Über die Bemühungen dieses Staates, „gestrauchelten“ Menschen bei ihrer „Wiedereingliederung“ in die Gesellschaft behilflich zu sein, während vergangene und zukünftige Opfer sich selbst überlassen werden, haben wir schon häufiger berichtet. Ganz besonders fürsorglich ist man hierzulande mit linken und islamischen Terroristen. Auch um Mörder, die dann schnell die Metamorphose zu „Ex-Mördern“ durchmachen, ist man sehr bemüht.

Gut in Erinnerung ist hier sicherlich noch der nachlässige Umgang mit den Helfern des Massenmordes vom 11. September, Abdelghani Mzoudi und Mounir El Motassadeq. Besondere „Verdienste“ in der „Resozialisierung“ hat sich die Stadt Bremen erworben.

Im Februar berichteten wir darüber, dass die – natürlich vorzeitig entlassene und mit falschem Namen vor Belästigungen geschützte – RAF-Terroristin Susanne Albrecht im Norden Deutschlands als Lehrerin arbeitet. Die Bild-Zeitung hat Frau Albrecht aufgespürt. Die Frau, die den Mördern ihres Onkels, des Dresdner-Bank-Chefs Jürgen Ponto, Zugang zu dessen Haus verschaffte, wird in der gutmenschlich orientierten Stadt Bremen im Fach Deutsch auf die Kinder losgelassen, ein Bereich, in dem man durch die Auswahl „geeigneter“ Texte natürlich „keinerlei“ Einfluss auf Kinderseelen hat.

Die heute 56-Jährige muss jetzt allerdings ernsthaft um ihre selbstgewählte Anonymität fürchten. „Verurteilte RAF-Mörderin arbeitet als Grundschullehrerin in Bremen“, lüftete die „Bild“-Zeitung am Montag in gewohnt großen Buchstaben „eines der bestgehüteten Geheimnisse der Bremer Justiz- und Schulbehörden“.

Dem Stadtstaat steht nun also in den kommenden Tagen ein gesteigertes Medieninteresse ins Haus. Der Großteil der Kamerateams, Reporter, Fotografen und Ü-Wagen dürfte dabei weniger an den Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft am 13. Mai als an der Jagd auf die frühere RAF-Terroristin interessiert sein.

Und schon wird die Täterin zum Opfer. Eine Frau, die kaltschnäuzig das Vertrauen ihres Onkels auf widerwärtige Weise missbraucht hat, wird nun „gejagd“ von einer Meute sensationsgeiler Reporter, wo sie doch nur in Frieden leben wollte. Ihr Onkel hätte das sicher auch gern gewollt, aber „Opfer“ Albrecht hatte damals anders entschieden.

Auch in der Behörde von Bildungssenator Willi Lemke (SPD) befürchtet man, dass ab sofort jede weibliche Lehrkraft in Bremen von den Medien durchleuchtet wird. „Wir können das leider nicht verhindern“, räumt Lemke-Sprecher Rainer Gausepohl gegenüber FOCUS Online ein. Albrecht sei in der Tat an Bremer Schulen tätig, allerdings nicht, wie von „Bild“ kolportiert, bei der Stadt angestellt. „Sie arbeitet für einen Freien Träger der Stadt, also nicht im, sondern für den öffentlichen Dienst“, weist Gausepohl auf ihr Engagement beim Verein „Stadtteil-Schule“ hin.

Seit mittlerweile zehn Jahren bereite Albrecht ausländische Grundschüler an verschiedenen Schulen auf den Deutschunterricht vor. „Sie leistet sehr gute Arbeit und hat sich noch nie etwas zu Schulden kommen lassen“, lobt Gausepohl die Fachfrau, die 1976 unmittelbar vor ihrem Eintritt in die RAF in Hamburg noch ihr erstes Staatsexamen für das Grund- und Realschullehramt abgelegt hat.

Von einem Beispiel vorbildlicher Resozialisierung spricht Gausepohl über Albrecht, die ihre Taten nie bereut hat und fürchtet, dass ihre Anonymität beendet werden könnte. Wir haben Mitleid. Dass es vielen Eltern nicht Recht sein mag, ihre Kinder dem Einfluss dieser niederträchtigen, brutalen und gefühllosen Frau ausgesetzt zu sehen, interessiert hierbei selbstverständlich nicht.

(Spürnasen: Gerhard B. und Frank Sch.)

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61 KOMMENTARE

  1. Albrecht sei in der Tat an Bremer Schulen tätig, allerdings nicht, wie von „Bild“ kolportiert, bei der Stadt angestellt. „Sie arbeitet für einen Freien Träger der Stadt, also nicht im, sondern für den öffentlichen Dienst“, weist Gausepohl auf ihr Engagement beim Verein „Stadtteil-Schule“ hin.

    es ist doch schnurzpiepegal für wen diese ex(?)-terroristin und mörderin arbeitet, ob direkt oder indirekt für den öd – fakt ist, dass sie kinder unterrichtet … und das führt dazu, dass ich kotzen muss

  2. Susanne Albrecht ist für ihre Taten von einem Gericht verurteilt worden und hat ihre Strafe abgesessen. Der Erlaß eines Teils der Strafe bei guter Führung und günstiger Prognose für die Zukunft ist in Deutschland allgemein üblich. Will man hier vielleicht Sondergesetze, um die RAF-Mitglieder doch noch im Nachhinein zu politischen Gefangenen zu qualifizieren? Wenn Frau Albrecht seit nunmehr langen Jahren ihren Lebensunterhalt durch ordentliche Arbeit selber verdient und nicht auf Harz4 angewiesen ist sollte man sich freuen. Was sollen also solche durch nichts belegten Vorwürfe wie „auf die Kinder losgelassen“? Das hat nichts mit politically incorrect zu tun, sondern ist doch nichts mehr als eine unqualifizierte und dämliche Hetze auf Bildzeitungsniveau.

  3. „Albrecht, die ihre Taten nie bereut hat “

    Das stimmt doch so nicht. Sie ist doch wohl nicht als RAF-„Kämpferin“ in die DDR, sondern als Aussteigerin. Und sie war Kronzeugin, daher auch die relativ niedrige Strafe und ihr bisher straffreies, gesellschaftlich nützliches Leben unter (nehme ich an) neuem Namen.

    Was Bild hier abzieht ist der Versuch einer Vernichtung, nichts weniger.

  4. Sie haben es ja auch nur gut gemeint unsere lieben Linken freunde

  5. @ #4 unbekannter:

    „Was Bild hier abzieht ist der Versuch einer Vernichtung, nichts weniger.“

    daß die bild in ihrer arbeitsweise umstritten ist, steht außer frage.

    andererseits gibt es viele bürger, die die strafen für kriminelle im allgemeinen und terroristen im speziellen für zu lasch erachten.

    jetzt kommen die armen verfolgten mörder wieder frei und werden von der mehrheit der öffentlichkeit angefeindet. wie böse!
    das hat aber auch den pädagogischen effekt, daß potentielle sympathisanten darauf aufmerksam werden, daß die täter nach einer gewissen zeit zwar den knast verlassen dürfen, daß die gesellschaft ihnen aber noch nicht unbedingt verziehen hat, was zur folge hat, daß das ganze noch einmal öffentlich aufgerollt wird, wenn die täter schon glauben ihren ruhigen lebensabend genießen zu dürfen.
    ich habe kein mitleid mit „ex“-terroristen(scheiß verharmlosung!), die sich bis heute weigern, die raf-morde aufklären zu helfen, die sich nicht von der raf distanzieren wollen und die meinen, mit zwei jahren knast pro mord sei alles abgegolten und man brauche sich für nichts bei niemand entschuldigen.

  6. „Was Bild hier abzieht ist der Versuch einer Vernichtung, nichts weniger.“

    Oh mimimi. Frag mal die RAF-Opfer, was der „Versuch einer Vernichtung“ ist.

    Kusch, kusch, zurück auf Indymedia.

  7. Der hier mitunter anzutreffende undifferenzierte Furor ist schon atemberaubend…

    Albrecht mit Klar, Boock, Mohnhaupt und Co zu einem Brei zu verühren, zeugt von einem bedenklichen, weil undifferenzierten, entindividualisierenden Menschenbild, das sich von dem unserer radikal islamischen Freunde gar nicht so sehr unterscheidet.

    Man kann die Meinung vertreten, dass eine moralische und strafrechtliche Verfehlung zu einer zwangsläufigen und unwiderruflichen Vernichtung der sozialen Existenz führen müsse….nur sollte man das dann auch klar so fordern.

    Mit Humanismus und Aufklärung hätte das dann aber nichts mehr zu tun…

  8. Dieser Fall offenbart, wie eine Gesellschaft aussieht, in der Linke und Grüne langfristig die Macht haben. Die Trennung zwischen „gemäßigt“ und „extremistisch“ dient genau wie bei einer bekannten „Religion“ nur zur Täuschung der Arglosen und ist spätestens dann hinfällig, wenn ein „Kämpfer“ einen einflussreichen Posten bekommen soll.
    Die oft beklagte Blindheit der gesamten Linken für in ihrem Namen verübte Verbrechen geht m.E. auf den geachteten französischen Philosophen Sartre zurück. Der hatte in seinen Schriften immer wieder die Verbrechen von „rechtsgerichteten“ Diktatoren und Militärjuntas angeprangert, aber die Verbrechen Maos, Stalins, Pol Pots, Castros und anderer „linksgerichteter“ Politverbrecher aber stets verschwiegen. Auch diese Verhaltensweise ist von einer gewissen „Religion“ her wohlbekannt.
    Ob es diese Parallelen sind, die den linksrechten Populisten und ewigen Verantwortungsflüchtling Oskar Lafontaine dazu bewogen, „Schnittmengen zwischen linker Politik und Islam“ zu sehen? Vom Islam lernen heißt bei diesen Subjekten wohl siegen lernen.
    Soviel zum 1. Mai.

  9. @10

    Ist es neuerdings ein Kavaliersdelikt, einen Menschen ans Messer seiner Mörder zu liefern?

  10. „Der hier mitunter anzutreffende undifferenzierte Furor ist schon atemberaubend…“

    Da stimme ich Dir zu, ratloser, aber jetzt differenziere doch Du auch einmal: eine Frau, die Mördern den Weg ebnet, in dem sie das Vertrauen ihrer Familie ausnutzt, eine solche Frau ist geeignet, Kinder zu unterrichten? Meinst Du, ein solcher Defekt der Persönlichkeit verschwindet über die Jahre?

    Und, ratloser, ich erinnere mich sehr gut an meine linken Zeiten, da ein einfaches Mitglied von DKP oder SEW aus dem Schuldienst flog. Für einen von ihnen haben wir seinerzeit in der Berliner Deutschlandhalle eine Soli-Veranstaltung organisiert.

    Warum kann die Frau nicht anders beschäftigt werden? Dagegen sind ja die Vorschläge des Klaus Peymann zur Resozialisierung des Christian Klar direkt zu begrüßen!

  11. Menschenwürde und Humanismus gut und schön … aber so schnell sind die dann auch wieder nicht verletzt.

    Sie hat sich einer Gruppe angeschlossen, die diesen Staat – den mit der größten Freiheit und dem höchstem Wohlstand auf diesem Boden – vernichten wollte und dabei auf ziemlich perfide Weise an einem Mord mitgewirkt. Ok. Das ist abgesessen, sie ist frei. Und ich glaube ehrlichgesagt auch nicht, dass sie den Kindern was anderes beibringt als Rechtschreibung. Sie wird wohl keinen direkten Schaden anrichten, aber es geht um’s Prinzip. Nicht bei allen entlassenen Straftätern, aber bei dieser Sorte schon.

    Aber ist dieser Staat (das eigentliche anvisierte „Opfer“ ihrer Verbrechen) verpflichtet, ihr einen Job zu verschaffen? Ich denke nein. Es ist peinlich für den Staat, das zu tun! Sie kann sich selber in der Privatwirtschaft einen suchen und wenn sie keinen findet, ist der Staat verpflichtet, ihr Sozialhilfe (HartzIV) zu zahlen. Inwiefern verletzt das, womit Millionen problemlos und anständig ihre Menschenwürde wahren, die „Menschenwürde“ ausgerechnet von Terroristen???

    Warum braucht sie zur „Resozialisierung“ etwas (einen Job), was Millionen anderer Menschen nicht haben, und trotzdem gesetzestreu bleiben?

    Nun. Sie hat den Job. Sie hat die Anonymität. Wenn sich unser Staat so demütigen will …. bitte. Aber man kann nun wirklich nicht auch noch erwarten, dass die BILD sich als Komplize dieses Versteckspielchens beteiligen muss, indem sie auf die Pressefreiheit und eine Enthüllungsstory, die viel Geld einbringt, verzichtet.

    Auch die Reporter, Buchhalter, Drucker und Putzfrauen bei BILD brauchen Geld zum Leben, nicht nur „Ex-Terroristen“.

  12. @12 Islamophob und grünenfeindlich

    Ist es zivilisiert und vernünftig, einer Mordbeteiligten, die ihre Strafe abgesessen hat, die seit über 25 Jahren gezeigt hat, dass sie ein normales, bürgerliches, gesetzestreues Leben führen will und führen kann, die soziale Existenz zu gefährden?

    Wäre es vielleicht besser, sie lebte von Hartz 4, also auf Kosten von zB mir (als Steuerzahler), wo sie genausogut einer qualifizierten, nützlichen Arbeit nachgehen kann?

    Was ist das für ein Signal? Heisst das nicht „wer damit angefangen hat, kommt nie wieder da raus“? Heisst das nicht soviel wie „da hättet ihr auch gleich weitermachen können“?

    Wenn es möglich ist, dass am anderen Ende der Welt ein Nelson Mandela einem Pieter Botha die Hand gibt, dann sollte einer unbedeutenden Susanne Albrecht auch das kleine Stück normaler Existenz erlaubt sein, das sie sich erarbeitet hat.

    Ich bin dafür, dass jeder Verbrecher die Möglichkeit haben muss, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Eine Strafe, die über das hinausgeht, was im Gesetzbuch steht, ist Unrecht.

    Und wer so tut, als habe er noch nie was verbrochen, heuchelt (oder ist nicht von dieser Welt).

  13. @ Islamophob und grünenfeindlich :
    sprach ich von einem Kavaliersdelikt?

    @Gudrun:
    Albrecht war die Tochter eines Studienfreunds von Jürgen Ponto, keine Verwandte. Was sie tat, ist verurteilenswert genug.
    Susanne Albrecht dürfte diejenige aus dem RAF-Umfeld gewesen sein, die nach den vorliegenden Informationen den radikalsten und glaubhaftesten Schnitt getan hat und nie versucht hat, ihre Verbrechen zu relativieren oder zu geschichstklittern.

    Undifferenzierte Berufsverbote fand ich und finde ich bescheuert, verbeamtet ist Albrecht meines Wissens nicht.

    Ich kenne Frau Albrecht nicht genug, um mich über ihre Persönlichkeitsdefekte äußern zu können, kenne aber sehr viele gesellschaftlich exponierte Persönlichkeiten, deren Persönlichkeitsdefekte kein Schwein stören. Die Frage ist, ob die jetzige Tätigkeit Susanne Albrechts der Gesellschaft schadet. Auch das kann ich nicht beurteilen, wohl nur die Schulbehörde, die Schüler und deren Eltern.

    Die undifferenzierte Deduktion RAF – Persönlichkeitsdefekt – dauerhaft moralisch disqualifiziert ist mir zu einfach.

  14. @16:

    Deine Klage darüber, dass der Ärmsten nun so übel mitgespielt wird, würde nur dann einen Sinn ergeben, wenn sie einen Kavaliersdelikt begangen hätte. Das hat sie aber nicht – schön, wenn du hier zustimmst – also soll sie froh sein, solange es ihr besser ergeht, als es Herrn Ponto ergangen ist.

  15. Was haltet Ihr von diesem Kommentar bei FOCUS?

    charleroi | 487 Kommentare (30.04.2007 18:23)
    Saulus und Paulus
    Wenn Frau Albrecht wirklich von ihrem Terrorwahn bekehrt wurde, ihre Strafe abgesessen hat, dann ist sie wieder ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft. Allerdings sollte sie nicht versteckt agieren, sondern sich offen zur Abkehr von der RAF bekennen. Ob dann ein öffentliches Lehramt der richtige Arbeitsplatz ist sollten die Vertreter der Öffentlichkeit– die Schulbehörde Bremens, auch öffentlich machen und dazu stehen.

    So sehe ich das auch! Hier verstecken sich alle und tun so, als wenn die Tat der Susanne Albrecht nie geschehen wäre. Die Bremer Politiker, die ihr erlaubt haben zu unterrichten, hätten sie ihr das erlaubt, wenn ihre Wähler das gewußt hätten?

    Und, ratloser, Deine subtilen Unterscheidungen zwischen echten Familienmitgliedern und einem „Onkel“ genannten Studienfreund des Vaters sind schon kraß.

    Susanne Albrecht hatte nur Zugang zum Hause des Jürgen Ponto, weil sie in familienähnlichen Beziehungen zu ihm stand. Sie war auch nicht mehr allzu jung, als sie dieses Vertrauen mißbrauchte.

    Ich wünsche Dir nicht, daß Du jemals ein vergleichbarer Nenn-Onkel wirst.

  16. @ # 10 Ratloser:

    „Der hier mitunter anzutreffende undifferenzierte Furor ist schon atemberaubend …
    Albrecht mit Klar, Boock, Mohnhaupt und Co zu einem Brei zu verühren (…)“

    Dem pflichte ich bei. Wo steht geschrieben, das S. Albrecht „nie bereut“ hat? Dass die RAF-Terroristen (z. B. in der aktuellen Klar-Debatte) als „ganz besondere“ Verbrecher behandelt werden, die beinahe persönlich mit dem Bundespräsidenten über ihre Haftdauer diskutiert hätten, finde auch ich schwer übertrieben. Aber Tatsache ist, dass sie (ob reuig oider nicht) keine Bedrohung mehr für die Gesellschaft darstellen, Rückfallgefahr annähernd gleich null. Ganz im Gegesnatz zu unzähligen haftentlassenen Triebtätern und Seriengewälttätern.

  17. Wäre es vielleicht besser, sie lebte von Hartz 4, also auf Kosten von zB mir

    Ja, wär viel besser.

    Sie lebt doch sowieso von deinen Steuergeldern … oder was glaubst du, wer Lehrerinnen bezahlt? Außerdem gibt es tatsächlich auch noch Menschen, die weder HartzIV bekommen noch anderweitig von zwangseingetriebenem Geld bezahlt werden, sondern die ihr Geld für etwas bekommen, wofür Menschen höchst freiwillig bezahlen – z.B. eine BILDzeitung.

    Und die Arbeit, die sie derzeit verrichtet, müsste ja trotzdem gemacht werden, und dann hätte jemand anderer den Job – (spätestens um ein paar Ecken rum) jemand, der derzeit HartzIV bekommt und dessen „Existenz“ somit derzeit angeblich „vernichtet“ ist.

    Es ist mir übrigens scheißegal, ob sie bereut oder nicht. Der Staat sollte seine Würde wahren, indem er ihr keinen Job gibt – das gleiche wie bei Kurnaz. Das ist ein widerliches ins Gesicht spucken gegenüber der arbeitslosen Normalbevölkerung, unter denen es sehr wohl haufenweise Menschen mit der „Qualifikation“ gibt, die man braucht um kleinen Türks ein bisschen deutsch beizubringen.

    Falls er es doch tut, soll er samt seinem Schützling damit leben, dass die freie Presse es ausschlachtet.

    Dass die freie Presse ein bissiges Vieh ist, das Menschen ruinieren kann, ist doch kein Geheimnis. Wir brauchen sie trotzdem – heute mehr denn je – und je bissiger desto besser.

  18. @ #19 Israel_Hands

    Aber Tatsache ist, dass sie (ob reuig oider nicht) keine Bedrohung mehr für die Gesellschaft darstellen, Rückfallgefahr annähernd gleich null. Ganz im Gegesnatz zu unzähligen haftentlassenen Triebtätern und Seriengewälttätern.

    Kann ich schwerlich widersprechen.

    Heribert Prantl: „Du bist Pazifismus!“

  19. @ Islamophob und grünenfeindlich

    interessantes Argument, muss mal in Ruhe drüber nachdenken… 😉

    @ Gudrun

    Fakten spielen keine Rolle…auf Fakten zu verweisen, bedeutet,sich in (exkulpierende) Subtilitäten zu verlieren…

    Hat Deiner Meinung ein Straftäter überhaupt die prinzipielle Möglichkeit, sich von seinen Taten zu distanzieren? Gibt es sowas, wie eine erworbene Erbsünde, ein Kainsmal für Straftäter, unabhängig von ihrer Entwicklung und ihrem Verhalten nach den Straftaten?

    Sollten alle RAF-Straftäter (andere sind wohl nicht so schlimm, witzig wie hier einige auf die Politisierungsschiene des RAF-Umfelds einsteigen…)einen roten Stern an der Jacke tragen müssen, wenn sie auf die Strasse gehen…darf man sie dann anspucken…oder sollte man sie nicht gleich in ein Arbeitslager sperren?

    Deinen Wunsch verstehe ich übrigens nicht ganz…

  20. Egal wie Suzi ihre Tat bereut hat oder nicht, es geht darum, dass sie Kinder unterrichtet. Wenn Bremen nicht genug unbelastete Arbeitslosen hat, denen man dort die Jobs vergeben könnte, dann soll er alles Gesindel aus der Bundesrepublik dorthin holen und „sozialisieren“. Es ist sache der Bremer und der sonst unbelasteten Arbeitslosen in Bremen, sich darüber aufzuregen. (Die sollten mal alle, die bei den Job-Centern einstellen, lieber einen kleinen Terroranschlag verüben, dann kriegen sie vielleicht schneller einen Job)

    Was ich mich aber frage: für die meisten Jobs sind heutzutage 100x Atteste erforderlich. Bereits ein Kneipenwirt der nur Alkohol ausschenkt braucht ständige Nachweise vom Gesundheitsamt. Und wenn man einen nur einigermaßen verantwortungsbeladenen Beruf ausüben will, braucht man ein Führungszeugnis von der Polizei.
    Wozu schikaniert der Staat all seine Otto-normal Bürger mit solchen Auflagen, wenn dann Ex-Terroristinen Grundschulkinder frei nach Lust und Laune indoktrinieren können. Dass es sich um Ausländerkinder handelt, macht kein Unterschied. So eine, wie die Suzanne, die selber nur beim RAF voll integriert war, wird gewiss nichts dazu beitragen, dass diese Kinder später sich um ihre Integration bemühen.

  21. @ Eisvogel

    pure Demagogie, sorry….

    Du solltest bedenken, dass man bissige Viecher schlecht dazu bringen kann, immer nur die „Richtigen“ zu beissen…und die „Würde“ des Staates, was darf ich darunter verstehen?

  22. @ Kybeline

    schönes Beispiel, warum „politisch inkorrekte“ Ressentiments nicht hilfreicher sind als „politisch korrekte“….

    Man nehme seinen Bodensatz an Frust und Groll, finde ein entlastendes Projektionsobjekt und verkaufe das als reflektierte politische Meinung…nur dass es bei den meisten Linken etwas geschmeidiger, rhetorisch teflonmäßiger rüberkommt…besser camoufliert…der säuerliche Geruch des sich Auskotzens ist da nicht so leicht zu bemerken….

    der anonyme, immer nur einen selbst, nie „die“ anderen schikanierende Staat…das klagsame Selbstmitleid…das „Gesindel“ (das natürlich immer nur die anderen sind)….freies Rumphantasieren, völlig befreit von Sachkenntnis und Logik…

    damit kommt man wirklich an JEDER gesellschaftlichen Ecke raus…aber eine Ecke ist es zumeist….leider…

  23. @Rational/Ratloser

    wenn ich recht verstehe, unterstellst mir Stammtischwokabular und willst mich in die braune Ecke hineinschubsen. Ist das nicht die typische abgehobene sozio-gutmenschliche Haltung gegen die Stimme der Vernunft? Wenn der Sozio-Goodie keine vernünftige Argumente hat, rutscht ihm diese Art Polemik aus der Hosentasche…

  24. #4 (vielleicht nicht ganz so) Unbekannter

    Die DDR war also das Traumziel für RAF-Aussteiger? Na Gott sei Dank! Wie konnte ich nur annehmen, die DDR hätte böse Absichten gehabt und deshalb soviel Terroristen „adoptiert“. Die herzensgute Stasi hat die dekadenten Rotzlöffel ja sogar schon vor dem „Ausstieg“ noch im Westen „betreut“.

    Des Weiteren fände ich es nett, wenn Du im vorherigen Artikel noch antworten könntest, warum die Palis gar nicht über 11/9 gejubelt haben. So ein linker Idiot wollte mir mal die typische Brunnenvergifterstory über die Juden andrehen, wonach:
    „Der Bürgermeister von Tel Aviv den armen Palis Geld fürs Jubeln gab und sie gar nicht wussten, dass die Towers eingestürzt waren“.
    Da deiner Meinung nach die Mörderschweine in die DDR gingen um „auszusteigen“, würde mich auch da deine Antwort interessieren (das nebulöse „Arragement“ hat mich neugierig gemacht).

  25. #24
    Zustimmung! Sie hat Verbrechen begannen, sie hat ihre Strafe abgesessen und hat ihre Taten bereut. Ich finde, sie hat auf jeden Fall eine Chance verdient und zwar ohne dass das an die große Presseglocke gehängt wird.
    Sie musste übrigens erheblich länger sitzen als mancher Nazi-Scherge, der es nach WK2 bis an die Spitze des Staates geschafft hat.

  26. Jeder Arbeitgeber muß sich für seine Angestellten verantworten – was denkt sich das Land Bremen dabei, einer ehemaligen Terroristin zu solch einem Job zu verhelfen?
    Daß diese Tatsache eines Tages aufgedeckt wird, ist doch normal – eigentlich dürften solche versteckten Jobbeschaffungen im öffentlichen Dienst überhaupt nicht möglich sein!
    Die Öffentlichkeit sind wir alle – nicht der Bremer Senat, nicht der Bildungssenator!
    Frau Albrecht hat im öffentlichen Dienst nichts zu suchen, erst recht nicht, wenn der Job sie mit Kindern zusammenführt!

    Im privaten Bereich kann sie von mir aus arbeiten, aber auch hier nicht als Erzieherin oder Lehrerin –
    solche Berufe bedürfen einer absolut weißen Weste – auch wenn Frau Albrecht ihre Strafe abgesessen hat!

  27. Gudrun hat absolut recht.

    @ratloser: Niemand soll einen „roten Stern“ tragen oder lebtäglich mit „dem Kainsmal“ rumlaufen.

    Es sollten nur nicht die verarscht werden, die die „Resozialisierung“ bezahlen und die man für zu primitiv hält, die edlen Motive der moralisch Überlegenen, die ihr Geld verprassen, zu begreifen.

    Ein Kaufhof-Filalleiter kann sie zum Socken-Verkaufen einstellen – unter der Voraussetzung, dass die Kaufhof-Geschäftsleitung, die ihr Gehalt bezahlt, aufgeklärt wird, wer sie ist. Wenn die Geschäftsleitung NEIN sagt, heißt das NEIN.

    Eine Behörde kann sie zum Kiddies-Unterrichten einstellen – unter der Voraussetzung, dass die Bevölkerung, die ihr Gehalt bezahlt, aufgeklärt wird, wer sie ist. Wenn die Bevölkerung NEIN sagt, heißt das NEIN.

    Ganz offenbar wurde angenommen, dass die Bevölkerung nicht einverstanden gewesen wäre. Offenbar nimmt das auch jeder hier an, der meint, die Verschleierung wäre korrekt gewesen und man müsse die Pressefreiheit dahingehend beschränken, dass die BILD das jetzt nicht ausschlachten dürfe.

    Ich nehme das auch an. Ich bin nur absolut nicht der Meinung, dass das eine Berechtigung zum Belügen der Bevölkerung darstellt.

  28. @#29 biggy

    „Frau Albrecht hat im öffentlichen Dienst nichts zu suchen, erst recht nicht, wenn der Job sie mit Kindern zusammenführt!“

    Sie ist ja nicht im öffentlichen Dienst, d. h. sie ist keine Staatsangestellte (obwohl mir die Ironie gefiele: ehemalige Staatsfeindin im Dienst des Staates). Und welche Gefahr stellt sie speziell für Kinder dar? Abermals kann ich mich viel mehr über den verantwortungslosen Umgang mit Triebtätern ärgern, wie den Leipziger Knabenmörder (den mit dem Fahndungsfoto aus der Straßenbahn, der sich bei der Fahndung auf die Gleise geworfen hat), der als vorbestrafter Kinderschänder im Kinder-Streichelzoo arbeiten durfte.

    Was mir hingegen immer bescheuert vorkommt, ist das Strafmaß für die RAF-Terroristen. Da kriegt einer von denen 5-mal lebenslänglich plus 15 Jahre, kommt aber spätestens nach 25 Jahren in Freiheit. Warum wird er nicht gleich zu 1-mal lebenslang (nach deutschem Strafvollzugs-Usus 15 Jahre) plus 10 Jahren verurteilt? Dann wäre die tatsächlich abgesessene Strafe glaubhaft. Aber mit diesen unrealistischen, rein symbolischen Strafzumessungen, die dann nur zu einem Bruchteil verbüßt werden, macht sich die Justiz unglaubwürdig, das wirkt lächerlich.

  29. @Ich sehe es nicht ganz so einfach wie Gudrun und Eisvogel. Wie gesagt, teile ich in 2 Punkte:

    1. Resozialisierung
    2. „Vollwertiges Mitglied“

    Egal ob Terrorist oder gewöhnicher Knacki, Ex-Knackis werden nach der Entlassung betreut, es gibt genug soziale Einrichtungen, an denen sie sich wenden können und da sollte auch ein Terrorist nicht mehr bekommen als wie z. B. ein gewöhnlicher Betrüger, Einbrecher usw. Genau wie die Gesellschaft die Resozialisierung begreift und per Gesetz fördert, nicht mehr und nicht weniger.

    Aber Punkt 2:
    Die Lehrer gehören im Allgemeinen zur Gruppe der Beamten. Nun wurstelt man heute immer mehr mit solchen Alternativmodellen. Und ich frage mich da, wieso gerade in diesem Fall die Regelung mit dem Führungszeugnis nicht greift – es handelt sich um die Erziehung von Minderjährigen! Man hätte sie lassen können, dass sie erwachsene Ausländer unterrichtet und sie hätte immer noch Lehrerin sein können. Ich sage nicht mal Berufsverbot, wobei zwischen Berufsverbot und Nichtresozialisierung auch noch eine Menge hineinpasst. Man denke nur, dass bis vor einem Jahr man noch strenge Auflagen für einen Handwerksberuf hatte. Da wäre auch kein Kriterium gewesen, ob der Auftraggeber wußte oder nicht. Wichtig ist, dass bestimmte Berufe eine einwandfreie ethische Einstellung erfordern und das ist auch so geregelt. Wenn man z. B. beim Müllabfuhr verbeamtet wird, muß man dort auch ein Führungszeugnis vorzeigen. Es ist doch selbstverständlich, dass sie irgendwo arbeitet. Aber wieso durfte sie gerade an dieser Stelle arbeiten? Und wieso hat niemand das geprüft, wieso hat niemand Einwendungen dagegen erhoben? Vetternwirtschaft? Teilen vielleicht diese Gesinnungsvetter die fetten öffentlichen Jobs und müssen sich nur noch vom Volk und vom Bekanntwerden solcher Machenschaften schützen? Diese Vorstellung ist so ekelhaft, dass ich nicht mal daran denken möchte…

  30. Man kann natürlich argumentieren, daß dieser Frau wieder eine Teilnahme am normalen Leben ermöglicht werden soll.

    Was mich ärgert, ist die Tatsache, daß hier mit zweierlei Maß gemessen wird.

    Wenn jemand, der nicht stromlinienförmig mit dem Zeitgeist mitschwimmt, vielleicht gar einmal in einer der geächteten Parteien war (und dort wieder ausgetreten ist!), aber niemals auch nur im entferntesten Gewalt ausgeübt hat oder mit dem Gesetz in Konflikt gekommen ist, auf Dauer gleichsam stigmatisiert werden soll, so ist das scheinheilig, schäbig und einer Demokratie und eines Rechtsstaats nicht würdig.

    Übrigens würde ich eine RAF-Terroristin und sei sie von mir aus auch eine „ehemalige“ Terroristin, nicht gerade als Lehrerin arbeiten lassen. Sie kann ja zum Beispiel auch als Landschafts- oder Raumpflegerin eingesetzt werden.

  31. Na, und da sagte noch mal einer wie neulich, hier bei PI würde ja gar nicht gestritten, da gäbe es nur einen Meinungs- Einheitsbrei …

    Ansonsten: was führt ihr denn hier gerade für abgehobene Diskussionen?

    Könnte ich mich auch dran beteiligen: Rechtsstaatsprinzip, Recht auf Resozialisierung, hässliche Medienhetze, Zeitdauer der Buße für Auslöschen eines Menschenlebens bzw. Beteiligung daran … kann man trefflich drüber streiten!

    Brauche ich aber nicht.
    Ich stelle mir vor, ich ziehe morgen nach Bremen um, besuche die künftige Schule, auf die meine Kinder gehen werden, erfahre, mein Kind kommt in die Lerngruppe, deren Lehrerin eine ehemalige RAF-Terroristin ist, …
    Ende der Diskussion? Nein: die fängt gar nicht erst an.

  32. @#32, Israel Hands,

    Also gut, Frau Albrecht arbeitet nicht im, sondern für den öffentlichen Dienst – für mich in der hier behandelten Frage kein Unterschied.
    Der Träger des Vereins, für den sie arbeitet, ist zudem als gemeinnützig anerkannt, was den Unterschied noch verringert.

    Kinder sind sehr leicht zu beeinflussen. Sie haben keinerlei Möglichkeit, kritisch zu reflektieren, können sich nicht wehren gegen Meinungsmache.
    Ich halte es deshalb für enorm wichtig, nur völlig unbescholtenen Menschen Zugang zu erzieherischen Berufen zu ermöglichen.

    Wer es gebilligt hat, daß ein Mensch getötet wird, wer Morden ermöglicht hat, hat eine Grenze überschritten, die ihn als Pädagogen zeitlebens disqualifiziert!

  33. Ein solcher Mensch darf nicht auf Kinder losgelassen werden, um sie zu unterrichten. Wie soll man ihr vertrauen können, sich von ihren miesen Verbrechen wirklich distanziert zu haben? Antwort: Man kann es nicht. Unsere 68er-Lehrer sind schon schlimm genug. Da brauchen wir nicht auch noch verurteilte Terroristen an den Schulen. Oder geht das Anti-Diskriminierungs-Gesetz jetzt schon so weit, daß man auch Verbrecher nicht wegen ihrer Taten „diskriminieren“ darf?

    Es wird genug andere geben, die ihren Job machen könnten. Aber vielleicht ist es ja so, daß man hat ihr die Stelle gerade zum Zwecke der „Resozialisierung“ beschafft hat? Mit anderen Worten: Ohne ihre Verbrechen hätte sie ihn vielleicht gar nicht bekommen. Und das wäre einfach nur perfide und ekelhaft.

  34. Und noch eins:
    mir drängt sich bei dieser merkwürdigen „Beschäftigungspolitik“ der Verdacht auf, daß es immer noch reichlich heimliche Symathisanten der RAF gibt – auch damals gab es nicht wenig Intellektuelle, die diesen Mördern „Verständnis“ entgegenbrachten – einige sehr bekannte Schriftsteller haben sich dessen später geschämt – in Bremen scheint diese Tatsache noch nicht angekommen zu sein!

  35. Wenn der Arbeitgeber (derjenige, der zahlt) einverstanden ist, Frau Albrecht zu beschäftigen, ist das ok, wenn sie beschäftigt wird – auch in einer Schule.

    Wenn das öffentliche Gelder sind, ist das die Bevölkerung. Jetzt meine ich natürlich keineswegs, dass man deswegen eine Volksbefragung hätte durchführen müssen – das muss man selbstverständlich nicht bei jeder Personalentscheidung.

    Aber wenn man jemandem eine neue Identität verschafft, geht man doch davon aus, dass die Sache mit der alten Identität nicht funktioniert hätte, weil das Volk Sturm gelaufen wäre. Das ist auch so!

    All das wurde in dem sicheren Wissen gemacht, dass das Volk es NIE GEDULDET hätte.

    Das offenbart wieder einmal die zutiefst undemokratische Einstellung, dass das Volk zu primitiv ist, die edlen Aktionen der Eliten zu verstehen, und dass man es daher – zum Wohle der Erreichung hehrer Ziele – unwissend halten muss. Und notfalls auch die Presse beschimpft oder ihre Freiheit einzuschränken wünscht, damit die Volksbelügung nicht in Gefahr gerät.

    Diese dreckige Haltung kommt nicht nur hier zum Tragen, sondern auch bei ganz anderen Dingen (mit denen wir uns sonst hier meistens befassen).

  36. Wenn der Arbeitgeber (derjenige, der zahlt) einverstanden ist, Frau Albrecht zu beschäftigen, ist das ok, wenn sie beschäftigt wird – auch in einer Schule.

    Irgendwie doch nicht, und der Teufel steckt im Detail, weil sonst weißt du, dass wir uns einverstanden sind.

    Wenn der Arbeitgeber z. B. eine Privatklinik ist, darf er auch nur Angestellte auf bestimmte Positionen beschäfitgen, wie der Gesetzgeber es erlaubt. Z. B. nicht einen Arzt, dem die Zulassung entzogen wurde – egal ob er bezahlt oder nicht. Sicher wird im Normalfall kein Arbeitgeber dafür einen einstellen und sich strafbar machen. Für diesen Bedarf hat unser Staat seit einer geraumen Zeit die Scheinselbstständigkeit und andere ähnliche Modelle erfunden.
    Wenn die Stadt Bremen Frau Suzi beschäftigen will, ohne dafür gerade Stehen zu müssen, dann stellt die Staat Frau Suzi nicht ein, muß nicht ihre Bewerbung+Lebenslauf prüfen. Wenn aber die Stadt Bremen mit Frau Suzi einen scheinselbstständigen Arbeitsverhältnis eingeht, muß die Stadt vielleicht doch Frau Suzi durchleuchten. Als dritte Variante ist da die Konstellation: Die Stadt Bremen geht ein Vertragsverhältnis mit einem Dritten ein und dieser Dritte stellt Frau Suzi ein. Eine Prima Regelung. Und offensichtlich kann niemand der Stadt Bremen vorwerfen, dass sie wußten, wer für sie da die Kinder unterrichtet, schon gar nicht sie zur Rechenschaft ziehen.

    In der Wahrheit ist es nicht so. Bei solchen Regelungen ist der eigentliche Arbeitgeber zum Auftraggeber mutiert und er wird allmächtig, aber entzieht sich gleichsam jeglicher Verantwortung. Wenn die Stadt Bremen nur einen Hauch von Verantwortung spürte, hätte sie diese Lehrerinnen geprüft, so wie alle Unternehmen in den Scheinselbstständigkeitfällen tun, denn in der Regel sind die ehemaligen Angestellten, die entlassen werden und als Scheinselbsständige einen neuen Vertrag eingehen. In diesen Fällen (ich verwette meinen Hut, dass dieser Ehrenwerte Verein, der die Lehrerinnen einstellt und für die Stadt arbeiten läßt so einer ist) hat man nur einen Hauptauftraggeber, dessen Wunsch gleich Gottes Wunsch ist. Wenn ich angestelt bin, und er was gegen mir hat, habe ich das Arbeitsgericht, Entlassung in die Arbeitslosigkeit usw. Wenn ich mit ihm so einen Scheinselbstständigkeitsauftrag habe, dann kündigt er es und ich bin erledigt.

    So meine ich, die Stadt wußte, wem sie da beschäftigt, und die Stadt wollte so. Aber egal, ob die Stadt wollte oder nicht, bezahlte oder nicht. Es ist nicht rechtens. Für bestimmte Berufe braucht man einen einwandfreien Leumund und unsere Behörden sollten das nicht einfach so umgehen, indem sie die normal angestellte Lehrkörper mit solchen von den scheinselbstständigen bei Vertragsfirmen ersetzen. Sie können die Putztätigkeit so vergeben, aber nicht die Unterrichtung der Grundschulkinder. Wenn sie das tun, sollten sie immer noch die Lehrer prüfen, denen sie unsere Kinder ausliefern.

    (sorry, ich fürchte, ich habe es zu sehr verschnörkelt – egal ob der Arbeitgeber weiß und bezahlt, was nicht richtig ist, ist nicht richtig)

  37. Wenn der Arbeitgeber (derjenige, der zahlt) einverstanden ist, Frau Albrecht zu beschäftigen, ist das ok, wenn sie beschäftigt wird – auch in einer Schule.

    Irgendwie doch nicht, und der Teufel steckt im Detail, weil sonst weißt du, dass wir uns einverstanden sind.

    Wenn der Arbeitgeber z. B. eine Privatklinik ist, darf er auch nur Angestellte auf bestimmte Positionen beschäfitgen, wie der Gesetzgeber es erlaubt. Z. B. nicht einen Arzt, dem die Zulassung entzogen wurde – egal ob er bezahlt oder nicht. Sicher wird im Normalfall kein Arbeitgeber dafür einen einstellen und sich strafbar machen. Für diesen Bedarf hat unser Staat seit einer geraumen Zeit die Scheinselbstständigkeit und andere ähnliche Modelle erfunden.
    Wenn die Stadt Bremen Frau Suzi beschäftigen will, ohne dafür gerade Stehen zu müssen, dann stellt die Staat Frau Suzi nicht ein, muß nicht ihre Bewerbung+Lebenslauf prüfen. Wenn aber die Stadt Bremen mit Frau Suzi einen scheinselbstständigen Arbeitsverhältnis eingeht, muß die Stadt vielleicht doch Frau Suzi durchleuchten. Als dritte Variante ist da die Konstellation: Die Stadt Bremen geht ein Vertragsverhältnis mit einem Dritten ein und dieser Dritte stellt Frau Suzi ein. Eine Prima Regelung. Und offensichtlich kann niemand der Stadt Bremen vorwerfen, dass sie wußten, wer für sie da die Kinder unterrichtet, schon gar nicht sie zur Rechenschaft ziehen.

    In der Wahrheit ist es nicht so. Bei solchen Regelungen ist der eigentliche Arbeitgeber zum Auftraggeber mutiert und er wird allmächtig, aber entzieht sich gleichsam jeglicher Verantwortung. Wenn die Stadt Bremen nur einen Hauch von Verantwortung spürte, hätte sie diese Lehrerinnen geprüft, so wie alle Unternehmen in den Scheinselbstständigkeitfällen tun, denn in der Regel sind die ehemaligen Angestellten, die entlassen werden und als Scheinselbsständige einen neuen Vertrag eingehen. In diesen Fällen (ich verwette meinen Hut, dass dieser Ehrenwerte Verein, der die Lehrerinnen einstellt und für die Stadt arbeiten läßt so einer ist) hat man nur einen Hauptauftraggeber, dessen Wunsch gleich Gottes Wunsch ist. Wenn ich angestelt bin, und er was gegen mir hat, habe ich das Arbeitsgericht, Entlassung in die Arbeitslosigkeit usw. Wenn ich mit ihm so einen Scheinselbstständigkeitsauftrag habe, dann kündigt er es und ich bin erledigt.

    So meine ich, die Stadt wußte, wem sie da beschäftigt, und die Stadt wollte so. Aber egal, ob die Stadt wollte oder nicht, bezahlte oder nicht. Es ist nicht rechtens. Für bestimmte Berufe braucht man einen einwandfreien Leumund und unsere Behörden sollten das nicht einfach so umgehen, indem sie die normal angestellte Lehrkörper mit solchen von den scheinselbstständigen bei Vertragsfirmen ersetzen. Sie können die Putztätigkeit so vergeben, aber nicht die Unterrichtung der Grundschulkinder. Wenn sie das tun, sollten sie immer noch die Lehrer prüfen, denen sie unsere Kinder ausliefern.

    (sorry, ich fürchte, ich habe es zu sehr verschnörkelt – egal ob der Arbeitgeber weiß und bezahlt, was nicht richtig ist, ist nicht richtig. Man stelle sich nur vor, ein Arbeitgeber weiß und bezahlt den Menschenhandel)

  38. Unfassbar!!! Sind die denn alle verrückt?
    Wir haben tausende gute Lehrer die Arbeitslos sind und keien Menschen auf dem Gewissen haben.

  39. @ Unbekannter
    „Ich bin dafür, dass jeder Verbrecher die Möglichkeit haben muss, sich wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Eine Strafe, die über das hinausgeht, was im Gesetzbuch steht, ist Unrecht.“
    Du hast völlig Recht.
    Es gibt Strafen von 5, 10 oder 20 Jahren, je nach Größe der Schuld.
    Darum werden diese Menschen auch bestraft mit 5, 10 oder Jahren.
    Danach sollte Schluß sein!
    Klingt ansonsten ähnlich wie nach einer Alkoholfahrt den Führerschein auf ein Jahr zu verlieren aber danach verkauft ihm keiner mehr ein Auto!
    Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass man bis heute die Opfer immer zu wenig berücksichtigt hat, während die Täter oft eine Aufmerksamkeit finden, dass man kotzen könnte. (Andererseits sind wir doch selbst schuld – wer liest denn diesen Mist, bzw. ist geil drauf, darüber zu lesen?)

  40. Die Morde waren die eine Sache, dafür wurden sie bestraft (wenn auch nicht genug). Die Anschläge waren aber auch Anschläge auf unsere Freiheit, unsere Werte, auf Grund- und Menschenrechte. Es waren Anschläge auf unsere Gesellschaft. Deshalb hat die Gesellschaft das gute Recht, sich entsprechend zu verhalten – zum Beispiel, indem sie sich weigert, ihre Feinde zum Zwecke der Kindererziehung einzustellen.

  41. @45
    Du sprichst mir aus dem Herz.
    Ich wollte das auch immer sagen, konnte einfach nicht formulieren.
    Terroristenmörder sind nicht mit einfachen Mördern gleichzusetzen. Der einfache Mörder will nur seinen Vorteil, aber der Terrorist will die Zerstörung der Gesellschaft, also unsere Zerstörung. Da haben wir das Recht uns auch nach beendigung der Strafe vor uns vor ihm zu schützen.

  42. @Kybeline: Ich habe mit dem „Arbeitgeber“ nicht die Stadt Bremen oder den Verein gemeint, sondern diejenigen, von denen diese ihr Geld bekommen: Steuerzahler. Und diese wurden gezielt hintergangen, damit sie nicht merken, wen sie da als Lehrerin bezahlen. Und zwar aus dem Grund, weil man ganz genau wusste, dass es ohne Identitätsänderung massiv Widerstand gegeben hätte. Es wäre niemals möglich gewesen, sie unter dem namen Susanne Albrecht in den Job zu bringen!

    Öffentliche Stellen sollten niemanden einstellen, deren Identität sie bewusst vor der Bevölkerung verstecken, um keinen „Ärger“ zu bekommen.

    Das alleine schon zeigt, welcher Geist dahinter steckt – unabhängig davon, WAS sie arbeitet.

    Deine Argumentation kommt aber natürlich noch hinzu!

  43. @Kybeline: Ich habe mit dem „Arbeitgeber“ nicht die Stadt Bremen oder den Verein gemeint, sondern diejenigen, von denen diese ihr Geld bekommen: Steuerzahler.

    ich sage doch: Der Teufel steckt im Detail. Die Moralische Verantwortung haben sie nicht allein dem Geldgeber gegenüber, sondern dem ganzen Volk, dem Gesetzgeber oder sonstwem gegenüber. Die Kinder z. B. zahlen nicht die Steuer, aber auch sie haben das Recht, nicht von dieser – du hast diesen zusätzlichen Punkt hineingebracht, was sehr treffend ist: künstlich hergestellten Identität, hinter der sich was anderes verbirgt – unterrichtet zu werden. Eben weil Unrecht Unrecht bleibt, egal wer es bezahlt.

    Und auch #32 kann diese Sache nicht einfach damit relativieren, dass anderweitig ehemalige Sexualtäter in Streichelzoos beschäftigt wurden – das fand auch niemand ok, das war genau so ein Skandal, oder?

  44. @ #8 kongomüller
    andererseits gibt es viele bürger, die die strafen für kriminelle im allgemeinen und terroristen im speziellen für zu lasch erachten.

    jetzt kommen die armen verfolgten mörder wieder frei und werden von der mehrheit der öffentlichkeit angefeindet. wie böse!
    […]
    ich habe kein mitleid mit „ex“-terroristen(scheiß verharmlosung!), die sich bis heute weigern, die raf-morde aufklären zu helfen, die sich nicht von der raf distanzieren wollen und die meinen, mit zwei jahren knast pro mord sei alles abgegolten und man brauche sich für nichts bei niemand entschuldigen.

    Tja … Wenn Deutschland ein islamischer Staat wäre, dann wäre die liebe Susanne Albrecht vermutlich schon 1990 auf dem Frankfurter Römer in aller Öffentlichkeit an einem Baukran aufgehängt worden.

  45. @Mositwo: Man hätte aber auch mit anderen Mitteln verhindern können, dass Susanne Albrecht unter falschem Namen Kinder unterrichtet, als mit der islamischen Baukran-Methode.

    Zum Beispiel ganz einfach dadurch, dass man den Job jemand anderem angeboten hätte?

  46. @ #5 Unbekannter :Das stimmt doch so nicht. Sie ist doch wohl nicht als RAF-„Kämpferin“ in die DDR, sondern als Aussteigerin. Und sie war Kronzeugin, daher auch die relativ niedrige Strafe und ihr bisher straffreies, gesellschaftlich nützliches Leben unter (nehme ich an) neuem Namen. Die DDR hat RAF-Terroristen in ihrem Kampf gegen das „imperialistisch-kapitalistische System der BRD“ aktiv unterstützt, unter anderem mit Waffenlieferungen. Und Albrecht hat nie irgendetwas ihrer Schandtaten bereut.

  47. @#16 Unbekannter
    Der Satz, im Zusammenhang mit Susanne Albrecht, „Und wer so tut, als habe er noch nie was verbrochen, heuchelt(oder ist nicht von dieser Welt)“ ist schon sehr merkwuerdig oder lebst Du in einer anderen Welt als ich?
    In meiner Welt jedenfalls bleibt ein Olympiasieger lebenslang Olympiasieger und ein Nobelpreistraeger lebenslang Nobelpreistraeger, so ist das nunmal bei uns Menschen und das ist gut so. Eine anonyme Moerderin als Lehrerin ist eine Zumutung fuer alle Eltern, auch wenn sie keinen messbaren Schaden mehr anrichtet.

  48. diese ganzen diskussionen wären unnötig, wenn dieses ganze terroristen-pack die strafe bekommen hätte, die es verdient hat: lebenslange haft und mit lebenslang meine ich bis zum tod (wenn man sie schon nicht auf der flucht erschiessen konnte) und dies nicht in einem „erholungsheim“, sondern in einem echten knast (ich denke da z.b. an den knast im maricopa county in den usa)

  49. #52 „wenn dieses ganze terroristen-pack die strafe bekommen hätte, die es verdient hat: lebenslange haft und mit lebenslang meine ich bis zum tod (wenn man sie schon nicht auf der flucht erschiessen konnte)“

    Ziemlich menschenverachtend und in seiner Essenz mehr an die Gnadenlosigkeit der Scharia als an christliche Werte erinnernd, was einige hier so von sich geben. Hier kriegt ja so manch einer öfter mal das Kotzen über dieses und jenes, ich kriegs, wenn ich so was wie das da oben lese. Erinnert auch mehr an die Denke des Dritten Reiches, als an ein dem Islam moralisch-sittlich und sonstig überlegenes Christentum. Wer Menschen möglichst lieber gleich abknallen will, anstatt ihnen einen rechtsstaatlichen Prozeß zu machen, sollte doch mal ernsthaft den Übertritt zum Islam erwägen, da bieten sich ihm dann vielfache und sogar noch religös untermauerte Entfaltungsmöglichkeiten; und das alles auch noch schön klar und einfach, in gut und böse und in schwarz und weiß und mit ganz festen Regeln, so daß sich das erforderliche Maß an mitzubringender Intelligenz und Denkfähigkeit in engen Grenzen hält.

  50. @52 Don Quichotte
    „Eine anonyme Moerderin als Lehrerin ist eine Zumutung fuer alle Eltern, auch wenn sie keinen messbaren Schaden mehr anrichtet.“

    Ich lebe in BaWü und ich erinnere mich an einen kürzlich verstorbenen Ex-Ministerpräsidenten, der seine tötlichen Aktivitäten während des dritten Reichs bis zuletzt damit begründete, „was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein“.

    Oder an einen Bundeskanzler, der in seiner frühereen Biografie eine höhere Position bei den Nazis hatte.

    Es gibt Dutzende, wenn nicht Hunderte dieser Fälle.
    Herr Kiesinger erhielt dafür eine symbolische Ohrfeige, Herr Filbinger musste zurücktreten, aber ich wüsste von keinem, der sozial vernichtet worden wäre.

    Sogar die Funktionärstypen von der SED haben hier eine „zweite Chance“, solange man ihnen nicht direkt einen Mord beweisen kann.

    Wirklich unsere Freiheit bedroht hat die NVA, nicht die RAF. Deswegen werden doch nicht alle ex-NVA-Offiziere zum Strassenfegen oder Regalefüllen „eingesetzt“.

    Apropos „eingesetzt“. Manche hier sind offenbar der Meinung, Leute würden „eingesetzt“. In welcher Welt lebt ihr? Jede/r muss sich seinen Job und seinen Arbeitsplatz selber suchen, niemand „setzt“ einen „ein“, ausser innerhalb der Firma (oder Behörde).

    In welchen Land lebt ihr, die ihr offenbar die Lehrer wählen dürft?

    Und warum wollt ihr nicht auch wichtigere Personen wählen können, Richter, Polizeichef, Krankenhausdirektor, Chefredakteur? ZB?

    Leuts, die DDR ist tot und begraben!

    Die RAF ist auch tot. Irgendwann sind auch die letzten ihrer Mörder gefangen und verknackt. Und kommen nach einer Weile wieder raus, um sich wenigstens noch etwas nützlich machen zu können. ZB durch Bücherschreiben (Klaus Jünschkes Buch zB hilft manchem Fast-Nachwuchsterroristen auf die Sprünge zurück ins reale Leben).

    Wer die (körperliche oder auch nur soziale) Todesstrafe fordert, sollte in das Grundgesetz schauen.

    Artikel 1.

  51. @Unbekannter
    Ein wiederum sehr merkwuerdiger „Besinnungsaufsatz“, den Du hier einstellst. Nicht nur, dass es in Deiner Welt anscheinend nur Verbrecher gibt (#16), jetzt stellst Du auch noch NVA-Angehoerige, SED-Mitglieder, NSDAP-Mitglieder mit Kriminellen, die persoenlich an heimtueckischen Morden beteiligt waren, auf eine Stufe. NVA-Soldaten wurden sogar von der BW uebernommen, aber keine, die Fluechtlinge erschossen haben.
    Susanne Albrecht wird nicht sozial vernichtet, sie hat sich selbst sozial vernichtet.
    Was Du ansonsten von „Lehrer waehlen“ schreibst, verstehe ich nicht.

  52. Der gnadenlose Furor, diese Rigidität, diese Weigerung, einmal ideologisch eingekartelte Menschen wieder auszupacken und als solche wahrzunehmen, erinnert in der Tat sehr stark an das Weltbild, das hier die meisten abzulehnen vorgeben.

    Die Frage stellt sich dann, was die eigentliche Motivation für den antiislamischen Affekt ist…wenn es nicht die Sorge um ein humanistisch/christlich geprägtes menschen- und Gesellschaftsbild ist.

  53. @ #54 alex52

    schon vergessen? dieses terroristen-pack waren skrupellose verbrecher!!! sie müssten für diese taten lebenslang schmoren und nicht nach spätestens 25 jahren wieder raus kommen. keine gnade mit solchem pack! diese subjekte haben gnadenlos gemordet. und ich stehe dazu, dass es besser gewesen wäre, wenn damals z.b. leibwächter o.ä. (wenn sie denn noch gekonnt hätten) dieses pack auf der flucht erschossen hätte. leider kamen diese ja nicht mehr dazu.

  54. @ratloser
    Eine „Soziale Selbstmordattentaeterin“ ist genausowenig zum „sozialen Leben“ wiederzuerwecken, wie ein „Selbstmordattentaeter“ zum „Leben“. Wir Menschen sind keine Roboter und wollen in einer menschlichen Welt leben, und nicht in einer „gutmenschlichen Scheinwelt“. Auch ein humanistisch/christlich gepraegtes Menschen- und Gesellschaftsbild fordert nicht zum „Masochismus“ auf.

  55. Zur Bezeichnung „Ex- Terrorist“

    Eigentlich müsste es heißen:
    „Terrorist im Ruhestand“

    oder „Heimtückischer Mörder im Ruhestand“

    Wahlweise ginge auch: „Terrorist a.D.“

    Damit hätte man den Sachverhalt am treffensten beschrieben.Sie haben zwar aufgehört Terroristen zu sein. Aber an der Tatsache, dass sie welche gewesen sind ändert das nichts.

  56. @58 KarlKäse

    Damit würden Sie anerkennen, was Stefan Wiesniewski in seinem Prozess als seinen Beruf angab: „Mitglied der RAF“.

    Ist dann eine RAF-Mitgliedschaft zB auch relevant für die Rentenversicherung? Als Ausfallzeit zB? Weil ja der Beruf ausgeübt wurde?

    Die Leute sind „Ex“. Freuen wir uns darüber.

    In Ländern, wo die Ex-Terroristen eine Chance hatten, normale Bürger zu werden (Uruguay zB, Südafrika zB, zZ im Gange in Irland zB), konnte die Gesellschaft damit nicht nur leben, sie ist auch in gewisser Weise „immunisiert“ gegen weitere „Berufsrevolutionäre“.

    Zu Susanne Albrecht habe ich noch folgendes gefunden

    Dort steht zB zu lesen, „Sie erklärt, sie habe das Schlimmste getan, was ein Mensch tun könne. Sie habe das Leben der Familie Ponto und das ihrer Eltern zerstört.“

    Wenn sie das verstanden hat, ist sie eine „Ex“.

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