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Taliban-Kid terrorisiert Mitschüler

Ein Schüler aus dem Kosovo verbreitete an einem Zürcher Gymnasium als Möchtegern-Terrorist Angst und Schrecken, Vertrieb seine Mitschülerinnen sogar aus dem Unterricht. Auf einer anderen Schule in der Zentralschweiz hatte er bereits Sprengsätze mit Schwarzpulver gezündet. Der damals 18-jährige zeigte Bilder von sich als Taliban-Kämpfer mit echter Kalaschnikow, rief auf dem Schulhof „Allahu Akbar“ und drohte Mitschülern mit Ihrer Eliminierung.

Das Gericht verurteilte ihn jetzt zu einer Geldstrafe. Zudem soll der Beschuldigte sämtliche Verfahrenskosten von rund 15.000 Franken tragen. Mit den „Allahu Akbar“-Rufen habe er einen „Bezug zum aktuellen islamistischen Terror hergestellt“, befand die Justiz. Wenn das mal unsere deutschen Moscheefreunde hören…

(Spürnasen: Bialystock und Maybach)




Fäkaldschihad: Sahnoun Daifallah markiert alles

Der 42-jährige Sahnoun Daifallah (Foto) besprühte Bücher und Lebensmittel mit einem Gemisch aus Fäkalien und Urin, weil er sich in Großbritannien scheinbar „ungerecht behandelt“ fühlte. Er fiel mit seinem bestialischen Gestank und Fäkaldschihad über zwei Supermärkte, ein Pub und eine Buchhandlung her und verursachte bei der unappetitlichen Aktion einen Schaden von 700.000 Pfund.

Er besprühte unter anderem 706 Bücher und gefrorene Pommes im Tiefkühlregal. Nebenher fragte er eine Bardame, was es kosten würde, sie zu vergewaltigen. Daifallah sieht jedoch im Hinterlassen seiner „Visitenkarte“ nichts Unrechtes – schließlich waren die die Briten nicht nett genug zu ihm.

(Spürnase: Crysis01)




Tötungsabsicht „nicht zu erkennen“

PflastersteinWeil der in Trier wohnhafte Iraker Abbas A. (22) der Meinung war, dass seine von zu Hause ausgezogene vier Jahre jüngere Schwester die „Familienehre“ verletzt hat, versuchte er sie im Sommer 2008 mit einem Pflasterstein zu erschlagen. Nur mit viel Glück habe das Mädchen überlebt, sagt Oberstaatsanwalt Ingo Hromada. Jetzt verurteilte ihn das Trierer Landgericht zu einer Haftstrafe von viereinhalb Jahren.

Der Trierische Volksfreund berichtet:

Abbas A. will sich anscheinend nicht anhören, warum das Schwurgericht unter Vorsitz der Richterin Petra Schmitz ihn für viereinhalb Jahre ins Gefängnis schicken will. Der 22-Jährige hat während des gesamten seit Dezember laufenden Prozesses zumindest nach außen hin keine Einsicht gezeigt, dass das, was er am 15. Juli vergangenen Jahres seiner vier Jahre jüngeren Schwester vor ihrem Elternhaus im Trierer Stadtteil Tarforst angetan hat, Unrecht sein könnte. Dabei hat er die damals 17-Jährige nach Überzeugung des Gerichts geschlagen und versucht, sie mit einem Pflasterstein zu treffen. Er habe auf die Schwester getreten „wie auf einen Sack“, sagt ein Zeuge aus. Nur mit viel Glück habe das Mädchen überlebt, sagt Oberstaatsanwalt Ingo Hromada.

Die junge Frau war zuvor zu Hause ausgezogen, weil sie unterdrückt worden sei. Auch von einer Zwangsverheiratung soll die Rede gewesen sein. Im Trierer Frauenhaus findet sie Unterschlupf. Doch ihr Bruder lauert ihr immer wieder auf, droht ihr, sie umzubringen. Im Juli vergangenen Jahres will sie von ihren Eltern eine Unterschrift unter einem Bafög-Antrag. Danach eskaliert die Situation. Abbas A., der sich als ungekröntes Familienoberhaupt versteht, will die durch den Auszug der Schwester verletzte Familienehre wieder herstellen. Davon ist das Gericht überzeugt, auch wenn die junge Frau während des Prozesses ihren Bruder in Schutz nimmt. Zunächst war der 22-Jährige wegen versuchten Totschlags angeklagt. Oberstaatsanwalt Hromada forderte gestern eine Gefängnisstrafe von viereinhalb Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung. Dem folgte das Gericht. Eine Tötungsabsicht sei nicht zu erkennen, hieß es. Motiv für die Tat sei der kulturelle Hintergrund der Familie, der mit dem Wunsch nach Selbstständigkeit der Tochter nicht vereinbar sei. Der Anwalt des 22-Jährigen kündigte Rechtsmittel gegen das Urteil an.

(Spürnase: Eussner)




Anti-Wilders Lord Ahmed muss ins Gefängnis

Lord Ahmed (Foto), der Mann, der bereits den ersten geplanten Auftritt von Geert Wilders vor dem House of Lords erfolgreich verhindert hatte, muss für zwölf Wochen ins Gefängnis wegen grober Fahrlässigkeit am Steuer mit Todesfolge. Er schrieb SMS am Steuer, geriet daraufhin in einen Unfall und tötete am ersten Weihnachtstag einen Familienvater.

Update zum Vergleich: Anfang Februar erhielt eine englische Kellnerin, die ebenfalls während der Fahrt SMS verschickt und gelesen hatte, dabei ebenfalls auf ein stehendes Fahrzeug geprallt war und dadurch den Tod einer Mutter verschuldete, 21 Monate Gefängnis und Führerscheinentzug für drei Jahre. Pech für sie, dass sie kein mohammedanischer Herrenmensch ist.

Das Todesopfer hatte zuvor selbst einen Unfall und stand auf der dicht befahrenen Straße neben der offenen Tür seines Autos, als der Mann von Lord Ahmeds Wagen erfasst und sofort getötet wurde. Das SMS-Texten konnte nicht als direkte Ursache des Unfalls nachgewiesen werden, doch war Lord Ahmed bereits für seinen gefährlichen Fahrstil bekannt. Er muss mindestens die Hälfte seiner Strafe tatsächlich absitzen und darf ein Jahr lang nicht fahren.

Die Familie des getöteten Fabrikarbeiters erachtet das Urteil als viel zu milde. Nur weil Lord Ahmed ein hohes Tier sei, habe er keine härtere Strafe erhalten. In ein paar Wochen wird er wieder frei sein, doch der Familienvater Martin Gombar ist tot – ein schönes Geschenk von Muslim Lord Ahmed an die Hinterbliebenen zu Weihnachten.

Durch seine Verurteilung fliegt Lord Ahmed automatisch aus der Labour Party, jedoch nicht aus dem britischen Oberhaus.

» Siehe auch Bericht von The Lone Voice

(Spürnasen: Eichbaum und Mtz)




Human Rights Watch kämpft fürs Kopftuch


Offenbar gibt es nicht genug schwere Menschenrechtsverletzungen in der Welt. Und so beschäftigt sich die angebliche Menschenrechtsorganisation „Human Rights Watch“ ausgerechnet mit dem in acht Bundesländern geltenden Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst und kommt zu dem Schluss, dass das Kopftuchverbot eine Diskriminierung der Frau sei, eine Menschenrechtsverletzung, sie ausgrenze und wirtschaftlich ruiniere.

Das in acht Bundesländern geltende Kopftuchverbot für Lehrerinnen führt bei den Betroffenen zum Teil zu schweren sozialen und wirtschaftlichen Problemen. Das ist das Ergebnis einer Studie mit dem Titel „Diskriminierung im Namen der Neutralität“ der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch, die in Berlin vorgestellt wurde. „Die vor fünf Jahren erlassenen Neutralitätsgesetze verletzen die Menschenrechte und richten sich in aller erster Linie gegen muslimische Frauen“, lautet das Fazit der Autorin der Studie, Haleh Chahrokh.

Die Juristin von der Abteilung Europa und Zentralasien bei Human Rights Watch untersuchte über einen Zeitraum von acht Monaten die Auswirkungen der Gesetze und führte Interviews mit 34 betroffenen muslimischen Lehrerinnen. „Durch das Kopftuchverbot werden die Frauen gleich mehrfach diskriminiert, auf der Grundlage ihres Geschlechts, ihrer Religion und durch die Verletzung der allgemeinen Menschenrechte“, sagte Chahrokh. Sie seien gezwungen, sich entweder für ihren Beruf oder für ihren Glauben zu entscheiden.

Ist das so? Erstens gibt es durchaus religiöse Führer im Islam, die sagen, die Verschleierung sei nicht Pflicht. Zweitens zwingt niemand die Frauen, im öffentlichen Dienst zu arbeiten, wo sie sich in der Tat wenigstens äußerlich für diesen Staat und nicht für eine islamische Gesellschaftsordnung entschieden haben sollten. „Human Rights Watch“ entblödet sich noch nicht mal, das Stoffkäfigverbot einer freiheitlichen Demokratie mit dem Stoffkäfiggebot islamischer Diktaturen, das bei Verstößen mit schweren Körperstrafen bis hin zum Tod geahndet wird, auf eine Stufe zu stellen:

Die Organisation hatte in der Vergangenheit mehrfach Regierungen etwa von Afghanistan, Saudi Arabien und dem Iran kritisiert, weil sie Frauen zwingen, religiöse Kleidung zu tragen. Das Kopftuchverbot in Deutschland verstoße aber gegen dieselben internationalen Standards und beschneide die Autonomie und Religionsfreiheit von Frauen auf gleiche Weise.

Wer soll so eine Organisation noch ernst nehmen?

(Spürnasen: Civis, Raffael D., RF Meyer und Das Kaninchen vor der Schlange)




Özdemirs schlechtes Karma

heroinDas muss wohl ganz schlechtes Karma sein, wenn einer schon im hiesigen Leben die Folgen seiner Verfehlungen selber ausbaden muss. Endlich ist der Grünen-Vorsitzende Cem Özdemir ein kurdisches Moscheecafé im Haus losgeworden, dessen Gebetsgeräusche ihn beim Nachdenken über eine noch reichere Kulturbereicherung Deutschlands störten (PI berichtete), da soll in die frei gewordenen Räume ein weiteres grünes Lieblingsthema in Gestalt einer Fixerstube einziehen. Im Rotweingürtel wäre das nicht passiert.

Die WELT berichtet:

Grünen-Chef Cem Özdemir wohnt in Berlin-Kreuzberg. Bald könnte in dem Gebäude eine Fixerstube Platz finden. Jetzt sitzt Özdemir in der Klemme: Soll er der Grünen-Linie folgen, die Fixerstuben befürwortet? Oder soll er sich mit Anwohnern solidarisieren, die dem Viertel neue Schwierigkeiten ersparen wollen?

Wo Politiker wohnen und was im Haus passiert, geht die Öffentlichkeit nichts an. Das gilt auch für Cem Özdemir, der im Berliner Stadtteil Kreuzberg lebt. Doch beim Grünen-Chef hat das Wohnen auch mit Politik zu tun, und das ist ihm bewusst: „Meine Frau und ich“, sagte der Vater einer Tochter unlängst WELT ONLINE, „haben es uns gut überlegt, als wir nach Kreuzberg gezogen sind. Wir fühlen uns dort wohl, und gerade als Befürworter der multikulturellen Gesellschaft muss ich mich dafür einsetzen, dass sich die Dinge in die richtige, tolerante und wirtschaftlich tragfähige Richtung entwickeln.“ Und dieses Programm hat Özdemir auch im von ihm bewohnten Haus zu verfolgen.

Denn just in diesem Haus – nahe dem Kottbusser Tor – spitzen sich nun schon zum zweiten Mal Konflikte zu, die direkt die politischen Positionen des türkischstämmigen Europa-Abgeordneten betreffen. Zunächst gab es dort eine jahrelange Auseinandersetzung um kurdische Café- und Gebetsräume, in denen die PKK erheblichen Einfluss hatte. Özdemir befand sich im Zwiespalt. Einerseits lehnt er die autoritäre PKK-Militanz ab und sah auch die Belastungen der Hausgemeinschaft durch die vielen Besucher jener Einrichtungen. Andererseits unterstützt er die politischen Anliegen gemäßigter Kurden und fordert mehr Toleranz gegenüber islamischer Religionsausübung.

Nun steht der nächste Streit ins Haus. Denn wenn das Café demnächst auszieht, sollen dessen Räume von einer Fixerstube übernommen werden, wo Heroin-Abhängige saubere Spritzen erhalten. Das bedeutet für Özdemir einen gleich doppelten Konflikt. Zum einen nämlich gibt es Ärger mit Özdemirs Parteifreund Franz Schulz, der als grüner Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg unlängst ankündigte, nach der Schließung einer anderen Fixerstube den Ersatz just in diesem Haus zu schaffen.

Die Anwohner wurden, wie bei grünen Bereicherungsprojekten üblich, zuvor nicht gefragt. Zu dumm, dass jetzt einer der ihren selber betroffen ist. Mittlerweile fühlen sich durch die roten und grünen Projekte aber ausgerechnet auch solche Einwanderer gestört, die eine Integrationsleistung erbracht haben und in die Mittelschicht aufgestiegen sind. Dafür ernten sie jetzt ebenfalls den Hass der Linken, denn nur ein Problemmigrant ist ein guter Migrant für diejenigen, denen die zuwandernden Menschen nur Verschiebemasse ihrer sozialrevolutionären Träume sind:

Betroffen davon ist auch die unlängst gegründete „Initiative Kottbusser Tor“, der viele bürgerliche Türken angehören und die dort vor einer Woche für ein „dealerfreies Kreuzberg“ demonstrierte. Da riefen linke Gegendemonstranten „Junkies bleiben, Yuppies vertreiben“.

Dahinter steht der oft bizarre linke Widerstand gegen die angebliche „Gentrifizierung“ Kreuzbergs, womit die Verdrängung der Unterschicht durch zahlungskräftigere Mieter gemeint ist. Diese „Yuppies“, die oft selbst grün wählen und deshalb als „Bionade-Bourgeoisie“ beschimpft werden, gelten manchen Linken als weit schlimmer denn Dealer und Schwerstabhängige. Deshalb, so forderten Linke im Internet, solle man gebrauchte Spritzen auf die Demonstranten von der „Initiative Kottbusser Tor“ werfen. Özdemir indes konterte die „Yuppie“-Vorwürfe und fragte im „Tagesspiegel“: „Wie darf man das verstehen? Solange die Eltern kein Deutsch können und sich nicht wehren, ist alles okay, aber sobald sich manche zum ersten Mal in ihrem Leben organisieren, sind sie gleich Yuppies, oder wie?“

Özdemir will im Konflikt, der ihn jetzt direkt an der Haustür betrifft, vermitteln. Am Freitag moderiert er in Kreuzberg eine Veranstaltung der Initiative „Drogen weg vom Kottbusser Tor“. Die Diskussion trägt den Titel: „Wir sind nicht das Arschloch von Berlin“.

(Spürnasen: Hiob, Eurabier)




Akif Pirincci: „Ich bin mit jeder Faser Deutscher“

Akif PirincciDie PI-Erfolgsserie „Warum ich Deutschland liebe!“ brachte schon zahlreiche Beispiele gelungener Integration von Immigranten verschiedenster Herkunft. Das zeigt: Deutschland ist weltoffen und bietet alle Chancen für Menschen, die in guter Absicht zu uns kommen. Neben den vielen Beispielen „alltäglicher“ Integrationserfolge gibt es auch herausragende Geschichten. Zum Beispiel die des internationalen Bestseller-Autoren Akif Pirincci (Foto), der mit seinem auch verfilmten Katzenkrimi Felidae den literarischen Durchbruch schaffte. Am 6. August kommt eine Verfilmung seines Romans Die Damalstür in die deutschen Kinos. Im PI-Interview beschreibt Pirincci die Faszination Deutschland, die er als Kind türkischer Gastarbeiter in einem Eifeldorf erlebte, wie er dort ganz selbstverständlich zu einem Deutschen wurde und warum er Deutschland liebt: „Ich kann in Deutschland schreiben, was ich will und denken, was ich will.“

PI: Als Sie nach Deutschland kamen, waren Sie gerade mal zehn Jahre alt. Ihr Weg führte von Istanbul in ein 3000 Seelen großes Eifeldorf bei Cochem/Zell an der Mosel. War das nicht ein Kulturschock? Und wenn ja, wie äußerte sich der?

Pirincci: Klar war das ein Kulturschock. Doch anders als man denkt. Ich kam ja aus Istanbul, einer Metropole mit damals schon fünf Millionen Einwohnern, in ein kleines Dörfchen namens Ulmen. Zum ersten Mal in meinem Leben sah ich Wälder, überhaupt Grün soweit das Auge reicht. Derartiges war mir vorher nur im Kino begegnet, zum Beispiel in „Tarzan“. Ich fühlte mich wie in Kanada oder so. Unser Lehrer ging mit uns Kindern zum Sammeln von Pilzen in den Wald, die wir später dann in der Pfanne brieten. Total aufregend! Ulmen hatte kein Schwimmbad, doch dafür gab es zwei dicht beieinander liegende Kraterseen, ein Sumpfmaar und ein klares. Für Sommer- und Schwimmspaß war also auch gesorgt. Und dann erst der Schnee (damals gab es ja richtige, verschneite Winter). Das Sumpfmaar war pünktlich zum Jahresende zugefroren, und wir Kinder hatten jede Menge Spaß mit unserem Schlitten drauf. Für Schlittschuhe fehlte die Kohle. Ich kriege tatsächlich Tränen in die Augen, wenn ich an diese selige Zeit zurückdenke. Aber nicht weil es einen Anlaß zum Weinen gegeben hätte. Im Gegenteil, ein besseres Abenteuerland für einen zehnjährigen Jungen hätte es auf der ganzen Welt nicht geben können.

Die Moselaner und Eifelaner gelten gemeinhin als ein fröhliches Völkchen. Welche Erfahrungen haben Sie mit ihnen gemacht und welche Erfahrungen haben die Eifelaner mit Ihnen gemacht?

Naja, ob die so fröhlich waren, weiß ich nicht mehr. Aber ich erzähle mal eine kleine Geschichte, die mir heutzutage keine Sau glaubt, wenn ich sie zum Besten gebe. Doch sie entspricht der vollen Wahrheit: Ende Dezember – die Familie Pirincci ist erst fünf Monate in Deutschland – spüre ich, daß es irgendwie immer ruhiger und gleichzeitig festlicher um uns herum wird, ja irgendwie besinnlicher (damals kannte ich den Ausdruck nicht). Hinter den Fenstern brennen farbige Kerzen, es glitzert und funkelt in den Häusern, Leute schleppen aus dem Wald selbst gesägte Tannenbäume nach Hause. Sonderbar, diese Deutschen. Am Abend des 24. Dezembers passiert es dann: Wir hocken in unserer Zweizimmer-Wohnung und essen zu Abend, als es an der Tür klopft. Mein Vater macht auf, und da stehen etwa zwanzig Leute vor der Tür: Arbeitskollegen meiner Eltern, Nachbarn, aber auch Wildfremde aus dem Dorf. Sie überreichen uns liebevoll verpackte, kleine Geschenke. Einfach so. Unglaublich, mein Spielzeugbestand steigt an diesem Abend um 1000 Prozent. Tja, was soll ich sagen, seitdem bin ich ein fanatischer Weihnachtsfreak. Sogar mein Sohn sagt mir inzwischen, daß ich es damit übertreibe. Zu jener Zeit war das Verhältnis zwischen Deutschen und Ausländern halt ein bißchen anders. Ob man es glaubt oder nicht.

Gab es damals viele Türken in Ihrer Schule?

Außer mir und meiner Schwester noch einen. Ich war der einzige Ausländer in meiner Klasse.

Wie lange dauerte es, bis Sie sich auf deutsch verständlich machen konnten?

Schätze, drei Monate. Richtig akzentfrei und in ganzen Sätzen konnte ich mich schon nach einem halben Jahr ausdrücken. Deshalb verstehe ich diese Sprachproblem-Diskussion bezüglich der Migranten nicht. Wenn man binnen eines Jahres die Sprache des Landes, in dem man lebt, nicht beherrscht, ist man entweder doof oder darauf nicht angewiesen. Punkt. Bei Kindern müßte es noch schneller gehen. Übrigens hat es auch nichts damit zu tun, welche Sprache zu Hause gesprochen wird. Bei uns zu Hause wurde stets Türkisch gesprochen.

Wie haben sich Ihre Eltern in der neuen Heimat eingelebt?

Die kamen erst gar nicht dazu, sich richtig einzuleben, weil sie so hart arbeiten mußten. Damals Ende der Sechziger, Anfang der Siebziger wurde noch zwölf Stunden am Tag gearbeitet, und samstags auch noch den halben Tag. Außerdem hatten sie die ganze Zeit Angst, daß man sie aus Deutschland wieder davonjagen würde, wenn sie arbeitslos wären. Sie haben sich in Deutschland so gut eingerichtet wie es ihren Kräften und Möglichkeiten entsprach. Meine fünfundsiebzigjährige Mutter (hier Fabrikarbeiterin) kann immer noch ganz passabel Deutsch, obwohl sie seit zwanzig Jahren wieder in der Türkei lebt. Sie hätte überhaupt keine Schwierigkeiten, sagen wir mal, einer deutschsprachigen Talk-Show zu folgen. Man kann sagen, sie haben sich die leckersten Rosinen aus der deutschen Lebensweise herausgepickt und in ihre eigene montiert. Einschließlich Currywurst und Kaffee und Kuchen am Nachmittag. Allerdings entstand dieses „Integrationswunder“ auch dadurch, daß sie a) null bis antireligiös waren b) mein Vater stark dem Alkohol zugetan war und c) daß sie irgendwie dem Ideal des „German way of life“ nacheiferten. Merke: Ein Bierchen und noch ein Bierchen und noch ein Bierchen mit Kollegen kann der Integration mehr dienlich sein als tausend Integrationsgipfel.

Wann haben Sie festgestellt, dass Sie Deutscher sind?

Schon als wir mit dem Zug (Drei-Tagesreise) die deutsche Grenze passierten und ich aus dem Fenster immer wieder diese aufgeräumten, mit Blumen drapierten Parks sah. „Was sind das für schöne Parkanlagen?“, fragte ich meine Mutter. „Das sind keine Parkanlagen, sondern Friedhöfe, mein Sohn!“, antwortete sie. Ich konnte es kaum fassen. Was muß das für ein reiches Land sein, in dem selbst die Friedhöfe aufgehübschten Filmkulissen ähneln, dachte ich. Dazu muß man wissen, daß in der Türkei Friedhöfe ziemlich verwildert sind, so daß man bisweilen oft das gesuchte Grab nicht finden kann. Nein, ich fühle mich als Deutscher, weil mir dieses Land so viel gegeben hat, mehr als ich mir in meinen jungen Jahren je erträumt habe. Damit meine ich nicht nur materielle Dinge. Ich habe hier meinen ersten Kuß von einem Mädchen bekommen, meinen ersten Rausch genossen, meine traurigsten Momente erlebt und meine größten Triumphe gefeiert, bin mit meinem Sohn um die Wette geschwommen und habe die erste Million gemacht. Ich kann in Deutschland schreiben, was ich will, und denken, was ich will. Und wenn ich mit meinen Freunden einen heben gehe, habe ich in diesem Land auch die Freiheit, mein Hirn auszuschalten. Wie in allen westlichen Ländern ist es letzten Endes die Freiheit, die mich zum Einheimischen macht.

Sie schreiben Ihre Bücher auf deutsch, Ihre Helden heißen Gustav Löbel, Blaubart und Pascal, nicht Ali, Mustafa und Günes. Sie schreiben für ein deutsches Lesepublikum, warum nicht für ein türkisches?

Da besitzen Sie ziemlich naive Vorstellungen über den Ehrgeiz von Schriftstellern. Ein Schriftsteller schreibt niemals für dieses oder jenes Publikum, sondern FÜR DIE GANZE WELT! Jedenfalls hofft er, daß die ganze Welt seine Bücher liest. Doch der eigentliche Grund, weshalb meine Bücher von einem westlichen Publikum gelesen werden, liegt an meiner Affinität zu ganz bestimmten Stoffen. Ich schreibe Genre-Literatur mit Tiefgang: Krimi, Horror, Mysterie. Meine Vorbilder sind amerikanische, amerikanisch-jüdische und englische Autoren. Weshalb eine Story über Vampire sich ausgerechnet in Ankara abspielen sollte, erschließt sich mir nicht. Dem Publikum wird es ähnlich ergehen. Es existieren nun einmal bestimmte Gewohnheiten bezüglich des Medienkonsums, die kaum zu ändern sind. Wie wir aus amerikanischen Spielfilmen kennen, landen UFOs grundsätzlich entweder in L. A. oder New York oder Washington. Der Teufel in „Der Exorzist“ wird zwar in Irak ausgegraben, treibt aber sein Unwesen dann doch lieber in der guten alten USA. Sogar er hat also vor den Sehgewohnheiten seiner getreuen Sünder kapituliert. Außerdem verstehe ich die Frage nicht so ganz. Weshalb muß ich über und für Türken schreiben? Nur weil ich aus der Türkei komme? Nach dieser Argumentation dürfte ich ja auch nichts über Schwule schreiben, weil ich hetero bin. Oder über Mörder, weil ich niemanden umgebracht habe. Wo bleiben da die weiten Gefilde der Phantasie?

In welcher Sprache denken Sie eigentlich?

In der satanischen.

Ihr Vorname, Akif, bedeutet „dem Weltlichen ab- und dem Spirituellen zugewandt“. Trifft das auf Sie zu?

Toll, daß Sie das für mich herausgefunden haben; ich kannte die Bedeutung meines Namens tatsächlich nicht. Ich muß Ihre Frage auf zweierlei Weise beantworten. Religion, Spiritualität, Spuk und Hokuspokus ist mein Tagesgeschäft, will sagen, um eine interessante Geschichte und interessante Charaktere zu kreieren, muß ich mich zu den höchsten Höhen und in die tiefsten Tiefen des menschlichen Seins hinauf- und hinabbegeben. Und zu allem, was dazwischen liegt. Zum Beispiel habe ich in meinen Büchern mehr gemordet als ein Massenmörder. Beinahe hätte ich sogar die Atombombe gezündet. Ausbeuterische Empathie, nenn ich das. Kurzum, obwohl ich zu 90 Prozent der Charaktereigenschaften meiner Kunstfiguren nicht habe, glaube ich zumindest die Gabe zu besitzen, mich in diese hineinversetzen zu können. So auch in Spiritualität und artverwandte Gefühle. Das wird oft verwechselt. Ich bin bei so manch einer Frau abgeblitzt, weil sie mich mit einem unsicheren Lächeln fragte, ob ich selbst ein bißchen so wie der Bösewicht in meinem aktuellen Buch sei, und ich darauf aus reiner Boshaftigkeit mit Ja antwortete.

Sobald ich aber meinen Schreibtisch verlasse, werde ich wieder zu dem, der ich im realen Leben bin: Ein eingefleischter Atheist, der alles mit der wissenschaftlichen Elle messen möchte. Ich bin an wissenschaftlichen Themen sehr interessiert, vor allem an Evolution und Genetik.

Dem Islam wird manchmal eine hohe „Spiritualität“ zugeschrieben. Haben Sie Spiritualität? Und worin besteht die?

Der Islam besitzt meiner bescheidenen Meinung nach keinen Funken an Spiritualität. Das Gegenteil ist der Fall. Nicht einmal Allah spielt eine große Rolle, sondern überwiegend der Prophet und sein Verbotsbüchlein. Es gibt im Islam auch keine Gottessuche wie im christlichen Sinne. Man muß nur das befolgen, was der Prophet gesagt hat, und schwups ist man im Paradies. Was mich betrifft, so habe ich meine wenn nicht spirituellen, so doch entrückten Momente. Davon aber jede Menge. Dazu wieder eine kleine Geschichte: Als ich nach Deutschland kam und eingeschult wurde, gab es natürlich auch den Religionsunterricht. Aber, Überraschung!, schon in der ersten Stunde stellte es mir der Religionslehrer frei, hinauszugehen, da ich ja kein Christ sei. Zunächst war das für mich wie ein kleiner Lottogewinn, da ich ja eine Stunde aussetzen konnte, während die Klassenkameraden schwitzen mußten. Die ersten zehn Minuten auf dem leeren Pausenhof waren auch in der Tat super, doch danach begann ich mich furchtbar zu langweilen. Es war ja keine Pause oder so, alle waren drin, und ein menschenleerer Pausenhof ohne das übliche Kindergeschrei kann sich für ein Kind leicht in eine ziemliche Ödnis verwandeln. Irgendwann reichte es mir. Ich ging wieder in die Klasse zurück und fragte den Lehrer, ob ich sozusagen als Gast beim Religionsunterricht mitmachen durfte. Ich durfte, und dieser Erlaubnis verdanke ich, na sagen wir mal, dreißig Prozent meiner späteren Karriere. Wir lasen im Religionsunterricht nämlich Teile aus der Bibel, und die gewährt ja tiefste Einblicke in die Urform der deutschen Sprache. Außerdem wird darin sehr bildlich gesprochen, was meine eh schon überhitzte Phantasie noch weiter anfeuerte. Zudem gingen wir manchmal in die Kirche und sangen irgendwelche Lieder unter Orgelbegleitung. Es klingt bekloppt, doch noch heute schreibe ich zumeist unter dem Einfluß von Kirchenmusik, zumeist Chöre. Sie beruhigt mich so schön. Außerdem hätte es ohne die Gottesidee solche Titanen wie Bach, Beethoven und Mozart wohl kaum gegeben. Jedenfalls nicht mit dem zum Weinen schönen Erbe, das sie uns hinterlassen haben. Damit wir uns nicht mißverstehen. Ich finde die Gottesidee lächerlich, eine Weiterentwicklung des primitiven Aberglaubens von und für Vollidioten. Und was Papst und Kirche anbelangt: Von mir aus können die den Holocaust leugnen oder eine Messe in Strapsen zelebrieren. Ist mir total wurscht, weil ich diese vermeintlich göttlichen Institutionen sowieso nicht ernst nehme.

Findet sich das in der Themenwahl ihrer Bücher wieder?

Natürlich. Denn so wie es religiöse oder spirituelle Menschen gibt, so gibt es sie auch in ihren literarischen Spiegelbildern. Auch Kunstfiguren können und müssen religiös oder barbarisch oder unsympathisch oder heldenhaft oder was auch immer sein. Man darf allerdings dabei den Fehler nicht begehen, den schlechte Autoren immer begehen: Sie nicht ernst nehmen. Das heißt, nur weil man selbst areligiös ist, darf man eine religiöse Figur nicht der Lächerlichkeit preisgeben. Es sei denn man strebt eine Religionssatire an. Die religiöseste Figur, die ich erschaffen habe, ist wohl der Kater Francis. Der Typ glaubt tatsächlich an den allwaltenden Gott. Keine Ahnung, wie es dazu gekommen ist. Vielleicht war ich mal wieder besoffen. Aber ich habe Respekt vor seinem Glauben, und lasse es ihm durchgehen, wenn er wieder seitenlang über Gott und die Welt philosophiert.

Wie ist Ihr Verhältnis zu den türkischen Einwanderern, die sich selbst in der dritten Generation mit der Integration schwer tun?

Ich kenne ja kaum welche. Und die, die ich kenne, unterscheiden sich in keiner Weise vom deutschen Hinz und Kunz. Dazu muß gesagt werden, daß ich in einem Reichenviertel lebe. So lernt man auch nur die Türken kennen, die es selber geschafft haben. Übrigens von denen gibt es mittlerweile so einige. Also nicht immer so schwarzsehen, ihr PI-Schwarzseher!

Oft wird behauptet, Deutschland oder die Deutschen würden eine bessere Integration der türkischen Immigranten verhindern. Teilen Sie diese Auffassung? Was würden sie einem türkischen Immigranten raten?

Nein, diese Meinung teile ich in keiner Weise. Der Hauptgrund für das Erstarken des Islam und für die Abkoppelung der Menschen aus islamischen Ländern von der deutschen Gesellschaft ist das Sozialhilfe-Wunderland-Syndrom. Denen geht es einfach zu gut, um sich mit weltlichen Problemen zu beschäftigen. Junge Leute, denen noch das ganze Leben bevorsteht, haben nichts Besseres zu tun, als Buspassagiere in die Fresse zu hauen. Was soll das? Warum nicht besser die Talente und Fähigkeiten in sich entdecken? Irgendwann ist es zu spät. Doch in unserem Keine-Arbeit-trotzdem-Geld-Gesellschaft fehlt es halt an Konsequenz. Und die Politiker tolerieren es, weil sie allmählich ahnen, daß diese Menschengruppe ihr künftiges Wahlvolk sein wird. Ganz zu schweigen von der Integrationsindustrie, von der mittlerweile und schätzungsweise einige Hunderttausend Deutsche finanziell abhängig sind. So oder so, es geht immer nur um die Staatsknete. Sowohl für die einen als auch für die anderen.

In Köln tobt gerade ein heftiger Streit über den Bau der DITIB-Moschee in Ehrenfeld. Können Sie die Bedenken vieler Kölner Bürger zu dem Großprojekt verstehen?

Jeder Sakralbau ist einer zuviel. Außer die wirklich schönen Kirchen natürlich. Begründung siehe oben.

Haben Sie schon mal daran gedacht, Deutschland zu verlassen? Wenn ja, in welche Richtung?

Von Jahr zu Jahr immer öfter. Hängt allerdings auch mit dem Alter zusammen. Haus am Meer irgendwo in Spanien oder Portugal, die übliche Altmänner-Träumerei halt. Junge Leute aufgepaßt: Man verträgt kaltes Wetter tatsächlich immer schlechter je älter man wird. Wenn allerdings die Kopftuch-Dichte weiter noch so zunimmt, mache ich irgendwann wirklich die Fliege. Ich möchte auf keinen Fall in die Verlegenheit kommen, vor lauter Religiosität um mich herum keine Luft mehr zu bekommen.

Bitte vervollständigen Sie den Satz: „Ich liebe Deutschland, weil…“

… weil ich mit jeder Faser meines Körpers ein Deutscher bin. Vielleicht kann das ja mal ein Arzt untersuchen und sowas wie ein Zertifikat ausstellen.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Pirincci.

Bisher erschienene Beiträge zur PI-Serie:

Warum ich Deutschland liebe!» “Wachen Sie auf, sonst werden Sie selbst Gäste”
» “Wo bleibt Euer Stolz?”
» “Ich suchte die Heimat meiner Vorfahren”
» “…weil Deutschland kein islamisches Land ist”
» “Der Einwanderer muss die Hauptarbeit leisten!”
» “Wer Mist macht in Deutschland, soll wieder raus”
» Meine Heimat … Unsere Heimat … Deutschland!
» Einwanderer müssen sich ans Gastland anpassen
» “Nach einem halben Jahr war ich integriert”
» Wenn ich an Deutschland denke…
» Eine kleine Liebeserklärung
» “Fühle mich manchmal sehr fremd und schutzlos”
» “Ich hatte und habe nur eine Heimat: Bonn”
» “Wir haben die deutschen Werte angenommen”
» “Ich liebe Deutschland wegen den Deutschen”




Film über die Unterdrückung von Frauen im Islam

PerempuanAm 24. Dezember feierte der Film „Perempuan Berkalung Sorban (Frauen mit Kopftuch)“ Premiere in den indonesischen Kinos. Mit seinen erschütternden Szenen von Vergewaltigung, Missbrauch und seinen Rufen nach Gleichheit erregt der Film über die Unterdrückung von Frauen im Islam seitdem heftige Kontroversen im Inselstaat. Mit über 191 Millionen Muslimen ist Indonesien der Staat mit der größten muslimischen Bevölkerung weltweit.

German.china.org.cn berichtet:

Perempuan Berkalung Sorban zielt darauf ab, eine schwierige interne Diskussion unter Moslems darüber auszulösen, wie Frauen behandelt werden. Der Film erzählt die Geschichte der Rebellion der Anissa, der eigenwilligen und intelligenten Tochter des Anführers einer Islamischen Schule auf Java. Anissa möchte an der Universität studieren, doch ihr Vater treibt sie zur Heirat mit dem Sohn eines anderen Gläubigen, der sie schlägt, sie vergewaltigt und dann eine andere Frau schwängert, die er als Zweitfrau nimmt.

Der Regisseur Bramantyo erklärt, es sei keine Kritik am Islam, sondern an der patriarchalischen Kultur in vielen der Islam-Schulen und Moscheen in dem Land. „Gott hat Mann und Frau zur Partnerschaft geschaffen, und sie sind gleichwertig“, so Bramantyo. „Doch mit der Zeit wurde dieses Verständnis kulturell und sozial missbraucht und missinterpretiert, so dass Männer überlegen wurden. Zurzeit gibt es viel Bewegung zwischen dem Islam und der (patriarchalischen) Kultur.“

Die Kritiken über den Film sind zweigeteilt. Ali Mustafa Yaqub, der oberste Imam, wie man Gebetsführer nennt, bei der Haupt-Istiqlal Grand Moschee in Jakarta, meint, der Film sollte in den Kinos verboten werden. „Der Film porträtiert ein schlechtes Image des Islams“, so Yaqub. „Der Islam verbietet Frauen nicht, herauszugehen und zu studieren, zu beten, oder irgend etwas anderes zu tun… solange es nicht (im Islam) verboten ist“, erklärt er.

Die indonesische Ministerin für Frauenangelegenheiten, Meutia Hatta, meint, der Film sei wichtig, um Jahrhunderte der Tradition zu brechen. „Ich bin der Ansicht, dass er eine Verbesserung in der alten Denkweise, die Frauen unterdrückt, bewirkt“, so Hatta. „Ich denke, die Leute haben Angst, offen darüber zu sprechen, aber ich finde, irgendwann müssen wir darüber sprechen.“

Hier ein eindrucksvoller Trailer des Films (ohne Übersetzung):




Kölner Schule lehnt katholisches Mädchen ab

An der Kölner Gemeinschaftsgrundschule Manderscheider Straße wird ein Mädchen „aus konfessionellen Gründen“ nicht eingeschult. Sie hat den „falschen Glauben“- die katholischen Plätze waren bereits alle besetzt – und wurde deswegen abgelehnt.

Andere Kinder, die viel weiter weg wohnen, wurden aufgenommen – sie waren evangelisch oder konfessionslos. Die Schule verteidigt sich, sie hätte insgesamt 35 Kinder (aus demselben Grund) abgelehnt – die katholische Schule an der Berrenrather Straße hätte ja noch Plätze frei. Diese hat allerdings keinen besonder guten Ruf – daher die freien Plätze.

Jetzt werden die katholischen „i-Dötzchen“ einfach dorthin „abgeschoben“, obwohl rechtlich so ein Vorgehen gar nicht erlaubt ist. Man stelle sich vor, man würde muslimische Kinder mit Migrationshintergrund derartig behandeln, doch sind sie vielleicht sogar der Grund für die Aufnahmesprerre, denn

die Schulleiterin will Plätze freihalten für Schüler, die noch einmal ein Schuljahr wiederholen müssen.

Weil die Familie des Mädchens sich die Verweigerung nicht gefallen lassen will, ist die Schule jetzt bereit, das Kind aufzunehmen, falls ein Platz frei werden sollte.




Einknicken vor moslemischem Schächter

Das Verwaltungsgericht Gießen ist erwartungsgemäß vor dem moslemischen Metzger Altinküpe eingeknickt und gestattet ihm unter Aushebelung des Tierschutzgesetzes das betäubungslose Schlachten von zwei Rindern und 30 Schafen pro Woche (!) unter „strengen Auflagen“, zum Beispiel „vermeidbare Leiden und Schmerzei“ während der Schächtung zu verhindern. Außerdem muss sich ein Amtstierarzt bei dem Gemetzel dabeisein, eine Auflage, von der man sich wünschte, die Richter hätten sie sich selbst auch erteilt.

Außerdem darf der Metzger das Fleisch nur an Endverbraucher abgeben.

Was das Sterben der Tiere nicht wirklich erleichtert.

Altinküpe hat mit dem Beschluss erreicht, dass der Lahn-Dill-Kreis die Schächtungen bis zu einer Genehmigung durch den Kreis dulden muss. Der Metzger hatte dem Gericht nach dessen Angaben 624 Einzelerklärungen für 2652 Menschen vorgelegt. Diese waren allerdings nicht alle „nachvollziehbar“, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Trotzdem habe die Zahl ausgereicht, um den Bedarf zu belegen. Beim Schächten wird dem nicht betäubten Tier mit einem scharfen Messer die Kehle durchgeschnitten. Diese Praxis wird von Tierschützern kritisiert.

Nicht nur von Tierschützern, auch von der Tierärzteschaft!

Das Verwaltungsgericht hatte im Dezember 2008 einen Eilantrag von Altinküpe abgelehnt, über ein Kontingent von 500 Schafen und 200 Rindern in diesem Jahr weiter Tiere schächten zu dürfen. Diese Menge hatte der Lahn-Dill-Kreis genehmigt. Tatsächlich hatte er bis Dezember bereits mehr als 2000 Schafe und 106 Rinder geschächtet.

Einen Tag vor der Verwaltungsgerichtsentscheidung im Dezember war der Metzger beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe mit einer Verfassungsbeschwerde aus formalen Gründen gescheitert.

Der Metzger und der Lahn-Dill-Kreis führen seit Jahren einen verzwickten Rechtsstreit, der im November 2006 auch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beschäftigte. Die Bundesrichter hatten damals in ihrem höchstrichterlichen Urteil das Schächten mit Verweis auf die Religionsfreiheit trotz eines Verbots im Tierschutzgesetz erlaubt. Die Richter hatten eine Erlaubnis aber an strenge Auflagen geknüpft.

Einmal streicheln, bevor die Kehle durchgeschnitten wird?

(Spürnasen: Conny008, Israel_Hands und Hans A.)




Dieser Aufkleber ist nicht von Pro Köln

Nein, dieser Aufkleber (Foto) ist nicht von Pro Köln, die sehen ein klein wenig anders aus. Gefunden wurden Sticker wie dieser in der französischen Stadt Toulouse. Sie richten sich insbesondere gegen die noch in Konstruktion befindliche Ennour-Moschee in Toulouse Empalot, die mit drei Etagen auf einer Fläche von 2.100 Quadratmetern gebaut wird.

In der Stadt, in der etwa 35.000 Muslime leben, gibt es noch drei weitere große Moscheen. Die islamkritischen Urheber der Aufkleber-Aktion werden natürlich gleich als Rechtsextreme abgestempelt und mit extremistischen Spinnern gleichgesetzt, die Moscheen abfackeln. Eine zwielichtige Rolle nimmt der teils sehr islamophile Front National ein, ähnlich der NPD in Deutschland.

Doch wie es in Deutschland nicht nur NPD gibt, organisieren sich auch in Frankreich Rechte jenseits des FN, die mit Rechtsextremismus nichts zu tun haben wollen, beispielsweise das Mouvement Pour la France (MPF) von Philippe de Villiers und der Debout La République (DLR) von Nicolas Dupont-Aignan. Diese Leute sind islamkritisch und verfolgen ähnliche Ziele, wie die Islamkritiker und Moscheebaugegner in Deutschland.

Die Aufkleber sollen dazu dienen, die Bevölkerung für das Problem der Islamisierung zu sensibilisieren und wachzurütteln, ohne Gewalt. Oder waren die „Aufkleber-Vandalen“ etwa Kölner Touristen?

(Spürnase: Anne)




„Frauen haben nichts an der Uni verloren“

Das Bild der Frau als minderwertiges Wesen wird wunderbar präsentiert von der ISLAMISCHEN ZEITUNG, die mit gespielter Entrüstung die Erfahrungen von Frauen beim Gebetsversuch in Moscheen und Gebetsräumen veröffentlicht: „Dies liegt zum großen Teil an teils unbewusst ­gehegten Vorstellungen in verschiedenen Gemeinden über das Verhältnis der beiden Geschlechter zueinander, Geschlechterrollen und somit der Geschlechtertrennung.“

Hat aber nichts mit dem Islam zu tun.

Vor dem Gebetsraum einer Uni. Hier herrscht wie gewohnt Andrang ­zwischen den Vorlesungen. Frauen und Männer teilen sich den winzigen ­Gebetsraum in der Art, dass sie in ­Gruppen nacheinander beten. Ist eine Gruppe Frauen derart mit dem Gebet fertig, kann der Raum dann von den draußen wartenden Männern genutzt werden. Der Gebetsraum wird nach den Gebeten auch zum Qur’anlesen oder auch einfach zum gemütlichem Beisammensein genutzt. Es ist keine ­Seltenheit, dass Männer diesen Raum dafür nutzen und Frauen an der Tür ­abweisen und ihnen das Gebet verweigern. Auf das Drängen der Frau hin, dass sie so aber die Zeit für das Gebet verpassen würde, erhält sie die Antwort, dass sie sowieso nichts an der Uni ­verloren hätte und ihre Gebete bitte ­zu Hause verrichten sollte. Tür zu

Hier müssten eigentlich Claudia Fatima und alle FrauenrechtlerInnen zumindest die Stirn runzeln – aber nichts. Einzelfall™. Dabei handelt es sich hier nicht um anatolische Analphabeten, sondern um die „Elite“, Moslems mit Hochschulabschluss.

• In der Moschee. Zwei Frauen sind zur Gebetszeit in der Nähe einer großen Moschee in der Stadt und wollen hier das Gebet in der Gemeinschaft verrichten. Die Moschee verfügt über eine Frauenempore, die die Frauen nutzen wollen. Dies ist aufgrund von Bauarbeiten aber nicht möglich. Die beiden Frauen stellen sich also im Hauptgebetsraum in den hinteren Teil und beten hinter den Männern. Danach sieht sie ein Mann aus den vorderen Reihen und sagt: „Wegen euch ist mein Gebet jetzt ungültig geworden und ich muss nachbeten.”

• Abendgebet in der Moschee. Eine Gruppe Muslime betet das Abendgebet in einer kleinen Hinterhofmoschee. Sie verfügt nur über einen Haupt­raum. Eine kleine Gruppe Frauen stellt sich an die hinterste Wand und betet das Abendgebet im selben Raum mit den Männern, die vorne beten. Noch im Gebet sieht eine der Frauen, wie ein zu spät kommender Mann sich grade zu den anderen Männern stellen will, um mit ­ihnen zu beten. Der Mann sieht die Frauen, bleibt stehen, macht auf der Stelle kehrt und verlässt die Moschee.

• Unterwegs. Eine Frau möchte das Mittagsgebet verrichten und sucht ­des­halb eine große Moschee auf. Der ­Gebetsraum für Frauen ist dieses Mal ungewohnterweise verschlossen. Einer der anwesenden Männer informiert sie freundlich, dass heute keine Frauen in der Moschee sind und es somit keine Möglichkeit für sie gebe, in dieser ­Moschee zu beten.

Niemanden störts, niemand empört sich. Im Gegenteil. Der Islam mit der Frau als minderwertigem Wesen ist eine Bereicherung für uns alle.

(Spürnase: HIOB UNTER SATANS ANKLAGE)