stadtarchiv

Täglich Pressekonferenzen und große Worte – aber niemand will Verantwortung für die Katastrophe von Köln übernehmen. Während endlich nach Toten gesucht wird und ein erstes Opfer geborgen wurde, entschuldigen sich die Verkehrsbetriebe als Bauherr bei der Bevölkerung. Nicht ohne zu betonen, dass dies keinerlei juristische Bedeutung habe. Aber es melden sich auch Ingenieure zu Wort und belasten die Stadt Köln unter Führung von OB Fritz Schramma schwer.

Die Kölnische Rundschau berichtet:

Nach dem Fund eines Toten am eingestürzten Kölner Stadtarchiv haben sich die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) gestern bei den Angehörigen der Opfer, den Anwohnern und allen Kölnern für alles entschuldigt, was „an Sorgen und Nöten bei den Bürgern ausgelöst worden ist“. KVB-Chef Jürgen Fenske sprach diese Entschuldigung gestern für sich persönlich und für sein Unternehmen aus, das Bauherr des U-Bahn-Tunnels am Archiv ist. (…)

Fenske sagte, die KVB würden auf Rat der Staatsanwaltschaft keine Fragen zur Unfallursache mehr beantworten. Seine Entschuldigung entspringe einem „menschlichen Bedürfnis“. Das Unternehmen erkenne damit keine Schuld im juristischen Sinne an.

Die KVB lehnten Auskünfte darüber ab, wie die korrekte Ausrichtung der Schlitzwände am Rand der Unglücksbaustelle gemessen wurde und warum der Baugrund nicht zum Schutz gegen Grundwasser vereist wurde. In einer Pressemitteilung machten die KVB „beauftragte Unternehmen“ für die „Wasserhaltung am Bauwerk Waidmarkt“ verantwortlich. KVB-Technikvorstand Walter Reinarz berichtete, in die Baustelle drängen pro Stunde 150 Kubikmeter Grundwasser ein. Ob das den Erwartungen entsprach, sagte er nicht. Augenzeugen hatten der Rundschau von Problemen mit dem Grundwasser berichtet. Die KVB wiesen Gerüchte zurück, es sei nicht gelungen, das Grundwasser wie geplant abzusenken. Informationen, nach denen mehr Grundwasser abgepumpt werden musste als geplant, wurden aber nicht dementiert.

Deutlicher wird dagegen jetzt die Ingenieurskammer Nordrhein-Westfalen. Die Experten bemängeln, dass die deutlichen Risse in den Gebäuden zwar von Gutachtern zutreffend als nicht Statik gefährdend eingeschätzt wurden, die Verantwortlichen der Stadt es aber unterlassen hätten, der Empfehlung zu folgen, nach den Ursachen für deren Auftreten zu forschen. Damit hätte die Gefahr im Untergrund rechtzeitig erkannt und die Katastrophe verhindert werden können.

Aus dem Kölner Express:

„Da hätte man mehr tun müssen und dann wäre man irgendwann drauf gekommen, da bewegt sich was, da tut sich was in der Erde“, betonte Bökamp. Wenn man das erkannt hätte, dann wäre der Unfall vermieden worden.

Im Kölner Stadtarchiv waren den Angaben zufolge bereits Ende 2008 bis zu vier Zentimeter breite Risse entdeckt worden. Die Stadt hatte dazu ein Gutachten in Auftrag gegeben, das weitere Untersuchungen empfohlen hatte.

Sowohl die Stadt Köln als auch die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) sind dieser Empfehlung jedoch nicht gefolgt. Natürlich seien die Risse nicht die Ursache der Katastrophe gewesen, aber ein Alarmsignal, sagte Bökamp.

Er kritisierte vor allem, dass die Stadt auf das ihr vorliegende Gutachten nicht reagierte: „Das grenzt an Schlamperei.“

Auch der Kölner Geotechniker Josef Steinhoff kritisierte gegenüber „Westpol“ die Kontrollen beim Bau der Kölner U-Bahn. „Man hätte die Qualitätsstandards bei einer solchen Baugrube höher gestalten können“, sagte er. Weltweit übliche Messverfahren, die die Dichtigkeit der abstützenden Betonwände überprüfen können, seien nicht angewandt worden, weil sie in Deutschland nicht vorgeschrieben seien.

Verantwortung für Fehlentscheidungen der Stadt müsste nach normalen Kriterien der Oberbürgermeister übernehmen. Von einem Fritz Schramma ist das leider nicht zu erwarten.

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56 KOMMENTARE

  1. Ich wundere mich, dass es noch keiner hier genannt hat, dass der 2. Vermisste bei dem Einsturz den typisch deutschen Namen Khalil hat. Wenn der jetzt tatsächlich nicht gefunden wird, dann ist das schon mehr als merkwürdig. Allerdings gibt es wohl keine Anzeichen, dass es andere Gründe als den U-Bahn-Bau für den Einsturz gab. Oder doch?

    PI: Nein, dafür gibt es keine Anzeichen. Khalil ist marokkanischer Abstammung, hier aufgewachsen und studiert Design an der Fachhochschule.

  2. Es bleibt zu hoffen , das dies nicht die ersten Anzeichen der überragenden Islamisch geprägten Technologie sind.
    Denn dann heißt es nur „Inschallah“ , es war Gottes Wille, damit haben wir Menschen doch nichts zu tun.

  3. …am besten war der junge Familienvater der mit seinen Kindern am Absperrzaun in der Severinstrasse stand und laut und vernehmlich meinte: So viel Polizei und die Verbrecher in der Politik laufen noch frei rum…

    Chapeaux! Der hat´s genau erkannt.

  4. „Entschuldigung“ ist ein inflationärer Begriff.

    Man kann sich nicht entschuldigen! Entschuldigen können nur Opfer den, der um Entschuldigung bittet, also ein Vergehen am Opfer einräumt. Eine Bitte um Entschuldigung setzt aber ein Empfinden von Schuld und Reue voraus. Wer beides nicht mitbringt sollte nicht entschuldigt werden, schon gar nicht, wenn er Menschenleben auf dem Gewissen hat.

  5. Das ganze läuft in Dhimmiköln so ab, wie man es bei Katastrophen, z.B. aus der Türkei, immer wieder liest. Keiner weiss warum, keiner ist verantwortlich, Bergung von Verletzten oder Toten sehr verzögert.

    Demnächst brauchen wir bei solchen Ereignissen auch Hilfe aus höher entwickelten Ländern.

    Finis Germaniae et finis Colonia.
    Schrammas Filz sei Dank.

  6. Selbst wenn man das Thema „Islam“ kurz beiseite läßt: Es ist ein Skandal sondergleichen, dass die Türkische Religionsbehöre rotzfrech an Ihrem Plan zum Bau der Monstermoschee festhält während Kölns historisches Stadtarchiv in Schutt und Asche liegt…

  7. Vielleicht sind die Kölner Behörden überfordert und fordern „Sonderermittler aus der Türkei“ an?

  8. Verantwortung für Fehlentscheidungen der Stadt müsste nach normalen Kriterien der Oberbürgermeister übernehmen. Von einem Fritz Schramma ist das leider nicht zu erwarten.

    „Verantwortung“ ist auch für andere Politiker ein Fremdwort.

    „Verantwortung übernehmen“ wurde zum Synonym zum freudig erwarteten bestens finanzierten Vorruhestand, in dem man endlich sich seinen Hobbies widmen kann und die lukrativen Nebentätigen nicht mehr schamvoll verschweigen muss.

  9. Wie den Nachrichten zu entnehmen ist, läßt man sich bei der Bergung der Opfer sehr viel Zeit. Der Schutt muß ganz behutsam Schicht für Schicht abgetragen werden, damit die überaus wertvollen Dokumente nicht noch mehr beschädigt werden. Von Erdbeben weiß man, daß es durchaus eine realistische Chance gibt, Menschen noch lebend aus Trümmern zu bergen, sofern Wasser vorhanden ist und davon kann man wohl ausgehen.

  10. @#6 mixi (09. Mär 2009 14:51)

    Selbst wenn man das Thema “Islam” kurz beiseite läßt: Es ist ein Skandal sondergleichen, dass die Türkische Religionsbehöre rotzfrech an Ihrem Plan zum Bau der Monstermoschee festhält während Kölns historisches Stadtarchiv in Schutt und Asche liegt…

    Das hat nichts miteinander zu tun. Wie alle bin ich gegen den Islam und erst recht gegen die Kölner Großmoschee.

    Aber erkläre warum die wegen des Archiveinsturzes auf ihre Moschee verzichten sollten?

  11. Schon wenige Stunden nach diesem schrecklichen Ereignis wurde bekannt, daß es Vorzeichen gab für ein Versagen statischer Gegebenheiten. Denen wurde jedoch im zeitlichen Vorfeld von den Zuständigen nicht nachgegangen.

    Das Areal samt Umgebung hat einen gewaltigen Grundstückswert. Sanierungsmaßnahmen bei derart maroder Bausubstanz ziehen sich erfahrungsgemäß über einen langen Zeitraum und machen in der Regel weitere langwierige bautechnische und baurechtliche Weiterungen nötig.

    Wer wollte hier Werteverfall verhindern, für Sicherungsmaßnahmen unumschränkt im Interesse der Allgemeinheit hinzunehmen, jedoch schmälernd, was die Profiterwartung Interessierter angeht ?

    ALLES MUSS OFFENBART WERDEN, NIEMAND DARF PROTEGIERT WERDEN, NICHTS DARF GEKLÜNGELT WERDEN.

    Es geht auch künftig um Menschenleben. Jede Kölner Behörde muß dazu beitragen, daß man sich nicht nur „entschuldigt“, sondern Verantwortung übernimmt und gerade steht.

    CASTRA COLONIA, WAHRHAFTIGKEIT IST GEFORDERT !
    DENN SIE IST GRUNDLAGE DER FREIHEIT, DIE WIR ALLE LIEBEN.

  12. Die CDU Stadt Köln hat schon bei den letzten Stadtwahlen 13% verloren. Wieviele % werden es wohl im September 2009 sein?
    Schramma abgeschrammat!

    1999 – Wahl am 12. September 1999
    Partei Prozent Sitze
    CDU 45,2 43
    SPD 30,3 29
    GRÜNE 15,7 15
    FDP 4,1 4
    PDS 2,1 2
    Republikaner 1,2 1
    Sonstige 3,0 0

    Insgesamt 94 Sitze ohne die Stimme des Oberbürgermeisters.

    2004 – Wahl am 26. September 2004
    Partei Prozent Sitze
    CDU 32,7 29
    SPD 30,9 28
    GRÜNE 16,5 15
    FDP 7,4 7
    PDS 2,9 3
    REP 0,8 1
    Sonstige 8,5 7

    Insgesamt 90 Sitze ohne die Stimme des Oberbürgermeisters.

  13. #5 karlmartell
    Ja, ich hatte schon in dem letzten Einsturz-Thread geschrieben, dass die Kölner Politikerkaste (auch ohne Moslems) sehr orientalisch denkt.

    So gab es in Kairo vor ein paar Jahren eine Einsturzserie. Der Grund war profan: man hatte ohne die Statik zu prüfen einfach Wohnhäuser aufgestockt. Man hat die Hobbyarchitekten aber nie angeklagt, sondern einfach gesagt, es war Allahs Wille…

  14. #4 occident
    Du sprichst mir aus der Seele! Es ist völlig abwegig, „sich zu entschuldigen“. Du hast es genau auf den Punkt gebracht, damit erspare ich mir weitere Ausführungen.
    Und Schuldbewußtsein?? Oder wenigstens Fehlbeurteilungen zugeben? Wenn man die ganzen Pressekonferenzen verfolgt hat, dann kann ich nur sagen: Fehlanzeige!
    Das alles wird hoffentlich dazu beitragen, daß die unglückselige Ära Schramma demnächst Geschichte ist. Köln hätte etwas besseres verdient.

  15. Kölner Türkenzitat (irgendwo auf PI schon einmal gepostet):

    „1000 Jahre deutsche Geschichte spielen keine Rolle! Jetzt sind wir hier“

    Prima! Das Kultur-Gedächtnis der Stadt Köln ist jetzt weg und mit ihm viele unwiderbringliche Kulturdokumente.

    Macht nix – die ganz bestimmte Zuwanderergruppe (= Eindringlinge) baut das schon wieder auf!

  16. #11 almighurt (09. Mär 2009 14:59)

    Die Mohammedaner danken höchstens Allah dafür, dass das Archiv nicht mehr vorhanden ist, weil sie die Geschichte von Colonia nun bald neu schreiben können.

  17. In Köln sitzen an allen möglichen Schaltstellen erwachsene Blagen, die durch ihre Parteibücher an ihre Posten gekommen sind. Die haben nichts vernünftiges gelernt und hätten unter normalen Umständen in der freien Wirtschaft schlechte Karten. Diesen Filz wird so bald keiner beseitigen.

  18. Müggeln 2.0

    Erneut Überfall auf Inder in Mügeln
    zuletzt aktualisiert: 09.03.2009 – 14:31

    Mügeln (RPO). Die Betreiber der Pizzeria im sächsischen Mügeln, die bereits 2007 angegriffen wurden, sind erneut Opfer eines gewalttätigen Übergriffs geworden. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. Ein ausländerfeindlicher Hintergund wird nicht ausgeschlossen.

    Alois, übernehmen Sie! Lebkuchenmesser nicht vergessen!

    http://www.rp-online.de/public/article/panorama/deutschland/682542/Erneut-Ueberfall-auf-Inder-in-Muegeln.html

  19. Aber es melden sich auch Ingenieure zu Wort und belasten die Stadt Köln unter Führung von OB Fritz Schramma schwer.

    Ausgesprochen hinterhältig, diese Ingenieure. Wissen die denn nicht wie viel Geld, Zeit und Energie Türkenfritz Schramma täglich ins Schattenboxen gegen Rechts investiert ? Auch für Fritzchen hat der Tag schließlich nur 24 Stunden.

  20. Auf dem Kölnerbalken saßen zwei Gestalten
    und sie schrieen „Ich weiß von nix – ich weiß von nix“.

    Und da kam der Dritte, setzt sich in die Mitte
    und sie schrieen „Ich weiß von nix – ich weiß von nix“.

    Und da kam der Vierte, als die Kälte klierte
    und sie schrieen „Ich weiß von nix – ich weiß von nix“.

    Und da kam der Fünfte, als sich die Kirche senkte
    und sie schrieen „Ich weiß von nix – ich weiß von nix“.

    Und da kam der Sechste, als die Mauern sich Versetzten
    und sie schrieen „Ich weiß von nix – ich weiß von nix“.

    Und da kam der Siebte, als das Archiv kippte
    und sie schrieen „Ich weiß von nix – ich weiß von nix“.

    Und da kam der Achte, als die Häuser krachten
    und sie schrieen „Ich weiß von nix – ich weiß von nix“.

    Und da kam der Neunte, als die Bürger schäumten
    und sie schrieen „Ich weiß von nix – ich weiß von nix“.

    Und da kam der Zehnte, brachte das ersehnte
    GUTACHTEN!

    (Und dann kam der elfte, überführte glatt die Hälfte,
    und sie schrieen „Entschuldigung – Entschuldigung“

  21. Wie kann ich anfangen, einen Tunnel zu graben, ohne vorher das Grundwasser abgesenkt bzw. abgepumpt zu haben???!!! Jedem Tief- und Tunnelbauer stellen sich da die Haare zu Berge! Bei 150 000 Liter Wasser STÜNDLICH!!! war die Katastrophe nicht nur vorhersehbar sondern auch vorsätzlich ausgelöst worden.

  22. naj, so dolle sind diese „Experten“ wohl auch nicht, wenn sie nicht mal auf das Offensichtkliche kommen.

    Es wurden pro Stunde 150 Kubikmeter Wasser abgepumpt. Und z6wr in ditekter Nähe zur Baustelle. Dadruch bilde sich ein sogenannter Pumptrichter = die Flierichtung der unterorsichen Wässer kann je nach Dauer des Vorgangs, dauerhaft umgelenkt werden. Das ist aks Solches nicht unbedingt bnegativ zu werden. Es sei denn der Untergrund enthielte Schluff. Eine besonders üble Art von Schluff ist der rheinsische Schluff. Dabei handelt es sich im eigentlichen Sinne um verwitterten Ton, von so feiner Körnung, des er aufschlämmen kann. Wann kann er aufschlämmen ? Nur bei zwei Gelegenheiten. Bei starken, anhaltenden und gleichmäßgen Erschütterungen … z.Bsp beim Einrammen von Spundwänden .. oder aber wenn sich größere Wassermassen dirch ihn hindurch bewegen .. z.Bsp wenn er sich in der Nähe eines Pumptrichters befindet. Beim Aufschlämmen wird er erst semi- dann völlig flüssig und kann dank seiner Feinkörnigkeit mitabgepumpt werden. Das führt gemeinhin zu einer Versackung des umliegenden Geländes.

    Ih habe ansatzweise läuten hören, das Köln sich im …Rheinland… befindet. Der genaue Begriff ist: Die Kökner Bucht! kennzeichnend für die Kölne Bucht sind die fruchtbaren Lößböden. Löss nun wiederum (auch Löß mit langem Vokal gesprochen) ist ein äolisches Sediment, das vor allem aus Schluff besteht. Er entstand also aus Feinmaterial, welches vom Wind herbeigetragen und abgelagert wurde. Löss hat seine Tücken, die im Material und Bodekundelexikon explizit genannt werden:

    Bei Überanspruchung oder durch sonstige Eingriffe in die Bodenstruktur kann es zu einer schnell fortschreitenden Destabilisierung der Lössböden kommen. Der somit eintretende Schwund an Bindungskraft kann insbesondere bei starken Niederschlägen und nahe Wasserentnamestellen zum Auftreten von Bodenrutschen, Grabenbildung und ähnlichen Schäden führen.

  23. Schramma tut mittlerweile so, als wäre er auch ein Betroffener:
    „Auch mein Schreibtisch wackelt“
    http://www.express.de/nachrichten/region/koeln/ob-schramma-auch-mein-schreibtisch-wackelt_artikel_1235811351444.html

    Er fordert eine Baupause. Tut so, als ob er von nichts gewusst hätte. Aber bestimmt hatte auch er in der Vergangenheit Beschwerden der Baustellen- Anwohner gekriegt.

    Wer ist denn der Cheffe von Köln? Ich hoffe, dass nicht nur sein Tisch wackelt, sondern vorallendingen sein Stuhl!

  24. OT: 09.03.2009 | 15:42 Uhr
    POL-K: 090309-6-K Räuber mit „Picaldi“-Kapuzenshirt in der S-Bahn

    Köln (ots) – Ein bislang unbekannter Jugendlicher hat in der Nacht auf Samstag (07. März) in einer S-Bahn der Linie 6 insgesamt vier Fahrgäste (25, 29, 22, 22) beraubt. Mit einer schwarzen Schusswaffe bedrohte der cirka 170cm große, schwarz Gekleidete kurz vor 01.00 Uhr seine Opfer.

    In der aus Düsseldorf in Richtung Köln fahrenden Bahn wandte der als cirka 16-18-jährig Beschriebene sich zunächst an zwei Frauen (25, 29). Kurz vor der Haltestelle Deutz / Messe hatten sich die beiden Geschädigten Bilder auf der Digitalkamera der 29-Jährigen angeschaut. Plötzlich richtete der schmächtige Täter eine Handfeuerwaffe auf die Überraschte und zwang sie zur Herausgabe der Kamera. Ihre jüngere Begleiterin nötigte er so zur Herausgabe von Bargeld. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Räuber die Kapuze seines Kapuzen-Sweatshirts übergezogen und sich zusätzlich mit einem dunklen Schal maskiert. Nachdem der Unbekannte mit südländischem Akzent seine Opfer davor gewarnt hatte, die Polizei anzurufen, verließ er an der Haltestelle Deutz-Messe zunächst die Bahn.

    Wie sich später herausstellte, stieg der Täter, dessen Jacke einen auffälligen, goldfarbenen Schriftzug („PICALDI“ mit einem Halbkreis) auf dem Rücken trug, in ein anderes Abteil der gleichen Bahn wieder zu. Nunmehr mit einer schwarzen Wollmütze mit Sehschlitzen maskiert, wandte er sich in der über die Hohenzollernbrücke rollenden Bahn an einen Fahrgast (22) und dessen Begleiterin (22). Auch die beiden 22-Jährigen bedrohte der Unbekannte mit seiner Schusswaffe. Nachdem die Eingeschüchterten ein Mobiltelefon sowie Bargeld ausgehändigt hatten, wechselte der Räuber auch im Kölner Hauptbahnhof das Abteil „über den Bahnsteig“.

    Seine Opfer verließen die S-Bahn und erstatteten bei der Bundespolizei Anzeige.

  25. Baugrubensicherung? Schutz der Anwohner? Schutz der Gebäude? Warum? Kostet doch alles viel Geld. Geld das viel dringender für den Kampf gegen Rechts benötigt wird. Das hat man im September 08 gesehen. Da haben wir Kölner die PRO´S aber sowas von davongejagt, da sch… wir auf das Stadtarchiv. Gegen Rechts, das ist viel wichtiger. Also Baugrubensicherung wozu??????

  26. Nachtrag:
    Jetzt möchte ich doch zu gerne wissen, welche Kölner Kneipe als erste zum Boykott gegen die Verantwortlichen aufruft und denen kein Kölsch ausschenkt.
    Frei nach dem Motto:
    Kein Klüngel – Kolsch, dem Kölscher Klüngel
    oder so ähnlich

  27. #27 Leserin (09. Mär 2009 16:07)
    Ach, sein Stuhl könnte höchstens durch einen Wählerentscheid bei der kommenden Kommunalwahl wackeln. Wollen wir es hoffen!

    Ansonsten hackt in Köln eine Krähe der anderen nicht die Augen aus. Der Klüngel wird’s schon richten.

    Früher waren die Kölner übrigens pragmatischer, was Deliquenten angeht. Dafür hatten sie nämlich die <b<Weckschnapp:
    http://www.giselmut.de/die_weckschnapp.htm

  28. In diversen Infokanälen des Rundfunks liefen ausführliche Dokumentationen, warum es solange dauerte bis die Suche nach den Toten begonnen hat.

    Auch dem technischen Laien dürfte es sich unschwer erschließen, das tonnenschwere Räumfahrzeuge (Bagger mit über 75 Tonnen Eigengwicht) nur langsam auf das Gelände vordringen konnten. Auch mussten umliegende instabile Gebäude abgerissen werden.

  29. OT:“Politisch Korrekte“ Täterbeschreibung eines Raubüberfalls in KÖLN!! Pressemeldung der Polizei ^^

    090305-5-K 84-Jährige nach Raubüberfall durch Jugendliche schwer verletzt

    Trauriger Nachtrag zu Weiberfastnacht am 19. Februar 2009 in Köln: Seit diesem Tag liegt eine Kölnerin (84) schwer verletzt in einer Kölner Klinik. Gegen 16.00 Uhr war die Seniorin am Chlodwigplatz in der Kölner Südstadt durch eine Gruppe Jugendlicher brutal angegangen und beraubt worden.

    Völlig arglos war die 84-Jährige zu diesem Zeitpunkt an der KVB-Haltestelle Chlodwigplatz aus der Straßenbahn gestiegen. Über den dortigen Fußgängerüberweg war sie dann in Richtung der Platzfläche gegangen. Auf dem Gehweg vor einem Textilwarenhaus war die Seniorin dann unvermittelt von sechs bis acht Jugendlichen umringt und am Weitergehen gehindert worden.
    Nach Angaben des Opfers handelte es sich hierbei um männliche Deutsche im Alter von cirka 16 bis 18 Jahren.

    Einer der Halbstarken trat gezielt gegen den Gehstock der Überraschten. Diese stürzte daraufhin zu Boden. Infolgedessen erlitt die 84-Jährige einen Oberschenkelbruch. Beim Aufschlagen auf das Straßenpflaster brach der Geschädigten zudem ein Backenzahn heraus. Desweiteren verstauchte die Seniorin sich einen Knöchel.

    Aus der Manteltasche der hilflos am Boden Liegenden entwendeten die Räuber dann einen kleineren Bargeldbetrag. Achtlos ließen die Jugendlichen anschließend ihr Opfer zurück und entfernten sich mit ihrer Beute in unbekannte Richtung.

    Erst am Montag (02. Februar) erstattete die Krankenhauspatientin Anzeige bei der Polizei.

    Das Kriminalkommissariat 14 bittet Zeugen dringend um sachdienliche Hinweise unter Tel.-Nr. 0221/229-0. (cg)

    Also.. ob die arme Frau das wirklich gesagt hat wage ich allmählich zu bezweifeln..bestimmt wurde das „Deutsche“ politisch korrekt durch die Polizeipresse geändert…

  30. 9. März 2009:

    Einsturz des Stadtarchivs:

    Die KVB mauert

    Am Abend des 6. März 2009, drei Tage nach der Katastrophe im Severinsviertel, sollte im Büro des Kölner Oberbürgermeisters Fritz Schramma Klartext gesprochen werden: Eingeladen waren Vertreter der Ratsfraktionen, der Feuerwehr und Jürgen Fenske (SPD), Sprecher des Vorstands der KVB. Manfred Rouhs nahm als Geschäftsführer der Fraktion pro Köln an dem Treffen teil, bei dem Stephan Neuhoff für die Kölner Feuerwehr einen Bildbericht zum Sachstand der Rettungs- und Sicherungsarbeiten vortrug. Dann waren Fragen an Feuerwehr und KVB zugelassen. Rouhs wollte von Fenske wissen, ob es im Severinsviertel in den letzten Monaten Probleme mit dem Grundwasser gegeben habe. Der KVB-Vorstandssprecher erklärte daraufhin ausdrücklich: Nein, von solchen Problemen sei nichts bekannt.

    Dies war indessen schlicht sachlich falsch. Mittlerweile steht fest, daß die KVB erhebliche Probleme mit dem Grundwasser im Severinsviertel hatte.

    Fenskes Äußerungen passen ins Bild der Taktik einer KVB, die sich der Aufklärung des Sachverhalts dessen, was am 3. März 2009 am Waidmarkt geschehen ist, ganz offenbar verweigert. Seit Tagen wird seitens der KVB und der Stadt Köln erklärt, man wisse zwar, was passiert ist, man wisse aber nicht, warum es passiert sei.

    Das ist bei genauer ingenieurmäßiger Betrachtung und Zusammenfassung der bisher bekannten Fakten unverständlich, insbesondere, wenn man unterstellt, daß auch die KVB und die Stadt Köln über Fachkräfte mit Kenntnissen aus dem Bereich des Spezialtiefbau verfügen.

    Die bisher bekannten Tatsachen sind:

    1. Es hat bereits seit längerer Zeit Risse und Setzungen am Stadtarchiv gegeben.

    2. Der Einsturz des Stadtarchivs geschah plötzlich und war nach wenigen Minuten mit der totalen Zerstörung abgeschlossen.

    3. Es entstand ein riesiger Senktrichter in einem Ausmaß (nach Luftbild) von ca. 20 x 30 Meter Grundfläche und einer Tiefe von ca. 10 bis 15 Metern, was einem Volumen von in etwa 3.000 Kubikmeter und mehr an Bodenmasse entsprechen dürfte.

    4. Arbeiter in der Baugrube bemerkten einen sanften Wassereintritt durch die Baugrubensohle. Die Bauarbeiter flüchteten aus der Baugrube und konnten somit die Menschen im Gebäude und auf der Straße noch rechtzeitig vor dem sich anbahnenden Unglück warnen.

    5. Die Feuerwehr nahm eine Ballastierung der Baugrubensohle mit Beton vor, um ein weiteres Aufbrechen der Sohle zu verhindern.

    6. In den folgenden Tagen zeigten sich weitere Risse an umliegenden Gebäuden, insbesondere am gegenüberliegenden Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, welches nun in Teilen ebenfalls einsturzgefährdet zu sein scheint.

    Geschieht ein Unglück derartigen Ausmaßes, sozusagen der „Super GAU“, so sind meist mehrer Ursachen hierfür verantwortlich. Auch in diesem Fall scheint nach Bewertung der einzelnen Fakten eine Verkettung von unglücklichen Umständen der Auslöser dieses Super GAU gewesen zu sein.

    Beurteilt man die bereits bekannten Fakten nun im Einzelnen, so ergibt sich ein ziemlich klares Bild dessen, was hier passiert sein könnte und warum es zu dieser Katastrophe kam.

    Zu 1.)

    Die Rißbildung erfolgte über einen längeren Zeitraum. Risse und Setzungen sind immer ein Indiz für Bodenbewegungen.

    Bei Gebäuden, welche nahe neben tiefen Baugruben stehen, die mit einem sogenannten „weichen“ Verbau, also mit Holz ausgefachten Stahlträgern (Berliner Verbau) oder mit Stahlspuntwänden umgeben sind, sind Risse an Gebäuden keine Seltenheit. Diese Verbauarten haben Verformungen und verursachen somit geringfügige Bodenbewegungen, welche zu Rißbildungen führen können.

    Im vorliegenden Fall haben wir es aber mit einem sogenannten verformungsarmen Verbau mit Stahlbeton–Schlitzwänden von 1,00 Meter Stärke zu tun. Die Baugrube selbst war zweifach ausgesteift und besaß bereits den „Deckel“. Bei einer derart biegesteifen Baugrube treten nahezu keinerlei Verformungen auf, welche zu größeren Bodenbewegungen und somit Setzungen benachbarter Gebäude hätten führen können. Die Ursache für die Rißbildungen und Setzungen, also Bodenbewegungen, können also ursächlich nicht durch den Baugrubenverbau hervorgerufen worden sein.

    Den bisher beauftragten Gutachtern, welche die Risse in Bezug auf die Standfestigkeit des Gebäudes bewerten sollten, ist keinerlei Vorwurf zu machen. Deren Beurteilung war absolut korrekt.

    Lediglich eine Statikerin aus Leverkusen, die im Januar 2009 zur Bewertung der Risse und Abplatzungen sowie Setzungen Stellung nehmen sollte, war auf der richtigen Spur. Sie empfahl die Beauftragung eines Sachverständigen, welcher die Ursachen der Bauschäden bewerten sollte. Dieses ist ganz offenbar nicht geschehen; eine Ursachenforschung ist somit nicht betrieben worden.

    Zu 2.) + 3.)

    Da der Einsturz so plötzlich und total geschah, muß eine weitere Ursache für die Katastrophe verantwortlich gewesen sein. Wenn innerhalb kürzester Zeit ein derart großer Krater entsteht, muß man sich fragen, wo ist der Boden in so kurzer Zeit geblieben? In der Baugrube selbst liegen nicht die Bodenmassen von mehreren tausend Kubikmetern, die außerhalb der Baugrube fehlen, wobei man den Schutt des Gebäudes noch abrechnen muß. Eine solche Menge kann unmöglich innerhalb weniger Minuten in die Baugrube gelangt sein. Die einzige Erklärung hierfür ist, daß der Boden schon vor dem Einsturz nicht mehr vorhanden war.

    Die möglichen Ursachen für die Hohlraumbildung haben wir bereits in unserem Bericht „Pflichtverletzung bei der Stadtspitze“ beschrieben.

    Die erforderlichen Kontrollen der Wasserhaltung sind: Wasserbuch (Soll/Ist-Vergleich), Pegelmessungen (Pegelganglinien), Setzungskontrollen (der umliegenden Bauwerke), Verformungsmessungen der Baugrube.

    Diese Kontrollen sollten dokumentiert sein und nachgewiesen werden.

    Zu 4.)

    Die Arbeiter flüchteten aus der Baugrube, weil Sand und Wasser aus der Sohle in die Baugrube eindrangen. Dieses deutet auf den klassischen hydraulischen Grundbruch hin. Ein hydraulischer Grundbruch entsteht, wenn der Druck auf die Baugrubensohle von unten – hervorgerufen durch Grundwasser – größer ist als die ihm entgegenstehende Auflast. Bei einer Wassersäule von 20 Metern außerhalb der Baugrube herrscht ein Druck von 20 Tonnen pro Quadratmeter von unten auf die Baugrubensohle. Das sind gewaltige Kräfte, die hier im Spiel sind.

    Seitlich ist die Baugrube durch die Schlitzwände abgedichtet. Eine Abdichtung der Sohle erfolgte am Waidmarkt durch das Einbringen der Schlitzwände, bis in das wenig wasserdurchlässige Tertiär (eine Ton-Mergelschicht). Damit sich unter der abdichtenden Schicht kein Wasserdruck aufbauen kann, wird das ins Tertiär eindringende Wasser über Entspannungsbrunnen abgepumpt, um ein Gleichgewicht von Auflast und Restwasserdruck zu schaffen. Dieses System muß funktionieren, andernfalls kann es zu besagtem hydraulischen Grundbruch kommen.

    Es ist jedoch durchaus möglich, daß die anfallende Wassermenge erheblich größer ist, als vorausberechnet. Die Ursachen hierfür können sein: Ein höherer Durchlässigkeitsbeiwert des Bodens oder auch Störzonen im Boden. Rein theoretisch könnte auch ein Entspannungsbrunnen zu tief, d.h. durch die Tertiärschicht hindurch gebohrt worden sein – das hätte man aber rechtzeitig erkennen müssen.

    Dieses anstehende Problem ist nicht dadurch zu beseitigen, daß man größere und zusätzliche Pumpen einsetzt, um das anfallende Wasser zu beherrschen; das birgt die Gefahr der Absenkung des äußeren Wasserspiegels mit den Folgen, wie im Bericht „Pflichtverletzung bei der Stadtspitze“ beschrieben, mit sich.

    In einem solchen Fall ist es in der Regel üblich, daß sogenannte Negativbrunnen erstellt werden. Das bedeutet, daß das in der Baugrube geförderte Wasser außerhalb der Baugrube dem Erdreich wieder zugeführt wird. Das Wasser wird also somit im „Kreis gepumpt“, jedoch mehr heraus, als wieder nachfließen kann.

    Mit dieser Methode kann man den äußeren Grundwasserspiegel über einen gewissen Zeitraum konstant halten. Sollte somit der Baugrund ursächlich für den erhöhten Wasseranfall verantwortlich gewesen sein, so hat der Auftragnehmer zweifellos dem Auftraggeber den Mehraufwand an Kosten angezeigt. Es wäre zu untersuchen, wie der Auftraggeber auf eine solche eventuelle Anzeige reagiert hat. Der zusätzliche technische Aufwand erzeugt zusätzliche Kosten – wurde hier eventuell aus Kostengründen oder aus Verkennung der Kausalitäten an der falschen Stelle gespart?

    Für das Zustandekommen eines hydraulischen Grundbruches kommen im Wesentlichen drei Kriterien in Frage:

    a) Die Einbindetiefe der Schlitzwände in die abdichtende Tertiärschicht wurde zu kurz bemessen, das Gleichgewicht wird instabil und eine vermehrte Umläufigkeit von Grundwasser um den Schlitzwandfuß herum in die Baugrube führt schließlich zum Sohldurchbruch.

    b) Es liegt ein Herstellungsfehler der Schlitzwand vor. Die Schlitzwand wurde entweder nicht tief genug ausgehoben, oder aber es befanden sich in der Schlitzwand unterhalb der Baugrubensohle größere Fehlstellen, welche dann letztendlich durchbrachen. Beide Kriterien sind anhand der Schlitzwand-Herstellungsprotokolle nachvollziehbar.

    c) Das System der Wasserhaltung funktionierte nicht. Es besteht die Möglichkeit, daß Brunnen abgeschaltet waren, versandet, beschädigt oder sonst wie nicht mehr ihre Funktion hundertprozentig erfüllten. Der sich dann aufbauende Wasserdruck führt zum Durchbruch der Sohle.

    Bei allen drei Kriterien dringen Sand und Wasser in die Baugrube ein, jedoch niemals in solcher Menge und in so kurzer Zeit, daß ein derartiger Krater an der Oberfläche entstehen konnte. Vergleichbar etwa so, als sollte ein Elefant durch ein Nadelöhr springen. Eher ist anzunehmen, daß die durch den Grundbruch plötzlich auftretenden heftigen Boden- und Wasserbewegungen den unter dem Stadtarchiv bereits befindlichen Hohlraum zum Einsturz gebracht haben.

    Nicht der Grundbruch allein ist somit für den Gebäudeeinsturz relevant gewesen, sondern der durch ihn ausgelöste Hohlraumeinsturz; – eine Verkettung der Folgen zweier gravierender Baufehler.

    Der Grundbruch allein hätte niemals eine derartige Katastrophe auslösen können. Es hätte sich mit Sicherheit ein größerer Trichter an der Oberfläche gebildet. Gebäude wären sicherlich stark beschädigt worden – eventuell wäre auch die Fassade des Stadtarchivs eingestürzt. Niemals jedoch wäre das ganze Gebäude wie ein Kartenhaus in sich zusammengefallen.

    Wäre der Grundbruch nicht entstanden, wäre das Gebäude wohl auch irgendwann zum Einsturz gekommen, vielleicht im Sommer, vielleicht im Herbst. Der Hohlraum unter dem Stadtarchiv hätte sich mit der Zeit sukzessive erweitert, bis eine Überbrückung durch den massiven Stahlbetonskelettbau des Stadtarchivs nicht mehr gegeben gewesen wäre.

    Zu 5.)

    Die Maßnahmen der Feuerwehr, die Sohle zu ballastieren, um den Grundbruch zu stoppen, war die absolut richtige Gegenmaßnahme. Die Frage ist nur, warum wurde diese richtige Maßnahme erst von der Feuerwehr eingeleitet und nicht unmittelbar nach dem „GAU“ von der Projektleitung der KVB? Hierzu ergeben sich auch weitere Fragen an die zuständige Projektleitung.

    Eine Baugrubensohle besteht nicht aus Glas, welches plötzlich bricht, so daß man völlig überrascht wird. Die einzelnen Bodenschichten sind elastisches Material und verformen sich. Ein Grundbruch geschieht nicht von jetzt auf gleich – auch er kündigt sich einige Zeit vorher an. In der Regel kommt es zu vermehrtem Wassereintritt in die Baugrube, vorwiegend im Sohle/Wandbereich. Auch in der Mitte der Baugrube können sich kleine Quellen auftun, und der Boden wölbt sich nach oben, ähnlich wie bei einer Pflanze, welche aus dem Erdreich möchte.

    Es ist nicht zu verstehen, weshalb derartige Anzeichen und Vorwarnungen nicht zur Kenntnis genommen bzw. nicht richtig bewertet wurden. Hätte man den sich anbahnenden Grundbruch rechtzeitig erkannt, wären noch Gegenmaßnahmen in Form von Wasserballastierung, d.h. Flutung der Baugrube, möglich gewesen. Die Einrichtungen hierfür müßten vorhanden gewesen sein, ebenso Dichtschotts in den bereits fertiggestellten Tunnelrohren, um ein Überfluten der gesamten U-Bahn-Baustelle verhindern zu können.

    Auch hierbei scheint die fachliche Kompetenz gefehlt zu haben, um den kritischen Zwischenbauzustand angemessen zu überwachen und die entstehenden Situationen richtig einzuschätzen. Die Anzeichen treten gewöhnlich einige Stunden vorher auf, so daß bei richtiger Deutung noch genügend Zeit für eine Reaktion gewesen wäre – zumal es tagsüber während der normalen Arbeitszeit geschah.

    Zu 6.)

    In den folgenden Tagen kam die Erde noch nicht zur Ruhe. Besonders das der Einsturzstelle gegenüber liegende Friedrich-Wilhelm-Gymnasium zeigt Risse und Setzungen. Das kann nicht ursächlich dem Einsturz des Stadtarchivs zugerechnet werden. Auch hier ist sicherlich infolge der überhöhten Grundwasserabsenkung ein locker gelagerter Boden, wenn nicht sogar ein Hohlraum entstanden.

    Dieser Umstand bestätigt die Annahme, daß durch die Absenkung des Grundwasserspiegels außerhalb der Baugrube sich rund um diese ein Trichter mit gestörten Bodenverhältnissen gebildet haben muß. Es wäre zu empfehlen, das gesamte Gebiet um die Baugrube bodentechnisch zu erkunden und ggf. mittels Injektionen zu stabilisieren.

    Als Resümee kann man festhalten:

    Die angewandten Bauverfahren sind technisch ausgereift und bereits mehrfach erfolgreich angewandt worden.

    Voraussetzung für die Anwendung von technisch komplizierten Bausystemen ist jedoch, daß man die Verfahrenstechnik beherrscht. Hier sind ganz augenscheinlich schwere handwerkliche Fehler gemacht worden. Warn- und Alarmzeichen wurden ignoriert oder falsch interpretiert.

    In unserem Bericht „Pflichtverletzung bei der Stadtspitze“ stellten wir bereits die Frage nach der fachlichen Kompetenz der für die Bauüberwachung verantwortlichen Personen bei der KVB. Die eingetretene Katastrophe wird besonders tragisch, wenn man feststellen sollte, daß sie hätte vermieden werden können.

    Wenn es um die Suche nach den Schuldigen geht, wird die KVB wahrscheinlich juristisch besser aufstellt sein, als sie es mit Fachkompetenz und praktischen Erfahrungen im Spezialtiefbau und innerstädtischem U-Bahn-Bau gewesen ist.

    http://www.pro-koeln.org/

  31. #33

    womit ich die Bauleitung nicht entschuldigen will. Denn solche Tunnelvortriebe sind high tech. Das braucht viel Zeit und Planung. Und wie man hört wird ja laufend von Zeitmangel geredet….eine der möglichen Ursachen nach meiner Meinung.

    norbert.gehrig@yahoo.de

  32. Selbst wenn die Stühle der Verantwortlichen wackeln, was wird ihnen schlimmstenfalls passieren? Politische Verantwortung? Daß ich nicht lache. Sie werden weder mit ihren Pensionsansprüchen noch mit ihrem Eigentum haften, sondern im Gegenteil, zum gemütlichen Teil der Klüngelei übergehen und über die blöde Steuerkartoffel, und da sollte sich jeder Kölner vorangig angesprochen fühlen, lachen.

  33. Man sollte vorsichtig sein. Daß die Mainstreampresse eine angebliche Mitverantwortung der Kölner Stadtregierung so herausstreicht, liegt nicht daran, daß wir mit den MSM Verbündete im Kampf gegen die Islamisierung haben, sondern daran, daß die MSM es am liebsten sähen, wenn rot(-rot)-grün wieder den OB und die Stadtregierung (und die Landesregierung und die Bundesregierung) stellte.

    PI hält sonst immer eine gesunde Distanz zu den linksgelenkten Propagandamedien, man sollte das auch hier tun.

  34. Jetzt Pro Köln beitreten! Nicht mehr zögern, machen Sie das!

    Die Pro Kölner sind auf vernünftige Leuet angewiesen. Die paar rechtaussen-Spinner können Sie schön in Schach halten. Wenn es eine normale konservative Bewegung wird dann werden Sie riesigen Erfolg haben.

    Also los, beitreten und kandidieren für ein Amt und die Leute zum wählen überzeugen!!!

  35. Schramm kann nur eines: Den Bückling vor integrationsunwilligen Moscheebauern und türkischen Nationalisten machen. Dieser unfähige Fatzke und Dampfplauderer hat der Stadt Köln unermesslichen Schaden zugefügt und auf gesamter Linie versagt. Der Mann gehört mit Schimpf und Schande aus Köln und aus der CDU geworfen.

  36. Ich habe heute morgen auf Phönix, wenn ich mich recht erinnere, einen „Experten“ zu dem Thema gehört der meinte, dass es wohl sehr plötzlich eingetreten ist.
    Seiner Meinung nach war die Konstruktion der Schutzwand fehlerhaft die den Tunnel vor eindringendem Wasser und Erdreich schützen sollte.
    Wenn es so wäre sei die Schuld bei der Firma zu suchen die das Ding so gebaut haben.

  37. Er kritisierte vor allem, dass die Stadt auf das ihr vorliegende Gutachten nicht reagierte: “Das grenzt an Schlamperei.”

    Das grenzt nicht an Schlamperei, das ist Schlamperei. In jedem Job fliegt sofort jeder, der Scheiße baut. Nur in der Politik nicht.
    Meine Oma hat mir im Sterbebett gesagt:
    Mein lieber Junge, lerne was anständiges. Und gehe nicht in die Politik, Politik verdirbt den Charakter
    siehste Fatima?!
    is vorbei

  38. Und Schramma hat sich sicher umtaufen lassen von Schmarra- war auch unnötig. Bei dem Düsseldorfer Senf, den der redet.

  39. Nächstes Wochenende muß ich wieder nach Köln. Mir graut schon.
    Aber :
    et es noch immer jot jejange.

  40. Vor einiger Zeit hat sich doch eine Kirche in Köln bedenklich geneigt. Das war doch auch die Folge eines U-Bahn-Baus. Lernen denn die U-Bahn-Bauer überhaupt nichts dazu?

    Hauptsache die scheiß Minarette der Großmoschee stehen kerzengrade.

    Welche Hohlköppe regieren dieses Köln?
    Nur peinlich.

    http://www.myblog.de/freidenkerzone

  41. Man stelle sich vor, die katholische Kirche sei Bauträger gewesen. Da hätte man schon lange den Rücktritt des Papstes gefordert.
    Schramma hat scheinbar in Köln die Narrenkappe auf. Er meint wohl alles zu dürfen.

  42. Also bei uns in Hamburg wird derzeit auch eine neue U-Bahn gebaut, allerdings in 40m Tiefe. Wenn an irgendeinem Gebäude plötzlich deutliche Risse im öffentlich allgemein bekannten Verlauf der neuen U-Bahn auftreten sollten, müßte man schon ziemlich schwachsinnig sein, um nicht innerhalb einer Minute darauf zu kommen, daß die Risse mit der Bahn zusammenhängen könnten.

    Aber viellicht wurde die U-Bahn in Köln ja geheim gebaut, und keiner wußte was davon 🙂

  43. Juristisch betrachtet ist die Stadt Köln für die Baustelle verkehrssicherheitspflichtig und somit vollumfänglich in der Verantwortung für den Gebäudeeinsturz!

    Als oberster Dienstherr der Stadt Köln wäre somit Türken-Fritz Schramma für jeglichen Haftungsanspruch die erste Adresse!

    Gibt es schon Umfragen, wie die KölnerInnen sich bei der nächsten Wahl verhalten wollen? 🙂

  44. Der U-Bahn Tunnel sollte mal besser auch unter der geplanten Moschee langführen.
    Was das wohl für ein Geschrei gäbe wenn da kleine Risse auftauchen würden …

  45. Schon erstaunlich, daß man ein so wichtiges Bauwerk dermaßen untertunneln darf. Und während der Tunnel unterm Stadtarchiv gebaut wird, noch Menschen, Urkunden und Akten im Haus sind. Ziemlich jeck das Ganze!

  46. OT:KSTA.DE » Köln » Stadtbezirk Innenstadt
    Stadtbezirk Innenstadt
    Schriftgröße
    Liveticker zum Stadtarchiv
    Chronik der Katastrophe – Tag 7

    09.03.09, 23:26h
    Die Suche nach dem zweiten Vermissten geht weiter und wird auch in der kommenden Nacht fortgesetzt. Das Regenwetter erschwert die Arbeiten. Ein Bericht über Gebäudeschäden am ehemaligen Stadthaus sorgt am Abend für Wirbel.
    Köln – 23.00 Uhr: Die WDR-Online-Redaktion berichtet, dass es in den vergangenen drei Tagen am ehemaligen Stadthaus am Gürzenich zu Gebäudeschäden gekommen sei. Zu dem Komplex gehören das Interconti-Hotel, Restaurants, Geschäfte, Praxen und Büros. Das Gebäude liegt in unmittelbarer Nähe des Heumarkts. Dort befindet sich die größte Baugrube entlang der gesamten U-Bahn-Trasse.

    In einem Büro im dritten Stock hätte sich ein Betonstück aus der Decke gelöst, in einem Treppenhaus seien Gipskarton-Platten von der Wand gefallen, zahlreiche Brandschutztüren ließen sich nicht mehr schließen. Deshalb habe sich die KVB dazu entschlossen, die Decke über der Trasse schon in den nächsten Tagen einzuziehen, um der U-Bahnröhre und dem Erdreich zusätzliche Stabilität zu geben.

    KVB-Sprecher Franz Wolf Ramien konnte diese Angaben am Montagabend nur zum Teil bestätigen. Die Schäden seien seit längerem bekannt. Die letzte Begehung mit dem Eigentümer habe im September 2008 stattgefunden. Das Gießen der Bodenplatte für die Haltestelle Heumarkt sei von der KVB planmäßig für diese Woche vorgesehen. „Wir sind vielleicht zwei Tage früher dran“, so Ramien.

    http://www.ksta.de/html/artikel/1236343915304.shtml

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