Hier ein weiterer „Salafisten Watch“-Lagebericht, diesmal aus Berlin: In der Hauptstadt sind Salafisten vor allem in zwei Moscheen aktiv. Dabei handelt es sich um die „As-Sahaba-Moschee“ im Wedding und die „Al-Nur-Moschee“ in Neukölln, die jedoch auch von vielen nicht-salafistischen Muslimen besucht wird. In der „As-Sahaba-Moschee“  und der „Al-Nur-Moschee“ gibt es zwei salafistische „Prediger“, die bundesweit durch  Vortragsreisen bekannt geworden sind und als charismatische Redner gelten.

Von ihren deutschsprachigen Vorträgen fühlen sich junge Konvertiten und Muslime angezogen. Beide  „Prediger“ werben intensiv für ihre Aktivitäten mit eigenen Websites. Vor allem die mehrtägigen so genannten „Islamseminare“ sind von Bedeutung. Sie dienen  der Vermittlung salafistischer Ideologie, aber auch der Kontaktpflege der Salafisten untereinander  und der Werbung neuer Anhänger. In Berlin wurden bislang rund 20 „Islamseminare“  mit bekannten salafistischen „Predigern“ aus dem Bundesgebiet veranstaltet.  Die Teilnehmerzahlen lagen zwischen 30 und 500 Personen. Bis 2010 fanden die meisten  der Berliner „Islamseminare“ in der „Al-Nur-Moschee“ statt. Seither hat sich die „As-Sahaba-Moschee“ zum Hauptveranstaltungsort entwickelt. 2011 wurden vier von sechs bekannt gewordenen „Islamseminaren“ in der „As-Sahaba-Moschee“ durchgeführt.

In Berlin werden zahlreiche salafistische Publikationen hergestellt und veröffentlicht. Neben  dem „As-Sunna-Verlag“, der diverse Medien salafistisch geprägter Autoren über einen  Online-Shop anbietet, wurden drei weitere Unternehmen in Berlin gegründet, die  salafistische Werke verbreiten. Seit Anfang 2010 besteht die Firma „Stilus Design GmbH“,  die auch einen gleichnamigen Buchladen im Wedding eröffnet hat. Im Juni 2010 wurde  ein weiterer Online-Verlag unter dem Namen „Islamische Schriften Verlag“ gegründet.

(Quelle: Verfassungsschutzbericht Berlin 2011 / Vielen Dank an MAt!)

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5 KOMMENTARE

  1. Gewaltbereite Salafisten könnten jederzeit gezielte Anschläge in Deutschland verüben. Davor warnt das Bundeskriminalamt (BKA) in einem aktuellen Lagebild zum islamistischen Terrorismus, wie das Nachrichtenmagazin Focus berichtet. Hintergrund sind die jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Salafisten und Islam-Gegnern in Nordrhein-Westfalen.
    Der Konflikt stelle einen „Tatimpuls für islamistisch motivierte Gewalt“ dar, heißt es dem Bericht zufolge in dem als vertraulich eingestuften Dokument („VS – Nur für den Dienstgebrauch“). Aufgrund der „aufgeheizten Stimmung“ innerhalb der dschihadistischen Szene seien bei islamkritischen Aktionen Gewaltexzesse „verstärkt zu befürchten“, und das schon „bei geringem Anlass“.
    “Medial inszenierte Tötungen” einkalkulieren
    Neben Sprengstoffanschlägen müsse man „Angriffe mittels Schusswaffen, Entführungen sowie medial inszenierte Tötungen“ einkalkulieren, zitiert das Heft aus dem BKA-Papier. Gefährdet seien nicht nur Mitglieder der rechtsextremen Splitterpartei „Pro NRW“ , sondern auch Politiker, Journalisten und Polizisten.

    http://www.derwesten.de/panorama/lage-in-nrw-befeuert-laut-bka-angst-vor-salafistischem-terror-id6800009.html

  2. Und? Ist das Abhalten von Seminaren und das Werben um neue Mitglieder etwa nicht rechtens?

  3. Prima. Das wollte ich schon immer:
    -Kuffar „klatschen“ für Anfänger.
    -Steinigen leicht gemacht.
    -Bomben bauen mit Hausmitteln.

    Praktische Tipps vom freundlichen Mullah nebenan.
    Juhu!?

  4. @ #2 Agathe Bauer (25. Jun 2012 11:04)
    Klar ist das Abhalten von Seminaren und Werben von Mitgliedern rechtens, aber nur wenn keine strafbaren Inhalte, Volksverhetzung und Vorbereitungen organisierter Kriminalität gegeben ist. Da beißt sich die Katze wieder in den Schwanz:
    Wir kennen die Inhalte des Salafismus genau, wir wissen, dass die Scharia als „Endsieg“ der Salafisten weit über unserer freiheitlichen Grundordnung steht und wir wissen, dass aus den Reihen der Salafisten gemeinschaftlich Straftaten begangen werden. Wir können es nur so schlscht für jeden ersichtlich beweisen. Nicht jeder liest PI, nicht jeder will darüber informiert werden und nicht jeder Politiker hat ehrliche Absichten, seinen Amtseid zu erfüllen.

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