Milliarden Dollar und hunderte amerikanische Leben kostete bisher der Versuch, im Irak die erste Demokratie der islamischen Welt zu errichten. Formal ist das gelungen, denn es gibt ein frei gewähltes Parlament. Aber was bedeutet es, wenn Muslime nach ihren Wertvorstellungen ein demokratisches Parlament wählen? Ein Abgeordneter fürchtet jetzt um sein Leben, weil er Israel besucht hat.

Die Welt berichtet:

So bewegt wie am vergangenen Sonntag geht es im irakischen Parlament nicht jeden Tag zu. Da wurde gebrüllt und geschimpft, wild gestikuliert und manch drohende Faust geballt. Man hätte meinen können, die Abgeordneten stünden vor einer Entscheidung von ungekannter Tragweite. In Wahrheit aber war nur einer der ihrigen in das falsche Land gereist.

Mithmar al-Alusi hatte auf einer Antiterrorkonferenz im israelischen Herzlija eine besserer Zusammenarbeit der jeweiligen Geheimdienste gefordert und den Iran beschuldigt, sich in interne Angelegenheiten des Irak einzumischen. Zur Strafe wurde der Sünder nun von seiner parlamentarischen Immunität entbunden, außerdem darf er weder an weiteren Parlamentssitzungen teilnehmen noch das Land verlassen.

„Im Namen der Regierung und des Ministerpräsidenten verurteilen wir diesen illegalen Besuch, der die Gefühle des irakischen Volkes verletzte“, sagte der Minister für Parlamentsangelegenheiten währen der Debatte. Die Regierung werde alles tun, um den Übeltäter zur Rechenschaft zu ziehen. Es gebe nämlich ein Gesetz, dass Reisen ins Feindesland Israel verbiete.

Was er mit seinem Besuch riskiert, wusste al-Alusi vorher. Es war nämlich schon sein dritter Besuch im Heiligen Land. Nach den ersten beiden Stippvisiten wurde er aus der Partei „Irakischer Nationalkongress“ ausgeschlossen, verlor seinen Posten als Generaldirektor für Kultur und Medien beim Hohen Komitee für die Entbaathifizierung des Landes und musste seine einzigen zwei Söhne begraben, die 2005 einem Mordanschlag zum Opfer fielen.

Jetzt wird wohl auch al-Alusi, der 1978 von Saddam Husseins Schergen zum Tode verurteilt wurde und nach Deutschland flüchtete, erneut um sein Leben fürchten müssen. „Gestern habe ich Morddrohungen bekommen“, sagte er nach der Parlamentsdebatte. „Heute werden sie den Killern ein grünes Licht geben.“

Ein Blick in die demokratiefeindlichen Lehren des Islam – vor dem Experiment – hätte die Hoffnungslosigkeit des Unterfangens klar gemacht und viel Geld und Menschenleben gerettet.

(Spürnasen: Dominik L., Reconquista Germanica)

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29 KOMMENTARE

  1. So bewegt wie am vergangenen Sonntag geht es im irakischen Parlament nicht jeden Tag zu. Da wurde gebrüllt und geschimpft, wild gestikuliert und manch drohende Faust geball

    Genau…das ist das einzige was die Primaten können
    Und den Wiederaufbau bezahlt wer fleißig mit???
    Richtig…WIR

    Was er mit seinem Besuch riskiert, wusste al-Alusi vorher. Es war nämlich schon sein dritter Besuch im Heiligen Land

    Dann darf er sich wohl nicht beschweren!

  2. Vielleicht stellen sich ja ein paar friedensbewegte deutsche GutmenschInnen als menschliche Schutzschilde zur Verfügung. So, wie sie es für Saddam gemacht hätten.

  3. Also, wenn Ihr mich fragt, dann bin ich mal ne arrogante Sau und behaupte einmal, dass es schlichtweg an den soziologischen Grundvoraussetzungen in diesen Ländern fehlt, um eine Demokratie zu errichten: Es fehlt ganz einfach der säkulare Staat, der mit Allah und dem Koran nichts zu tun hat. So lange die Anhänger „der Religion des Friedens“ die geistige Aufklärung verweiegern, wird es da unten immer weiter krachen.

  4. #1 kkn,

    die GutmenschInnen hierzulande haben keine Zeit für solche Kinkerlitzschen, denn sie sind zu sehr mit der Sender-Gleiwitz-Variante auf antifantisch beschäftigt, guggst Du hier:

    http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Hakenkreuzfall;art122,2615520

    Der Hakenkreuzfall von Mittweida vor Gericht
    Als sie einem Aussiedler-Kind helfen wollte, wurde eine junge Frau selbst zum Opfer rechtsextremer Täter: Sie ritzten ihr ein Hakenkreuz in die Hüfte. So lautet zumindest die Version der 18-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz zweifelt allerdings an der Geschichte. Ab Dienstag wird der Hakenkreuzfall nun vor Gericht verhandelt.

  5. Wenn Kinderlose die Folgen des von Ihnen verursachten Rütli-Boratismus kurieren wollen:

    http://www.derwesten.de/nachrichten/2008/9/16/news-76989879/detail.html

    Berlin. SPD und Grüne wollen einen Solidaritätszuschlag für Investitionen in das Bildungssystem einführen. Die neue Abgabe soll den 2010 auslaufenden Ost-Soli ersetzen.

    Grünen-Fraktionschefin Renate Künast sagte der «Bild»-Zeitung laut Vorabbericht: «Wir wollen aus dem ‚Soli Ost‘ einen ‚Bildungs-Soli‘ machen. Wir brauchen richtig Geld für Investitionen in Schulen.» Die Zustände seien unhaltbar.

    Künast begründete ihren Vorstoß mit den sich ab 2010 verringernden Zahlungen aus dem Solidaritätszuschlag an die neuen Länder. Nach ihren Berechnungen könnten dann insgesamt 23 Milliarden Euro für Bildungszwecke frei werden. Das Geld dürfe nicht im Haushalt «versickern».

    SPD-Bildungsexperte Swen Schulz forderte dem Blatt zufolge nach dem 2019 auslaufenden Solidaritätszuschlag für den Aufbau Ost mindestens 10,5 Milliarden Euro für einen Bildungs-Solidaritätszuschlag. Dieser müsse langfristig festgeschrieben werden. (ddp)

  6. Wer glaubt den wirklich eine Demokratie
    im westlichen sinne in einem Moslemischen Staat zu errichten.Das können nur Träumer sein

  7. Deutschland sollte nicht die Orientalen integrieren, sondern Werbung dafür machen, das sie wieder ins Morgenland abpilgern.
    Mit netten Slogans, etwa:

    Ein Kamel gehört in die Wüste.
    Ein Araber auch.
    Ihre Integrationsministerin.

  8. Es ist ein fataler Fehler sich auch nur in irgendeinem Zusammenhang im mohammedanischen „Haus des Friedens“ zu engagieren.

    Der Westen täte gut daran sich vollkommen von diesen Ländern fern zu halten.

    Sollen die ihre Probleme unter sich aus machen.

    Uns kostet es ein Vermögen, bringen tut es eh nichts und dann importieren wir die mohammedanischen Probleme auch noch mittels Einwanderung in unsere Länder.

    Die sollen sich um ihren Mist alleine kümmern und sollen uns bei unserem Mist in unseren Ländern gleichfalls in Ruhe lassen.

    Dann können wir uns auf den Austausch von Datteln gegen ein Handy beschränken, und gut ist.

    Das wäre besser für uns alle und den Weltfrieden.

  9. Ich darf morgens den Kölner Stadtanzeiger nicht mehr öffnen. Das bekommt mir ganz und gar nicht!

    Aus meiner Sicht

    Niedecken
    Menschenfeinde zeigen ihr Gesicht

    „Pro Köln“ ruft auf seinen Flugblättern wieder einmal ein „stolzes Europa der Vaterländer“ aus. Eine Denkfigur aus der Hitler-Zeit, die für die Ideologie der NPD und der Neuen Rechten prägend ist. Jeder dorthin, wo er hingehört: Der Kölner bleibt in Köln und der Türke in der Türkei. Man muss Menschen hassen, wenn man so denkt.

    http://www.ksta.de/html/artikel/1218660559190.shtml

    Europa der Vaterländer ist eine Denkfigur der Hitler-Zeit!?

    Vielmehr das:

    International förderte de Gaulle die Unabhängigkeit Frankreichs weiter: Er trat 1962 nachdrücklich für ein „Europa der Vaterländer“ unter der Führung Frankreichs ein, zu dem er neben den EWG-Staaten (ohne Großbritannien) Polen, die Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und Griechenland gewinnen wollte und nahm dafür den Rücktritt von Ministerpräsident Debré in Kauf.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_de_Gaulle

  10. Offensichtlich hätten die Amis dieses Land ganz anders anpacken und aufbauen müssen als geschehen.

    Die Israel-Feindschaft und die falsche Hörigkeit gegenüber dem Koran hätte per Besatzungsdekret verboten werden müssen, einschließlich Burka…

    Diese Länder kann man wohl nur mit Härte regieren, denn sie wissen ihre neu gewonnene Freiheit nicht zu schätzen. Nur so erklärt sich überhaupt der Terror nach dem US-Einmarsch.

    Herrn al-Alusi kann man nur als unglaublich mutigen Mann bezeichnen und ihm Gottes Schutz und Segen wünschen.

  11. @ Nordberg
    es ist nicht zweifelsfrei bewiesen das der Mensch vom Affen abstammt.
    Es fehlt immernoch eine Verbindung!
    Daher zähle ich mich nicht zu den Primaten!
    Erst recht nicht wenn so Kameltreiber und Ziegenhirten auch zur selben GATTUNG (um nicht Rasse zu schreiben) gehören

  12. Abgesehen davon, daß die Behandlung mit dem Abgeordneten ein Unding ist, wirft der Fall die Frage auf, was man durch den Regimechange im Irak gewonnen hat? Gar nichts wie mir scheint.

    Länder in denen der Islam Staatsreligion ist, sind nicht zu retten auch wenn sie geopolitisch auf die Seite „des Westens“ gezogen wurden …

  13. ja ja die Iraker und Israel.
    Nach 9/11 knallten die Sektkorken in den Asylantenheimen. Die Iraker tanzten, und die deutschen sozial Cretinos klatschten dazu.Wenn die USA platt und Israel weg ist,so glauben sie,dann bricht der Weltfrieden aus und wir haben uns alle ganz furchtbar lieb.
    Ich würde gern deren Gesichter sehen,wenn sie feststellen „oh Gott,die meinen uns…wir haben doch nichts getan,wir waren doch immer auf deren Seite..“

  14. Wenn diese Bande von Steinzeitmenschen es lustig findet, sich, in ihren eigenen Breitengraden, gegenseitig die Köpfe ein oder ab zu schlagen, sollte man sich da nicht einmischen. Sie haben ja nie etwas anderes gelernt. Das Problem ist, das Pack kennt keine Grenzen, und darf auch bei uns leider machen was es will.

  15. #7 Mark100

    Also ein bisschen glaubwürdiger müssen die Slogans schon sein.

    „Heimat Irak: nur eine Flugstunde von Mekka entfernt!“
    „Türkei: Nirgendwo sind Sie Sonne, Mond und Sterne so nahe.“
    „Multikultur im Libanon leben, statt in Deutschland davon träumen.“

  16. #3 Rechtsliberalharzer

    Also, wenn Ihr mich fragt, dann bin ich mal ne arrogante Sau und behaupte einmal, dass es schlichtweg an den soziologischen Grundvoraussetzungen in diesen Ländern fehlt, um eine Demokratie zu errichten

    Warum „arrogante Sau“? Das ist doch ganz trocken und nüchtern die Wahrheit.

    Dies ist der größte Fehler, den die USA gemacht haben – zu glauben, ein islamisches Land demokratisieren zu können ohne vorher

    a) alle geistlichen Führer aus dem Land werfen zu lassen,

    b) die öffentliche Ausübung der „Religion“ und das öffentliche Tragen ihrer Symbole zu verbieten,

    c) Widerstände notfalls völlig undemokratisch und mit aller Härte militärisch niederzuschlagen.

    Der einzige, der mit einem solchen Versuch bisher halbwegs erfolgreich war, ist Kemal Atatürk. Und seine Methoden waren die oben beschriebenen.

  17. #10 klandestina–> ich fand niedecken immer toll von wegen BAP, aber wenn ich so sehe, was der von sich gibt, der hat einfach den schuss nicht gehört. der mann ist in köln sicher immer noch so was wie ein nationalheiliger?!

  18. #11 Alice Was hätte das für einen Aufschrei gegeben, wenn man das Christentum eingeführt hätte und Islam im Iraq verboten hätte…

    Aber das ist ja auch die große Lüge im Westen, das goldene Kalb, um das sowohl GW Bush über Tony Blair bis W. Schäuble herumtanzen:
    Der Islam selbst ist nicht verantwortlich.

    Es sind immer Armut und Verzweiflung. Dass Islam von Armut und Verzweiflung lebt, wie eine Zecke traut sich in den oberen Etagen der Politik erst jemand zu sagen, wenn sich politisch MÄCHTIG was getan hat.

  19. #10 klandestina
    @ all
    Ein Artikel auf Propaganda-Gehirnwäsche, der wir ausgestetzt waren (BAP wird auch erwähnt).

    Ein perfektes Bild der heutigen Gutmenschen: Humorlos, rechthaberisch, ideologisch verblendet.

    Der Deutschrock der Achtziger erhob sich aus den Trümmern, die die gerade in Kalauern gestorbene Neue Deutsche Welle hinterlassen hatte. Die Protagonisten der Bewegung waren gestandene Männer und Frauen um die und über 30, sozialisiert meist in der Protestkultur der Siebziger, noch mit dem Matsch von Gorleben und Brokdorf an den Schuhen, die Haare nass von den Fontänen der Wasserwerfer.

    http://einestages.spiegel.de/static/topicalbumbackground/2745/nichts_zu_lachen.html

  20. #9 M.Voltaire (16. Sep 2008 09:47):

    Dem stimme ich uneingeschränkt zu.

    @Zvika & klandestina:

    Leider ist uns Wolle ein Lokalheiliger, der jedoch zunehmend ausserhalb der Südstadt als das begriffen wird, was er ist: ein bestmenschlich indoktrinierter Schwachkopf. Manchmal ist Rock’n’Roll eben doch keine Schlüsselqualifikation.

    fnord

  21. Der Westen täte gut daran sich vollkommen von diesen Ländern fern zu halten. Nr. 9

    Egal wie wir zu diesen Ländern stehen: Helden der Freiheit wie Herrn Mithmar al-Alusi sollten wir ehren und uns an seine Seite stellen. Denn er kämpft auch für unsere Freiheit.

    2.

  22. SPD und Grüne wollen einen Solidaritätszuschlag für Investitionen in das Bildungssystem einführen. Die neue Abgabe soll den 2010 auslaufenden Ost-Soli ersetzen.

    Noch nie, wirklich noch nie wurde jemals auf dieser Welt eine Steuer abgeschafft. Im Jahre 1902 führte Kaiser Wilhelm II die Sektsteuer ein, um den Aufbau der Reichskriegsflotte zu finanzieren. Ich weiß nicht, wie oft diese und weitere Flotten bereits gesunken sind und am Grunde der Meere verrosten. Der Steuer hat es keinen Abbruch getan. Sie gilt bis heute und wirft immerhin satte 500 Mios ab.

  23. @ 17

    Sie haben das besser ausgedrückt als ich, vor allem genauer. ich möchte die ganze Situation noch einmal mit einer griffigen Formel umschreiben, warum die bisherigen Demokratisierungsbemühungen absolut im „Sande verlaufen“ mußten:

    Der Irak soll eine demokratische Insel im Meer der Autokratie sein, während Deutschland nach und während des Dritten Reiches eine insel der Autokratie im Meer der Demokratie ( zumindest vom Westen aus gesehen) war.
    ich hoffe, es ist klar, was ich meine!

  24. Gegen Saddam kann man mit Fug und Recht alles Schlechte sagen,nur ein Islamist war der nie!
    Er war „nur“ ein übler Diktator wie es so viele gab und gibt.
    Dem ging der Islam am A… vorbei. Beweis?
    Der letzte Außenminister unter Saddam war ein Christ !
    Die Al-Kaida ist jetzt im Irak, vorher nicht.

    Wer glaubt,das die USA den Irak demokratisieren wollte ist naiv, das sollte bestenfalls ein Abfallprodukt des Öl-Krieges sein.

    Die westliche Welt hat militärisch nichts in der islamischen Welt verloren,es sei denn Israel braucht Hilfe.

    Die Demokratie müssen wir schon lange an der inneren Front in Deutschland/Europa verteidigen und nicht im Irak oder am Hindukusch.

    Der Islam kann uns überhaupt nicht militärisch gefährlich werden ,sondern nur durch Unterwanderung.Deshalb darf die Türkei niemals in die EU aufgenommen werden!

    Dies wird ja leider durch unsere Idioten in Berlin/Brüssel massiv unterstützt.

    Noch eins, G.W. Bush wird als schlechtester Präsident der USA in die Geschichte eingehen.

  25. Ich werde heute eine Email-Anfrage an Claudia Fatma Roths Büro senden und nachfragen, welche Schritte gegen diese Irakischen Islamofaschisten geplant sind. Natürlich in unverfänglicheren Worten. 😉

    Mal sehen, ob und was zurück kommt. Ihr werdet es erfahren…

  26. Es gibt kein islamisches Lamd mit Demokratie und es wird auch nie eines geben.

    Der totalitäre Anspruch des Islam ist mit Demokratie nicht vereinbar. Alles andere ist naiv-dumm, auch die Idee von Bush, den Irak zu demokratisieren.

  27. Bravissimo für Mithmar al-Alusi, dass er nach Israel reiste. Für das edle Verhalten bekommt al-Alusi 60 Sterne von mir. Gott segne und schütze ihn.

    Gott segne und schütze Israel. Amen.

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