Jan FleischhauerWenn Henryk M. Broder schon neidisch fragt „Verdammt, warum habe ich das Buch nicht geschrieben?“, muss etwas dran sein an Jan Fleischhauers „Unter Linken“, das es innerhalb kurzer Zeit auf einen vorderen Platz in der Spiegel-Bestsellerliste geschafft hat. Fleischhauer hat einen Großteil seines Lebens „unter Linken“ verbracht und ist dann „aus Versehen“ konservativ geworden. Das Buch ist Analyse, Polemik und persönlicher Erfahrungsbericht – ein Streifzug durch das Imperium der Linken.

HMB in der Presse:

Verdammt, warum habe ich das Buch nicht geschrieben? Warum musste es Jan Fleischhauer sein? Nicht, dass ich es ihm nicht gönnen würde, aber ein wenig neidisch bin ich schon. So wie ein älterer Zirkusartist bei allem Respekt auf einen jüngeren Kollegen neidisch ist, der scheinbar mühelos eine grandiose Vorstellung hinlegt. Fleischhauers Buch ist grandios, es kommt in meine VIB-Ecke, neben die Bücher von Wilhelm Reich, Alice Miller und Götz Aly.

(…)

Und nun kommt Jan Fleischhauer, Jahrgang 1962, und bilanziert, was seitdem passiert ist. Es ist kein Blick zurück im Zorn, keine Abrechnung mit der eigenen Vergangenheit, wie sie bei den 68ern gerade en vogue ist, es ist eine Momentaufnahme in bewegten Bildern: Wie die Linke zum Justemilieu derjenigen werden konnte, „die über unsere Kultur bestimmen“, die in dem Bewusstsein leben, nicht nur „im Recht zu sein“, sondern „einfach immer recht zu haben“.

Dabei geht es nicht nur um die Trittbrettfahrer der Geschichte, die aus jedem Unglück ihren persönlichen Gewinn zu ziehen verstehen, nicht um die blinden Passagiere, die das Kommando an Bord übernehmen wollen, sobald das Schiff den Hafen verlassen hat, wie die Erben der DDR-Diktatur, die in der Bundesrepublik längst mitreden und mitregieren, es geht um eine Form der kulturellen Hegemonie, die sich flächendeckend breitgemacht macht, ein Perpetuum mobile, das seine Energie aus der Wechselwirkung von Größenwahn und Impotenz bezieht. Denn die Linke ist größenwahnsinnig und impotent zugleich. Sie will die ganze Welt verändern, wird aber mit ein paar Migranten mit Kriminalitätshintergrund vor der eigenen Tür nicht fertig. Sie möchte alle Ressourcen gerecht verteilen, achtet dabei vor allem darauf, dass sie bei der Umverteilung nicht zu kurz kommt. Sie nimmt sich gerne der vielen Opfer des Kapitalismus an, die sie zum eigenen Vorteil noch einmal viktimisiert.

Beispiele liegen auf der Straße. Für all das liefert Fleischhauer eine Fülle von Beispielen. Sie liegen sozusagen auf der Straße, er hat sich nur die Mühe gemacht, sich nach ihnen zu bücken. Eine ebenso einfache wie effektive Methode des Chronisten, der sicher sein kann, dass sich seine Leser nicht einmal an das erinnern können, was sie gestern in der „Tagesschau“ gehört haben.

Geschweige denn an das, worüber vor 40 Jahren geredet wurde. Fleischhauer zitiert aus einem im Oktober 1967 im „Kursbuch“ abgedruckten Gespräch unter vier hauptberuflichen Revolutionären, die im Begriffe waren, den Garten Eden auf Erden zu errichten und damit „die fantastische Erfüllung eines uralten Traums der Menschheit“ zu verwirklichen. Jeder verstockte Atheist, der dieses Protokoll gelesen hat, wird dem Allmächtigen dafür danken, dass Er diese totalitäre Utopie verhindert hat.

Deutschland benachteiligt. Derselbe Grusel stellt sich beim Leser ein, wenn Fleischhauer seine Eindrücke von einer Sitzung der „Deutschen Islamkonferenz“ wiedergibt, deren Teilnehmer sich gegenseitig vorjammern, wie sehr sie in Deutschland benachteiligt werden. Der Vertreter der repressiven Mehrheitsgesellschaft kann da nur zur Kenntnis nehmen, „welche Zumutung er und die anderen 75 Millionen Deutschen für die Fremden in ihrer Mitte bedeuten“.

Auch Fleischhauers Buch ist eine Zumutung – für alle, die an der fixen Idee festhalten, dass man die Natur des Menschen „par ordre du mufti“ ändern könne, vorausgesetzt, der Mufti ist ein Gutmensch, der sich in sein benachteiligtes Gegenüber einfühlen kann.

Es ist ein Genuss, Fleischhauer zu lesen, so viel kluge Bosheit kommt selten so leichtfüßig daher. Er schreibt so, wie Jackie Chan kämpft. Auch dessen Gegner merken erst, dass sie getroffen wurden, wenn sie am Boden liegen. Das hätte sogar Rudolf Krämer-Badoni gut gefallen.

Videos zum Thema:

» Auszug aus dem Buch (352 Seiten, 16,90 Euro)
» WELT: Interview mit Jan Fleischhauer und Arnulf Baring

(Spürnasen: Klaus K., ODD)

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60 KOMMENTARE

  1. Mönchengladbach 01.06.09.

    Manche Gemeindemitglieder haben vor Rührung Tränen in den Augen und ihre Gesichter strahlen an diesem Tag mit der Sonne um die Wette. Mit dem Ruf des Imam ist das Minarett an der Duvenstraße endgültig seiner Bestimmung übergeben.

    ES DARF KOMMENTIERT WERDEN :)!

    http://wz-newsline.de/?redid=537430

  2. „Unter Linken“. Auswahl aus dem Inhaltsverzeichnis:

    — Die Eroberung des Sozialstaats – die Linke macht Karriere

    — Wir Kleinbürger – die Linke und das Volk

    — Opferneid – die Linke und der Antisemitismus

    — Der Täter als Opfer – die Linke und das Böse

    — Türken und andere Juden – die Linke und die Fremden

    — Alles Faschisten – die Linke und ihre Gegner

    Prädikat: Besonders wertvoll!

  3. Das Fleischhauer-Buch, der Stasi-Mörder Benno Ohnesorgs, die Mulitkulti- und die Klimalüge…

    Die 68erInnen-TotalversagerInnen gehen durch schwere Zeiten!

  4. Vor 15 Jahren schrieb Gerhard Henschel, ein überzeugter Linker, ein köstliches, vergnügliches Buch, in dem er von der ersten bis zur letzten Seite leidend den Kopf schüttelt: Das Blöken der Lämmer. Die Linke und der Kitsch, Berlin 1994. Wer es sich besorgen kann, soll es unbedingt tun. Man kommt aus dem wissenden Lachen nicht mehr heraus.

  5. Und schon steht dieses Buch auf meiner Kaufliste – die Appetithäppchen sind einfach zu gut.

  6. Das Buch ist bei mir schon halb gelesen auf dem Nachttisch. Es ist Balsam für meine geschundene, weit rechts der Mitte liegende, Seele. Ich bin nicht alleine.

  7. @ #11 Christophorus (03. Jun 2009 15:37)

    Das Buch ist bei mir schon halb gelesen auf dem Nachttisch. Es ist Balsam für meine geschundene, weit rechts der Mitte liegende, Seele. Ich bin nicht alleine.

    Dann geb ich dir nochmal einen Buchtipp (wennst es nicht sowieso schon gelesen hast):

    Das verdammte 20. Jahrhundert
    Reflexionen eines politisch Unkorrekten“
    von Prof. Gerard Radnitzky
    Olms-Verlag

  8. Ein Linker,der dieses Buch gelesen hat,geniert sich ab sofort,jemals ein Linker gewesen zu sein, oder er hat das Reflexionsvermögen eines Meerschweinchens!!!

  9. Das Feullieton der FAZ hat das Buch verissen – jeder FAZ-Abonnent sollte sich fragen, ob diese pseudo-konservative Millionärs-Postille noch das richtige ist.

  10. OT: ZDF-onlineumfrage EU Beitritt Türkei

    habe von einem freund gerade die zdf-antwort auf eine diesbzgl. anfrage gemailt bekommen:

    zitat:
    „Sehr geehrte Zuschauerin,
    sehr geehrter Zuschauer,

    vielen Dank für Ihre Mail zum Thema EU-Beitritt der Türkei, das wir am Freitag ab 8.00 Uhr in unserer neuen „moma-arena“ ausführlich behandeln werden.

    Seit gestern rufen wir unsere Zuschauer dazu auf, im Internet über einen möglichen EU-Beitritt der Türkei abzustimmen. Leider hat sich der Verdacht bestätigt, dass unsere Internet-Abstimmung manipuliert wird. Wir können somit nicht mehr gewährleisten, dass jeder Zuschauer nur einmal abstimmt.

    Wir würden uns aber freuen, wenn Sie in unserem moderierten Forum zum Thema mit uns diskutieren würden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr ZDF-Morgenmagazin“

    stellt sich die frage, wer manupuliert hat und wie, waren denn die 7% wirklich zu hoch ?

  11. #16 Ironman (03. Jun 2009 15:48)

    Frag doch mal nach. Manipuliert von wem?

    Wahrscheinlich ist ein Link von PI nach ZettDöÖff-Meinung Manipulation…

  12. Solch eine Entwicklung habe ich auch hinter mir!
    Irgendwann bin ich plötzlich aufgewacht, als ich merkte wie verlogen ich geworden bin, weil ich mir selbst etwas vorgelogen habe.
    Aber es war so schön einfach – das Leben als Linke!
    Man konnte anecken, draufhauen (verbal) und sich trotzdem als Held fühlen.

    Nun bin ich heute nicht zum Nazi geworden, aber eben konservativ.
    Und ich habe Schwierigkeiten, eine Partei zu finden, die ich wählen kann. Einzig die CDU bleibt mir.

  13. #16 Ironman (03. Jun 2009 15:48)

    Ja, und das „moderierte“ Forum wird diesen Beitrag bestimmt mit Wohlwollen veröffentlich haben:

    Soll die Türkei in die EU

    * von: Kemptner
    * Erstellt am: 03.06.09, 09:10
    * 708 mal gelesen

    Ich finde die Türkei gehört in die EU.
    Nicht nur geschichtlich im Rückblick auf Römer und Ostgoten ist die Türkei wichtig für Europa, sondern vor allem aus den Gründen der gemeinsamen Kultur.
    Die Türkei hat eine Trennung von Kirche und Staat, wie man sie nur in Frankreich findet.
    Auch würde ein Beitritt zur EU evtl die Vorbehalte der türkischen Türken gegenüber den deutschen Türken zerstreuen.
    Es tut mir leid, dass ich diesen Satz so sagen musste. Ich finde ihn für mich selbst auch etwas demütigend, da ich westdeutscher Deutscher bin und schon zu manchem rechts-orientierten ostdeutschen Kollegen sagte: „Der Ferhat, oder der Mustafa, oder die Özlem oder wer auch immer ist immerhin in der Bundesrepublik Deutschland geboren und nicht in der DDR.“
    Auch wenn ich es bedauere, werden wir noch mindestens eine Generation lang zu viele anfeindungen von allen möglichen Leuten gegenüber anderen ertragen müssen.
    Trotzdem ist für mich eines klar, die Türkei braucht nicht die EU, sondern anders

  14. @Eurabier:

    „Auch würde ein Beitritt zur EU evtl die Vorbehalte der türkischen Türken gegenüber den deutschen Türken zerstreuen.“

    Na, wenn diese Type gleich so schwerwiegende Argumente hat…

  15. Das Buch ist sicher Balsam für unsere geplagten Seelen!

    Bei youtube findet sich noch mehr über den Autor Jan Fleischhauer, er hat dort als eigener Nutzer Videos eingestellt zu diesem Buch und dem Drumherum. Sehr interessant!

  16. Fleischmann hat die Nahles zeitnah auf ihre Argumentationsweise angesprochen. Das hat die nicht geschnallt, worum es geht. Deshalb kann ich nicht glauben, dass in der Linken sich Intellektuelle befinden. Bestenfalls sind das Möchtegern-Intellektuelle.
    Ich habe das Buch verschlungen in einer Krankheitswoche und kann es nur wärmstens empfehlen!

  17. #22 DSO-Einsatz im Innern JETZT (03. Jun 2009 16:22)

    @Eurabier:

    “Auch würde ein Beitritt zur EU evtl die Vorbehalte der türkischen Türken gegenüber den deutschen Türken zerstreuen.”

    Was ist denn ein „deutscher Türke“?

    „Türkische Türken“ und „deutsche Türken“ – egal, welchen Pass sie besitzen, sie bleiben immer Türken. Sag ich doch.

  18. Ja ja, ein schönes Buch, ein gutes Buch, ein notwendiges Buch ……glauben tue ich es aber erst wenn ich sehe dass alle Linke aus dem Bildungswesen und aus den Medien hinauskomplimentiert (besser noch hinausgejagt) werden.

    Bildung und Nachrichtenversorgung sind viel zu wichtig um sie den 68er Grünrotgutmenschen zu überlassen.

  19. Das Buch ist bestellt.

    Wolf Biermann in einem Interview mit A.Rose von Jyllandsposten (2006):

    „So wie die Nazis von der Endlösung der Judenfrage sprachen, so sprach der Kommunismus über die Endlösung der sozialen Frage.Ich kann nicht mehr Kommunist sein, denn der Versuch, das Himmelreich auf die Erde zu holen, führt direkt in die Hölle.“
    A.Raahauge: „In Dänemark hat man sich während der Mohammed-Krise darüber gewundert, dass es die ansonsten professionellen Religionsverletzer des linken Flügels waren, die mit einem Mal sagten, man dürfe religiöse Gefühle nicht verletzen.“

    Wolf Biermann: „Meine kluge alte Oma Meume würde sagen: Feiglinge!(Kujoner)Ganz einfach. Mit der vorauseilenden freiwilligen Unterwerfung wollen sie verhindern, dass sie unterworfen werden. Diese Geschichte ist so alt, wie die Menschheit….
    Churchill sagte zu Chamberlin nach dessen Verhandlungen mit Hitler in München: Wir können zwischen Unterwerfung und Krieg wählen. Wir haben die Unterwerfung gewählt und trotzdem den Krieg bekommen.“

  20. Klingt richtig gut!
    Schade, dass Jan Fleischhauer es noch nicht gewagt hat, den Begriff „politisch rechts“ zu verwenden, der von den Linken sehr erfolgreich dämonisiert wurde.
    „Konservativ“ darf man da schon etwas eher sein.
    Um den Begriff „politisch rechts“ da herauszuholen, wo er durch jahrzehntelange Anstrengung hinbefördert wurde, muss man sehr tief in den Koteimer greifen. Wer hat dazu schon Lust?

    Aber immerhin… 🙂 Bin auf das Buch gespannt.

  21. Die Linke wird immer auf der Suche sein nach den Unterdrückten und Diskriminierten für die sie heroisch in den Kampf ziehen können. Gleichzeitig glauben sie selbst in der Minderheit zu sein, um todesmutig wie einst Siegfried die Reaktion, den Rassismus und/oder das Kapital zu bekämpfen. Fast erheiternd ihr Trotzen gegenüber der angeblich spießigen Mehrheitsgesellschaft. Vielleicht haben sie orgiastische Gefühle, wenn sie es mit voller Tapferkeit dem „Stammtisch“ mal so richtig gezeigt haben.
    Die Linke ist heute in Deutschland die ranzige Spießergesellschaft. Der „Stammtisch“ ist heute grün und sie treffen sich im Gasthaus zum Gutmenschen. Der Kulturhegemon Grass wird wahrscheinlich bis an das Ende seiner Tage glauben, ein Rebell gegen den Mehrheitsmief zu sein. Er ist vielmehr die Ikone der neuen Stammtischler.
    In den 50er und 60er Jahren tat linkes Kabarett richtig gut, wenn es die Mächtigen auf´s Korn nahm. Heute merkt das linke Kabarett nicht einmal, dass es nur noch peinlich ist. Und hier halte ich Hagen Rether für den Blinden unter den Tauben.
    Wir brauchen ein Kabarett, welches richtig wehtut. Und zwar dem neuen linksgrünen Establishment. Das linksgrüne Gutmenschen bloßstellt. Das verletzt. Und zwar auch islamgläubige Narren.
    Fahren wir fort die Gefühle der Gutmenschen und ihrer moslemischen Klientel zu verletzen.

  22. Das Buch ist super!
    Mir hat besonders sein Humor und seine bissige Ironie gefallen.
    Es gibt Passagen, wo man laut loslacht.
    Da hat Broder schon recht, wenn er neidisch ist.

  23. #32 pinetop
    Wir haben gar kein Kabarett mehr, da das größte gesellschaftliche Thema der schleichenden Islamisierung nicht nur gemieden wird – es wird rigoros Selbstzensur betrieben – was haben die für eine Angst – da wird gleich das Programm abgesetzt oder Gelder (EU) gestrichen.
    Wenn denn mal ein Dieter Nuhr ein Wörtchen dazu sagt, hüpfen wir doch gleich vor Freude und fragen uns, ob er noch auftreten darf.

  24. Ich hab das Buch an einem Tag gelesen!

    Es ist nicht nur wunderbar zu lesen, es deckt auch auf, wie Linke funktionieren. Das Wissen, wie Linke ticken, ist in Diskussionen Gold wert. Deshalb sei das Buch jedem ans Herz gelegt.

  25. Dass die Umfrage „manipuliert“ war, konnten die locker rausfinden.
    Dass der Link hier gepostet wurde und wir alle von PI weitergeleitet wurden. Das können die sehen.

    Wenn wir wieder soetwas machen, sollten wir den Link nur über http://dereferer.org/start.asp laufen zu lassen.
    Dann ist die Quelle, von der weitergeleitet wird (hier PI) nicht mehr sichtbar. 😉

    Aber zum Thema: Broder ist Gott! Habe gerade das „Toleranz“ Buch on ihm gelesen.

  26. #33 pinetop (03. Jun 2009 17:18)

    Volle Zustimmung ….gut formuliert !

    Vielleicht reicht es wenn wir den 68er rotgrünlinken Mief einfach weg LACHEN und können damit auf den bewaffneten Widerstand verzichten.

  27. Die Stimmen werden lauter!

    Der Zeitgeist beginnt sich zu wandeln, wir werden die nächsten Jahre erleben wie das linke Gutmenschentum mehr und mehr zerbröselt.

    Vielleicht wird doch noch alles gut.

  28. Ohne das Buch gelesen zu haben, bin ich bei Allem was ich bisher darüber weis und eingedenk von Ausschnitten die ich daraus gelesen habe, nicht gerade begeistert. Das Buch ist offensichtlich sehr lasch, Fleischhauer ist schließlich seit 20 Jahren SPIEGEL-Systemsklave und das Buch ist ein Bestseller geworden, was schonmal verdächtig ist. Er will sich ja auch nicht dazu bekennen, rechts zu sein, da druckst er nur so ein bisschen rum. Und der hochgefährliche Meinungsterror der Linken und die Machenschaften dieses längst ideologisch-links gesteuerten Staates werden vermutlich gar nicht thematisiert, ebenso wenig die deutsche NS-Pathologie und die Instrumentalisierung von Auschwitz mit dem Zielpunkt ,,Kampf gegen Rechts“.

  29. bin gerade gestern abend mit dem Buch fertig geworden! ErstklassigErstklassigErstklassig!

    Es ist schön, auf welche Weise die linken Lebenslügen demontiert werden.
    Dieses Buch sollte zum Einstieg Pflichtlektüre an Schulen und Unis werden, und da vor allem für die Lehrer!

  30. #37 hackschnitzel (03. Jun 2009 18:16)

    @#3 Puseratze: Auf ganz seltsame Weise ist die Kommentarfunktion deaktiviert worden. Natürlich sind auch sämtliche Kommentare – es waren überwiegend kritische – verschwunden.


    …nun ja, ich glaube, – ich war der Grund dafür, dass die Kommentarfunktion bei der WZ dicht gemacht wurde.

    …und zwar mit diesem Text:
    „Ihr Mönchengladbacher habt alles richtig gemacht. Ihr habt immer die richtigen Parteien, Poliker und Zeitungen gewählt.
    Ihr werdet schon sehen. … 🙂 „

    Und ich frag mich, war das soO schlimm ? – hmmm?
    Was von der Sperraktion übrig blieb steht hier

    Aber damit nicht die vorhergehenden Kommentatoren deswegen zu leiden haben, weil sie alle wegen meines obigen Textes gelöscht wurden, hier nun der ganze Bericht plus Kommentaren.

    – falls es zu klein erscheinen sollte, einfach auf das Bild clicken, dann wird´s normal-gross.

  31. Als McDonald’s eine Filiale in unserem Stadtteil aufmachte, hielt mir mein Vater einen ernsten Vortrag über den verderblichen Einfluss amerikanischer Fast-Food-Kultur.

    Tja, da hatte ich es besser. Ich durfte schon als Kind mir meine eigenen Gedanken machen. Nur gut, dass es der Autor geschafft hat, aus diesem Denkknast auszubrechen.

    Aber so ist das eben unter Linkslinken. Die leben in ihrer eigenen sozialistischen Welt. Dem Autor des Schmoekers sei gesagt: Neutrale Menschen solidarisieren sich mit Linkslinken nicht aus originaer moralischen Gesichtspunkten heraus, sondern aus purer Denkfaulheit und kollektivistischem Druck.

    Es ist eben viel leichter, mit der Masse gegen George Bush zu wettern und Obamarama auf ein Podest zu stellen, als sich eine eigene Meinung zu bilden oder gar diese Meinung gegen das moral-totalitaere Kollektiv zu vertreten und die Angriffe mit Nazi- und sonstigen Keulen nicht nur abzuwehren, sondern argumentativ zu einem Gegenangriff auszuholen.

    In einer Zeit, in der „Eye and Ear Candy“ die Lage bestimmt, da sind Argument nur unnuetzer Ballast. Wie schoen, das da mal wieder einer entgegen dem linken Mainstream angefangen hat, sein Gehirn fuer was anderes als Sprechblasen freizuraeumen.

  32. jaja, die sog „linken“ : ein fauler sauhaufen,
    der selbsthass leider auf andere projiziert.

    doch lesen sie selbst, warum der nun-linke und
    ex kandidat f den spd-parteichef schl-holst
    „GRAF VON NATTERFELD-SMIEWSKI“ vor dem ag kiel
    erscheinen muss: „vorwurf des betruges wegen handel mit falschen adelstiteln.“

    http://www.quickborner-tageblatt.de/norddeutschland/artikeldetail/article/111/gruen-rot-dunkelrot.html

    jaja, die linken: „junkernland in bauernhand“
    rufen, aber sich mit adelsfedern und eigentum schmuecken (und diese noch verkaufen wollen)
    sie sind ein sauhaufen qua definition

  33. #44 wolaufensie
    so viel zum Thema Meinungsfreiheit!
    Unglaublich!
    Kritik wird einfach nicht akzeptiert.
    Danke für den Screenshot jetzt konnte ich wenigsten alle Kommentare noch mal lesen.

  34. @ Heretic

    In dem anderen Strang konnte ich Dir leider nicht mehr antworten, obwohl es ein sehr interessantes Thema ist:

    #76 Heretic (03. Jun 2009 15:06)

    @ #22 Ratio

    Ratio, ich gehe noch einen Schritt weiter und sage: Die Marktgesetze SIND (angewandte) Mathematik.

    So weit würde ich nicht gehen, Heretic. Die Gegenstände sind unterschiedlich!! Geometrie und Mathe sind da schon eher verwandt.

    Die Gemeinsamkeit dieser Wissenschaften liegt nur in der logisch-deduktiven (analytischen) Methode.

    Diese führt zu a priori-Urteilen im Sinne Kants, also zu fast absolut sicherem Wissen, zu den sichersten Erkenntnissen zu denen ein Mensch gelangen kann.

    Kuriosum par excellence, daß ausgerechnet die Ökonomie Gegenstand heftigster ideologischer Auseinandersetzungen ist.

    Die Liberalen haben die Wahrheit auf ihrer Seite.

    Da beißt die Maus keinen Faden nicht ab. 🙂

    Ratio

  35. Das Buch ist wirklich zu empfehlen. Sehr gut zu lesen, wobei der Humor nicht so dick aufgetragen ist, dass die intellektuellen Fehlleistungen und unauflösbaren Widersprüche „der Linken“ an schönen Beispielen nicht eindrücklich aufgezeigt würden.

    Besonders hat mir das Buch an den Stellen aus der Seele gesprochen, wo Fleischhauer aufzeigt, wie die Linke das von ihr postulierte Eintreten für die „Opfer“ – oder wer hierzu von der Linken ernannt wurde – dazu nutzt, sich eigene Pfründe zu sichern.

  36. Wußte gar nicht, daß ich einen Doppelgänger habe. Der Mensch erzählt aus MEINEM Leben! Habe gerade die Auszüge in Spiegel online gelesen. Bin aus dem Lachen nicht mehr herausgekommen. Interessant hierzu auch einige Bemerkungen Oriana Fallacis, Tenor: „die Linke ist eine Kirche“. Wer wie sie begriffen hat, daß da ein kleines Häufchen verlogener Linksklerikaler die immergleichen verlogenen Wahrheiten litaneit, immergleiche Dogmen und Tabus predigt, deren Argumentationswege im Laufe der sich ändernden Zeitläufte immer wieder neu nachverbogen werden müssen (plötzlich ist die Erde keine Scheibe mehr – was nun?!), der hat für dieses armselige Konformistenpack nichts als nur Verachtung übrig. Zitat: wer mit 20 kein Linker ist, hat kein Herz, wer es mit 40 immer noch ist, keinen Verstand!

  37. #48 Puseratze (03. Jun 2009 21:26)

    44 wolaufensie

    guck mal hier:

    Hi hi hi, sowas tut schon weh, allerdings
    traue ich den WZ-Mods zu, einen plausiblen
    Zuammenhang zwischen verkaufter Auflage und
    ihrem Gehalt, beziehungsweise ihrer Weiterbeschäftigung, überhaupt nicht zu erkennen (Religionspädagogik mit „irgendwas Öffentlichkeitsarbeit“). Anstatt die Leute, die Kunden, bei Laune zu halten, wie man das nun mal muss, wenn man im irgendwie gearteten Showgeschäft tätig ist, kacken sie ihnen auf die Füsse und sägen sich , dümmer als ein Tier, den Ast, auf dem sie sitzen, weg. Der WZ-Mod macht es, wie es die Mutter aller Gutmods, nämlich Polymod von Wallstreet-Online, auch vorturnte. Mit allen Kräften versuchen, das Unternehmen zu ruinieren. Clickraten runter, Auflagen runter. Was ? …ist scheissegal ? – zack, dann geht es noch weiter runter…! 😆

  38. #22 DSO-Einsatz im Innern JETZT

    Es stimmt in der Tat, dass die türkischen Türken, die hier mal auf Besuch sind (und damit meine ich auf Besuch, etwa ein Auslandssemester oder Praktikum) die hiesigen Türken eher verachten. Das ist meine persönliche Erfahrung und soll nicht verallgemeinernd klingen (obwohl’s das tu :P). And here’s the catch: Die Türkentürken sind meist welche aus der sekulären Oberschicht, gebildet, nationalistisch und pro-EU. Meine Ex-Freundin von anno dazumal war so eine. Die hat mir richtig Angst eingejagt mit ihrem Kemal-Wahn (An solchen Sachen ist es dann auch gescheitert).

    Fakt ist aber auch, dass die kemalistische Elite nicht die zahlenmäßige Mehrheit ist (was in der Natur von Eliten liegt), sondern, dass das Landproletariat infolge der Reislamisierung zunehmend ein Machtfaktor wird.

    Man könnte also sagen, dass der Islam in der Türkei eine Revolution von unten und in Deutschland eine von oben erlebt (nämlich durch das deutsche PC-Establishment).

    Und hier offenbart sich auch ein weiteres Schmankerl:

    “Auch würde ein Beitritt zur EU evtl die Vorbehalte der türkischen Türken gegenüber den deutschen Türken zerstreuen.”

    Jetzt will man also schon den politisch nicht korrekten Türken umerziehen, um ihn von unseren türkischen Schätzen hierzulande einzunehmen. Die lachen sich dann aber eher kaputt. Wofür haben die die denn hergeschickt?

    Ein weiteres Paradoxon der Türkei: Die AKP betreibt eine aktive Kampagne gegen die Kemalisten: Erdogan zur dunklen Vergangenheit der Türkei
    …und erwähnt dafür sogar eine Mäßigung gegenüber Israel und ethnische Vertreibungen in der Türkei vor einem Jahrhundert!

    Frage in die Runde hier: Taqqiya?

  39. Eine chinesische Freundin von mir kann Rumänisch und Deutsch. Die muss in den Sommerferien eh zu ihrer Mutter nach Rumänien zum Übersetzen. Ich könnte die mal anhauen, ob sie Zeit hat und willens ist, das freiwillig zu machen, ist eine andere Frage.

  40. #50 Ratio

    Ich bleibe dabei; die Marktgesetze kann man als angewandte Mathematik bezeichnen. Das sieht man schon an den vielen diversen Charts, die man in der Marktoekonomie verwenden kann.

    Weiterhin gibt es viele Beispiele im innerbetrieblichen RW. Der BAB z. B. bis in seiner erweiterten und ergaenzenden Form, sowie die diversen Deckungsbeitragsberechnungen, etc. pp. sind nichts weiter als mathematisch angewandte Verfahren zur innerbetrieblichen Marktaggregierung.

  41. @ Heretic
    Es wäre schön, wenn Sie Recht hätten. In der Wirtschaft hat man es mit vielen gefühlsmäßig handelnden Marktteilnehmern zu tun, was Einschätzungen und Prognosen sicher nicht einfacher macht. Man kann den Anleger vielleicht als scheues Reh bezeichnen, Hase geht aber auch.
    In den letzten Jahrzehnten hat sich die Volkswirtschaftslehre, nicht zuletzt durch intensive Kritik von Hans Albert, von vielen Werurteilen gelöst und zu einer eleganten mathematischen Formulierung ihrer Hypothesen und Theorien gefunden. Man muss aber bedenken, dass sich menschliches Verhalten zu oft einer mathematischen Formulierung entzieht. Schon Ludwig Erhard wies darauf hin, dass Wirtschaft zu mehr als 50% Psychologie sei. Vgl. hierzu auch: George Katona, Das Verhalten der Verbraucher und Unternehmer. Über die Beziehungen zwischen Nationalökonomie, Psychologie und Sozialpsychologie, Tübingen 1960.
    Diese Einschränkung gilt natürlich auch für die Betriebswirtschaftslehre. Marketing läßt sich leider nicht mathematisch formulieren oder begreifen. Dies gilt sogar für das Rechnungswesen. Hier sei nur an die unverständlichen und teilweise widersprüchlichen Aussagen des Gesetz- und Verordnungsgebers im Bereich des Steuerrechts erinnert. Sogar im Bereich der Bilanzierung lassen sich kulturelle Unterschiede erkennen. Man denke nur an die Bewertung der „Immateriellen“ und die verschiedene Wichtigkeit des Vorsichtsprinzips. Sogar unter Beachtung der kulturellen Unterschiede ist die Bilanzanalyse nicht mehr als ein Stochern im Nebel. Vgl. hierzu: Ulrich Leffson, Bilanzanalyse, Stuttgart 1984.

  42. @ Heretic
    natürlich macht es Freude, von Hayek oder von Mises zu lesen. Ihre Argumente sind schwergewichtig und dürfen in einer politischen Debatte nicht fehlen. Sie befriedigen auch meine politischen Vorurteile.
    Man sollte aber unabhängig von politischen Neigungen für eine Wissenschaft eintreten, die auf alle Werturteile verzichtet und dem Vorbild von Max Weber folgt und nur genügend verifizierte und falsifizierbare Aussagen formuliert. Über Werturteilsfreiheit in der Volkswirtschaftslehre vgl.: Hans Albert, Marktsoziologie und Entscheidungslogik, Neuwied am Rhein und Berlin 1967

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