglieder sich zu Hitlers Zeiten als sehr Widerstandsfähig gegen seine Parolen und wurden deswegen auch verfolgt.

    Vielleicht gehört Frau Drohsel ja zu den Antideutschen Linken, diese sind sehr Israel- und Amerikafreundlich, aber im Punkto Deutschland kann man sie vergessen.

    Na ja, ich verstehe aber auch PI. Es hätte schlimmer kommen können, sehr viel schlimmer. Wir haben ja schon einige linke Politiker auf Israelfeindlichen Demos gesehen, insofern hat hier Frau Drohsel ein kleines Lob verdient. Denn ihre Stellungnahme kam doch mehr al unerwartet. 🙂

  6. #10 Linkenscheuche

    Gregor Gysi ist doch selbst Jude da ist es fuer Ihn doch wohl das Mindeste das er Israel unterstuetzt, beim Rest der SED-Rotte waere Ich mir aber nicht so sicher.

  7. Mein Gott, eure Naivität macht mich sprachlos. Ihr solltet kritisch hinterfragen, weshalb plötzlich ein Sinneswandel eintritt, anstatt vorschnell zu jubeln, dass die Linke endlich das Vorhandensein des linken Antisemitismus selbst eingesteht. Das es linken Antisemitismus gibt, wissen wir seit langem und wir brauchen nun wirklich nicht die Bestätigung von der Linken.

    Die einzig sinnvolle Fragestellung ist die nach dem Sinn des neuerlichen Manövers der Stasipartei und der ihr hörigen Kräfte!

    Zu eurer Erinnerung:

    Erst wird Petra Pau nach Israel geschickt, besser gesagt: vorgeschickt, und nach ihrer Rückkehr erzählt sie ähnlich wundersame Erkenntnisse, wie der Anführer Gysi Wochen später. Wieder ein paar Wochen später, quasselt die Drohsel her masters voice nach. An der reihenfolge des Auftretens könnt ihr übrigens sehen, das meine These von der neuerlichen Hegemonie der Stasipartei richtig ist.

  8. Na die merkt aber auch alles, diese Drohsel!
    Nur, wenn die erst jetzt draufkommt….
    in welcher Pendeluhr hat die denn bisher geschlafen???

  9. #11 Teddy Mohammed

    Wer Jude sein kann, bestimmt die Halacha, und demzufolge ist Gregor Gysi definitiv KEIN Jude.

  10. Finde ich aller Ehren wert, was sie da sagt. Besonders für ihr Alter.

    Wenn die 68er so früh mal ein bisschen über ihre geistig-moralische Grundlage nachgedacht hätten, wäre der Republik das heutige Islam-kulti-Desaster erspart geblieben.

    Ich fürchte nur, dass sie damit ihr politisches Todesurteil unterschrieben hat. Vielleicht musste dass so kommen. Sobald jemand bei den Linken das Haupt zu Gedanken jenseits der Ideologie erhob, wurde es abgeschlagen.

    Gute linke Diskurstradition. Intelligente, freiheitsliebende Personen bleiben nicht gerne bei den Linken. Und auch nicht in Ländern, die diese regieren.

    Dass Frau Drohsel gerade den antisemitischen Marx zititiert (mit seinem Judenhasserkumpel Engels), ist zwar von tragischer Ironie, aber wie gesagt, sie ist ja noch jung und offensichtlich lernfähig. Das sollte man nicht gegen sie halten.

    Die Tatsache allein, dass noch Menschen sich ihre eigenen Gedanken machen und diese auch offen aussprechen, finde ich recht positiv.

  11. Warum ich trotz allem die Linkspartei unterstütze? Weil es in Deutschland eine immer größere Gerechtigkeitslücke gibt, weil SPD UND Union die Wähler seit 20 Jahren nach Strich und Faden verarschen, weil Deutschland 1,5 Billionen Euro Schulden hat und die etablierten Parteien keine langfristige und nachhaltige Sparpolitik betreiben. Schuld an dem Schulenstand hat die Union und SPD, nicht die Linkspartei. Ein absolut verworrenes Geflecht, dass man Steuerrecht nennt, die dritte verkorkste Gesundheitsreform, ein Schulsystem, dass an uralten Werten festhält und schon von vielen Experten als veraltet abgestraft wurde. Gesetze, die die Demokratie und die hart erkämpften Freiheiten einschränken. Eine verlogene Arbeitslosenstatistik, mit der sich SPD und Union jetzt profilieren. Ich wähle keine Lügner, ich wähle keine Kriminellen, also unterstütze ich eine neue Partei, die ENDLICH das Parteienoligopol aufbricht und die Volksverdummungsparteien SPD und Union auf den Boden der Tatsachen zurückholt. Manche Ansichten der Linken lehne ich entschieden ab, aber ich bin klug und differenziert genug, um nicht nur einseitig auf die Linken zu schimpfen und selber dann so oberflächlich und blöd zu sein und die Lügner von der Union zu wählen……
    Die Pro… Bürgerbewegung ist für mich eine Alternative, aber solange 80% der Menschen einen Text nicht richtig lesen können und damit auch oft falsche Schlussfolgerungen ziehen, wird es in Deutschland keine Veränderung geben und eine Veränderung brauchen wir dringendst. Die Linkspartei, und bitte nennt Sie doch auch so, ist ein Anfang. Leider zu links, aber eine Alternative ist (noch) nicht in Sicht…..

  12. Alan Posener, Kommentarchef der WELT am SONNTAG, prohezeite heute, dass Europa faschistisch wird, bevor es islamisch wird:
    http://debatte.welt.de/weblogs/148/apocalypso/69670/was+kommt+nach+dem+islamismus

    Auch wenn ich nicht alles teile, was er in seinem Kommentar schreibt, aber diese Befürchtung habe ich auch! Wegbereiter allerdings sind unsere Parteien, die jede Diskussion über die Islamisierung im Keime ersticken. Einer der Säulen der Demokratie ist nun mal die freie Diskussion. Fehlt diese, werden die anderen Säulen geschwächt, und die Demokratie kann einstürzen.

    Lasst uns Alles dafür tun, dass es nicht soweit kommt!

  13. Zitat Drohsel

    Linke traten für die Schwachen der Gesellschaft ein, unabhängig von ihrer Herkunft. Der programmatische Spruch “Die Grenze verläuft zwischen oben und unten und nicht zwischen den Völkern” war und ist Ausdruck dessen, dass das Konzept Nation in einer linken Politikperspektive nichts zu suchen hat.

    Hm … Das Konzept Nation hat in der Politikerperspektive nichts zu suchen …
    Wie soll ich das verstehen? Wieder so eine Hintertür?
    Sprich: Man kann Deutschland ruhig verschachern?
    Nee, nee, das muss noch viel passieren bei den Linken, bis ich bei denen Zeichen der Besserung erkenne.

  14. Und auch in der Welt:

    Die Kommunistin Sahra Wagenknecht soll die neue starke Frau der Linken werden. Die Traditionalisten in der Partei wollen, dass Wagenknecht Katina Schubert als Frau unter den stellvertretenden Parteivorsitzenden ablöst. Doch die Parteijugend rebelliert gegen den Vorschlag. Sie sehen Wagenknecht als Stalinistin.

  15. Daß sie linken Antisemitismus kritisiert, ist zunächst mal grundsätzlich positiv und auch überfällig …

    Mir geht es hier aber um eine andere Stelle – im Namen des Kampfes gegen Antisemitismus und Rassismus werden hier per Hintertür westliche Werte verneint:

    Linke traten für die Schwachen der Gesellschaft ein, unabhängig von ihrer Herkunft. Der programmatische Spruch “Die Grenze verläuft zwischen oben und unten und nicht zwischen den Völkern” war und ist Ausdruck dessen, dass das Konzept Nation in einer linken Politikperspektive nichts zu suchen hat.“

    Das spiegelt meiner Auffassung nach eigentlich den Kern linken Denkens wider. Das hat sie schön knapp formuliert, muß man wirklich sagen.
    Und es ist genau diese ungeheuerliche Anmaßung, die in der Verneinung westlicher Traditionen und der Geschichte westlicher Institutionen besteht. Dieser bisweilen fanatische Irrglaube, ein paar Philosophen und Sozialwissenschaftler des 19. und 20. Jahrhunderts könnten die seit 10 000 Jahren gültigen Spielregeln menschlicher Gesellschaften und 2000 Jahre europäische Geistesgeschichte aushebeln.
    Diese Anmaßung, sich außerhalb der Geschichte stellen zu wollen und mit einem völlig ungerechtfertigten moralischen Dünkel Konzepte zu preisen, die noch nie und nirgendwo funktioniert haben; und dort, wo man es probiert hat, waren eigentlich immer Massenmord und Zivilisationszusammenbrüche die Folge.

    Wie kommt man eigentlich auf die Idee, daß das Eintreten „für die Schwachen der Gesellschaft, unabhängig von ihrer Herkunft“ unter „linkem“ Vorzeichen zu stehen habe, wo doch die Idee der Nächstenliebe eine zutiefst christliche ist? Eine Idee, die weit älter ist als das Denken in linkem und rechtem Lager.

    Konservative sind viel bescheidener, und das ist auch gut so!

  16. Ich kann mich den Zweiflern hier nur anschließen. Ob bei Frau Drohsel und Co. wirklich ein Sinneswandel statt gefunden hat, kann ich nicht so recht glauben, da muss schon mehr her z.B. konkrete Gesetzesinitiativen bzw. unterstützung und Umsetzung von Gesetzen die, die Ausweisung von Islamisten beschleunigen und keine weitere Unterstützung von Autonomengruppen. Ansonten glaub ich eher ist die Haltung von Drohsel & Co. dem zunehmenden Glaubwürdigkeitsverlust der Linken geschuldet und das die Bevölkerung in der Linken und den Islamisten die wirkliche Bedrohung unserer Demokartie sieht.

  17. @#18 Laurel

    Das ist die linke These, dass der Arbeiter sowieso kein Vaterland hat.

    Frau Drohsel springt nur auf das Gysi-Pferd auf. Diese hat zumindest begriffen, dass Israel nicht das Reich Mordor ist.

    Und es gibt genug Juden und isrealische Juden, die den israelischen Staat bekämpfen – im Zweifel auf der Achse des Guten Broder lesen oder Lisas Welt

  18. Man drosselt sich wie ein singendes Vögelchen in linker Randgruppierung um ein bißchen Eindruck zu schinden. In meinen Augen weder Fisch noch Fleisch. In der Hoffnung, das damit bedrucktes Papier nicht auch noch bezahlt werden muß.

    Spider

    P.S. Klopapierrollen ausgenommen. Sorry, hab ich vergessen.

  19. @#2 Hausener Bub
    Es scheint bei den Linken so etwas wie einen Israeltag zu geben. Man sollte die Hoffnungen daran allerdings nicht zu hoch schrauben, immer wenn’s drauf ankommt, unterstützen sie die Islamisierung Europas.

  20. Wenn ich das Wort „Gerechtigkeitslücke“ lese, dann wird mir irgendwie schlecht. Metaphysikalische Esoterik trifft auf Politik? Herrgottimhimmel, manch einer wird laut „Danke“ schreien, wenn er die Bastonade verabreicht bekommt – solange es für jemand gerecht ist.

    #21 Ocelldefoc (19. Apr 2008 18:35)

    Hätte nie gedacht, Dir Punkt für Punkt zustimmen zu können. Respekt und Dank!

  21. Allerdings ist die Stärke linker Theorie und Politik gerade, aus schonungslosen Analysen der Realität praktische politische Konsequenzen zu ziehen.

    Wirklichkeiten sind für Linke immer nur in soweit überhaupt relevant, als sie sich eignen, daraus ideologisches Kapital zu schlagen. Linke wollen nie Probleme lösen, sie wollen sie immer nur zu ihren Zwecken nutzen. Man nennt solche Leute Problemparasiten.
    Für die ist Israel nur so lange wichtig, wie sie damit in die Zeitung kommt.

  22. Das verstehe ich nicht, dass eine Juso-Vorsitzende sich von einem ureigenen Thema der Arbeiterklasse distanziert: Der Unterscheidung zwischen schaffenden und raffenden Kapital. Dieser Unterschied personifiziert sich deutlich bei den reichsten Männern der Welt. Der Protagonist des „schaffenden Kapitals“ ist doch wohl der Gates. Als Vertreter des „raffenden Kapitals“ kam jetzt ein New Yorker namens Paulson in die Schlagzeilen, der verdiente mit Spekulationen auf die fortschreitende Banken-und Finanzkrise 3, 4 Milliarden Dollar. Der hat diese Riesensumme kassiert, ohne was zu produzieren, zu erfinden oder zu verkaufen. Und gegen solche will eine junge Linke nicht mehr antreten? Wofür sollen denn dann die Jusos gut sein?

  23. Der Sozialismus ist grundsätzlich und immer menschenfeindlich.

    Denn der Sozialismus und dessen Wohlfahrtsstaat bedarf zur Umsetzung seiner Ziele immer und ausnahmslos des Zwangs und der Unterdrückung.

    Alle sozialistischen Experimente sind weltweit und ausnahmlos grandio gescheitert und haben weltweit und ausnahmlos immer über kurz oder lang in Armut, Hunger und Unterdrückung geführt.

    Es gibt keinen „guten Sozialismus“, der nur „schlecht gemacht“ sei – der Sozialismus ist per ein unterdrückerisches, weil individualfeindliches Konzept.

    Und vor diesem Hintergrund ist das Geschwätz einer altklugen Jungsozialistin bedeutungsloses Gewäsch.

  24. Der Sozialismus ist grundsätzlich und immer menschenfeindlich.

    Denn der Sozialismus und dessen Wohlfahrtsstaat bedürfen zur Umsetzung seiner Ziele immer und ausnahmslos des Zwangs und der Unterdrückung.

    Alle sozialistischen Experimente sind weltweit und ausnahmlos grandios gescheitert und haben weltweit und ausnahmlos immer über kurz oder lang zu Armut, Hunger und Unterdrückung geführt.

    Es gibt keinen „guten Sozialismus“, der nur „schlecht gemacht“ sei – der Sozialismus ist per se ein unterdrückerisches, weil individualfeindliches Konzept.

    Und vor diesem Hintergrund ist das Geschwätz einer altklugen Jungsozialistin bedeutungsloses Gewäsch.

  25. Mich überraschen derartige Äußerungen einer Juso-Vorsitzenden im positivem Sinne
    Dass ihre Äußerungen hier auf hilfloses Unverständnis stoßen, weil es sich nicht gut zum Kommunisten-bashing eignet, überrascht allerdings weniger, typische PI-Leser-Trolle.
    Ich finde besonders positiv, dass dieser Artikel hier überhaupt veröffentlicht wurde, dass habe ich PI ehrlich nicht zugetraut.

  26. #34 RedHead

    Wie gesagt, eine Distanzierung von linkem „gutem“ und „ehrbarem Antisemitismus in antizionistischer Verkleidung ist grundsätzlich positiv, aber auch überfällig. Vielleicht ist das eigentlich auch eine Selbstverständlichkeit, für die es keinen gesonderten Beifall zu zollen gilt.

    Drohsel schreibt aber im gleichen Zug, daß allgemein Linke „für die Schwachen der Gesellschaft ein, unabhängig von ihrer Herkunft“ eintreten.
    Ist dieser moralische Überlegenheits- und somit Machtanspruch wirklich etwas, was vielleicht nur ansatzweise auf „linkem Denken“ beruht? Oder treten auch nicht andere Akteure viel stärker „für die Schwachen der Gesellschaft ein, unabhängig von ihrer Herkunft ein“, z.B. die Kirchen? Ist es nicht so, daß Linke an staatlich besetzten Stellen meist Menschlichkeit für sich proklamieren, während andere, oft unpolitisichere Menschen, die ehrenamtlich arbeiten, tatsächlich menschlich sind (und nebenbei auch keine Macht über andere beanspruchen?).

    Endgültig verreist sie dann nach Utopia bei diesem Satz:

    „Die Grenze verläuft zwischen oben und unten und nicht zwischen den Völkern” war und ist Ausdruck dessen, dass das Konzept Nation in einer linken Politikperspektive nichts zu suchen hat.“

    Welche Folgerungen habe ich aus so einem schwammigen Schwachsinn zu ziehen. Sollen jetzt von heute auf morgen die Grenzen der Welt abgebaut werden, in der Sicherheit, daß es dann friedlicher auf der Erde zugeht?

    Nein, das was die da schreibt ist für mich ganz und gar nicht „menschlich“ – vor der Umsetzung ihrer Gedanken graust mir – daß sie hier Kritik an Antisemitismus in den eigenen Reihen mit einer Propagierung korrupter Gesellschaftsmodelle verpanscht ist außerdem eine intellektuell widerwärtige Vorgehensweise!

  27. #21 Ocelldefoc das Konzept Nation in einer linken Politikperspektive nichts zu suchen hat.” Das spiegelt meiner Auffassung nach eigentlich den Kern linken Denkens wider.

    so wie du das linke „Denken“ kennst, trifft es zu. Reise einmal mit der Zeitmaschine in die Vergangenheit und dann reden wir nochmals über die Sache.

  28. Also, hübsch fand ich die Drohsel ja schon immer ;-).
    Nein, mal im Ernst: Dass es unter den Linken einige Anti-Antisemiten gibt, wusste ich schon früher. Das ändert doch nichts daran, dass der Sozialismus neben der multikulturellen Gesellschaft eins von zwei Dingen sind, die nie funktionierten und nie funktionieren werden, daher ist und bleibt der Jusos ein Verein, den die Vernünftigen – und gerade wir bei PI – nicht brauchen!

  29. Also ich habe das so verstanden:

    „Nationales Kapital, internationales Kapital – was soll der Unterschied? Kapital ist immer Scheiße!“

    Linke Zecke, arrogantes Gefasel – zum Kotzen!

  30. Mein Respekt! Es bringt einem nicht viel Lob vom eigenem linken Klientel ein, wenn man deren Antisemitismus anspricht. Das kann leicht mal das Ende einer jungen Karriere bedeuten.

    Aber bei dem Satz habe ich mich vor lachen kaum noch halten können:
    Allerdings ist die Stärke linker Theorie und Politik gerade, aus schonungslosen Analysen der Realität praktische politische Konsequenzen zu ziehen.

    Es war schon immer die große Schwäche der Linken, dass sie die Realität nie realistisch analysiert haben, sondern sich in eine lila-laune Welt zurückzogen und alles was nicht ins Schema passte kaputttrampeln wollten.

  31. Der Beitrag ist solange unglaubwürdig, solange sie ein „Bekenntnis zum Sozialismus“ und zu den „Linken Ideen“ abgibt – denn auch genau dort sind die antisemitischen Wurzeln in Deutschland verortet.

  32. Solche Dummchen kann man doch nicht ernst nehmen, die nichts weiteres als linkes Dummschwätz produzieren ! Drohsel soll sich mal die kommunistischen KZs anschauen, z.B. in Bautzen. Vielleicht hilft das ein wenig die Gehirnströme zu ordnen.

  33. Das geschmiere dieser kommunistischen Dummliese ist marxistische Gülle mit einem lichten Moment!

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