Michael Klonovsky-Fans aufgepasst: Es gibt ein neues Buch von der Münchner Edelfeder mit dem süffisanten Titel "Im Abgang ein Hauch von Schwefel".

Michael Klonovsky, unbestritten der scharfzüngigste nichtlinke Publizist unter den Lebenden, geht ab – in der doppelten Bedeutung des Wortes:

Erstens teilt er auch in seinem eben erschienenen Band gewohnt furios und trittsicher aus und ist in seinem Spott nicht zu bremsen. Zweitens hört er nun tatsächlich auf mit der jährlich erschienen Reihe, die stets eine starke Auswahl aus seinem Online-Tagebuch „Acta diurna“ präsentierte. Sein letzter Band ist folglich: der letzte. „Und das Allerletzte sowieso“, unkt der bekennende Reaktionär selbstironisch.

„Wieder mussten Bäume sterben für Papier statt für Windradfundamente“, ätzt Klonovsky in Anspielung auf die staatsökorenitente Nische der letzten echten Leser, „aber dieser Band, das sei hiermit zugleich auf Kapital und Koran geschworen, wird wirklich der allerletzte sein.“

„Im Abgang ein Hauch von Schwefel“ heißt das Buch: Über den Zeitraum der Jahre 2020 und 2021 hat der Geburtsossi und Wahlwessi (und doch Herzensostler, falls man so sagen darf) Politik, Medien und Alltag besichtigt und kommentierend begleitet.

Das wohl schlimmste (oder fruchtbarste?), was man mit diesem explosiven Band tun könnte, wäre wohl, ihn einem zufällig befreundeten Gutmenschen zu schenken. Einem Nachbarn, Vereinskollegen, Schwager etc., mit dem man gelegentlich in politischen Clinch geriet: „Lies das mal. Dann laß uns weiterdiskutieren!“

Mit dieser Vorlage wäre nämlich ein Niveau eingezogen, das es erst mal zu toppen gälte. Klonovskys Tagesbegutachtungen sind stark verdichtet, oft gleichen sie Aphorismen. Nehmen wir diesen:

„Die ganz harten Hunde unter den Gleichmachern wünschen sich sogar den planetarischen Einheitsmenschen, die ultimative Promenadenmischung. Dann gäbe es nämlich keinen Rassismus mehr. Der Vorschlag ist etwa so einleuchtend wie die Idee, sämtliche Rot-, Weiß- und Roséweine der Erde zusammenzukippen, um den neidfrei trinkbaren Welteinheitswein herzustellen.“

Oder diesen: „Ein Martin Sellner wird in einem Jahr mehr diskriminiert als zehn schwarze Durchschnittsfamilien in ihrem ganzen Leben.“

Tja – was wäre dem zu entgegnen? Oder, zu den Visionen eines Klaus Schwab und Genossen:

„Egal, wie gut gemeint die Tagträume von One World und Global Governance sein mögen, sie laufen darauf hinaus, dass eine Handvoll Menschen Entscheidungen über die Geschicke von Miiliarden anderen treffen soll. Die absonderliche Logik dahinter lautet: Wenn erst die ganze Welt so zentralistisch wie eine DDR funktioniert, dann sind wir endlich in der Lage, das Klima, die Meere und nebenbei noch Afrika zu retten.“

Präziser wurde das Florett wohl selten geführt. Was für ein Lesegenuß, was für eine intellektuelle Genugtuung! Das geht ab wie nichts.

Bestellempfehlung:

» Michael Klonovsky: Im Abgang ein Hauch von Schwefel. Reaktionäres vom Tage. Acta diurna 2020-2021, 482 Seiten, 27 € – hier bestellen.
» Sie können unter antaios.de alle bisher erschienenen Klonovsky-Bände bestellen – im Grunde besitzen Sie dann ein Tagebuch von 2015 ab, eine Sammlung also, die jene Jahre umfasst, von denen zuvor niemand glaubte, dass er sie erleben würde … hier entlang also!

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16 KOMMENTARE

  1. Mittlerweile legendär: „Wenn man sämtliche Schöpfungen des weißen Mannes von diesem Planeten entfernte, besäßen seine Ankläger weder Zeit noch Mittel, ja nicht einmal Begriffe, um ihn mit Vorwürfen zu überhäufen.“ Michael Klonovsky

    —————————-

    „Die USA wurde von weissen Siedlern aus Europa aufgebaut. Wäre die USA von Afrikanern besiedelt worden, sähe es heute in den USA so aus wie in Mosambique.“ Anlageberater und Börsenguru Marc Faber

  2. Ein weiters Zitat von M. Klonovsky passend zu unseren gegenwärtig „Regierenden“. „Die heftigsten Verächter der Nation lassen sich wie selbstverständlich von ihr alimentieren“.

  3. Wie muss sich Herr Klonovsky wohl fühlen, lonely at the top?

    Vielleicht so wie Keith Richards, ein Genie auf der Gitarre, der im Grunde gar nicht vor Publikum spielen wollte, in seinen Anfangsjahren immer fragte, ob das irgendwie zu vermeiden wäre, vielleicht einfach nur phonetisch zu lösen sei. – Er will gar nirgends mehr hingehen, denn selbst im Kino gibt’s keine Ruhe, denn da flüstern alle: „Keith Richards is here……“ das verderbe dann allen den Film.

    Es ist so als würde man einem Musikprofessor eine Neuköllner Grundschule mit seinen zahllosen Talenten anvertrauen, den bunten und halbbunten Schülern Beethovens 9. näherzubringen, diese einzustudieren, und das jeden Tag!!

    Das verdirbt dann allen den Spaß.

  4. Ehemalige C*DU-Vorsitzende :
    Kramp-Karrenbauer: Neues Führungsamt in den USA

    Lange war es still um die einstige CDU-Chefin. Nun hat „AKK“ ein neues Amt angetreten – an der Seite eines hochrangigen US-Generals.

    Laut eigenen Angaben setzt sich CEPA „für ein starkes und dauerhaftes transatlantisches Bündnis“ ein, das auf „demokratischen Werten und Grundsätzen beruht“. Finanziert wird die überparteiliche Organisation unter anderem durch Spenden der Rüstungsfirmen Bell Hellicopter und Lockheed Martin, sowie durch das US-Verteidigungsministerium. CO-Vorsitzender an der Seite AKKs ist der US-General Herbert McMaster.

    https://www.berliner-zeitung.de/news/annegret-kramp-karrenbauer-neues-fuehrungsamt-in-den-usa-li.256677

  5. jeanette 15. August 2022 at 16:25

    Es ist so als würde man einem Musikprofessor eine Neuköllner Grundschule mit seinen zahllosen Talenten anvertrauen, den bunten und halbbunten Schülern Beethovens 9. näherzubringen, diese einzustudieren, und das jeden Tag!!

    Musik ist haram. Der Anteil an „bunten“ Kinder:Innen* in Neukölln dürfte sehr hoch sein.

    ➡ 04.09.2011

    „Ich geh‘ Bäcker!“

    In Berlin-Kreuzberg lassen die Grünen ihre Wähler im Stich. Wer seine Kinder nicht in eine Schule mit 95 Prozent Migrantenanteil schicken möchte, hat Pech gehabt.

    Hingegen stand die Schule in ihrem Einzugsgebiet in miserablem Ruf. Das lag weder am leicht schäbigen Schulgebäude noch am Lehrermangel, sondern daran, dass 95 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund haben und rund zwei Drittel dieser Kinder aus bildungsfernen Familien kommen. „Wir wollten ja keine Eliteschule“, sagt Unger. „Wir wollten nur, dass unsere Tochter normale Startchancen hat.“

    Jette Unger indes kam gemeinsam mit ihrer besten Freundin in die staatliche Einzugsschule. Die beiden Mädchen waren die einzigen beiden deutschen Kinder in ihrer Klasse. Das machte ihnen selbst nichts aus, schließlich gehörten sie zu den Klassenbesten! Die Eltern aber sahen das anders. „Wir merkten, dass Jette viel später flüssig lesen und schreiben lernte als Kinder von befreundeten Familien“, sagt Christian Unger. „Das hat sich locker um ein ganzes Jahr verschoben.“

    https://www.welt.de/print/wams/politik/article13583089/Ich-geh-Baecker.html

  6. lorbas 15. August 2022 at 16:43

    Ergebnis von wenigstens 50 Jahren SPD-Bildungsreformen

    Schreibt M.K. auch was zur „Kulturellen Aneignung“?

  7. Den örtl. rot-rot-grünen Linken & Antifa
    fällt nichts Gescheites mehr ein:

    Habe in etwa 3 Wochen auf ca. 1km²
    14 Aufkleber FCK AFD ERBEUTET.

    Gähn!

  8. DIE „NEUE“ ZWEIKLASSEN-GESELLSCHAFT

    Die zwei Klassen sind nicht mehr
    die Armen u. Reichen, sondern
    polit. Korrekte u. Inkorrekte.

    Dummköpfe, selbst Debile,
    Clochards u. Verbrecher dürfen
    aufsteigen, wenn sie politkorrekte
    Phrasen absondern können.

    Nicht mal der islamische Glauben,
    schwarze Haut, Körperbehinderungen,
    Frau- oder Transensein sind
    förderlich, wenn man die „falsche“
    Meinung vertritt. Durch Ächtung
    wird man dann automatisch arm –
    u. der politkorrekte Bettler u.
    Betrüger stinkreich.

  9. @ lorbas 15. August 2022 at 16:34

    Wahnsinn! Geld- u. Machtgier
    einiger Leute kennen keine Grenzen.

  10. lorbas 15. August 2022 at 16:34

    Ehemalige C*DU-Vorsitzende :
    Kramp-Karrenbauer: Neues Führungsamt in den USA
    —————————————————–
    …jede Putzfrau braucht in diesen schweren
    Zeiten einen an ihr Niveau angepassten
    Nebenjob.

  11. Ein intellektueller Hochgenuss, dieses Buch zu lesen? Damit dürfte der Kreis derer, die als Leser infrage kommen, nicht das ganze Land umfassen, oder?


  12. „Nur für zwei Dinge lohnt es sich, innerhalb einer Gesellschaft zu kämpfen: dass Recht herrsche sowie Meinungsfreiheit gelte; wer beides garantiert, und sei es der Zar oder der Kaiser, ist der Freund, wer es angreift, und sei es die Demokratie oder die Zivilgesellschaft, ist der Feind“.

    Herr Haldenwang vom „Verfassungsschutz“ wird diesen Aphorismus Klonovskys für eine „Delegitimation“ halten; die Delegitimation trifft aber ihn und seine sich für den Staat haltenden Auftraggeber.

  13. „im Abgang ein Hauch von Schwefel – Habeck -sinngemäß: „wegen dem politischen Umbruch macht das Fenster auf und springt hinaus !“ >
    Deutschland hat fertig – Part 2 <

    GUT ZUHÖREN ! ANDREAS POPP OFFENBART DIESE UNFASSBAREN VORGÄNGE STÜCK FÜR STÜCK !!!
    https://www.youtube.com/watch?v=KXY9ak6BrEc

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